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Tragikomödie

Anatevka

Tradition ist kein Allheilmittel


"Ein Fiedler auf dem Dach. Klingt verrückt, nicht wahr? Aber in dem Dörfchen Anatevka ist das so. Jeder ist ein "Fiddler on the Roof". Jeder versucht, eine einschmeichelnde Melodie zu spielen, ohne sich dabei das Genick zu brechen. Das ist nicht leicht!?

(Text: Joseph Stein)


Der "Fiedler auf dem Dach", ein Sinnbild der Hoffnung, des Überlebens in fremder, oft feindlicher Umgebung, gehört genauso zu dem streng an der Tradition festhaltenden Dorf Anatevka wie Tevje, der jüdische Milchmann, die Heiratsvermittlerin, der arme Schneider, der Metzger, der Wirt, der Wachtmeister und natürlich der Rabbi ­ und ein Buchhändler. "Dank unserer Tradition haben wir bisher unser Gleichgewicht seit vielen, vielen Jahren gehalten... Und auf Grund dieser Traditionen weiß hier jeder, was er zu tun und zu lassen hat und was der liebe Gott von ihm erwartet...?, philosophiert Tevje. Und das erinnert stark an George Tabori, den Autor von "Goldberg-Variationen?, der resümierte: "Für mich geht es eigentlich um das Wesen des Witzes, um das, was seine jüdische Tradition ist. Aber auch anderswo, zum Beispiel in England, findet man diese Art von Humor. Sie stammt aus der Erkenntnis, daß der Inhalt eines jeden Witzes eine Katastrophe ist. Wenn man dieses Wissen umdreht und sagt, wie geht man mit einer Katastrophe um, ob sie persönlicher oder geschichtlicher Natur ist, und wenn man sie mit Humor behandelt oder in einen Witz verwandelt, dann finde ich das erstens legitim ­ und zweitens, wie Luther sagte: "Ich kann nicht anders?. Irgendwann in diesen Stücken hört der Scherz auf. Ich glaube, wenn ein Witz oder das Komödiantische nicht als Inhalt etwas Todernstes hat, dann funktioniert es nicht. Und ich spreche von Witzen nur, weil sie für mich die perfekteste literarische Form sind, denn sie ist kurz, absolut logisch, und die Pointe ist immer eine Überraschung.?
Aber mit der Tradition allein kann man die fortschreitende Zeit nicht bewältigen, schon gar nicht, wenn sie sich so turbulent gebärdet wie zu Beginn des letzten Jahrhunderts, als die Revolutionen sich ankündigten. Da sah zunächst vieles ganz positiv aus, die Voraussetzungen für das Gelingen des Kunststücks "Leben? schienen besser als je zuvor: z.B. dürfen die Töchter Tevjes die Männer ihrer Wahl heiraten, denen sie sich in Liebe verbunden fühlen...
Die Katastrophe folgt aber unmittelbar darauf: Die Juden Anatevkas werden aus ihrem Dorf vertrieben. Sie ziehen nach Warschau, nach Krakau, nach Amerika, auf Umwegen vielleicht später einmal nach Israel,­ wenn sie bis dahin nicht gestorben sind, getötet wurden­ vom Dach gefallen sind. Der "Fiedler auf dem Dach", folgt ihnen als Symbol der Hoffnung und Zeichen für ein empfindliches Gleichgewicht.
Musikalische Leitung: Hans-Georg Wilhelm; Inszenierung: Pavel Fieber;­ Bühnenbild: Heinz Balthes;­ Kostüme: Doris Hersmann.
Mit Berth Wesselmann als Tevje und Enrica Gera, Carola von Grot, Maja Müller, Christine Prayon, Manuela Romberg ­ Nikolaj Alexander Brucker, Aom Flury, Horst Hildebrand, Oliver Jacobs, Edgar M. Marcus, Gerd Ovenhausen, Timo Riegelsberger, Daniel Sellier, Ullrich Tesche, André Zimmermann und Katharina Bossak, Amelie Egloff, Sabine Falk, Julia Lüdke, Lisa Pellkofer, Evelyne Pfäffle, Manuela Roser, Corinna Späth ­ Ruben Fischer, Jörg Gericke, Georg Jungnickel, Hermann Lang, Andreas Schmidt, Hans-Peter Wowerath, Pieter Zemlin und Alexander Jergens / Benjamin Spillner (Violine), Sonja Schröder / Kirsten Kunze (Violoncello), Mario Fadani (Kontrabaß), Otto Zwecker (Trompete), Felix Romm (Posaune), Pirmin Ullrich / Cornelia Rau (Klarinette), Helmut Bisazki (Akkordeon, Klarinette, Banjo), Alexander Fies (Drums), Hans-Georg Wilhelm (Klavier).

(Text: Theater)





Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


1 Zuschauer hat eine Wertung abgegeben:


10690
Anatevka

10.02.2006 -

jojo


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Handlung
Milchmann Tevje wohnt mit fünf Töchtern und seiner resoluten Ehefrau in dem kleinen jüdischen "Schtetel" Anatevka, einem ukrainisches Dorf im Jahr 1905. mehr

Weitere Infos
Aufführungsrechte: Verlag Musik und Bühne.

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