Rock-Oper goes Rock-Konzert: "Jesus Christ Superstar" ist in Andreas Homokis Regie laut, knallig, schrill und mit 350 Statisten monumental besetzt, zugleich aber fragwürdig inszeniert. Musikalisch überzeugt die Produktion auf ganzer Linie: Band, Orchester und zwei Idealbesetzungen (John Arthur Greene als Jesus und Sasha Di Capri als Judas) machen vor allem das Hörerlebnis zum Genuss.
Junge Menschen leben ihre Träume, kämpfen gegen die Verdrängung aus angestammten Quartieren, dröhnen sich mit Drogen zu und verlieren liebgewonnene Menschen durch heimtückische Krankheiten. Jonathan Larsons 1996 uraufgeführtes Musical, das sich in der Handlung locker an der Oper "La Bohème orientiert, ist 2024 aktueller denn je.
Gil Mehmerts Inszenierung von "Wüstenblume" über die Lebensgeschichte von Waris Dirie überzeugt, wühlt auf und hallt nach. Die stimmige Komposition von Uwe Fahrenkrog-Petersen wartet mit mehreren Songs mit Hitpotential auf. Eine starke Besetzung rundet den guten Gesamteindruck ab. Dem Theater St. Gallen ist in der Umsetzung dieser tiefgründigen Thematik wiederum eine ausgezeichnete Uraufführung gelungen. Ein Stück, von dem man nur hoffen kann, dass es bald auch an anderen Standorten zu sehen sein wird.
Es mag ein besonderes Wagnis sein, ein Musical über einen in Deutschland wenig bekannten Gründervater der USA zu bringen, noch dazu mit Musik, die hierzulande im Musicaltheater eher selten – und wenn dann nur in kleinen Dosen – verwendet wird. Stage Entertainment, die in den letzten Jahren eher auf Sicherheit setzte, wagt in Hamburg das Risiko und zeigt, dass es für ein gutes Musical nicht zwingend Hubschrauber, herabstürzende Kronleuchter oder über das Publikum schwebende Autos braucht, sondern in erster Linie eine gut erzählte Geschichte, eine gelungene Kombination aus Musik und Texten und allen voran eine talentierte Besetzung, die die großen Gefühle überzeugend über die Rampe bringt.
Die Darmstädter Produktion von Cole Porters Klassiker über die Reibereien eines Schauspieler-Ex-Ehepaars auf und hinter der Bühne einer Aufführung von Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" ist optisch imposant. Doch Regisseur Eric Petersen bekommt die vielen Möglichkeiten des Bühnenbilds nicht in den Griff.
Im Sommer 2016 wird es beim DomplatzOpenAir haarig, wenn das Rock-Musical von Gerome Ragni, James Rado und Galt MacDermot unter freiem Himmel aufgeführt wird. Im Hippie-Musical geht es um Sex, Drugs, Rock'n'Roll und den Vietnamkrieg. Regie führt Erik Petersen.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...