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Film-Adaption

Shrek - The Musical

What's Up, Duloc?


© Helen Maybanks
© Helen Maybanks
Eng angelehnt an den ersten Teil der Filmreihe erzählt "Shrek The Musical" die Geschichte des beliebten grünen Ogers, lässt dabei allerdings Inspiration und den Charme der Vorlage vermissen.

(Text: Maik Frömmrich)

Premiere:14.06.2011
Rezensierte Vorstellung:28.01.2012
Letzte bekannte Aufführung:24.02.2013


Nachdem sich "Shrek The Musical" nur ein Jahr lang am Broadway halten konnte, hat das Kreativ-Team die Bühnenadaption des beliebten Animationsfilms vor ihrer London-Premiere überarbeitet - leider nicht unbedingt zum Positiven.

So kommt etwa Tim Hatleys Bühnenbild, das nun überwiegend aus comichaft bemalten Vorhängen besteht, erstaunlich schlicht daher. Wer die aufwendigere Broadway-Produktion gesehen hat, bekommt hier schnell den Eindruck, dass die Produzenten kräftig auf die Kostenbremse getreten haben. Die riesige Bühne des Theatre Royal Drury Lane wirkt nicht ausgefüllt. Ein paar nette Effekte und ausfahrbare Bühnenteile bringen zumindest zwischendurch ein wenig Abwechslung für das Auge.

Die Kostümkreationen der Märchenfiguren zeigen da schon mehr Einfallsreichtum, und auch der neu gestaltete Drache überzeugt. Dieser wird jetzt von vier Puppenspielern bedient und ist dadurch sehr beweglich. Schade nur, dass man sich kaum Mühe gemacht hat, die Puppenspieler zum Beispiel durch Nebel zu verdecken.

Insgesamt legt alleine der visuelle Eindruck den Schluss nahe, dass die Macher keine neuen kreativen Impulse setzen, sondern einfach nur die Designs und Ideen des Films auf die Bühne transferieren wollten. Die Optik gleicht eher einer Freizeitpark-Show als einer hochwertigen West-End-Produktion.

In dieses Bild fügen sich auch die Leistungen der Darsteller ein, die für West-End-Verhältnisse eher schwach sind. In der Titelrolle präsentiert Nigel Lindsay einen grünen Oger, der von seiner Körperlichkeit und seinen Bewegungsabläufen her seiner Filmvorlage entspricht. Ob es an der Regie liegt oder an mangelnden schauspielerischen Fähigkeiten: Für einen Titelhelden bleibt dieser Shrek überraschend blass. Man vermisst den herrlich "shreklichen" Charme, das Robuste und trotzdem Verletzliche dieser Figur. Stimmlich meistert er seine Songs solide, doch wirkt sein Timbre etwas zu hell für den grummeligen Oger.

Als Prinzessin Fiona beweist Kimberly Walsh, dass Comedy eine große Kunst ist, die nicht jeder beherrscht. Die Sängerin aus einer englischen Girlgroup spielt gekünstelt und scheint die ganze Zeit durch Körperhaltung und Mimik zwanghaft sagen zu wollen: "Hey, ich bin komisch!". Außerdem passt ihr Timbre nicht unbedingt zur Rolle der quirligen Prinzessin und sie trifft nicht jeden Ton sauber.

Richard Blackwood als Esel wirkt oft lustlos und gelangweilt. Ein Grund dafür könnte sein, dass seine Rolle durch Kürzungen fast zum Stichwortgeber verkommen ist und der Comedian nur wenig Gelegenheit hat, seine Fähigkeiten auszuspielen. Die Beziehung zwischen Esel und Shrek kann sich kaum entwickeln, obwohl sie sehr viel Potential böte.

In der besuchten Vorstellung wurde Bösewicht Lord Farquaad von Understudy Ste Clough mit viel Elan und Verve gespielt. Die Rolle des kleinwüchsigen Möchtegernkönigs bietet das meiste komische Potential, da der Schauspieler die ganze Zeit auf Knien steht und ihm mit seinen künstlich angebrachten comichaften Beinchen sehr viele Spielmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Ein Gag, der sich kaum abnutzt und das Publikum auch nach zwei Stunden noch begeistert. Das restliche Ensemble bringt eine solide Leistung auf die Bühne, noch ausbaufähig im Hinblick auf Spielfreude und Elan.

Insgesamt ist "Shrek The Musical" in seiner überarbeiteten Fassung unausgegoren und unkreativ. Die vielen Gags verschiedenster Niveaustufen - mal werden andere Musicals humoristisch zitiert, mal wird kräftig gerülpst und gefurzt - zünden beim Publikum, aber dies kann die Produktion kaum aus ihrer Durchschnittlichkeit herausheben.

(Text: Maik Frömmrich)




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Kreativteam

RegieJason Moore
Rob Ashford
MusikJeanine Tesori
TextDavid Lindsay-Abaire
BuchDavid Lindsay-Abaire
BühnenbildTim Hatley
LichtHugh Vanstone
KostümeTim Hatley
ChoreographieJosh Prince


Besetzung

ShrekDean Chisnall
FionaCarley Stenson
Lord FarquaadNeil McDermott
DonkeyRichard Blackwood
EnsembleAmy Boyd
Stephanie Bron
Jon Scott Clark
Megan Clarke
Ste Clough
Ricardo Coke-Thomas
Blaise Colangelo
Lucie Downer
Oliver Eyre
Alice Fearn
Patrick George
Lucy Maria Gill
Alexandra Grierson
Hannah Gurling
Imogen Gurney
Clare Halse
Geogia Hancock
Rosana Hyland
Bradley Jaden
Aaron Lee Lambert
Marc Leslie
Megan Manly
Hannah Milton
Grant Murphy
Alastair Natkiel
Landi Oshinowo
Damien Poole
Paris Price
Joseph Prouse
Ashley J Russell
Jonathan Stewart
Leigh Anne Stone
Lucy Tapp
Karli Vale
Lee William-Davis




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Helen Maybanks
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© Tristram Kenton
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© Brinkhoff/Mögenburg
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


4 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


29910
Gute Unterhaltung

22.02.2013 - Ich habe mich schon die ganze Zeit gefreut, endlich die Show mal LIVE zuerleben, da ich von der CD sehr begeistert war und gespannt wie das alles so auf der Bühne umgesetzt würde.

Leider war ich dann etwas ernüchtert nach dem Besuch.

Das Set war sehr gut gestaltet mit großen Märchenbüchern, fahrenden riesen Bäume für die Szenenwechsel und natürlich Schlösser.
Die Handlung ist aus dem 1. Film der Shrek Reihe.

Das Ensemble war sehr gut, und hatte dadurch dass jeder auch noch eine magische Figur spielt, jeder einen eigenen Charakter mit kleinen Momenten.
Shrek wurde rollenpassend von Dean Chisnall gespielt, Fiona war ein bisschen zu eingebildet für mich verkörpert von Alice Fearn.
Der Drache ( wirklich genial gemacht mit einer riesen Puppe und 3 Spielern ) mit der wundervollen Stimme von Landi Oshinowo war eins meiner Highlights. Auch sehr lustig war Neil McDermott als Lord Farquard, der die meiste Zeit auf seinen Knien hinreisend tanzte und sang.
Fehlt noch einer in der Reihe: Donkey... Richard Blackwood, ein bekannter Britischer Comedien, war leider so gar nicht witzig, und nicht so verrückt und liebeswert, wie man ihn aus den Filmen kennt. Das war dann auch der wirkliche Schwachpunkt. Da fehlte mir wirklich der unterhaltungs Wert.

Alles in Allem hatte ich Spaß.
Aber nicht so wie ich mir es gedacht hatte, da es zwar viele schöne Ideen gibt, aber ich mir doch mehr erwartet hatte.

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


29531
Wenig erwartet und doch begeistert

30.03.2012 - Dank eines überraschenden Upgrades von Balcony (20 Pfund) in Stalls Reihe B Mitte hatte ich gestern die Chance mir ein Bild der Show zu machen.

Ich bin nach den durchwachsenen Kritiken mit wenigen Erwartungen ins Theater gegangen. Diese wurden jedoch enorm übertroffen. Ich fand die Musik durchaus theatertauglich und sehr gut gesungen. Das Bühnenbild war bunt und groß. Die technischen Möglichkeiten des DRURA LANE (man erinnert sich an Oliver oder LOTR) klassisch. Die Story war witzig dargeboten und einmal mehr ein Film auf der Bühne. Sicher hier und da zu platt aber die vielen Schulklassen die am selben Tag zugegen waren, feierten Esel und Shrek.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


29406
der absolute nullpunkt

30.12.2011 - das theater groß, und ausverkauft. viele kinder, die aber nicht den anschein gemacht haben, dass diese show sie vom hocker haut. die sitzabstände nicht akzeptabel. bin 187 cm und konnte meine füße nicht auf den boden stellen, da meine knie am vordersitz festhingen. die show: einfallslos, musikalisch gab es keine highlights, darstellerisch eine katastrophe und das bühnenbild sowie die beleuchtung hatte stadttheater charakter. sorry, das war wohl nichts.

jamie.7 (9 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


29349
Enttäuschend!

29.11.2011 - Die Show war in New York unglaublich unterhaltsam, schwungvoll und extrem lustig.

Leider hat das Londoner Produktionsteam viele der witzigen Szenen gestrichen.
Donkey hat kaum was zu sagen, geschweige denn witzig zu sein. Sogar sein Song "Don't let me go" wurde entfernt.

Nigel Lindsay als Shrek wirkt glaubwürdig, bleibt aber blas in der Rolle. Großes Problem, ihm fehlt stimmlich Einiges, um die Songs zufriedenstellend rüberzubringen. Teilweise muss man das aber auch dem unterirdischen Drive des Orchesters anlasten, das jedes Stück sinnlos in die Länge zieht.

Kimberley Walsh gibt eine Slapstick-Fiona, versteht es aber nicht, diese Element clever einzusetzen. Sie wirkt permanent aufgesetzt und stellenweise unsicher in der Rolle. Gesanglich eine Fehlbesetzung nach meinem Empfinden, da sie etliche Töne einfach versemmelt.

Richard Blackwood wirkt als Donkey sehr lustlos, als würde er die Rolle nicht mehr spielen wollen. Gesanglich ebenfalls ein Flop, daher wurde wohl der Song zu Beginn gestrichen ;-)

Das neue Design des Drachen ist allerdings eine der wenigen guten Änderungen. Sieht gut aus, bewegt sich gut (auch wenn die 4 Spieler hätten im Nebel verschwinden soll).

Insgesamt eine derbe Enttäuschung, vor allem im Vergleich mit der Broadway Produktion.

Peinlich: nichtmal die Kinder haben sich toll amüsiert.

Wicked-Freak (26 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


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(mf)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Uninspirierte Umsetzung des Filmhits, die Kreativität, Ideenreichtum und ein spielfreudiges Ensemble vermissen lässt.

05.02.2012

 Leserbewertung
(4 Leser)


Ø 2.00 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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