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Rockoper

Jesus Christ Superstar (2004)

Try not to get worried...


Angeregt und getragen von der Jesus-People-Bewegung der sechziger und siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hat Lloyd Webber das Geschehen zu einer mitreißenden Show verarbeitet,die kein Register der Rockmusik jener Jahre ungenutzt läßt. Inszenierung: Johannes Reitmeier.

(Text: Theater)

Premiere:13.03.2004
Letzte bekannte Aufführung:28.04.2004


Was bleibt, ist Ratlosigkeit.
Die letzten Takte von „John Nineteen: Forty-one“ sind verklungen, Jesus ist gekreuzigt, die Bühne versinkt im Dunkeln. Keiner klatscht - alle warten gespannt, instinktiv. Auf irgend ein göttliches Bild der Hoffnung. Irgend eine Andeutung des kommenden Heils. Kurz: Auf irgend einen Hinweis auf die Auferstehung Jesu. Das Warten der Zuschauer wird nicht belohnt.
Was bleibt, ist der Applaus.

Dass in Trier ausgerechnet Jesus Christus der „gute Draht nach oben“ fehlt, liegt einerseits an der Inszenierung, andererseits am Musical an sich. Am Musical, weil Lloyd Webber und Rice sich darauf beschränkt haben, Jesus Christus als verblassenden Popstar zu zeigen, der von seinen wankelmütigen Fans fallengelassen wird. An der Inszenierung, weil es gute Dramaturgen schaffen, diese banale und zugleich geniale Vorlage mit geschickten Andeutungen und einer ausgefeilten Personenregie auf eine zweite, höhere Ebene zu heben. Regisseur Johannes Reitmeier hat das in Trier nicht geschafft.

Sein „Jesus Christ“ ist ein bunter Gemischtwarenladen ohne klare Linie. Eine sehr laute Veranstaltung – leise Töne, wie das der Ouvertüre vorgestellte „I only want to say“ der Streicher, bleiben die Ausnahme. Geniale Einfälle – etwa wenn die Zügellosigkeit im Jerusalemer Tempel mit dem Weihnachts-Konsumrausch unserer Tage verglichen wird – wechseln sich mit langweiligen Szenen wie „Pilate’s Dream“ ab. Trotz des zusätzlichen Tanzensembles, schmissiger Rockmusiker zur Unterstützung des Städtischen Orchesters und des einfachen, aber effektiven Bühnenbildes von Thomas Dörfler: Das Geschehen auf der Bühne berührt erstaunlich wenig, bleibt eine nette, traditionelle Aneinanderreihung der altbekannten, unverwüstlichen Songs. Um deren englische Texte zu verstehen, muss man allerdings gute Ohren und fundierte Vorkenntnisse haben.

Der „Superstar“ des Abends ist offenbar ein prima Kerl, alle finden ihn toll, aber warum, das weiß keiner. Peter Koppelmann wirbelt als Messias ebenso aggressiv über die Bühne wie der Rest seiner langhaarigen Hippi-Jünger – an Ausstrahlung mangelt es ihm, und sein Stimme vermag – vor allem in den Höhen - nur bedingt zu überzeugen. Wenigstens haben er und Andy Kuntz (Judas) zwei solide Rock-Röhren - völlig fehl am Platze wirken dagegen die klassisch ausgebildete Gesangsstimmen des Opernchors, allen voran die drei „Soulgirls“ im Titelsong des Musicals. Wie man Mitglieder des Opernchores sinnvoll integrieren kann, zeigt Juri Zinovenko als Kaiphas mit seiner eindrucksvollen Bass-Stimme. Der Tiefpunkt des Abends: Hans-Peter Leu als König Herodes, der sich am Premierenabend erst nach der Hälfte seines „King Herod’s Songs“ im richtigen Takt wiederfand.

„Jesus Christ Superstar“ in Trier ist eine in großen Teilen oberflächliche Aufführung eines in großen Teilen oberflächlichen Musicals. Um dem Leidensweg Christi wirklich näher zu kommen, bedarf es einer feinfühligeren Hand.

(Text: Markus Frädrich)



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Kreativteam

Musikalische Leitung István Dénes
Inszenierung Johannes Reitmeier
Bühnenbild Thomas Dörfler
Ausstattung Anke Drewes


Besetzung

JesusPeter Koppelmann
JudasAndy Kuntz
Maria MagdalenaEva-M. Günschmann
Eva Steines
KaiphasJuri Zinovenko
HerodesHans-Peter Leu




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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


4 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


2928
obige Beschreibung unpassend

04.11.2004 - Obiger Bericht hinkt.
Das Musical von Webber ist nicht die authentische Bibelgeschichte, sondern ein Theater-Musical. Und als solches war es in Trier prima!

anonym


1275
i like judas

28.04.2004 - Der Judas ist super gut. Wir finden, er bringt es gut rüber.

britta und simone


1200
Super geile Band

19.04.2004 - Ich war begeistert von der Band, die leider nicht sichtbar irgendwo spielte. Man hörte die Spielfreude und die Sounds waren zeitgemäss. Die Band würde leider etwas leise abgemischt. Wersind die Musiker und gibt es sie vielleicht sonst wo in Trier live zu hören?

A. Stein


1060
sehr moderne kunst

25.03.2004 - Da die erste szene wurde gut verwirend und perfekt zum nachdenken angehalten.
Man konnte mit seinen gedanken nicht abschweifen.Durch die moderne Darstellung wurde das ganze Stück aufgelockert.

alex und katja


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Handlung
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Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 18. Februar 1972 in der Halle Münsterland (Münster) mit Reiner Schöne in der Hauptrolle statt.

 Leserbewertung
(4 Leser)


Ø 4.25 Sterne

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