Es wirkt, als läge auf dem "Meinungsmärchen mit Musik" von Constanze Behrends, Franziska Kuropka (Buch), Lukas Nimscheck (Musik) und der Inszenierung von Mathias Noack der Fluch von Schneewittchens böser Stiefmutter. Einzig der gute Cast kann den bösen Bann brechen.
Autor Peter Lund hat seinen Musical-Studenten ein bitterböses Stück auf den Leib geschrieben, in dem sie mit ihren eigenen Karriere-Perspektiven konfrontiert werden. Ein toller Cast vertreibt sich dabei selbst aus dem erträumten Musical-Paradies.
Ideologische Grabenkämpfe bei der Bürgermeisterwahl? Heuchlerische Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken? Private Verstrickungen von politischen Kandidaten? Im Super-Wahljahr versucht die neue Musical-Satire aus der Feder von Peter Lund (Text) und Thomas Zaufke (Komposition) das alles - überspitzt und mit einem Augenzwinkern - auf die Bühne zu bringen. Ein Wagnis, das mit Einschränkungen gelingt.
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Wenn zum italienischen Drei-Gang-Menü auch noch eine flott inszenierte Italo-Musicalkomödie in guter Besetzung serviert wird, dann schafft das weitere Glücksmomente und man wähnt sich ganz unter sizilianischer Sonne.
Es müssen nicht immer fiktionale oder historische Stoffe sein, die für ein Musical adaptiert werden. Dass auch die Realität unserer Zeit gute Vorlagen liefert, zeigt "Welcome to Hell" (Text: Peter Lund, Musik: Peter Michael von der Nahmer). In Lunds Inszenierung beweist ein grandioser Cast, dass unterhaltendes Musiktheater auch politisch und brandaktuell sein kann.
Ein düsterer Teil deutscher Geschichte in einem ungewöhnlichen Raumkonzept packend inszeniert (Regie: Martin G. Berger). Tolle Darsteller, allen voran Frederike Haas in der Titelrolle, garantieren einen ungewöhnlichen Musiktheaterabend.
Ganz großes Kino gibt es nicht nur auf der Leinwand, sondern auch auf der Musical-Bühne. Zum Beispiel beim turbulenten "Kopfkino" in der Neuköllner Oper, in dem eine tolle Darsteller-Riege in der Inszenierung von Peter Lund brilliert.
Es war einmal... So beginnt auch das Märchen von der großartigen Besetzung, die in minimalistischer Ausstattung (Ulrike Reinhard) eine vorhersehbare, aber leicht überdrehte Variante des Rotkäppchen-und-der-böse-Wolf-Stoffes grandios rettet. Ein Abend nicht nur für Wald-Dorf-Schüler und Waldmeistertee-Trinker. Alle Grammatik-Freaks ignorieren das falscher Deutsch-Grammatik. Schließlich geht es um DAS Rotkäppchen und SEINEN Wolf...
Berlinernde Bühnenadaption der bekannten amerikanischen Kindermädchen-TV-Sitcom aus den 1990er Jahren mit vielen flachen, albernen Witzchen. Sehenswerte Comic-Ausstattung und eine überragende Hauptdarstellerin stehen auf der Haben-Seite dieses Comedy-Musicals, das musikalisch überwiegend mit umgetexteten Songs aus "Der kleine Horrorladen” aufwartet.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...