Norden Westen Osten SŘden
Termine aus DeutschlandÍsterreichSchweizNiederlandeLondonTirolLinksSuchen nach JobsRedaktionDatenschutzImpressum
musicalzentrale - Forum
Themen / Marketing als Erfolgs-Faktor f├╝r Mus...
Seite:
Nicht angemeldet | Neu registrieren | Logon
vonKrolock
(Benutzer deaktiviert)
8241 Beiträge
02.01.19 18:07

"dann funktioniert die Thematik "Vater-Sohn-Konflikt" oder "Mittelstandsinsolvenz" um die Massen zu mobilisieren? "

Hat man ja an "Das Wunder von Bern" gesehen, dass es .... NICHT ... funktioniert

Nutzer ausblenden
nicknack
Benutzer
222 Beiträge
02.01.19 18:34

Sorry, aber das Marketing muss sich nun einmal auf etwas fokussieren. Und der USP der Show sind prim├Ąr die Kost├╝me. Ich habe niemanden erlebt, der aus der Show gekommen ist und gesagt hat, dass es ihn sehr freue, dass die Fabrik bestehen konnte. Auch in dem Umfeld Reeperbahn, die nun mal in ganz Deutschland bekannt ist, ist es doch vollkommen logisch, dass der Marketingschwerpunkt auf die den Kost├╝men etc. gelegt wird. Besonders da diese visuell einpr├Ągsam sind.

Musicals allgemein lassen sich schwer bewerben. Mir pers├Ânlich f├Ąllt auch kein Musical-Trailer ein, der wirklich gut war. Oder kennt jemand einen?

Nutzer ausblenden
Fiyero
Benutzer
3947 Beiträge
02.01.19 18:48

Und das Umfeld Reeperbahn war vielleicht auch der Schu├č in den eigenen Fu├č. Warum soll ich soviel Geld ausgeben, wenn ich Drag Queens nebenan viel g├╝nstiger bekomme, auch wenn das Musical halt mehr ist als eine Drag Show.
Vielleicht w├Ąre das St├╝ck in Stuttgart besser gelaufen, weil es dort vermutlich nicht thematisch ├Ąhnliche Konkurrenz gibt.

Nutzer ausblenden
vonKrolock
(Benutzer deaktiviert)
8241 Beiträge
02.01.19 18:57

Dieser hier wird von manchen gern gesehen:

https://www.youtube.com/watch?v=Ed3RtEqVG74

Nutzer ausblenden
MusicalJonas
Benutzer
1258 Beiträge
11.01.19 16:15

@coricolonzo:

Zu Deiner ersten Frage:
Gutes Marketing bei einer Long-Run-Gro├čproduktion in Deutschland hat f├╝r mich Starlight Express. Bei aller Kritik an den ├änderungen, aber das Marketing ist nach wie vor genial.

Woran ich das festmache? - Am Erfolg.

Zu Deiner zweiten Frage:
Ich habe Kinky Boots mehrfach in London gesehen (seit der Premiere jedes Jahr mindestens 2-3 mal) und mehrfach in Hamburg (ebenfalls verteilt ├╝ber die Spielzeit und mit mehreren Besetzungen).

------------------------------------------

@kevin:

Es geht nicht darum, ob der Arbeitskampf in der Fabrik oder die Vater-Sohn-Konflikte etwas sind, wof├╝r die Leute in KB gehen. Sondern es geht darum zu zeigen, dass KB keine Travestie-Show ist, sondern es da um noch mehr Themen geht.

├ťbrigens war auch beim von Dir erw├Ąhnten La Cage aux folles immer klar, dass es keine Travestie-Show, sondern ein Musical ist. Ich habe das St├╝ck schon mehrfach gesehen und ich kann mich an mehrere Marketing-Kampagnen erinnern, wo nur Zaza/Albin (und Georges, Jean-Michel, Anne,...) zu sehen waren, aber keine einzige von den Cagelles. Und selbst in den F├Ąllen, wo die Cagelles zu sehen waren, waren dann nicht nur die Cagelles zu sehen.

Und irgendwann war es eh egal, weil der Name bekannt genug war. Aber Kinky Boots ist halt unbekannt, weswegen es ganz andere Anforderungen hat.

Und bitte auch nicht vergessen, dass damals Travestie noch ganz andere Zugkraft hatte als heute.

----------------------------------

@Fiyero:
"die Thematik ist nett, aber wie erw├Ąhnt gibt es schon eine ├╝beraus erfolgreiche Show mit Drag Queens seit Jahrzehnten. "

Genau das ist der Punkt:
wenn man beim Markting von KB nur die Drag Queens zeigt, denkt eben jeder, das sei ein Abklatsch von La Cage aux folles.

Um zu zeigen, dass es das eben nicht ist, muss man mehr Aspekte des St├╝cks zeigen. Das best├Ątigt also genau meine These.

"Sie h├Ątten das St├╝ck direkt als Tour planen sollen, jede gr├Â├čere Stadt 6 Monate oder so. Wenn das bei der meiner Meinung nach aufw├Ąndigeren Miss Saigon Tour klappt, sollte das bei KB ohne Probleme umsetzbar sein. Die Chance haben sie leider vertan."

Das finde ich allerdings auch.

-------------------------------

@nicknack:
"Mir pers├Ânlich f├Ąllt auch kein Musical-Trailer ein, der wirklich gut war. Oder kennt jemand einen?"

Z.B. der US-Trailer und der britische Trailer zu KB. Oder der Trailer zu 42nd Street in London. Oder der Billy-Elliot-Trailer.

Weil diese Trailer eben die ganze Vielfalt der jeweiligen St├╝cke zeigen.

Zu Deinen restlichen Aussagen:
es sagt doch auch niemand, dass die Kost├╝me nicht wichtig seien und dass man die Drag-Queens im Marketing verschweigen soll. Da dies am wichtigsten ist, soll das sogar den Gro├čteil einnehmen. Aber "Gro├čteil" hei├čt eben nicht "ausschlie├člich". Und wenn man dann eben auch noch Olivia Jones als Werbetr├Ąger nimmt, festigt das noch mal den Irrtum. Denn das alles ist ja Marketing und nicht nur die Trailer. Und im Zusammenspiel wirkte es eben so, als sei es eine Drag-Show.

Nutzer ausblenden
MyMusical
Benutzer
9386 Beiträge
14.01.19 12:37

@MusicalJonas: Da bin ich an sich in allen Punkten bei dir. Dennoch glaube ich eben auch, dass dies alleine eben das Ende in Hamburg nach rund einem Jahr auch nicht alleine verursacht hat. So kommt es hier nur immer wieder r├╝ber.

Nutzer ausblenden
MyMusical
Benutzer
9386 Beiträge
14.01.19 12:38

@MusicalJonas: Da bin ich an sich in allen Punkten bei dir. Dennoch glaube ich eben auch, dass dies alleine eben das Ende in Hamburg nach rund einem Jahr auch nicht alleine verursacht hat. So kommt es hier nur immer wieder r├╝ber.

Nutzer ausblenden
HamYork
Benutzer
789 Beiträge
07.04.19 16:34

@MyMusical:
Nat├╝rlich ist es nicht das Marketing alleine. Auch Preisgestaltung, Einteilung der Sitzpl├Ątze, allgemeine wirtschaftliche Situation, etc. spielen eine Rolle.

Aber wenn sowieso schon andere Punkte dazukommen, muss man es ja nicht mit dem Marketing noch schlechter machen.

Wir alle stimmen zu, dass es nicht das Marketing alleine war. Aber das war eben ein wichtiger Faktor - bei einem unbekannten St├╝ck viel wichtiger als bei Disney-Selbstl├Ąufern wie K├Ânig der L├Âwen.

Oder ein weiterer anderer Punkt, der mich bei KB massiv gest├Ârt hatte:
ich war 2 mal in Shows, wo selbst in PK1 Karten f├╝r Ramsch-Preise an Schulklassen gegeben wurden, damit nicht vorne so viele leere Pl├Ątze sind. Ich verstehe die Intention dahinter, aber wenn diese Schulklassen ├╝berhaupt keinen Bock auf das St├╝ck haben oder pubertierende Teenager die Dragqueens sogar "l├Ącherlich" oder noch schlimmer finden, zerst├Âren die eben auch f├╝r umsitzenden Besucher (die in PK1 alle viel gezahlt haben) den Besuch.

Wenn man PK1-Karten zahlt und dann von Horden Teenagern umgeben ist, die bestenfalls nur halb im Sessel liegen und auf ihren Handys spielen oder sogar alles mit homo- und transphoben Spr├╝chen kommentieren m├╝ssen, dann ist der Besuch ruiniert. Ein Fan des St├╝ckes wie ich geht dann nochmal, aber wieviele denen so ein teuer bezahlter Besuch ruiniert wurde, machen das? Die meisten werden sogar so schnell nicht nochmal eine Stage-Show besuchen, wobei wir wieder beim Thema sind, dass die Stage verdammt viele Fehler macht, weil sie zu kurzfristig denken.

Nutzer ausblenden
HamYork
Benutzer
789 Beiträge
07.04.19 16:43

@Musical-Jonas:

Ja, ich finde auch (neben allen konkreten Fehlern bei Kinky Boots, wie z.B. einseitiger Werbung, die fast nur die Drag-Queens zeigt und eine falsche Vorstellung der Show vermittelt), dass generell - gerade f├╝r unbekannte Shows - zu wenig Marketing gemacht wird.

Gerade bei St├╝cken, die kaum jemand kennt, muss man doch erstmal daf├╝r sorgen, dass wenigstens schon mal der Name bekannt ist und bestenfalls sogar Interesse an einem St├╝ck geweckt wird.

Wenn in London ein St├╝ck neu anl├Ąuft, sind - selbst bei bekannten St├╝cken - z.B. die U-Bahn-Stationen damit zutapeziert. Warum wohl? Sicher nicht, weil man zuviel Geld hat.

Aber in Deutschland h├Ârt man selbst von Fans Aussagen wie "Aber es gab doch Werbung. Vor einem halben Jahr, habe ich an mehreren Bushaltestellen Werbung gesehen." Wer das f├╝r ausreichend h├Ąlt, darf sich nicht wundern, wenn so viele St├╝cke floppen.

Und um das nochmal deutlich zu sagen:
Marketing ist nicht der alleinige Faktor. Aber w├Ąhrend man wirtschaftliche Lage, Arbeits-Kosten, Energie-Kosten, etc. kaum beeinflussen kann, hat man das Marketing komplett selbst in der Hand.

Und w├Ąhrend bei bekannten St├╝cken, die mit zugkr├Ąftigen Namen von bekannten Filmen oder Musikern locken k├Ânnen, selbst das mieseste Marketing den Erfolg nicht ruinieren kann, schl├Ągt das bei unbekannten St├╝cken voll durch.

Damals als Phantom der Oper nach Deutschland kam, kannte das hier auch kaum jemand. Aber das war praktisch in jeder Fernsehshow zu sehen, in allen Zeitschriften gab es massig Werbung, in Radio und Fernsehen auch, plus Au├čenwerbung, etc. Und das konstant ├╝ber l├Ąngere Zeit. Und deshalb wurde dieses unbekannte St├╝ck zum jahrelangen Topseller und war f├╝r den damaligen Musical-Boom in Deutschland mitverantwortlich.

Aber heute meint man, das sei alles nicht n├Âtig. Mit den bekannten Konsequenzen.

Nutzer ausblenden
Themen / Marketing als Erfolgs-Faktor f├╝r Mus...
Seite:
Nicht angemeldet | Neu registrieren | Logon


© musicalzentrale 2021. Alle Angaben ohne Gew├Ąhr.

   ZAV-K├ťNSTLERVERMITTLUNG

   BROADWAY FIEBER SOLINGEN

   Wir suchen Dich!

   Ein Platz f├╝r Ihre Werbung?

MUSICAL-THEATER


Testen Sie Ihr Wissen! Was l├Ąuft aktuell in diesen Musicalh├Ąusern?
Basel: Musical-Theater +++ Berlin: Theater des Westens +++ Berlin: Friedrichstadt-Palast +++ Berlin: Theater am Potsdamer Platz +++ Essen: Colosseum +++ D├╝sseldorf: Capitol +++ Hamburg: Neue Flora +++ Hamburg: Operettenhaus +++ Hamburg: Theater im Hafen +++ M├╝nchen: Deutsches Theater +++ Oberhausen: Metronom +++ Stuttgart: Apollo-Theater +++ Stuttgart: Palladium-Theater +++ Wien: Raimund-Theater +++ Wien: Ronacher
Alle Theater, alle Spielpl├Ąne: Deutschland-Nord, -West, -Ost, -S├╝d, ├ľsterreich, Schweiz, Niederlande, London.


Unsere Seite verwendet Cookies & Google Maps, um Ihnen ein bestm├Âgliches Besuchserlebnis zu bieten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie beiden Nutzungen zu. [ X ]
;