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Kammermusical

Once

Suche nach einem Seelenverwandten


© Manuel Harlan
© Manuel Harlan
Der Besuch des Musicals "Once", basierend auf dem gleichnamigen irischen Film, stellt sich als besondere Erfahrung heraus. Regisseur John Tiffany hat in einem Einheitsbühnenbild die schlichte Handlung atmosphärisch intensiv auf die Bühne gebracht. Am 17. November 2014 übernahm Pop-Superstar Ronan Keating die Rolle des Guy. Nach Beendigung der West-End-Spielzeit soll die Show auf Europa-Tournee gehen, für die noch keine konkreten Daten bekannt sind.

(Text: mf / mr)

Premiere:09.04.2013
Rezensierte Vorstellung:25.07.2013
Dernière:21.03.2015


Die Geschichte von Guy und Girl, die sich in Dublin zufällig treffen und sich innerhalb von fünf Tagen kennen und lieben lernen und trotzdem zu Gunsten ihrer alten Beziehungen nicht zusammenkommen, bietet eigentlich nicht sehr viel Stoff, um ein abendfüllendes Musical daraus zu machen. Bereits die filmische Vorlage legte den Fokus mehr auf Atmosphäre, Stimmung und Musik und erzählte in feiner zurückhaltender Form diese emotionale Geschichte.

Das Kreativteam entschied sich, auf große Bühnenauf- und Umbauten zu verzichten und lässt die gesamte Handlung in einem Pub ablaufen. In einem Halbrund befinden sich Tresen, Stühle, die Wände sind mit Spiegeln verschiedenster Größe und mit Lampen ausgestattet. Durch zwei Türen werden weitere Requisiten je nach Bedarf rein- oder rausgebracht. Dazu befinden sich alle Darsteller, die gleichzeitig auch die Musiker sind, ständig auf der Bühne und beobachten als stumme Beobachter das Geschehen auf der Bühnenmitte.

© Manuel Harlan
© Manuel Harlan

Um das Publikum auf die Pubatmosphäre einzustimmen, wird bereits bei Betreten des Saales kräftig auf der Bühne musiziert, gesungen und getanzt. Wer mittendrin sein möchte, kann sich vor Beginn und in der Pause an der Theke auf der Bühne ein Getränk holen. Irgendwann fast unmerklich wandelt sich das scheinbar improvisierte Geschehen, das Saallicht geht langsam aus und die eigentliche Geschichte von Guy und Girl beginnt.

Regisseur John Tiffany erzählt diese filmartig und irgendwie poetisch zugleich: Szene wird an Szene gereiht, die Örtlichkeiten werden durch das schlichte, aber treffende Lichtdesign von Natasha Katz herausgearbeitet und durch passende Requisiten ergänzt. Alle Umbauten sind mal mehr, mal weniger künstlerisch durchchoreografiert (Movement: Steven Hoggett) und verbinden die einzelnen Szenen. Der Handlungsfortgang verläuft recht zurückhaltend, unaufdringlich und in einer besonderen, schwer zu beschreibenden Stimmung, die ein oder andere Länge inbegriffen.

Die Nebenfiguren bekommen auf der Bühne ein bisschen mehr Tiefe und Handlungsspielraum als im Film und unterstützen durch poetisch anmutende Tanzeinlagen und Interaktionen das Geschehen und die Stimmung. Alles in allem bleiben sie aber nur sympathische Begleiter der beiden Protagonisten.

Guy wird in London von Declan Bennet dargestellt. Er gibt den Songwriter, dessen Freundin nach New York gegangen ist, anfangs als mürrischen, sarkastischen und zurückhaltenden Typen, der sich im Laufe des Abends immer mehr Girl gegenüber öffnet und besonders in den Songs seine ganzen Emotionen ausspielt.

Als Gegenüber wird Girl von Zrinka Cvitesic sehr lebhaft und mit viel Lebenslust dargestellt. Sie sorgt gerade zu Beginn mit ihrer Natürlichkeit und Lebensfreude für die Lacher. Wunderbar die Szene, in der sie dem Piano im Musikinstrumentenladen "Hallo" sagt, bevor sie drauf spielt. Girl behält das ganze Stück über ihre positive Art und trotzdem schafft es Cvitesic, ganz subtil und schleichend den Schmerz über die Liebe zu Guy, die nicht stattfinden soll oder darf, durchdringen zu lassen.

© Manuel Harlan
© Manuel Harlan

Beide harmonisieren wunderbar, geben durch ihre natürliche Art den Figuren die richtige Leichtigkeit bzw. Schwere und machen es dem Zuschauer leicht, die emotionale Reise mitzugehen.

"Once" ist kein klassisches Musical, vielleicht eher ein Schauspiel mit Musik. Die Songs dienen in erster Linie nur dem Ausdruck der Gefühle, sie sind nicht handlungstreibend und werden überwiegend im Kontext von Bühnenauftritten, Studioaufnahmen oder Proben dargeboten. Und trotzdem ist das Stück für alle eine Entdeckung wert, die sich auf außergewöhnliche, besondere Shows einlassen können und die sich auf eine emotionale Reise begeben wollen. Wenn am Ende Guy und Girl zur Reprise von "Falling Slowly" mit Tränen in den Augen Richtung Publikum schauen und all ihr Schmerz über die von beiden Seiten nicht zugelassene Liebe in ihren Gesichtern abzulesen ist, dann ist das schlichtweg herzzerreißend und ein purer Moment Theatermagie.

(Text: mf)




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Kreativteam

RegieJohn Tiffany
BühneBob Crowley
LichtNatasha Katz
ChoreografieSteven Hoggett
KostümeBob Crowley


Besetzung

GuyRonan Keating
GirlJill Winternitz
BaruskaFiona Bruce
SvecMatthew Ganley
BillyTim Prottey-Jones
EamonDaniel Healey
DaMark Carlisle
Ex-GirlfriendMiria Parvin
AndrejMathew Hamper
RezaLoren O'Dair
Bank MangerJez Unwin
EmceeJamie Cameron
Guy (Zweitbesetzung)Jack Beale
Daniel Healey
Girl (Zweitbesetzung)Ruth Westley
Florence Andrews
Baruska (Zweitbesetzung)Allison Harding
Svec (Zweitbesetzung)Robbie White
Billy (Zweitbesetzung)Kieran Cunningham
Dogan Mehmet
Eamon (Zweitbesetzung)Dogan Mehmet
Tomas Wolstenholme
Da (Zweitbesetzung)Kieran Cunningham
Ex-Girlfriend (Zweitbesetzung)Helena Gullen
Ruth Westley
Andrej (Zweitbesetzung)Jamie Cameron
Robbie White
Reza (Zweitbesetzung)Helena Gullen
Ruth Westley
Bank Manager (Zweitbesetzung)Jamie Cameron
Emcee (Zweitbesetzung)Tomas Wolstenholme
Robbie White


Frühere Besetzungen? Hier klicken



Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Manuel Harlan
© Manuel Harlan

Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


5 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


30426
Ein Kleinod!

14.07.2014 - Wer abseits der großen West End Musicals ein Stück mit Herz und Charme sucht, der ist bei "Once" genau richtig.

Die recht kleine Bühne des Phoenix-Theatre bietet mit ihrer Pub-Atmosphäre (die man in der Pause auch aus der Nähe bewundern kann) einen passend intimen Rahmen für dieses kleine aber feine Kammermusical.

Erzählt wird eine Liebesgeschichte - nein, nicht (nur) zwischen den beiden Protagonisten, sondern vielmehr ist das Stück eine Liebeserklärung an die Musik selbst. Mal urkomisch, mal still und nachdenklich, mit spritzigen Dialogen und Songs, die irgendwo zwischen Folk und Bluegrass angesiedelt sind und von der mit sichtlicher Spielfreude agierenden (und musizierenden) Cast wunderbar vorgetragen werden.

Sandrine (20 Bewertungen, ∅ 4.1 Sterne)


30386
Breathtaking!

19.05.2014 - Das Stück kannte ich vorher garnicht (weder Film noch Bühne), war aber seeeehr begeistert! Tolle Musik, sehr intime, ehrliche Geschichte!

David Hunter als Guy war grandios. Ich war restlos begeistert.

Jekyll&Hyde (13 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


30126
Nicht ganz mein Geschmack

05.10.2013 - Auf Once habe ich am meisten gefreut und wurde leider enttäuscht. Ich liebe die Musik und den Film aber auf der Bühne fand ich es leider langweilig. Die Cast war aber ganz toll und das Phoenix Theatre wunderschön obwohl es sehr unbequem und zu warm war.

J_F_K (18 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


30101
Direkt von der Bühne in mein Herz

26.08.2013 - In London lässt sich zur Zeit die ganze Bandbreite erleben, die uns das Genre Musical dankenswerterweise schenkt. Große Shows, riesige Bühnenbilder, Musikstile in allen Facetten, darunter bekannt/berühmte Klassiker - die Auswahl ist riesig. Und dann ist da Once. Ein Bühnenbild, was bei den meisten anderen Musicals für eine Szene reichen müsste, erweckt hier eine ganze Show zum Leben. Mit Licht, mit Regieeinfällen und mit der Lebendigkeit der Darsteller passiert hier genau das, was man sich von jedem Theaterbesuch erhofft - die Magie eines Live-Erlebnisses wird wahr. Noch vor der Show wird man durch die Musik, die bereits vom Ensemble auf der Bühne gespielt wird, in Raum und Zeit der Geschichte versetzt, ein genialer Schachzug der Macher. Es beginnt dann fast unscheinbar, und entwickelt dann innerhalb kürzester Zeit eine so große Macht, dass man sich dem Bann der Geschichte nicht entziehen kann. Egal ob Billy (in meinem Fall Zweitbesetzung), der Banker, Girls Familie oder auch Guy und sein Vater - die Schauspieler waren alle so gut für ihre Rollen gecastet, sie haben die Bühne so sehr ausgefüllt, wie ich es bisher in den unzähligen Shows, die ich weltweit gesehen habe, eigentlich noch nie erlebt habe. Die Stimmung zwischen Guy und Girl, diese Emotionen, diese Harmonie, eigentlich möchte man ihnen wünschen, dass sie das auch außerhalb der Bühne das wahre Glück füreinander sind (unwissend, ob er oder sie eine andere Beziehung haben oder auch nur im entferntesten aneinander interessiert sein könnten).
Die geschriebenen Dialoge sind punktgenau, es ist eine Freude, ihnen zu zuhören, es gibt kein Zuviel an gesprochenen Worten und die, die es gibt, sind so gut gewählt, dass die Zeit wie im Flug vergeht, so sehr versinkt man die Geschichte. Die Musik hat nichts mit Musical zu tun. Gerade deswegen funktioniert dieses Stück. Und gerade deswegen ist es einfach anders. Hier im Forum gab es mal die Diskussion, ob ein Stück mit so wenig Bühnenbild das Recht hätte, so viel Eintritt zu verlangen wie z.B. Charlie. Ja. Jeden Cent hab ich da gerne bezahlt und würde es jeder Zeit wieder tun. Denn man bezahlt ja nicht nur die Ausstattung, sondern auch das Gesamterlebnis. Und das ist in diesem Fall unbezahlbar.

MsDesmond (10 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


29983
Sternstunde

29.04.2013 - Am vergangenen Freitag ging es ins Phoenix Theatre in die Charing Cross Road. Ein kleines schönes Haus mit einer tollen Atmosphäre. Das Stück war mit Abstand das beste von den dreien, die ich in den vier Tagen London gesehen habe und hat mich teils sehr zu Tränen gerührt. Die Show ist sehr minimalistisch, arbeitet mit einer tollen Lichtregie und wenigen Requisiten. Es besteht aus einem Einheitsbühnenbild, welches einen irischen Pub mit vielen Wandlampen und Spiegel darstellt. Alle Darsteller sind bereits von Beginn an auf der Bühne (bis auf "The Girl"). Das Publikum darf sich von einem Barmann auf der Bühne einen Drink holen und den Darstellern beim Musizieren zuschauen. Nach und nach wird man dann von der Bühne gebeten und die Show beginnt wenig später. Wenn die Darsteller nicht gerade in einer Szene spielen, sitzen sie am Bühnenrand und spielen auf ihren Instrumenten. Alle Darsteller spielen ein oder mehrere Instrumente. In Ensembleszenen tanzen und singen sie währenddessen noch. Das war sehr beeindruckend. Sowas sieht man selten auf einer Theaterbühne. Zum Schluss hat das Stück einige kleine Längen, die aber im Gesamtpaket nicht stören. Jeder Musicalreisende in London sollte sich dieses Stück nicht entgehen lassen, da man hier echt eine engagierte, vielseitig talentierte und sympatische Cast erlebt. Zu Recht mit 8 Tony Awards ausgezeichnet.

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


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 Theater / Veranstalter
Phoenix Theatre
Charing Cross Road
London
+44 (0)870 060 6629
Homepage
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 Kurzbewertung [ i ]
(mf)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Atmosphärisch dicht und visuell schlicht präsentiert sich die Bühnenversion des irischen Films, die durch die intensive Leistung der Hauptdarsteller getragen wird.

26.07.2013

 Leserbewertung
(5 Leser)


Ø 4.20 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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