Ein Spot richtet sich auf den noch geschlossenen tiefroten Samtvorhang des Vogtlandtheaters Plauen. Eine weiß behandschuhte Hand kommt zwischen den Vorhängen zum Vorschein und deutet dem Publikum gestisch, dass es nicht erwünscht sei, zu filmen, zu fotografieren und um Himmels Willen vor allem nicht mit Papier zu rascheln. Dem schmunzelnden Publikum wird bereits an dieser Stelle klar, dass in den folgenden knapp zweieinhalb Stunden dem Addams-Family-Kult in jeder erdenklichen Weise gefrönt wird. Dabei ist es völlig nebensächlich, dass die Handlung ziemlich vorhersehbar oder der ein oder andere Gag ein ziemlicher Kalauer ist. Es zählt nur, dass es einfach verdammt viel Spaß macht!
Das Theater Plauen-Zwickau hat in den letzten Spielzeiten immer wieder mit opulent inszenierten und ausufernd besetzten historischen Musicals aufgewartet, die hervorragend im Setting des Plauener Parktheaters als Open-Air-Produktionen zur Geltung kommen. Auch das ursprünglich spanische Musical "Der Medicus" reiht sich nahtlos darin ein und versetzt das Publikum stimmungsvoll in die Geschichte zwischen England und Persien.
Wie schon bei "Into the Woods" wildert auch dieses Musical im Grimmschen Märchen-Fundus. Endora, die böse Stiefmutter von Schneewittchen hat das Ziel, alle Märchen ihres guten Endes zu berauben. Florian, Schneewittchens bester Freund, Doro und Alex kämpfen im Märchenwald gegen den bösen Wolf, Rumpelstilzchen und andere Bösewichter. Das Theater Plauen-Zwickau zeigt das Musical als deutschsprachige Erstaufführung.
Mit seiner diesjährigen Open-Air-Inszenierung stellt das Theater Plauen – Zwickau zum wiederholten Male seine Musical-Tauglichkeit unter Beweis: Mit einem neuen Blickwinkel auf den Zauberer Merlin, einer phantasievollen Inszenierung und einer durchweg überzeugenden Besetzung präsentiert sich "Artus – Excalibur" als Geheimtipp im Musical-Sommer 2023.
Vor allem wegen der fantastisch-komischen Darsteller (Sebastian Songin, Patrick Heppt) sind die Männer in Frauenklamotten eine Riesengaudi fürs Publikum. Wolfgang Hofmann inszeniert die Bühnenadaption des bekannten Stoffs mit viel Gefühl für die Sprechszenen, ohne die Filmvorlage zu kopieren. Nicht nur wegen der musikalischen Umsetzung bleibt das Musical allerdings auf der Strecke.
Ohne Mauer, dafür mit Hartz IV. Das Stadttheater Bremerhaven katapultiert Volker Ludwigs 80er-Jahre-Revue über die Odyssee einer jungen Ausreißerin im West-Berliner U-Bahnnetz in die Bundeshauptstadt unter Kanzlerin Angela Merkel. Ein grandioses, spielfreudiges Ensemble trotzt einer schwachen Regie und einer lahmen Band.
Zehn junge Menschen träumen vom Ruhm. Sie alle starten ihren Weg an einer Hochschule für Künste. Sie sind auf der Suche nach sich selbst - und finden viel. Erinnert an den Film? Ist aber anders. Teilweise, jedenfalls.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...