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Biografical

Friedrich - Mythos und Tragödie

Wie glücklich war der Alte Fritz?


© Spotlight Musicalproduktion
© Spotlight Musicalproduktion
Im Jubeljahr zum 300. Geburtstag des bekanntesten Preußen-Monarchen 2012 darf ein Friedrich-Musical nicht fehlen. Historisch nicht immer genau und musikalisch etwas dürftig. Dafür solide inszeniert (Holger Hauer) und von grandiosen Darstellern (Chris Murray, Tobias Bieri, Elisabeth Hübert und Maximilian Mann) getragen. 2014 wird das Stück in Fulda und Hameln wieder aufgenommen. Die Rolle der Wilhelmine übernimmt Sabrina Weckerlin.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:01.06.2012
Letzte bekannte Aufführung:24.08.2014


Die folgende Rezension von Kai Wulfes bezieht sich auf die Uraufführung im Juni 2012.


Leicht bekleidet sitzt eine Frau auf ihrem Bett. "Spiel mich – und mach' mich zu deiner Musik", fordert sie zu jazzigem Barsound. Das Objekt ihrer Begierde, eben noch als Soloflötist aufgetreten, erliegt ihrem Werben und steigt mit freiem Oberkörper zu ihr auf die Matratze. Diese Szene spielt nicht etwa in der Gegenwart, sondern am Hofe August des Starken. Deshalb räkeln sich auch ganz barock puderperückte Damen neben dem Lotterbett, während sich Gräfin Orczelska dem Kronprinzen von Preußen hingibt. Der spätere Friedrich II. in Jugendjahren mit einer Frau im Bett?

"Der große König – wie ihn keiner kennt": So bewirbt der Veranstalter dieses Musical und löst zumindest mit diesem historisch verbürgten Techtelmechtel sein Versprechen ein. Andere Szenen kann allerdings keiner kennen, da sie schlichtweg erfunden sind.
Das Trio Dennis Martin, Wolfgang Adenberg und Christoph Jilo ignoriert mehrfach schlichtweg die Historie und biegt sie sich für sein Textbuch zurecht. So ist die Affäre zwischen der Königinmutter und dem intriganten Minister Grumbkow ebenso ihrer Fantasie entsprungen wie die Liebesbeziehung zwischen Friedrichs älterer Schwester Wilhelmine und seinem Vertrauten Hans Hermann von Katte. Dessen historisches Alter Ego wurde vom strengen Friedrich Wilhelm I. weder als Aufpasser für die Teenie-Königskinder auf ihrem Dresden-Ausflug engagiert, noch musste der wahre Katte seinen royalen Freund auf dem Kasernenhof drillen. Auch stirbt der Musical-Friedrich über zwanzig Jahre zu früh, unmittelbar nach dem Siebenjährigen Krieg. Das Buch ist damit so weit von der Historie entfernt wie die Realität von dem in der Werbung zur Show angepriesene "Originalschauplatz": eine Mehrzweckhalle in der Medienstadt Babelsberg.

© Spotlight Musicalproduktion
© Spotlight Musicalproduktion

Immerhin ist der Musical-Friedrich eine dramaturgisch gelungene Annäherung an den populären Preußenkönig. Martin, Adenberg und Jilo konzentrieren sich dabei auf die Kronprinzenjahre mit dem Vater-Sohn-Konflikt, Friedrichs Fluchtversuch aus Preußen und die daraus resultierende Enthauptung Kattes. Dessen Geist erscheint dem verbitterten Alten Fritz und führt ihn an Stationen seines Lebens zurück. Friedrichs Königsjahre streift das Musical in der zweiten Hälfte von Akt 2 und legt den Fokus auf den Feldherrn. Erfreulicherweise verzichten die Autoren dabei auf die über Generationen weitergetragenen Klischees, die Friedrich II. als genialen Strategen oder weisen und liebenden Landesvater glorifizieren.
Mit Ausnahme des bereits erwähnten Songs der Gräfin Orczelska sind bis zur Pause die Kompositionen von Dennis Martin und Marc Schubring wenig originell. Man hat bei all den rührigen Balladen, den zackigen Ensembles im Marschrhythmus und den leicht rockigen Nummern wie "Sterbekittel" den Eindruck, alles irgendwo schon einmal in ähnlicher Form gehört zu haben. Martins und Schubrings Musik hat wenig Ohrwurmpotenzial und klingt austauschbar.

© Spotlight Musicalproduktion
© Spotlight Musicalproduktion

Überraschenderweise ändert sich das in Akt 2 mit dem grandiosen Showstopper "Bienvenue in Sanssouci" und setzt sich fort mit der großen, packenden Ensemblenummer "Sieben Jahre Krieg" und Friedrichs erschütternder Erkenntnis "Ebenbild". Hier sind Dennis Martin drei fantastische Songs gelungen, die statt der sehr elektronisch klingenden Begleitung vom Band ein richtiges Orchester verdient haben. Der zumindest im hinteren Bereich des Zuschauerraums etwas dünn ankommende Sound (Maximilan Becker und Andreas Balaskas) schmälert zudem in den Ensemblenummern die Textverständlichkeit.
Ein Genuss hingegen ist die Optik. Ute Carows Kostümbild steuert opulente Barockkleider und schneidig-schicke Uniformen bei, die auf Christoph Weyers schlichter Treppenkonstruktion gut zur Geltung kommen. Projektionen auf eine die Bühne hinten begrenzende Leinwand zaubern schnell wechselbar neue Handlungsorte herbei, während zwei bewegliche Stufenpodeste im vorderen Bereich zusätzliche Orte schaffen.
Der Clou der Show ist allerdings ein die gesamte Bühnenhöhe einnehmender, überdimensionaler, preußischer Uniformrock. Als Symbol des Soldatentums wird er aus der Versenkung heraufgezogen und illustriert bedrohlich einem übermächtigen Krieger gleich mit marschierenden Armbewegungen den Vater-Sohn-Konflikt oder die Schlachten. Holger Hauers Inszenierung ist zudem kurzweilig und reflektiert Friedrichs Leben ohne Regie-Mätzchen. Hauer stellt statt historischer Abziehbilder echte Typen auf die Bühne und sorgt wie beim überraschenden Wechsel des Kinderdarstellers zum jugendlichen Friedrich für Aha-Momente.

© Spotlight Musicalproduktion
© Spotlight Musicalproduktion

Aus dem sehr homogenen spielenden und singenden Ensemble, das Choreografin Doris Marlis auch tänzerisch fordert, ragen in ihren Episodenrollen Isabel Trinkaus (Gräfin Orrczelska) und vor allem Leon van Leeuwenberg als kauziger Voltaire heraus. Heiko Stang wirkt als Friedrich Wilhelm I. fast ein bisschen zu liebenswert, während Patricia Hodell in ihren wenigen Auftritten als Friedrichs warmherzige Mutter rollendeckend agiert. Unbedingt hervorzuheben sind auch die beiden sehr unbeschwert agierenden Kinderdarsteller (Casper Krzysch als Friedrich und Frieda Helene Fischer als Wilhelmine).
Gesanglich auftrumpfen können Maximilan Mann (Hans Hermann von Katte) und Wilhelmine (Elisabeth Hübert) mit ihrem Duett "Nur darauf kommt es an". Ihre beiden ausdrucksvollen, sauber geführten Stimmen harmonieren perfekt miteinander. Ein noch größerer Glücksfall ist die Verpflichtung von Tobias Bieri und Chris Murray, die sich - auch optisch ähnelnd - die Titelfigur teilen. Bieri (Kronprinz Friedrich) ist ein ungestümer, lebenslustiger Heißsporn, dessen Pläne vom Vater torpediert werden. Sein voller, runder Pop-Tenor gleitet in den Songs mühelos durch die Partitur. Als gramgebeugter Monarch kann Christopher Murray (Friedrich der Große) im zweiten Akt punkten. Die musikalische Erkenntnis "Ebenbild", verbittert interpretiert mit vollem, auch in den Tiefen kraftvollem Bariton, ist der musikalische Höhepunkt des Musicals. Murray wird in der besuchten Premiere dafür vom Publikum zu Recht frenetisch gefeiert.
"Jeder soll nach seiner Facon selig werden." Dieses Friedrich-Zitat gilt auch für das Musical über ihn: Musical-Freunde werden durchaus ihre Freude daran haben, historisch Interessierte besuchen lieber eine der vielen Ausstellung im Jubel-Jahr.


Musical über das Leben Friedrichs des Großen (1712-1786) von Dennis Martin, Marc Schubring, Christoph Jilo und Wolfgang Adenberg

(Text: kw)




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Kreativteam

Regie Holger Hauer
Choreografie Doris Marlis
Musikalische Einstudierung Christoph Boenecker
Bühne Christoph Weyers
Licht Rüdiger Benz


Besetzung

=2014 in Fulda und Hameln=

Friedrich der GroßeChris Murray,
(Andrea Matthias Pagani)

Kronprinz FriedrichTobias Bieri,
(Lutz Standop)

WilhelmineSabrina Weckerlin,
(Linda Stark)

Hans Hermann von KatteMaximilian Mann,
(Dennis Henschel)
(Maximilian Klakow)

Friedrich Wilhelm I.Claus Dam,
(Dietmar Ziegler)

VoltaireLeon van Leeuwenberg,
(Andrea Matthias Pagani)

Graf von SeckendorffDietmar Ziegler
August der StarkeAndreas Goebel,
(Dennis Henschel)

Gräfin OrczelskaLarissa Windegger
GrumbkowAndrea Matthias Pagani
Sophie DorotheaTamina Ciskowski,
(Karolin Konert)

EnsembleKarolin Konert
Dennis Henschel
Michael Scheel
Maximilian Klakow
Yasuko Sunaba
Jenny Schlensker
Peter Stegemann
SwingsLinda Stark
Robert Schmelcher


Frühere Besetzungen? Hier klicken


Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


10 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


Gutes Musical mit einigen Längen

28.07.2014 - Nachdem ich die Friedrich bisher nur durch die CD und DVD Aufnahmen kannte hab ich es nun in Fulda gesehen und muss sagen das es mir doch besser gefallen hat als gedacht, da mir das Stück bei der DVD Aufnahmen nicht so zugesagt hat. Das Bühnenbild und die Kostüme sind sehr schön gemacht und passen gut. Die Musik finde sehr durchwachsen einige Lieder finde ich einfach klasse andere Lieder emfinde ich als langweil und eintönig. So kam es dann auch das sich das Stück an einigen Stellen sehr gezogen. Die Längen wurden aber von der Perfekten Cast fast wieder ausgeglichen. Tobias Bieri als Kronprinz Friedrich hat sehr gut gesungen und gespielt man hat ihm die Rolle zu jeder Zeit voll abgekauft, auch Maximilian Mann als Katte hat mir sehr gut gefallen. Larissa Windegger als Gräfin Orczelska ist mir auch noch besonders aufgefallen da ich von ihr bisher noch nichts gehört habe hat sich mich ziemlich umgehauen bei ihrem Lied Spiel mich. Chris Murray als Friedrich der Große hat mir nicht im ganzen Stück gefallen manchmal fand ich das er sehr stark geschrien hat sodass es dann schon fast unangenehm für meine Ohren war, gespielt hat er die Rolle aber auf jeden Fall sehr gut. Für mich das Highlight des Abends war jedoch Sabrina Weckerlin als Wilhelmine ich muss sagen was diese Frau aus dieser doch eher kleinen Rolle macht ist einfach perfekt. Jede Mimik jede Geste war einfach perfekt plaztiert und kam immer sehr natürlich rüber. Und dann noch Ihr Gesang man das was ne Wucht vorallem im Duett mit Chris Murray hat sie Töne raus gehauen das war eine wahre Freude.
Alles in allem hat es sich vorallem wegen der Überwiegend guten Cast doch rentiert das Stück anzusehen auch wenn es einige Längen hatte, ich bin froh das Stück jetzt auch mal livegesehen zu haben, ob ich es mir jedoch nochmals ansehen würde weiß ich nicht.

Musicalfan86 (35 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Eher Entäuschend...

20.07.2014 - Schade, dass mich das Musical nicht Ansatzweise überzeugen konnte. Dennoch 2 Sterne wegen AUSGEZEICHNETER Besetzung mit
Tobias Bieri

Musical-Tourist (14 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Bewertung von kevin!

19.06.2012 - Lieber kevin,

an welchem Tag warst du in "Friedrich"? - Am 01., 02. oder 03.06.2012? - Es gab bereits am 03.06.2012 Besetzungsänderungen, bedingt durch Erkrankung im Ensemble! -
Gruß

hellbavarian 1

hellbavarian 1 (erste Bewertung)


Friedrich mal anders

15.06.2012 - Die Idee Friedrich den Großen einmal als Menschen zu zeigen, der es leid ist, das Produkt der Erziehung seines Vaters zu sein und doch aus seiner Haut nicht heraus kann, fand ich wirklich interessant. Historisch korrekte Interpretationen des Lebens von Friedrich gibt es zuhauf, dafür muss man nicht ins Theater gehen.
Den Einfall den Jugendfreund als Gewissen und Mahnung an die Seite von Friedrich zu stellen, fand ich sehr gelungen.
Das Ensemble spielte und sang durch die Bank hervorragend, einzig der Zweitbesetzung der Gräfin Orczelska fehlte jegliche Ausstrahlung, da konnte man glatt verstehen, warum sich Friedrich danach nicht mehr all zu viel aus Frauen machte. Die Frage, ob man August den Starken als Witzfigur darstellen muss, bleibt auch dahin gestellt.

Tobias Bieri und Chris Murray verkörperten den alten Fritz kongenial, es war wirklich toll, die Synergien der Beiden zu sehen. Elisabeth Hübert und Maximilian Mann spielten ein wirklich anrührendes Liebespaar, deren Duett zu den nicht sehr üppigen Höhepunkten des 1.Aktes gehörten.

Der 1.Akt ist musikalisch wirklich mau, irgendwie wollten hier die Ideen der beiden Komponisten nicht so richtig sprudeln. Dies erstaunt umso mehr, als der 2.Akt das genaue Gegenteil ist, auch wenn mich der Song "Ebenbild" ein wenig an Mr. Jekyll erinnert hat.
Heiko Stang als Friedrich Wilhelm I. tut sein Bestes, mit der "Schande Preussens" dem ersten Akt mehr Drive zu geben, aber irgendwie kommt keine Fahrt auf.
Die Musik vom Band war am 14.Juni von Klang und Lautstärke her völlig ok. Einen Stern Abzug gibt es für die Metropolishalle, die wirklich nicht zur Atmosphäre beitrug (das TdW wäre sicher geeigneter)und den albernen Soldatenrock, der das gelungene Bühnenbild immer wieder störte. Einen weiteren Stern Abzug gibt es für die unglaublich dicke Frau neben mir, ich hätte meinen sehr unbequemen Sitz wirklich gern für mich allein gehabt.
Dafür gibt einen Extrastern für Leon van Leeuwenberg und seinen "Männerchor", so gelacht habe ich schon lange nicht mehr!

Charlotte (48 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Entäuschender Einheitsbrbei!

12.06.2012 - Ich bin immer ein Freund von Spothligh - Musicals gewesen.
Aber dieser Stoff hat mich mehr als entäucht. Einziger Trost sind die Darsteller, die wirklich alles gegeben haben. Der Rest... Einheitsbrei. Die Musik belanglos und beliebig - viel zu laut eingespielt. Die Choreografie langweilte mich auch. Mir fehlte einfach der Spannungsbogen, so mal die Geschichte verklärt wurde. Manchmal ist es besser nur enen Teil eines Lebens zu zeigen und den Rest offen zu lassen, als ein Leben von vorn bis hinten durch zu spuhlen. Auch das Bühnenbild war wenig Kreativ. Hinzu kam der Spröde Charm der Metropolishalle. Es war einfach der Falsch Ort zur Falschen Zeit. Hoffe die nächsten Produktionen werden wieder mit mehr Liebe auf die Beine gestellt.

DragonEF (16 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


'Discokonkurrenz...

08.06.2012 - Eigentlich sehr empfehlenswert, weil rundum gut inszeniert- wenn nicht die irrsinnige Lautstärke der Bandeinspielung wäre. Das zerrt an den Nerven und zerstört die Ensembleleistung. Oder ist die Discokonkurrenz beabsichtigt?

secondofan (erste Bewertung)


Muss ein Musical historisch korrekt sein? Nein!

04.06.2012 - Ich kann nur sagen, dass ich einen unterhaltsamen Abend hatte und das Musical uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Insgesamt möchte ich mich der Meinung meines Vorredners Kevin anschließen, der das Stück sehr gut beschrieben hat. Unbedingt ansehen!

Do-mi-nik (erste Bewertung)


Ein überwiegend gelungener und unterhaltsamer Beitrag zum Friedrich-Jahr

04.06.2012 - Insgesamt halte ich FRIEDRICH für überwiegend gelungen, unterhaltsam und sehenswert.
FRIEDRICH kann sich zwar nicht mit herausragenden historischen Biografie-Musicals wie EVITA oder ELISABETH vergleichen, hat aber wesentlich mehr Potenzial und inhaltlichen Anspruch als verklärende Romantik-Schmonzetten wie RUDOLF oder LUDWIG2.
Das "Grundproblem" des Stückes besteht (wie wohl bei jedem anderen historischen Stoff) darin, ein langes Leben, unzählige Zahlen, Daten und Fakten, historische Bedeutung und persönliche Problematik dramaturgisch sinnvoll und griffig auf zwei Stunden zu verdichten.
Bei FRIEDRICH ist dies halbwegs gut gelungen.

Spotlight Hauskomponist Dennis Martin unterlegt das Musical mit dem treffenden Musik-Mix. Unterschiedliche Stilrichtungen (auch Zeitgenössisches) klingt an. Filmartiges Underscoring und große Musical-Balladen passen bestens und gefallen.

Die Choregrafie hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck.
Gerade für die Jugendjahre von Friedrich, Wilhelmine und von Katte sind die Bewgungsabläufe unpassend modern und fallen aus dem zeitlichen Rahmen.
Dagegen sind die großen Ensembleszenen bei Hof bestens gelungen, präzis ausgeführt und sorgen für Begeisterung.

Das Bühnenbild besteht hauptsächlich aus sehr gelungenen Hintergrundprojektionen. Die beweglichen Treppenkonstruktionen sehen leider so lieblos sparsam aus, dass sie fast schon störend wirken.

Die Kostüme sind historisch, schön, passend.

Das Lichtdesign ist insgesamt stimmungsvoll und vielseitig. Allerdings habe ich die zahlreichen Blendeffekt Richtung Zuschauerraum nicht wirklich verstanden.

Die Regie lässt das Stück flüßig, kurzweilig, mit Emotion aber ohne falsches Pathos über die Bühne gehen. FRIEDRICH hat eine angenehm professionelle, zweckdienliche Inszenierung ohne künstlerische Sperenzchen und Extravaganzen.

Die Besetzung ist durchweg großartig. Elisabeth Hübert, Tobias Bieri, Leon van Leeuwenberg, Maximilian Mann, Patricia Hodell,.... begeistern und machen das Stück alleine schon sehenwert.
Überragt werden sie noch von Heiko Stang als ebenso monströse wie nuanciert dargestellte Überfigur eines Vaters und Königs.
Chris Murray liefert als alter Fritz eine schauspielerische und gesangliche tour de force. Eine großartige Leistung, die für Gänsehaut und Begeisterung sorgt.

Insgesamt ist FRIEDRICH ein sehr professionell und unterhaltsam gemachter Beitrag zum Friedrich-Jahr 2012.
Lautstarker Schlußapplaus und angeregte Diskussionen des Publikums empfehlen das Musical weiter.

kevin (144 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Sehr unterhaltsam, aber...

03.06.2012 - ich kann mich meinem Vorschreiber nicht anschließen, ich fühlte mich gut unterhalten. Es ist doch klar, dass man in einem Theater Realität und Fiktion miteinander verbindet, nicht immer komplett biografisch sein muss. Es geht um Unterhaltung. Und ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Das Problem der hallenatmosphäre hat man sehr gut gelöst, das Bühnenbild mit seiner abstrakten Art (mobile Treppe) hat dies sehr gut kompensiert. Die Darsteller waren erstklassig, ohne Wenn und Aber, und dies bis in die Nebenrollen hinein. Großes Kompliment - neben Chris Murray und Tobias Bieri - an Leon van Leeuwenberg und Isabel Trinkaus. Der handlung konnte man gut folgen, die Länge des Musicals war völlig akzeptabel. Man kann eben eine solch schillernde Figur wie den alten Fritz nicht zu 100 Prozent wiedergeben. Das war aber auch ok, denn der Rote Faden war ja einleuchtend. Einziges Manko: Der Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Akt. Der erste teil ist nicht schlecht, aber er verläuft dramaturgisch wie musikalsich sehr einheitlich, es fehlen die Höhepunkte. Nur die Verführungsszene bleibt da wirklich, dank der hervorragenden Isabel Trinkaus, haften. Im zweiten Akt hingegen reiht sich ein Highlight an das andere, sei es Voltaires "Bienvenue in Sanssouci", das Murray-Solo oder das Finale, um nur einige zu nennen. Davon hätte man sich auch vor der Pause mehr gewünscht, daher ziehe ich einen Stern ab. Dennoch finde ich das Preis-Leistungsverhältnis völlig überzeugend.

NordlichtHB (32 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Der Goße Fritz! So hat er nicht gelebt!

02.06.2012 - Verklärung und das Leben eines Königs!
Historisch eine Farce!
Bestimmte Lebensausschnitte gibt es nicht (Rheinsberg),
Es waren wohl die schönsten Jahre des Königs!
Vieleicht war der Produzent Betrunken bei der Begrüßung, als er in das Puplikum stürzte/ es gab nicht nur Frei-Sekt!
Herr Murray war perfekt! Bravo!(der junge Kronprinz ist auch akzeptabel) Auch sonst haben die 30 Schauspieler viel Spaß an dem was sie tun!
Leider ist eine Premiere nicht repräsentativ. Zu viele geladenen Gäste!

Le Cuisinier (15 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


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(kw)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Historisch haarsträubend und musikalisch matt. Den Abend retten aber zwei grandiose Friedrich-Darsteller (Tobias Bieri, Chris Murray), ein tolles Ensemble und 40 packende Minuten vor dem Finale.

02.06.2012

 Leserbewertung
(10 Leser)


Ø 3.10 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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