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HintergrundZur Geschäftspolitik der Stage Ent.
Merchandise statt Musical
 
Das Berliner Schlossparktheater verliert seinen Intendanten. Ein weiterer Beleg dafür, dass die Stage Entertainment das Genre Musical de facto aufgegeben hat.
Kommentar von Robin Jantos
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Nach dem Abgang von Andreas Gergen werden im Berliner Schlossparktheater wohl keine aufwändigeren Eigenproduktionen mehr gespielt. (Bild: Stage Ent.)

Leserbeiträge:

Die hier wiedergegebenen Beiträge sind Meinungen einzelner musicalzentrale-Leser und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


11 Zuschauer haben dazu etwas geschrieben:


Genau meine Meinung

01.01.2010 - Tja, in Deutschland scheint sich wohl in den nächsten Jahren nicht vieles zu tun. Ich warte nur noch darauf, dass sie mal wieder eine Grease-Groß-Produktion oder vielleicht auch hier mal wieder my Fair Lady bzw. Cats aufführen. Ich denke solangsam echt ans auswandern. Nun ja.
Im Dezember kommt erstmal Wicked, Avenue Q und Spamalot in London für mich. Bis dahin werd ich wohl in Deutschland dem Genre ein wenig enthalten bleiben. By the way: Bei allem Mut für ein neues Stück: Man sollte auch aufpassen, dass die Stücke von hoher Qualität sind und das Publikum ansprechen. Wie's nicht geht haben ja schon die VBW bewiesen (Barbarella, Wake up etc.)

Philipp


Super

01.01.2010 - Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen. Die Stage Entertainment richtet derzeit nicht nur den schwierigen deutschen Markt zugrunde, sondern auch der Spielplan im Stammland Niederlande (aus dem Joop van den Ende kommt) ist die große Langeweile:
Cabaret und in der nächsten Saison My fair lady und Cats.
Hier fehlt jede unternehmerische Risikobereitschaft und die wenigen Musicalsfans die dem Genre (und nicht einer einzelnen Show oder einem Teenieschwarm) treu sind, fahren weiter nach London (in der kommenden Saison: Wicked, Avenue Q, usw.) oder NY. Schade. Wenn die großen Theater, die mit einem Schwachsinn wie Dirty Dancing sicher nicht dauerhaft wirtschaftlich zu bespielen sind, irgendwann leer stehen und der Marktführer in Konkurs ist, wird das Musical in Deutschland viele Jahre brauchen, in Deutschland einen neuen Markt zu finden, denn ein Publikum das einmal weg ist, kommt nicht so schnell zurück.
Hier sägt jemand mit Gewalt den Ast ab, auf dem er sitzt!

musicalhit


leicht übertrieben

01.01.2010 - Natürlich ist was wares dran. Ich finde es aber leicht übertrieben. Der Markt hat sich verändert. Die SE setzt eben auf die großen Theater und die großen Produktionen. Das ist natürlich nicht immer gut. Trotzdem habe ich nichts gegen Mamma Mia oder Phantom. Es werden auch wieder andere, neue Stücke kommen.
Kleine Musicals gibt es in Stadttheatern oder im Sommer open air. Damit hat die SE - zum Glück - nichts zu tun. Diese haben nämlich angenehme Preise. Das Niveau ist oft sogar besser. Intimer auf jeden Fall...

Hardy


Endlich mal ein wahres Wort

31.01.2007 - Da wird mal endlich ein wahres Wort gesprochen. Natürlich ist es schön auch die "Großen" Musicals im Land zu haben wie z.B. Tanz der Vampire. Allerdings ist es schade ein Musical wie z.B. Mozart als Flop bezeichnen zu müssen, nur weil die SE mal wieder der Meinung war, das ganze im gaaanz großen Stil rausbringen zu müssen anstatt sich auch mal an einer kleinere Version zu versuchen und dann evtl. die Theater auch zu füllen (die ja dann logischerweise auch nicht so viel Plätze haben). Das gilt natürlich nicht nur für Mozart, sondern auch für viele andere Musicals die sich nur ein Jahr lang gehalten haben, oder nicht mal so lange.

Ich gehe gern auch in die kleinen Theater und schau mir dort schönes Musiktheater an. Sei es Hedwig and the angry Inch, Du bist in Ordnung - Charlie Brown, Non(n)sens (als es noch in der Tribüne lief)oder auch Piaf. Das alles waren tolle Produktionen, die mit viel liebe zum Detail erarbeitet wurden.

Ich finde es sehr schade, dass die SE nicht den Mut hat das Schlossparktheater entsprechend zu etablieren.

Ich hätte dort gern noch viele andere Musical gesehen.

Pinktelstadt war im übrigen klasse !

Sally


Endlich sagt mal jemand die Warheit !

08.06.2006 - Ich kann dem nur beipflichten, was die schreiber vor mir kuntgetan haben.
Die SE denkt,wenn Sie das Monopol in Deutschlan besitz mit den Zuscheraurn machen zu können was sie wolle.
Seies die Eintrittspreise seies die Qualität der Shows und der Darsteller, dann macht Sie die Rechnung ohne die Zuschauer.Wenn ich aber im Musical sitze (in der 2.Reihe) und feststellen muss das vor mir in der 1.Reihe auf der Bühne der Darsteller gar nicht singt sondern nur die Lippen bewegt, frage ich mich wie kann das sein?
Und warum ist die SE nicht in der Lage wie überall anderswo auf der Welt Lastmittickets am Tage der Vorstellung für den halben Preis herauszugen.
Zu Zeiten von Stella hatten die Darsteller ein hohes Niveau,mit Übernahme der Häuser durch die SH jetzt SE wurde diese aber immer schlechter.
Warum nur ????
Schulddaran sicher auch das Auswahlverfahren bei der SE, was den Eindruck erweckt je lauter jemand singt desto besser für die Bühne.
Neue Ideen der SE auch fehanzeige und so werden die "Alten Galloschen" Cats PdO gepielt gespielt und gespielt.
Selbst nach Flops wie Mozart, Titanic, Les Mis, 3Musktiere kommt keine Reaktion der SE lieber versucht man es mit Dirty Dancing (was wie ich mal prohezeie auch nur knapp 1Jahr durchhalten wird)einen neien Flop zu produzieren.
Aber auch die SE wird dir Rechnung irgendwann präsentiert bekommen.
Ich jedenfalls bin nicht mehr bereit für eine solch schlechte Qualität einer Show solch horrende Preise zubezahlen.

gern Musical geher


zu teure preise

08.06.2006 - ich denke, dass eigentlich viel mehr leute ins musical gehen wollen würden wenn die preise der SE nicht so unverschämt hoch wären. es ist logisch, das ein normaler besucher nicht zu pinkelstadt geht, wenn er den preis sieht, aber überhaupt nicht weiß was ihn erwartet. in heutigen zeiten sitzt das geld knapp, die preise werden jedoch immer höher. und wenn man dann zu DD geht und enttäuscht wird, überlegt man sich schon wann man überhaupt noch mal ins musical geht. ich seh das ja selbst bei meinen freunden. wir wollten zusammen zu DD, aber als schüler 40€ + fahrtkosten und übernachtung zu bezahlen ist einfach nicht drin. es wäre jeder auf knapp 100€ gekommen und so ist letztendlich keiner hingefahren. es gehen dadurch viele potentielle gänger verloren. das ist bestimmt kein einzelfall. so sind wir lieber ins stadttheater gegangen und haben dort für wenig geld einen wundervollen abend gehabt. ich denke einfach wenn die SE die preise senken würde, wären die leute bereit auch in neue unbekannte stücke zu gehen und das genre musical für sich zu entdecken.

annika


"Musical" hat sich verändert

07.06.2006 - In der Musicalszene hat sich viel verändert.
Die Meschen wollen mehr Entertainment und Spaß. Sozialkritische oder "düstere" Musicals sind leider nicht mehr so gefragt wie früher. Was ich sehr schade finde.
Ich bin mit Musicals & Theater aufgewachsen und sehe nur noch mit schrecken zu, wie sich die wunderschöne Theaterwelt in eine Spaßmaschine verwandelt. SE sollte mit den Augen der Zuschauer an eine neue Show gehen. Sonst sieht sie den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Sarah


Da ist viel dran

07.06.2006 - Ach ich finde, das die Stage immer mehr die Registrierkasse im Auge hat. Die Preise in London und NY sind der Situation angepaßter. Läuft ein Stück gut, dann sind die Preise auch mal annähernd so hoch wie bei uns, sonst sind sie durchweg moderater. Mit jeder neuen Produktion setzt die Stage noch einen drauf im Preis. Dabei kommt, das bei den Produktionen immer mehr eingespart wird. Es macht sich auch schlecht, wenn die Ordner mit dem Theater nichts mehr zu tun haben und sich, wie in Stuttgart, die Leute oft selbst den Platz suchen oder erfahrene Musical-Besucher helfen müssen. Ich schaue mir oft Produktionen kleinerer Veranstalter an. Ich nenne da die Kelley-Barracks in Stuttgart, das Theater in Pforzheim oder in der warmen Jahreszeit die Freiluft-Bühnen. Bad Vilbel spielt z.B. mit Harry und Sally, nicht die übliche Kost. Den Glauben an das Musical mit Qualität in Deutschland habe ich deshalb nicht verloren und freue mich, wenn mal wieder etwas Gutes zu sehen war.
Viele Grüße
Christine

ChristineL


Meinung eines Betroffenen Künstlers

06.06.2006 - Auf jeden Fall möchte ich jedem Kunst- bzw. Musicalliebhaber anraten, kleinere Produktionen und Theater zu besuchen und somit auch zu unterstützen. Ich als ausgebildeter Sänger und Schauspieler habe leider bemerken müssen, daß die Auswahlmethoden, mit der Stage Entertainment die Besetzung ihrer Produktionen tätigt, von unqualifizierten Personal durchgeführt werden. Wenn man für eine Hauptrolle eines Musicals bei Stage Entertainment als ausgebildeter Solist vorsingt, wird trotz eines Spielalters von 40 Jahren und einer reinen Singrolle (weil es bei der Schwierigkeit einer Musicalarie meist gar nicht möglich ist dazu zu Tanzen) verlangt, bei der Audition eine Modern Dance Darbietung einzustudieren, hingegen aber in punkto Gesang nur ein "Tralala-Lied" gnehm ist.
Hier ersuche ich die Rollen für Musicals spezifisch zu casten und nicht wie bisher gehabt bei Stage Entertainment, für alle Teilnehmer ein Ensemblecasting zu veranstalten. Dies würde auf jeden Fall die Qualität der produktionen heben - oder sind die Hauptrollen bei Stage Entertainment durch sog. "Freunderlwirtschaft" schon vergeben...?

Martin Stifter


Schade eigentlich

31.05.2006 - Finde schade, daß die SE es nicht probiert und nicht Mut zu neuen Dingen hat.
Dahingehend finde ich es auch sehr mutig von den VBW neue Stücke auf den Markt zu bringen, auch wenn einige davon gefloppt sind. Aber Flops gibt es auch London oder NY. Ich glaube die SE traut dem Publikum nichts neues zu. Man könnte es doch auch gut mischen. Interesse besteht sicherlich, man gibt uns nur keine Chance.
Musical muss ja so und so immer noch so hart um Anerkennung kämpfen, und dann macht man es den Kritikern noch leichter.
Ich geh auch gern in Opern, Operetten, Schauspiel, Tanz etc, aber für mich verbindet Musical alles so wundervoll.
Musical ist eine Kunstform, nur leider wird es immer ins falsche Licht gerückt.
Ich stimme auch zu, daß Try-Outs eine gute Möglichkeit wären, das Stück vorher schon zu "testen". Man könnte sich einiges ersparen!
Ich mag Musicals wirklich sehr gern, beobachte aber auch sehr kritisch die Entwicklung! Wäre schön, wenn es sich wieder in die andere Richtung ändern würde...und nicht so negativ.

Kathy


Wachstum heißt heute Verdrängung

30.05.2006 - Es ist doch wie überall, wie in allen Branchen,wenige Große verdrängen und erdrücken Klein- und Mittelständler. Denken wir an die Einfältigkeit von deutschen Fussgängerzonen, zwei Fastfoodketten, ein Parfümerieriese, die üblichen Schuhdiscounter,die "coolen", aber überall gleichen Kaffeeketten usw. usw. gähnende Langeweile. Da nützen auch Aussagen von Politikern nichts, einschließlich unser Kanzlerin zum Amtsantritt: Auf zu neuen Werten und Ideen! Die Großkonzerne haben einfach kein Interesse, dass neben Ihnen auch nur der ein oder die andere ein zufriedenes Einkommen hat. Es heißt raffen umd ja nicht in Geberlaune sein. Kreative Entfaltung bleibt dabei komplett auf der Strecke, egal ob es sich um einen Handwerker, Gastronomen oder Musikschaffenden handelt.

Michaela Steffen


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