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Drama

Fame

Große Träume, großes Theater


Zehn junge Menschen träumen vom Ruhm. Sie alle starten ihren Weg an einer Hochschule für Künste. Sie sind auf der Suche nach sich selbst - und finden viel. Erinnert an den Film? Ist aber anders. Teilweise, jedenfalls.

(Text: ta)

Premiere:30.10.2004
Letzte bekannte Aufführung:11.12.2005


Der Blick fällt auf eine blau angeleuchtete Stoffwand. Dahinter schimmern die Silhouetten der Tänzer und Sänger, die auf mehreren Ebenen verteilt sind und teils hoch im oberen Bühnendrittel zu schweben scheinen. "Wir wollen Euch verzaubern", singen und tanzen sie. Und ihr Wunsch gelingt. So beginnt der zweite Akt des Musicals "Fame" in Bremerhaven. Einer der gelungenen Momente dieser Inszenierung, die am 30. Oktober 2004 ihre Premiere feierte.

Keine Frage: "Fame" in Bremerhaven ist ein Musical, wie es sein muss. Es hat Tempo, es überzeugt durch die richtige Mischung aus Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang, es ist so professionell umgesetzt, wie es an Stadttheatern nicht immer üblich ist und braucht somit den Vergleich mit Großproduktionen nicht scheuen. Und dennoch vermag es den Zuschauer nicht wirklich zu berühren. Was freilich vor allem daran liegt, dass das Stück selbst nicht besonders gelungen ist - wofür das Bremerhavener Ensemble wenig kann.

Ich kenne "Fame", sagt sich der Zuschauer, noch bevor sich der Vorhang hebt. Ich habe den Film gesehen. Doch wer so denkt, der irrt - und auch wieder nicht. Tatsächlich war es das Ziel der Macher, eine Bühnenfassung des legendären (und großartigen) Alan-Parker-Films von 1980 zu schaffen. Dabei gab es nur ein Problem: Die Filmfirma wollte die Rechte nicht herausgeben. Die Folge davon: Die bekannten Songs aus dem Film dürfen auf der Bühne nicht benutzt werden, bis auf eine Ausnahme, nämlich den Titelsong "Fame". Das Musical wurde also komplett neu komponiert, was leider nicht immer besonders einfallsreich gelang. So krankt die Partitur, die sich aus poppig-rockigen Songs zusammensetzt, bis auf wenige Ausnahmen an Belanglosigkeit. Folge Nummer Zwei: Die Charaktere durchleben das gleichen Schicksal wie jene im Film, tragen aber andere Namen.

Die Handlung: In der renommierten New Yorker Hochschule für bildende Künste beginnt das Semester. Zehn Schüler starten ihre Kurse als angehende Schauspieler, Musiker und Tänzer. Sie alle träumen von einer großen Karriere, sie alle wollen Ruhm (Fame) erlangen, sie alle haben eine schwere Zeit vor sich. Es gibt Liebe und Eifersucht, Verzweiflung und gleich mehrere Geschichten über Erfolge und Niederschläge.

In der Bremerhavener Inszenierung wenden der Regisseur Dirk Böhling und der Dramaturg Andreas Strähnz einen Trick an: Das ganze Ensemble, bis auf zwei Ausnahmen, setzt sich aus jungen Darstellern zusammen, die frisch von den Musical-Schulen Deutschlands kommen. Für die meisten ist es das erste richtige Engagement. Eine Geschichte zu erzählen über junge Menschen auf der Suche nach sich selbst, und diese Geschichte von jungen Menschen darstellen zu lassen, die ebenfalls noch nach ihrer Identität suchen - das macht Sinn.

Und es funktioniert. So wird die Geschichte dargebracht von einem hervorragend ausgebildeten Ensemble, das insgesamt so überzeugend ist, dass es nicht nötig ist, besonders gute Darsteller hervorzuheben. Dirk Böhling, einstmals Musicaldarsteller im Bremerhavener Haus und inzwischen Rundfunkmoderator bei Radio Bremen, inszeniert erfrischend gradlinig und schnörkellos, hält seine Schauspieler vor allem zu Minimalismus an. Auch das gelingt. Der musikalische Leiter Peter Stolle und die neunköpfige Rockband unterstützen das Bühnengeschehen mit einem satten, präzise gespielten, pulsierendem Orchesterklang. Unterstützt wird das Ganze durch ein geschicktes, wenngleich unaufwändiges Bühnenbild (Manfred Kaderk), das in wenigen Versatzstücken und durch Diaprojektionen andeutet, wo die Szenen spielen, aber schnelle Wechsel möglich macht. Der Ton und das Lichtdesign sind professionell und effektiv. Kein störendes Knistern der Microport-Mikrofone, wie es in Stadttheatern dieser Größenordnung oft zu erleben ist.

Und trotzdem: Das Musical plätschert am Zuschauer vorbei, anstatt ihn mitzunehmen. Woran liegt das? Wohl vor allem am Buch! Allen Widrigkeiten zum Trotz wagten die Autoren des Musicals, José Fernandez (Buch), Jacques Levy (Libretto) und Steve Margoshes (Musik), den Versuch, den Film in einer Eins-zu-Eins-Fassung auf die Bühne zu übertragen. Das gelingt allerdings nicht. So versteht es der Film meisterhaft, seinen Charakteren Tiefe zu verleihen, indem er die Lebenssituationen verdeutlicht, aus der sich ihre Motivation erklärt. In der Musical-Fassung werden die Charaktere erklärungslos auf die Bühne geworfen, durchleiden in raschem Tempo ihr Schicksal und verschwinden wieder. Das klassische Problem eines reinen Ensemble-Stückes: Zu viele Personen, deren Hintergrund nicht ausgeleuchtet werden kann. Am Ende scheint keiner der Charaktere eine Entwicklung durchlebt zu haben.

Großes Finale, Licht, Tanz, Tempo, Vorhang, Jubelsturm beim Publikum.... aber wenig bleibt. Schade. Warum man "Fame" trotzdem gesehen haben sollte? Weil sich ein frisches Schulabgänger-Ensemble bemerkenswert gut schlägt, trotz der schwachen Dramaturgie des Musicals, und weil ein relativ kleines 700-Plätze-Theater eine beachtlich-professionelle Produktion auf die Bühne gestemmt hat.

(Text: ta)






Kreativteam

Inszenierung Dirk Böhling
Musikalische Leitung Peter Stolle
Bühnenbild Manfred Kaderk
Kostüme Esther Bätschmann
Choreographie Sergei Vanaev
Übersetzung Frank Thannhäuser
Iris Schumacher


Besetzung

Serena Katz Mirjam Wolf
Nick Piazza Arne Stephan
Carmen Diaz Isabella Rapp
Tyrone Jackson Dan Castel
Iris Kelly Janine Buck
Mabel Washington Anna-Elisabeth Klein
Miss Sherman Joanne Bell
Miss Bell Iris Wemme
Joe Vegas Manuel Jadue
Schlomo Metzenbaum Christian Burkhardt
Grace Lamp Katrin Wölfe
Goodman King Marc Schlapp
Mr. Steinkopf Günter Pirow
Mr. Myers Thomas Ney



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


20 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


2883
sehr empfehelenswert. einfach klase.

31.12.2009 - echt spitze. muß man gesehen haben. und dann die stimme von nick. da bekommt man eine gänsehaut.

brhv301004


3201
echt supert toll

31.12.2009 - ich hab mir fame angeguckt und war absolut begeistert! die stimmen , die Schauspieler einfach alles! Muss man sich unbedingt ansehen!

anonym


3442
Im nachhinein sehr überzeugend

31.12.2009 - Ich habe das Stück gesehen un bin kit dem gedanken " einen netten Abend gehabt zu haben aus dem Theater gegangen.
Einige Tage später sah ich in Bremen Evita - war sehr enttäuscht- und sag nun im nachhinein : anschauen lohnt sich allemal - für ein Stadttheater eine beachtliche Leistung!

Jan


4428
Fame ist spitze

31.12.2009 - ich fand Fama klasse die musik ist spitze und die schauspielr verköpern ihr rolle genial , ich bin nun schon drei mal im theater gewesen um mir fame anzusehn und ich würde auch noch ein viertes mal hingehn

CHantal


8525
Einfach Gebnal besonders Joe:)

31.12.2009 - Ich finde das Stück ist echt gelungen ! Erst dachte ich,dass es ist wie der Film aber es ist ganz anders und daswas die Leute auf die Beine Gestellt haben ist einfach super! Es ist ein MUSS sich das anzugucken! Das ist der Hamma ich hab das Stück schon zweimal gesehen und ich finde es genauso spannend wie am anfang (besonders wegen Joe Vegas =)
Naja auf jedenfall angucken (I love Joe )

Laura


24226
Einfach Toll

30.01.2008 - Das war mein erstes Musical was ich jeh gesehen hab!
Fand es so gut das ich es mir gleich 3mal anschaute!

Lisa


11889
Unbeschreiblich Klasse

12.04.2006 -

Ray


10050
gut gemacht

16.01.2006 - Das Buch des Stücks ist wahrlich keine Glanzleistung, stereotype Personen, klischeehafte Handlung! Aber was für ein Ensemble....die sind alle mit so viel Spielfreude und Talent dabei, dass das Zuschauen ein wahres Vergnügen ist!

Meikel


9349
super

16.12.2005 -

b


9035
spritzig

28.11.2005 - klasse show, 80er-mucke vielleicht nicht jedermanns ding, aber SUPER gecastete rollen, glaubhafte, authentische darsteller, die ihr herzblut einbringen. klasse stimmen, super tänzer, witz und auch tragik, was will man mehr.

miri


8781
Hingehen!

13.11.2005 -

Bernd


5041
THE BEST!

22.03.2005 - Wer sagt dieses Musical ist doof, ist selbst doof!
Das beste Musical das ich je gesehen hab!
Darsteller toll, tolle Stimmen, super Geschehen auf der Bühne und gut gemacht!
Mein größtes Kompliment!
*verbeug*
LG

Ana Lyn


4446
genial

13.02.2005 - waren heute mit schulklasse da, hätte nicht gedacht, dass mich ein musical so umhauen kann !

geniale bgrmusik, wunderbare stimmen, super bühnenshow und wirklich umhauende tanzeinlagen !

sehr sehenswert !

*fasziniert*

cel0r


4236
Supertoll

31.01.2005 - geniale Schauspieler mit grandiosen Stimmen.Muss man gesehen haben!

anonym


4221
motiviertes Ensemble

30.01.2005 - Das sehr junge Ensenble ist sehr motiviert, die deutschen Texte sehr interessant. Lider fehlt dem Stück an sich das gewisse etwas. Schade, aber es war trotzdem ein schöner Abend. Man hätte aber wirklich auf mehree Reprisen in voller Liederlänge verzichten können. Tolle Stimmen gab es zu hören.

Hardy


3858
Große Klasse

01.01.2005 - Lob:

Tolle Musik, großartige Tänzer und Stimmen.
Für die Mittel, die die Stadt Bremerhaven der Bühne zur Verfügung gestellt hat eine sehr gelungene Inszenierung. Effektvoll, ohne überflüssigen Schnickschnack, gut besetzte Schauspieler, Tänzer und Sänger und eine feinfühlig ausgearbeitete Musik, die auch nach der Vorstellung nachhallt.

Kritik:
Ich denke immer noch, dass von Seiten der Stadt Bremerhaven eine gezieltere Förderung der Talente von Nöten wäre ebenso wie die geschicktete Ausfüllung des Spielplanes, um zum einen den Wünschen des Publikums entgegen zu kommen, aber auch um das benötigte Geld in die Kassen zu spielen. Stücke wie 'Fame' , die für ein volles Haus sorgen sind unter anderem Aushängeschild einer Stadt, die sich um ein breitetes Kulturangebot bemühen sollte.

Alexandra


3196
das coole musical

24.11.2004 - es ist geil hab es noch nit gesehen ist aber trotzdem geil wir gucken bald den film dazu hört sich gut an .mir sitzen hier in musik es ist langweilig

vani mandy


2970
furchtbar

08.11.2004 - Ein grauenhaftes Stück mit uninspirierter Musik. Nicht schlecht gesungen aber- typisch Musical- von Schauspiel keine Spur, aufgesetzt und oberflächlich. (Vor allem der Darsteller des Nick und Miss Sherman)

torben


2938
Trotz Schwächen unbedingt anschauen!

05.11.2004 - Als geborener Bremerhavener ist das Stadttheater noch heute "mein" Theater. Hier habe ich meine ersten Musicals, Operetten und Opern gehört. Hier habe ich meine Liebe zum Theater entdeckt.
Um so mehr war ich - jetzt in Berlin lebend - gespannt, auf "Fame", das die Bremerhavener Bühne als drittes Theater in Deutschland produziert hat. Und das mit Erfolg! Auch wenn die Inszenierung sehr "operettig" daher kommt (man darf ja die 60+-Abonennten nicht verprellen", lohnt der Weg in die so genannte "Provinz".
Warum??
Wo kann sich ein Indentant eines städtischen Theaters schon den Luxus leisten, junge Musicaldarsteller zusammen zu casten, die ausnahmslos begeistern? In Bremerhaven! Die Truppe, ohne Bruch verstärkt durch das hauseigene Ballett und eine ausgewählte Statisten- und Sängerschar, begeistert! Es wäre ungerecht, hier einzelne Solisten zu benennen. Die gesamte Truppe ist aus einem Guss - echt Spitze!
Wo gleißendes Licht ist, gibt es aber leider auch Schatten. Bei dieser dritten bundesdeutschen "Fame"-Produktion auf jeden Fall in Person des Regisseurs Dirk Böhling, der mit seiner x-ten Inszenierung für das Stadttheater das eher "operettig" orientierte 55-plus-Abo-Publikum nicht verprellen will (oder darf?): Da werden einzelne Personen aus dem ohnehin schon schwachen Buch wie Abziehbilder vorgeführt: Da kann man einen sonnenbebrillten, dauergeilen Super-Macho genauso entdecken wie einen trotteligen, ewig den Schweiß von der Stirn tupfenden und optisch aus der "Feuerzangenbowle" entsprungenen und übelst chargierender Musiklehrer (meiner Meinung nach der Tiefpunkt dieser Produktion)! Dass einer der Schüler eher dem eigenen Geschlecht zugetan ist wird genauso weichgespült wie der Konflikt im Lehrkörper. Friedefreude-Eierkuchen auf der ganzen Linie!
Trotz dieser Vorbehalte: Besucht diese Ausnahme-Produktion. Denn hier könnt ihr die Nachfolger von Uwe Kröger& Co. kennen lernen.


enausoder justement aus dem Feuerzangenbowlenden durch das phantasievolle Bühnenbild enauso wie den

Kai


2933
Super Stimmen-beste deutsche "fame" Produktion

05.11.2004 - für ein stadttheater super produktion. geile stimmen (miss sherman, nick, carmen)und starke bühne mit super ideen in der umsetzung! ein muss für deutsche musicalfans! jung, frisch und fetzig !

b.se


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Handlung
Dass der Weg zum Ruhm steinig ist, müssen die Studenten der New Yorker High School of Performing Arts am eigenen Leib erfahren. mehr

Weitere Infos
Musik: Steve Margoshes, Buch: Jose Fernandez, Song-Texte: Jacques Levy. Die Bühnenfassung wurde 1988 uraufgeführt und basiert auf dem Film und der TV-Serie von Alan Parker.

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