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musicalzentrale - Forum
Themen / ASA Event verhindert Bewertungen
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songanddance
Benutzer
423 Beiträge
06.02.20 02:18

Hallo, beim stöbern diverser Produktionen bin ich auf ASA Event gestossen, die aufgrund vieler schlechter Bewertungen www.musicalzentrale.de darum baten, keine Bewertungen mehr zuzulassen.
Ich bin sprachlos, dass dieser Bitte nachgekommen wird!
Entweder nehme ich als Veranstalter Kritik an, oder ich bewerbe meine Veranstaltung gar nicht erst auf Seiten, wo man auch bewerten darf.
Und ich bin wirklich überrascht, dass www.musicalzentrale.de das mitmacht?
Auf Eventim ist dir Bewertungsfunktion auch deaktiviert.

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Fiyero
Benutzer
3623 Beiträge
06.02.20 07:14

Es stellt sich die Frage was wichtiger ist. Eine Datenbank mit potentiell allen Produktionen die es gibt oder eine unvollständige Datenbank.
Ich finde das schon nachvollziehbar, denn so können sich Leser immer noch ein Bild davon machen, denn es wird kommuniziert, dass aufgrund schlechter Bewertungen keine Bewertungen mehr zugelassen werden. Das ist ja eine klare Aussage und sollte jedem der Interesse hat zu denken geben.
Ist doch besser als wenn die Produktion gar nicht mehr auftaucht und der Leser gar nicht mitbekommt, dass es sich um Schrottproduktionen handelt.
ASA ist auch sehr klagefreudig und ich finde so schießt man denen mehr ins Bein, als wenn die Produktion gar nicht mehr auftaucht.

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Samira
Benutzer
29 Beiträge
06.02.20 10:20

Also zunächst mal bewerben die Veranstalter ihre Produktionen mit einem Datenbankeintrag bei der Musicalzentrale nicht, denn die Redaktion wählt die Produktionen aus und nimmt sie in die Datenbank auf. Außerdem gibt es mittlerweile mehrere Gerichtsurteile zu Bewertungsportalen, die alle besagen, dass man einer ungewünschten Eintragung in Bewertungsportalen widersprechen kann. In der Regel haben Ärzte geklagt, die nicht auf jameda gelistet und bewertet werden wollten. Aus dem Grund wird sicher auch die Musicalzentrale die Bewertungsfunktion von ASA abgeschaltet haben, um einer Klage zu entgehen. So zumindest meine Vermutung.

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MyMusical
Benutzer
8348 Beiträge
06.02.20 10:42

Ich denke auch, dass man das nicht grundlos abgeschaltet hat und nicht weil irgendwer mal nett "Bitte, bitte" gesagt hat. Ansonsten sehe ich das ähnlich wie Fiyero, daher kann ich mir das abschreiben hier mal sparen.

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fescheLola
Benutzer
2252 Beiträge
06.02.20 19:33

Ich denk mir mal, dass kein Arzt und kein Veranstalter die grundgesetzlich zugesicherte freie Meinungsäußerung verhindern kann.
Aber ein Bewertungsportal ist wahrscheinlich nochmal anders gelagert

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Alexander
Benutzer
509 Beiträge
06.02.20 21:24

https://www.kanzlei-wirtschaftsrecht.berlin/aktuelles/vorgehen-gegen-negative-bewertungen-im-internet/#bewertung-rechtmaessig

So einfach kann ein Veranstalter rein rechtlich gesehen auch nicht gegen Bewertungsportale vorgehen. Wenn die Bewertung keine Formalbeleidigung enthält, keine Schmähung darstellt, ist die Grenze zur Zulässigkeit nicht überschritten.

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fescheLola
Benutzer
2252 Beiträge
06.02.20 22:51

So oder so wird sich schlechte Qualität immer herumsprechen. Da sollte sich kein Veranstalter der Illusion hingeben, gegen jede Äußerung klagen zu können, in der jemand sagt, dass es ihr/ihm nicht gefallen hat.

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ballrock2
Administrator
119 Beiträge
06.02.20 23:10

Hallo songanddance,

vielen Dank für Deinen Hinweis, zu dem ich gerne offiziell eine kleine Rückmeldung gebe:

Grundsätzlich steht die Musicalzentrale für Meinungsfreiheit, legt einen hohen Wert auf eine unabhängige Berichterstattung und unabhängige Informationen. Das spiegelt sich auch in unseren Rezensionen wieder, die stets unabhängig von Theatern sind und deren Bewertung in Text und Sternen in keinem Fall käuflich sind. Um Unabhängigkeit zu gewährleisten haben wir intern sogar ein Schulungsprogramm und Richtlinien, um Befangenheit auszuschließen. Wir sind uns bewusst, dass es nie eine 100%ig objektive Bewertung geben kann, streben aber immer größtmögliche Objektivität an und möchten dabei jede Produktion zunächst gleich und fair behandeln.

Parallel bieten wir die Voting-Funktion für Leser/Besucher an. Wir möchten damit die Möglichkeit schaffen, dass auch andere (und auch zu uns gegenteilige) Meinungen ihren Platz haben. Diese Funktion hat allerdings auch ihre Tücken. Anders als bei unseren eigenen Redakteuren gibt es bei den Votes keine festen Regeln (außer geltende Gesetze). Viel schwieriger ist allerdings, dass wir unsere Nutzer maximal über die Mailadresse kennen.

Wir bekommen immer wieder mal Nachrichten und auch Anwaltspost verärgerte Regisseure, wenn "ihr Baby" nicht so gut bewertet wurde, wie sie sich das gewünscht hätten. Bei unseren eigenen Berichten wissen wir, dass sie in Summe stimmen und können sie so auch argumentativ verteidigen. Lediglich objektive Fehler (die natürlich auch uns trotz Prüfung in der Schlussredaktion passieren können) bessern wir nach.

Bei Leservotes ist das schwieriger. Bei den PhantomDerOper-Tourneen ohne Webber-Musik gibt es inzwischen mindestens drei Veranstalter, die unterwegs sind. Das führt dazu, dass wirklich ärgerliche und enttäuschte Zuschauer einen Kanal suchen, um sich Luft zu machen. Dabei ist es allerdings vielfach vorgekommen, dass diese Zuschauer ihre Bewertungen in die falschen Produktionen eingetragen haben. Aufgefallen ist das (den Veranstaltern), weil zum Teil von Aufführungsorten zu lesen war, die gar nicht bespielt wurden.

Wir hatten daher im ersten Schritt bei allen "Nicht-Webber-Produktionen" die Autoren mit in die Titel geschrieben, denn inzwischen gibt es ja auch auf den Plakaten meist irgendwo den Hinweis auf die Autoren. Als das nichts half, sind wir dazu übergegangen, alle entsprechenden Produktionen für Bewertungen zu sperren. Denn es ist für uns -leider- nicht möglich, jeden einzelnen Post zu prüfen und ggf. auch juristisch zu verteidigen, wenn wir die Person hinter dem Text nicht kennen. Wie schon richtig beschrieben wurde, gehen auch andere Portale (Eventim und z.B. auch die ARD) den gleichen Weg und sperren gezielt die Kommentarfunktion einzelner Seiten - einfach weil sie sich manchmal im -zu- anonymen Internet bestimmte Dinge nicht in sinnvoller Zeit moderieren lassen bzw. eine objektive Bewertung im Nachhinein nicht möglich ist.

Alternativ könnten wir diese Produktionen auch gar nicht bei uns aufnehmen (die Aufnahme und Pflege der Termine kostet bei uns auch Zeit), aber wir finden es objektiv stärker, wenn die Produktionen mit entsprechendem Hinweis im Internet zu finden sind. Speziell bei ASA siehst Du z.B. den Hinweis, dass dort nicht die Webber-Musik zu hören ist und sich Besucher dadurch getäuscht fühlten. Auch ist dort eine Kurzbewertung in Sternen von uns zu finden. In einer anderen Tourneeproduktion (3for1) findet sich eine ausführliche Rezension von uns. Nur zur neusten alternativen Tourneeproduktion (NCWeber;DMA), die erst im Dezember gestartet ist, haben wir noch keine Infos und daher bisher auch keine Sperren oder Bewertungen hinterlegt.

Ich hoffe, dass Dir/Euch meine Infos ein Stück weiterhelfen. Wir möchten in keinem Fall irgendeine Zensur ausüben, können allerdings in wenigen Ausnahmefällen keine Plattform für "anonyme" Bewertungen bieten, weil wir dann jede einzelne Bewertung inhaltlich und juristisch prüfen und verteidigen müssten. Es steht parallel natürlich jedem frei, mit eigenem Klarnamen Berichte zu den Stücken im Internet zu veröffentlichen und ich persönlich finde es klasse, wenn Menschen zu ihrer Meinung stehen. So sind z.B. unsere Berichte immer namentlich gekennzeichnet und wir schreiben unsere Rezensionen immer unter echtem Namen und nicht mit Pseudonym.

Hast Du / Habt Ihr vor dem beschriebenen Hintergrund eine Idee, wie wir anders bei entsprechenden Produktionen verfahren könnten? Am liebsten würden wir natürlich einfach einen Videoausschnitt der Produktionen verlinken, das wäre objektiv am fairsten (wir haben auch schon mit Menschen gesprochen, die einzelne alternative Aufführungen tatsächlich gut fanden und so könnte sich jeder im Vorfeld ein neutrales Bild machen). Allerdings gibt es in der Regel keine legalen Mitschnitte der besprochenen Produktionen. Was also tun?

Bin gespannt auf Eure Vorschläge,
viele Grüße
Andreas

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fescheLola
Benutzer
2252 Beiträge
07.02.20 00:50

Es bleibt doch jedem unbenommen, die entsprechende Aufführung im Forum zu thematisieren, was hat gefallen, was hat nicht gefallen, und solange sich da an die gültigen Regeln gehalten wird, keine Beleidigungen, keine rechtswidrigen Inhalte gepostet und nicht auf User mit anderer Meinung losgegangen wird, wäre doch alles gut, oder?
Oder geht es entsprechenden Veranstaltern doch darum, dass sie nicht lesen wollen, dass es jemandem nicht gefallen hat?
Gescheite Trailer gibt es sicher nicht zu jeder Produktion, und man sieht ja bereits hier in den Diskussionen, dass selbst professionelle Trailer durchaus ein geteiltes Echo hervorrufen

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ballrock2
Administrator
119 Beiträge
07.02.20 09:26

@FescheLola: Da bin ich bei Dir. Solange es eben sachlich bleibt, darf gelobt und natürlich auch kritisiert werden. Das machen wir in unseren Rezensionen nicht anders (nur dass wir eben immer namentlich arbeiten).

Ein Forum hat zudem den Vorteil, dass Meinungen nicht als "so ist es" stehen bleiben, sondern im Austausch die Themen vielschichtiger betrachtet werden. Wir hatten auch schon Diskussionen, in die sich Veranstalter zu erkennen gegeben und mitdiskutiert haben. Einmal hat sogar ein sehr großer Veranstalter in einem etwas kritischen Thread (damals war nicht klar, ob ein Gerücht hochgekocht wird oder nicht) um direkten Kontakt zum Threaderöffner gebeten, um eine Klärung zu erreichen. Daran zeigt sich, dass manche Veranstalter auch sinnvolle Kritik konstruktiv annehmen und mit ihr arbeiten.

Und auch bei den PhantomTouren (und anderen gleichgelagerten Produktionen) habe ich persönlich das Gefühl, dass die Veranstalter verschiedene Motivationen für die Tourneen haben und so auch etwas verschieden mit Kritik umgehen können.

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