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musicalzentrale - Forum
Themen / Chess in Kaiserslautern
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63 Beiträge
23.10.06 18:05

Also ich versuche es mal

Bisher habe ich in Kaiserslautern nur 'Heimatlos' gesehen und jetzt halt am Samstag 'Chess'. Bei beiden Musicals wurde nur die Cast nur aus eigenen 'Stadttheater-Leuten' gestellt und keine Musicaldarsteller eingekauft. So mal vorneweg zur Info.

Als Vergleich bei 'Chess' habe ich bisher auch nur die Kasseler Inszenierung gesehen.

Wie in Kassel spielt in Kaiserslautern 'Chess' in den 60 er Jahren und die erste Weltmeisterschaft ist ebenfalls in New York. Somit fällt der Song 'Merano' weg. Das Stück beginngt jedoch sehr schön mit der Erläuterung wie das Schachspiel entstanden ist. Dies wurde dann beim ersten Lied, ebenfalls szenisch mit Ballettäntzer umgesetzt. Das Bühnenbild ist auch relativ abstrakt gestaltet, natürlich mit Schachfiguren und teilweise auch in Schwarz/Weiß und man spielt teilweise auf 3 Ebenen. Kaiserslautern schöpft personell aus den vollen, Chor, Ballett und natürlich die Solisten.

Frederic Trumper wird von Randy Diamond dargestellt. Er kann als schmierigen Amerikaner ebenso überzeugen, wie bei Pity the child' als gebrochener Mensch. Mir hat seine Darstellung sehr gut gefallen. Stimmlich hatte er etwas Probleme in den Höhen und bei 'One Night in Bangkok' musste er kämpfen, damit er zum Atmen kam

Andy Kunz als Russe Anatoly Sergievsky war ebenfalls sehr überzeugend.

Der Star des Abends war jedoch Astrid Vosberg als Florence, sie wurde vom Publikum frenetisch gefeiert und das auch zu Recht. Ihre Darstellung der Florence war wirklich phenomenal. Einzig bei 'Nobody's side' ist es schade, dass sie sich zum Ende des Liedes auf der Bühne umziehen muss und ihre Konzentration, bei der Premiere, fast nur dem Anziehen der Schuhe und des Kleides gegolten hatte, so dass sie die Intensität des Liedes keine Steigerung am Ende geben konnte. Aber vielleicht verliert sich das, bei den nächsten Vorstellungen.

Bei dem Darsteller des Schiedsrichters hat man gemerkt, dass es im Stadttheater aufgeführt wurde. Der Darsteller hatte sichtlich Probleme zu Tanzen und zu Singen, er bemühte sich jedoch sehr und hatte auch sein Spaß damit, so dass das nicht wirklich negativ auffiel

Das Orchester muss ebenfalls noch erwähnt werden, denn dieses hat zum Gelingen des Abends viel dazu beigetragen.

Für ein 'Stadttheater-Produktion' ist es wirklich ein sehenswerte Inszenierung und hat mir um Längen besser gefallen als damals in Kassel.

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Courfeyrac
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1138 Beiträge
23.10.06 18:21

Vielen Dank für den Bericht (ging ja sehr schnell - super!)

Da scheint mich dieses Mal ja doch was positives im Pfalztheater zu erwarten. Die letzten Male (nicht nur im Bereich Musical) war ich eher enttäuscht weil einfach für meinen Geschmack zu provinziell...
Andy Kunz ist in Kaiserslautern sowas wie ein Lokal-Star. Er ist in jeder der vergangenen Spielzeiten in einer Produktion in der Hauptrolle aufgetaucht und bei Chess spielt auch seine eigene Band im Graben. Solange ich in Kaiserslautern wohne waren das Nostradamus, Jesus Christ Superstar, Abydos - das er auch selbst geschrieben hat, und jetzt Chess.
Ulrich Wewelsiep (Arbiter) hat mich bei Abydos sehr überzeugt. An ihn hab ich deshalb eigentlich recht hohe Erwartungen (erinnerte irgendwie sehr an Meatloaf). Er war übrigens bei TdV in Stuttgart mal Chagall.
Wie das Vertragsmäßig bei den Einzelnen Darstellern aussieht weiß ich nicht, aber ich denke schon, daß es sich bei einigen um (Stamm-)Gäste handelt. Immerhin tauchen Andy Kunz, Randy Diamond, Ulrich Wewelsiep, wie auch Ansgar Schäfer in "Heimatlos" ("Heimatlos" war übrigens optisch ein schlechter Totalabklatsch der Originalinszenierung) nur in einer Produktion pro Spielzeit auf...


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co...
Benutzer
63 Beiträge
23.10.06 18:35

Also bei Ulrich Wewelspiep hat man halt gemerkt, dass es Stadttheater ist, aber irgendwie fand ich ihn trotzdem gut Die Tanzszenen von ihm waren wirklich 'süß'.

Ja, genau die Band von Andy Kunz wurde bei der anschließenden 'Premierenfeier' auch vorgestellt.

Wie ist denn Abydos?

Heimatlos hat mich damals nicht so umgehauen und war dann eher vom Pfalztheater abgeneigt, Chess ist ihnen aber diesmal wirklich gelungen.

Bei Randy Diamond meinte eine Besucherin: ' Der hat doch damals auch bei Jesus Christ Superschtar mitgespielt'. Obowohl ihn könnte ich mehr eher als Judas vorstellen und den Andy als Jesus.

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Courfeyrac
Benutzer
1138 Beiträge
23.10.06 19:06

Abydos (soll soweit ich weiß wieder aufgenommen werden) war ok. Die Rockmusik von Andy Kunz ging ins Ohr und die Besetzung mit Andy Kunz/Anna Carolin Stein (alternierend zu Astrid Vosberg)/Andreas Zaron / Ulrich Wewelsiep war sehr in Ordnung.
Das Bühnenbild hatte einige Interessante Einfälle und trug das Stück, soweit es ein Bühnenbild kann...
Die Handlung begann vielversprechend, triftete dann aber stark ab. Ich habs irgendwann aufgegeben der Handlung zu folgen denn die Musik allein war gut zu ertragen. Die Inszenierung begann stark aber besonders in den Momenten mit "Green" wurde es ziemlich enervierend.

Die Story spielte sich auf zwei Ebenen ab. Einmal im antiken Abydos, wo Green (Priester Grenoses) den Osiris-Kult entweihte um Unsterblichkeit zu erlangen gegen den sich Pharao Mithemheo (Mito) stellte. Beide starben, aber das Duell wird auch über den Tod hinaus ausgetragen.
In der Gegenwart findet der junge Fly mit seinen Freunden Strida und Llit ein seltsames Objekt. Flys Vater will ihn davor warnen, stirbt jedoch durch Kräfte, die von dem Objekt ausgehen.
30 Jahre später begegnen sich die 3 Freunde wieder. Alle haben seit damals ähnliche Alpträume. Sie suchen das Objekt erneut auf und gelangen "auf die andere Seite" wo sie gegen Green antreten.
Das wars jetzt mal ganz grob, allerdings fehlen noch ein paar Details wie ein Videospiel, daß alle Menschen unterwürfig machen soll und die Rolle Mitos als Flys Schutzengel/Vater(?)
Nervig fand ich auch, daß direkt vor meiner Nase die Band andauernd aus dem Graben hochgefahren wurde und dann wieder abgesenkt wurde.

"Heimatlos" war als Stück eigentlich nicht so verkehrt, in der Inszenierung ist es aber leider absolut zum Kinderstück verkommen. Man hätte es mehrschichtiger erzählen können!

Jesus Christ Superstar fand ich ziemlich schlimm in der Inszenierung des Pfalztheaters aber das Publikum schien sehr begeistert zu sein. Ich kann das Lauterer Publikum im Allgemeinen ja sowieso nicht verstehen. Jesus Christ fand ich damals aber ziemlich unterirdisch. Das lag teilweise an der Besetzung, aber auch an der teils unentschlossenen, teils übermotivierten Regie die dem Werk nicht wirklich gut tat.

Nostradamos war das erste Stück, daß ich in Kaiserslautern gesehen habe und das fand ich auch eigentlich recht gut.

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Oliver
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390 Beiträge
24.10.06 22:43

Ich denke ich werde mir die "Chess"-Aufführung in Kaiserslautern auch mal ansehen. Ich habe damals bei Chess in Kassel mitgespielt und bin gespannt wie die es umgesetzt haben. Wobei ich an dieser Stelle nochmal erwähnen möchte, das wir in Kassel echt sehr geile Solisten hatten und es "wahrscheinlich" schwer wird, eine andere stadttheateraufführung vergleichen zu können. Aber egal... "Chess" ist wirklcih ein geiles Stück und ich liebe die Musik! Man wird sehen..

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Courfeyrac
Benutzer
1138 Beiträge
24.10.06 22:58

Wenn die besetzten Herrschaften in Kaiserslautern sich nicht enorm verbessert haben, werden sie Annika Bruhns, Charles Fornara und Gaines Hall sicher nicht schlagen können.
Mit Charles durfte ich auch einmal zusammen arbeiten. Ich finde es sehr schade, daß er nicht mehr in Deutschland ist...

Ich bin immer noch skeptisch, was die Fassung angeht. Erster Akt in New York, 60er Jahre... ich weiß nicht ob mich das überzeugen wird.

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Daniel²
Benutzer
516 Beiträge
25.10.06 10:42

@ Oliver

Wenn Du in Kassel mitgespielt hast, kannst Du mir vielleicht eine Frage beantworten. Gibt es zur der Inszenierung auch eine CD? Ich weiß noch, dass von THE LIFE damals eine 5 Track-CD rauskam. Vielleicht gibt es ja auch eine von Chess, schließlich war es die deutschsprachige erstaufführung.

Die Inszenierung war wirklich toll und die Solisten sind bei mir in meiner persönlichen Hall of Fame.
Stimmt es eigentlich, dass Charles sich von der Bühne verabschiedet hat und wieder als Dozent arbeitet? Er war ein tolle Valjean, ein noch besserer Anatoly und ein genial Krolock!

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co...
Benutzer
63 Beiträge
25.10.06 11:38

Zu Abydos: Die Geschichte klingt ziemlich verworren, mal sehen, weiß nicht ob mich das wirklich so reizt.

Zu Chess: Also mir hat die Inszenierung in Kaiserslauten besser gefallen als in Kassel (sorry Oliver), die Solisten waren auch nicht schlechter, auch wenn sie unbekanntere Namen haben. Randy Diamond hat mir als schleimiger und auch zerbrochenen Charakter gerade bei 'Pity a child' mehr überzeugt als Gaines. Andy Kuntz war schauspielerisch ebenfalls sehr gut, ob er jetzt stimmlich an Charles Fornara heranreicht, kann ich jetzt nicht beruteilen, da die Aufführung in Kassel schon länger ja her ist. Aber Andy Kuntz kann auf jeden Fall mithalten, ich habe mir jetzt nicht gedacht, dass das Leiden hoffentlich bald ein Ende nimmt.

Astrid Vosberg kann sich ebenfalls als Florence mit Annika Bruhns messen lassen.

Und das Ballett beim Titellied, das war wirklich schön gemacht. Das wurde in Kassel ja ziemlich verkürzt dargebracht.

Als 'Chess' in Kaiserslautern kann sich mit Kassel auf alle Fälle messen und wie gesagt, ich fand es teilweise um Längen besser.

Dass das Stück nun in den 60 er Jahren gespielt wird und in New York anfängt, hat vermutlich ja der Davids verbrochen, da er ja gerne die Stücke in andere Zeiten versetzt, wie ja auch 'Dracula' in St. Gallen. Passend finde ich das ebenfalls nicht, da es nicht mit der Geschichte der Florence passt. Aber anscheinend ist das jetzt die 'Deutsche Fassung' von Chess.

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Oliver
Benutzer
390 Beiträge
25.10.06 17:19

@ Daniel

Es gibt zur Kasseler Aufführung von "Chess" keine offizielle Aufnahme. Es wurde nur für's Archiv aufgezeichnet.
Bevor jetzt fragen kommen, ob ich eine habe... - kein Kommentar.



Die 5-Track-CD von "The Life" wurde zusammen mit dem Programmheft im Theatershop verkauft. Als das Stück abgespielt war, wurden die Hefte im Foyer kostenlos ausgelegt. Ich persönlich mag diese Aufnahme nicht so. Die Broadway-CD ist viel geiler!

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Daniel²
Benutzer
516 Beiträge
25.10.06 19:52

@ Oliver: Was bedeutet denn "für´s Archiv aufgezeichnet? Ich nehme mal an eine Aufnahme für die einige das letzte Hemd lassen würden!

Schade, dass Du deine Freude nicht teilen möchtest, oder?

Ich finde die "The Life"-CD eigentlich ganz schön, aber ich habe die OBC noch nicht gehört. Aber ich finde es schon sehr bewundernswert, dass ein so kleines Staatstheater eine CD rausbringt. Und ich glaube eine deutsche Chess-CD wäre ein Verkaufsschlager, vor allem bei der Besetzung. Wie gerne würde ich das in meinem heimischen CD-Player hören wollen.

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Themen / Chess in Kaiserslautern
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