Norden Westen Osten Süden
Termine aus DeutschlandÖsterreichSchweizNiederlandeLondonTirolLinksSuchen nach JobsRedaktionDatenschutzImpressum
CDs und DVDsThe Producers
The Producers

CD / Cast international (Broadway)
 
Mel Brooks' viel beachtete Musical Comedy macht schon als Studio-Aufnahme Lust auf mehr. Mit Nathan Lane und Matthew Broderick.
 
Von Michaela Flint

Schon die ersten Töne der Overtüre machen deutlich, um was es sich bei Mel Brooks’ ("Spaceballs") musikalischem Bühnenstreich handelt: Eine Musical Comedy im Stil der großen Broadway-Revuen aus den 50er und 60er Jahren.

Mit viel musikalischem Pomp hebt sich der Vorhang für die amüsante Geschichte des eher weniger erfolgreichen Broadway-Produzenten Max Bialystock (Nathan Lane) und seines Buchhalters Leo Bloom (Matthew Broderick). Man fühlt sich sofort in die Zeit von "42nd Street" und "Oklahoma!" zurückversetzt. Die Kompositionen von Mel Brooks versprühen von Anfang an gute Laune.


Man erlebt mit, wie Max Bialystock als erfolgloser Produzent den schüchternen Buchhalter Leo Bloom für seine Idee gewinnt, wissentlich einen Misserfolg auf die Bühne zu bringen, um daraus Kapital zu schlagen. Die beiden finden die schlechteste jemals geschriebene Bühnenshow, den schlechtesten Regisseur und die schlechtesten Schauspieler – soweit scheint der Plan zu funktionieren.

Doch die Zuschauer lieben das Stück, der illegale Plan fliegt auf, Max Bialystock wird verhaftet und Leo Bloom setzt sich nach Rio ab. Das schlechte Gewissen und die tiefe Verbindung zwischen Max und Leo bringen den Buchhalter schließlich dazu, sich ebenfalls zu stellen, und die beiden werden für fünf Jahre eingesperrt.

Aber auch im Gefängnis sind sie nicht untätig und produzieren hinter Gittern das Musical "Prisoners of Love". Für diese Leistung werden sie begnadigt und bringen das Stück auf die Bühne des berühmten Shubert Theatre am Broadway, um so als die erfolgreichsten Produzenten den Broadway-Olymp zu erklimmen.


Soweit so gut. Dass dieses Musical bisher nicht in Deutschland auf die Bühne gebracht wurde, hat folgenden Grund: Das von Max und Leo auserkorene, zum Scheitern verdammte Stück heißt "Springtime for Hitler". Spätestens hier zucken viele zusammen.


Natürlich wirkt es beim Hören zunächst etwas befremdlich, dass viele jiddische und deutsche Textzeilen vorkommen. Auch vor "Heil, Hitler" schreckt Mel Brooks nicht zurück.

Doch Brooks wäre nicht Brooks wenn er dieses nicht mit einem gewissen Augenzwinkern machen würde. So ist der "Guten Tag Hop-Clop" eine typische Oktoberfest-Schunkel-Nummer, während man zu "Haben Sie Gehört das Deutsche Band?" problemlos einen flotten Charleston aufs Parkett legen könnte.

Viele Anspielungen auf den Aberglauben im Theater-Business (z. B. "You Never Say Good Luck on Opening Night") nehmen dem Zuhörer die theoretisch vorstellbare Beklemmung durch das Tabu-Thema Hitler.

Das Mel Brooks nicht nur ein Händchen für Comedy hat, sondern auch gefühlvolle Balladen zu seinem Repertoire gehören, beweist er mit "’Til Him", "That Face" oder "I Wanna Be a Producer". Diese Nummern erinnern deutlich an Brooks Vorbilder Cole Porter oder George Gershwin.


Nathan Lane (in Deutschland vor allem bekannt durch seine formidable Interpretation des Albert in "The Birdcage", dem Hollywood-Remake von "Ein Käfig voller Narren", an der Seite von Robin Williams) gibt einen gefühlvollen Produzenten, der als "The King of Broadway" seinen früheren Erfolgen geradezu hinterher schmachtet.

Mit Matthew Broderick steht ihm ein junger Co-Star zur Seite, der dem gutgläubigen Träumer auch stimmlich Flügel verleiht. Man nimmt dem Sympathieträger seine kaum zugelassenen Gefühle – seien es nun Zweifel an Max’ Idee oder Zuneigung zum "Springtime-Star" Ulla – mit jedem Song mehr ab.


Weitere prägnante Stimmen dieser Produktion sind Brad Oscar als der Komponist von "Springtime for Hitler" namens Franz Liebkind, und Gary Beach als Regisseur Roger De Bris.

Cady Huffmann verleiht der schwedischen Schönheit Ulla genau die laszive Stimme, die sie braucht, um die beiden Produzenten Max und Leo für sich zu gewinnen.


Die Einspielung macht vom ersten bis zum letzten Song Lust auf die Bühnenfassung. "The Producers" ist ein musikalischer Ohrenschmaus mit fröhlicher Musik und den ausgefeilten Texten, die ebenfalls aus der Feder von Mel Brooks stammen.


 
Verwandte Themen:
News: VBW holen "The Producers" nach Wien (18.06.2007)
 

Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


11 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


20895
fantastisch

04.08.2007 - Broadway at its best

Liebhaber


20137
finger weg

24.06.2007 - absolut dämlich und langweilig. kann man höchstens 10 minuten am stück ertragen.
schwachsinnige story, peinliche lieder, sexistisch.
bloß nicht kucken.

klara


11277
Guten Tag Hop Hop...

13.03.2006 - ... guten Tag Clop-Clop!

Will Ferell


8375
Endlich!

17.10.2005 - Eine fabelhafte Aufnahme mit Nathan Lane und Matthew Broderik. Besondere Highlight ist das Stück "When you got it" von Candy Huffmann. Irrewitzig.
Mel Brooks gießt mal wieder seine Komik auf alle Gruppen der Bevölkerung aus. Einfach klasse! Es ist eine persiflage auf den Broadway mit all seinen Aspekten. Wenn man nicht über sich lachen kann, dann sollte man sicht zu dieser Cd greifen, allen anderen viel Vergnügen!

Latura


6334
Einmalig ...

20.06.2005 - Nicht nur, dass die Amerikaner gelernt haben, mit problematischen Themen umzugehen - nein, sie können sehr ernste Themen sogar in die Unterhaltungsindustrie einbauen, mit ihnen arbeiten, sie zum Alltagsgespräch machen. THE PRODUCERS ist nicht nur Musicalisch grandios gemacht, sondern macht Geschichte alltagstauglich, ohne sie zu verharmlosen, ohne sie in den Mittelpunkt zu stellen. Wundervoll!

Seymour


5653
Rassistisch!

02.05.2005 - Ein Musical, das suggeriert, daß alle Deutschen immer noch Nazis seien (der Deutsche in dem Stück heißt bezeichnenderweise Franz LIEBKIND = die Deutschen machen nur "auf lieb Kind"), häßlich sind, samt übertriebener fehlerhafter Aussprache und allen traditionellen Kultursymbolen (Schuhplattler, Bratwurst- und Brezelröckchen) lächerlich gemacht werden - ginge es um irgend eine anderes Volk oder um eine andere ethnische Gruppe, und nicht um die Deutschen, Mel Brooks wäre für dieses Stück ganz klar als Rassist bezeichnet worden.

Der große Erfolg von "The Producers" in USA und GB zeigt klar und deutlich, wie die Bevölkerung und die meinungsmachenden Schichten in Wahrheit über die Deutschen denken - fernab von allen Sonntagsreden.

Despicable!

Julie


5361
Genial!

13.04.2005 -

Daniel


4869
Rassistisch!

10.03.2005 -

Girlie


4633
Das ist Satire!

25.02.2005 -

Flavius


2451
zum Weglachen

06.09.2004 - Schon gewusst, dass Mel Brooks auch richtig gute Musical-Musik schreiben kann? Grandios abgedreht und witzig - so viele kranke Ideen habe ich in Deutschland noch auf keiner Musical-Bühne erlebt. Schade eigentlich.

Passarello


2426
Ich will auch Produzent werden!

02.09.2004 -

Zigfeld


Bitte melden Sie sich an, wenn Sie einen Leserkommentar abgeben wollen.
Neu registrieren | Logon

 
Details können Sie hier nachlesen: Leserkommentare - das ist neu
 
 

 
CD kaufen

The Producers
(Broadway)
 

 
Erscheinungsjahr 2001
Preis ca. 19€


Jetzt online kaufen bei:
amazon.de
 

The Producers

 Aktuelle Produktionen
 The Producers (Hildesheim)
 The Producers (Mainz)
 The Producers (Osnabrück)
weitere Produktionen finden

 muz-Lexikon
Handlung
Als erfolgloser Produzent gewinnt Max Bialystock den schüchternen Buchhalter Leo Bloom für seine Idee, wissentlich einen Misserfolg auf die Bühne zu bringen, um daraus Kapital zu schlagen. mehr

Weitere Infos
Vom 15. Mai 2009 an war die Produktion des Ronachers im Berliner Admiralspalast zu sehen.


Share |


© musicalzentrale 2019. Alle Angaben ohne Gewähr.

   WAGGONHALLE MARBURG

   Wir suchen Dich!

   SOFTWAREBILLIGER.DE

Ein Platz für Ihre Werbung?




   HOTEL.DE

LESETIPPS


Service-Stücke aus der muz-Redaktion:
Tipps für Musicalreisen nach London
Tipps für Musicalreisen an den Broadway
Tipps für Hobbysänger (von Eberhard Storz)
Alle Musical-Open-Airs im Überblick
Partnerseite: Musical-World


Unsere Seite verwendet Cookies & Google Maps, um Ihnen ein bestmögliches Besuchserlebnis zu bieten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie beiden Nutzungen zu. [ X ]
;