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Themen / Petition für Restplatztickets in Musi...
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Ludwig-und-Rudolf
Benutzer
1209 Beiträge
24.04.19 18:46

Es ist wichtig! Nicht nur für uns, sonders für die gesamte Musicallandschaft in Deutschland! Es geht um was

https://www.openpetition.de/petition/online/restplatz-tickets-fuer-musicals

Diese Petition im Namen vieler Musical- und Kulturbegeisterter fordert inständig: Macht den Weg ins Musical frei für ALLE Geldbeutel und Menschen! Von dieser Veränderung würden ALLE Beteiligten profitieren.

So sieht die aktuelle Lage aus: Die Zeiten, in denen Mega-Musicals wie Cats die größten Häuser füllen, sind seit vielen Jahren vorbei. Schade für Produzentinnen und Darstellerinnen, aber vor allem natürlich für unser Publikum. Die Darsteller spielen immer öfter vor leeren Rängen und Frust macht sich breit – im Zuschauersaal ebenso wie auf der Bühne, wo zusätzlich noch die Angst um den Arbeitsplatz im wahrsten Sinne des Wortes „mitspielt“. Der Grund: Die Auslastung der Spielhäuser sinkt teilweise auf unter 50%. Werfen wir zum Beispiel einen Blick auf das Theater am Potsdamer Platz: 2016 wurde es zur Miete freigegeben, denn es lohnt sich für Musicalproduktions-Riese Stage Entertainment nicht mehr, das Theater zu bespielen. Erste Ausbildungsstätten für Musical-Darsteller*innen schließen bereits. Die Gründe für den ausbleibenden Erfolg des Musicals sind sicherlich zahlreich und enthalten berechtigte Vorwürfe an der Umsetzung des Genres auf deutschen Bühnen. Aber…

Fakt ist: Der erste Schritt muss darin bestehen, die Eintrittspreise zu senken! Ein kurzes Rechenbeispiel: Wie viel zahlt eine vierköpfige Familie für den Besuch eines angeblich „familienfreundlichen“ Musicals, wenn die Ticketpreise zwischen 30 Euro („Holzklasse“, eventuell eingeschränkte Sicht) und 200 Euro (Premium-Kategorie) liegen? Die Antwort ist einfach: Zu viel. Erst recht, wenn sogar noch Anreise und Unterkunft dazu kommen.

Warum hält die Musical-Branche an ihrer High-Class-Preispolitik fest? Wir als Musicaldarstellerinnen haben den Eindruck, dass Verantwortliche in der Branche sich fälschlicherweise „schämen“, das Breitenpublikum anzusprechen. Woher das kommt, ist uns ein Rätsel, wo man doch mitunter acht Vorstellungen die Woche verkaufen muss. Wir Künstlerinnen würden uns freuen, wenn wir ALLE Menschen, egal welcher Einkommensklasse, von der Bühne aus begeistern dürften.

Unsere dringende Forderung lautet also:

Die Vergabe von Restplatz-Karten (30 Minuten vor Show-Beginn gibt es Tickets um die 20 Euro, Prinzip „first come, first serve“)

Eine Ticket-Lotterie (der Preis: Tickets dürfen zu stark reduzierten Preisen gekauft werden)

Auch mit erschwinglichen Preisen ist das Musical noch immer ein hochklassiges Produkt künstlerisch anspruchsvoller Unterhaltungskultur. Das beweisen Häuser in New York und London, wo man sich bereits von der gestrigen Preispolitik verabschiedet hat. Die bessere Auslastung der dortigen Theater bewirkt, dass es auch wenig aufwändig produzierte und unbekannte Stücke auf die Bühnen und vor volle Zuschauersäle schaffen. Denn das Publikum geht bei vernünftigen Eintrittspreisen bei der Wahl des Stückes auch mal ein „Risiko“ ein. Die Ticket-Lotterie und Restplatz-Karten sind im Ausland bereits ein bewährtes und erfolgreiches Konzept um volle Säle zu garantieren und der spielerische Charakter fördert den „Hype“ um ein Stück.

Ins Leben gerufen von: Julia Vieregge und Konstantin Zander, Betreibende des Podcasts „Und bitte.“

Begründung
Wenn auch Ihr Lust habt wieder in einem vollen Musical Theater zu sitzen, schenkt uns Eure Zeit und unterschreibt! Hier noch ein wenig food for thought: Ein halb leerer Zuschauerraum führt zu schlechterer Stimmung im Saal, die wiederum die Leistung auf der Bühne schmälern kann, was schlussendlich die Stimmung noch mehr dämpft. Enthusiastische, mündliche Weiterempfehlungen für das Genre Musical bleiben dementsprechend leider aus.

In einem durchgehenden Spielbetrieb (En-Suite), mit acht Shows pro Woche, ist es ohnehin schwierig so viele Theater mit deutschem Publikum zu füllen, da es internationalen Musical Tourismus in Deutschland, bedingt durch die Sprache, natürlich kaum gibt. Man ist also auch darauf angewiesen die Zuschauer mehrfach in das gleiche Stück zu locken. Wir sind überzeugt, dass die Einführung von Restplatz-Karten einen positiven Effekt auf die live Entertainment Branche haben wird. Es wird weder das Image des so genannten „Premium Produkts“ schmälern, noch den Verkauf von Vollpreis-Tickets reduzieren. Im Gegenteil. Ein volles Haus garantiert beste Stimmung im Saal und kurbelt durch positive Mundpropaganda die Vollpreis-Kartenverkäufe an. Potentielle Besucher werden bei gut verkauften Stücken lieber "auf Nummer sicher gehen" und Vollpreis-Karten kaufen, bevor es für den gewünschten Abend vielleicht gar keine Karten mehr gibt. Mit günstigen Restplatz-Karten öffnet man auch endlich dem Publikum die Pforten, das sich die Stücke liebend gern mehrfach ansehen möchte. Wir wissen, dass das Thema "Kartenpreise" schon oft firmenintern bei Stage Entertainment diskutiert wurde. Nun ist es aber höchste Zeit wirklich etwas zu verändern, erst recht wenn wir noch die nächsten Jahre Musicals genießen und die junge Generation dieser wunderbaren Kunstform näher bringen wollen.

@ https://www.openpetition.de/petition/online/restplatz-tickets-fuer-musicals

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Fiyero
Benutzer
3608 Beiträge
25.04.19 08:05

Aha, na dann mal los.
Mir ist das etwas zu einseitig. Die Stage ist ein privates Unternehmen, die müssen selbst wissen was sie tun, auch wenn ich so ein Last Minute oder Lottery oder Day Seats Konzept gut finden würde.
Man kann aber auch gutes und hochwertiges und selten gespieltes Musical mittlerweile an vielen Stadttheatern sehen für einen Preis, den sich auch die ganze Familie leisten kann.
Und auch BB-Mehr gehen einen anderen Weg und haben immer mal wieder gute Angebote dabei. Vielleicht muss einfach die Konkurrenz und der Druck auf die Stage noch größer werden. Ich glaube eine Petition wird da nicht so viel bringen.

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MyMusical
Benutzer
8310 Beiträge
25.04.19 08:23

Das habe ich in genau dieser Form auch gedacht, wollte hier aber nicht gleich wieder als Nörgler daherkommen. Und wenn ich dann einige der Kommentare bei der Petition sehe, denke ich mir auch wieder meinen Teil. Sicherlich gibt es gute Gründe, warum ein voller Theatersaal für alle Beteiligten (zumindest meistens und im allgemeinen) ein viel schöneres Erlebnis darstellt, aber die Frage bleibt ja, ob Produktionen der Stage nun wirklich unverzichtbares Kulturgut oder doch eher weich-gespülte Hochglanzunterhaltung sind? Ja, ich bin dringend dafür die hinteren PKs bei der Stage im Preis deutlich zu senken, aber das Leben ist auch kein Wunschkonzert. Und ich bleibe auch dabei, dass es in Deutschland sehr viel erschwingliche Kultur für jede Geldbörse gibt. Nur wird sie eben nicht oder zu wenig angenommen, warum auch immer, das ist sicherlich eine ganz andere Diskussion/Baustelle, die viel dringender wäre als Last-Minute-Tickets, zumal auch hier wie erwähnt eine völlig einseitige Sichtweise dargestellt wird.

Wenn sich jemand ganz schnell bei mir meldet, verschenke ich auch gerne zwei Ticket für "Die Märchenwelt zur Kur" bestellt am 30.04. in Essen als kleine Beitrag zum Thema "Kultur für alle". Da ja auch hier Tickets für 10 Euro offenbar keinen Abnehmer finden.

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vonKrolock
Benutzer
7802 Beiträge
25.04.19 08:26

Ich sehe das ähnlich. Auch kann man den Vergleich meines Erachtens nicht ziehen - wieviele Menschen leben in der Metropolregion von New York? London? Hamburg? Und welche Besucherzahlen haben New York? London? Hamburg? Ich glaube auch nicht, dass man dadurch die Theater voll bekommen würde.

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fescheLola
Benutzer
2219 Beiträge
25.04.19 10:53

@MyMusical: Du schaffst es nicht zur Märchenwelt? Schade, war bisher immer richtig amüsant.
Habe selbst auch schon häufig versucht, einzelne Tickets zu verschenken, und es gab nie Abnehmer dafür. Kann es von daher nur bestätigen, dass es offensichtlich gar keine Interessenten für "günstige" Tickets gibt.

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Kenny
Benutzer
811 Beiträge
25.04.19 10:55

Finde euren Enthusiasmus ja auch gut, sehe aber auch in keinerlei Hinsicht das die STAGE sich das quasi aus öffentlichen Interesse dazu zwingen lässt ihre Preisstruktur zu ändern. Würde ich ehrlich gesagt auch nicht und macht VW, Edeka oder Apple bestimmt auch nicht mit. Wozu auch? Die werden reagieren wenn die Nicht mehr mit ihren Einnahmen zufrieden sind.

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Ludwig-und-Rudolf
Benutzer
1209 Beiträge
25.04.19 11:02

Ob letztendlich die Petition bei der Stage was bringt, lasse ich mal dahingestellt. Aber ich finde es gut, dass mal jemand wenigstens versucht etwas zu ändern. Gemotzt wird hier immer viel. Aber das ist jetzt eine Möglichkeit, wie wir uns auch einbringen könnten.

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MyMusical
Benutzer
8310 Beiträge
25.04.19 11:07

@fescheLola: Ja, ich habe es vor zwei Jahren bereits gesehen und fand es bis ins Detail so liebevoll und amüsant, dass ich ich mich seinerzeit über die Ankündigung der Wiederaufnahme sehr gefreut habe, aber es geht sich nun am 30.04. leider so gar nicht aus. Ich glaube das Interesse ist auch eher darauf beschränkt, dass man möglichst billig ins Stage-Theater will, das hat wenig mit generellem Kultur- oder Musical-Interesse zu tun.

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fescheLola
Benutzer
2219 Beiträge
25.04.19 11:37

@MyMusical: Das muss aber dann auch schon eine WA gewesen sein. Ich erinnere mich an eine Aufführung zu Weihnachten, vor drei oder vier Jahren.
Dass sich das Interesse hauptsächlich auf die Stage Theater konzentriert, merkt man ja auch hier. Ganz selten wird über Stadttheaterproduktionen gesprochen, und meist haben die dann auch nur eine Handvoll Leute gesehen.

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MyMusical
Benutzer
8310 Beiträge
25.04.19 13:16

Kann auch schon 3 oder 3 1/2 Jahre her sein, die Zeit fliegt leider immer mehr.

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Themen / Petition für Restplatztickets in Musi...
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