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Klassiker

Cabaret

Maybe this time


Kander/Ebb-Klassiker, der auf intelligente Weise unterhÀlt und mit sehenswerten Darstellern punktet.

(Text: Jens Alsbach)

Premiere:17.12.2011
Rezensierte Vorstellung:18.12.2011
Letzte bekannte AuffĂŒhrung:21.10.2012


Im Cabaret des Kit Kat Club von Berlin herrscht vordergrĂŒndig eitel Sonnenschein. Der ConfĂ©rencier erzĂ€hlt von der Schönheit der Girls und der blendenden Stimmung am Abend, wĂ€hrend draußen der aufkommende Nationalsozialismus um sich greift. Dieser Konflikt – Show- und Revuewelt des Nachtclubs auf der einen Seite, das Grauen des NS-Regimes und dessen Auswirkungen auf die Bevölkerung Berlins auf der anderen – machten dieses Musical bereits in den 60er Jahren zu einem Kassenschlager. Durch die Verfilmung mit Liza Minelli wurden die Chanteuse Sally Bowles und Songs wie “Cabaret” oder “Willkommen” weltbekannt.

In der Inszenierung von Markus Dietze zeigt das Theater der Stadt Koblenz diesen Klassiker in der aktuellen Spielzeit mit viel GespĂŒr fĂŒr die Problematik der LebensumstĂ€nde zu Zeiten des Nationalsozialismus. Dietze geht dabei besonders auf das Ă€ltere Paar FrĂ€ulein Schneider und Herr Schultz ein, eine Pensionsbesitzerin und einen jĂŒdischen ObstverkĂ€ufer, die unter den Attacken der NSDAP leiden und deren Ehe aufgrund rassistischer Übergriffe letztlich zu Bruch geht. Claudia Felke und Olaf Schaeffer spielen beide hervorragend. Besonders Schaeffer schafft es, den jĂŒdischen Herrn Schultz sehr zerbrechlich und dennoch in sich stolz und voller Hoffnung darzustellen, wobei auch er den gesellschaftlichen Bruch und damit das Scheitern seines Privatlebens nicht aufhalten kann. Weiterer Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist die RevuesĂ€ngerin Sally Bowles, gespielt von Julia Steingaß, die sich in den amerikanischen Schriftsteller Clifford Bradshaw verliebt. Auch diese zweite Liebesgeschichte endet tragisch – Clifford wird von seinem ehemaligen Freund Ernst Ludwig verprĂŒgelt und geht zurĂŒck nach Amerika.
Julia Steingaß hat die FĂ€higkeit, ihr Publikum durch Stimme und Habitus in ihren Bann zu ziehen – zwei Ă€ußerst wichtige Attribute fĂŒr diese Rolle. Besonders bei “Maybe This Time” steigert sich ihre Stimme stetig und der Song wird somit zu einem Showstopper. Einziges Manko mag sein, dass sie ein wenig jung fĂŒr diese Rolle ist.
Durch das Programm fĂŒhrt Adrian Becker als ConfĂ©rencier. Mittlerweile gerngesehener Gast bei Musicalproduktionen des Theaters, hat er bei diesem Part die Möglichkeit, immer wieder in andere Rollen zu schlĂŒpfen, denn die Person des ConfĂ©renciers ist Ă€ußerst wandlungsfĂ€hig. Ob als Moderator im schwarzen Anzug oder als Grande Dame im roten Lederkleid – die Rolle passt zu ihm. Es gelingt ihm zu jeder Minute, den verruchten Geist des Nachtclubs gesanglich und darstellerisch auf die BĂŒhne zu transportieren. Er kann die gesamte Bandbreite seines Stimmvolumens ausspielen. Besonders “Willkommen” und “Auf Wiedersehen” als Rahmen der Show sind hörens- und sehenswert.
Die BĂŒhne ist insofern spannend, als dass sie die ĂŒbliche Grenze des BĂŒhnenrandes sprengt und ein Steg bis ins Publikum reicht. Der ConfĂ©rencier und die Girls nutzen diesen ausgiebig und lassen somit echtes Cabaret-Feeling aufkommen. Ansonsten arbeitet BĂŒhnenbildnerin Dorit LievenbrĂŒck mit einer DrehbĂŒhne, auf der die einzelnen Zimmer bzw. das Cabaret rein- und rausfahren. Anfangs spannend, nutzt sich diese PrĂ€sentation im zweiten Akt merklich ab und die BĂŒhne dreht sich vielleicht einige Male zu oft. Erst im Finale, wenn das gesamte BĂŒhnenbild nach oben gezogen wird und einen Blick auf die HinterbĂŒhne gewĂ€hrt, fĂŒhlt man sich wieder wie im besungenen Cabaret und erfreut sich an diesem Blick hinter die Kulissen.
Das Orchester sitzt im vorderen Teil des Zuschauerraums, was zur Live-AtmosphÀre beitrÀgt. Die Damen und Herren unter der Leitung von Christopher Wasmuth spielen die durch Jazz inspirierten und revueartigen Nummern gut gelaunt und flott, dass es eine Freude ist, ihnen zuzuhören. Den GÀsten von damals hÀtte dieses Cabaret sicher gefallen.

(Text: jal)






Kreativteam

Musikalische Leitung Christopher Wasmuth
Inszenierung Markus Dietze
Choreografie Steffen Fuchs
BĂŒhnenbild Dorit LievenbrĂŒck
KostĂŒme Marlis Knoblauch


Besetzung

Clifford Bradshaw Marcel Hoffmann
Ernst Ludwig Jona Mues
Sally Bowles Julia Steingaß
FrÀulein Schneider Claudia Felke
Herr Schultz Olaf Schaeffer
Conférencier Adrian Becker
FrÀulein Kost Dorothee Lochner



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


1 Zuschauer hat eine Wertung abgegeben:


29712
Super!

16.09.2012 - Ist schon eine Weile her - möchte aber nochmal sagen: Ich fand's eine richtig gelungene Vorstellung. Mir hat gefallen, dass die Inszenierung sich vom Film gelöst hat und viele neue Ideen eingebracht hat. Adrian Becker als Conferencier war eine Wucht!

Faaan (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


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 Theater / Veranstalter
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D-56068 Koblenz
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Handlung
Berlin kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. mehr

Weitere Infos
AuffĂŒhrungsrechte: Verlag Felix Bloch Erben

 Kurzbewertung [ i ]
(jal)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Showgirls, Showstopper, lediglich Abstriche beim BĂŒhnenbild.

03.01.2012

 Termine

Leider keine aktuellen AuffĂŒhrungstermine.


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