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musicalzentrale - Forum
Themen / Marketing als Erfolgs-Faktor f├╝r Mus...
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Marten
Benutzer
237 Beiträge
31.12.18 19:36

@nicknack:
"Nat├╝rlich ist Marketing ein entscheidender Faktor. Trotzdem habe ich hier im Forum immer das Gef├╝hl, dass wenn ein St├╝ck nicht l├Ąuft die Schuld immer dem Marketing gegeben wird."

Wenn es so w├Ąre, dass wir hier z.B. Kinky Boots toll finden, aber in den Vorstellungen h├Ątte man gemerkt, dass die meisten Besucher es nur durchschnittlich gefunden h├Ątten oder sogar gar nicht gemocht h├Ątten, dann w├╝rde ich Dir vollkommen recht geben. Dann w├Ąre dieses St├╝ck halt nichts f├╝r Deutschland gewesen und dann h├Ątte es am St├╝ck bzw. dessen Eignung f├╝r den deutschen Markt gelegen.

Aber wenn fast alle Besucher begeistert aus dem Theater gehen und wenn das St├╝ck super Rezensionen hat und auf Facebook eine unglaubliche Durchschnittswertung von 5 von 5 Punkten hat, dann liegt es doch vielleicht nicht am St├╝ck, dass zu wenig Leute kommen.

Woran k├Ânnte es also sonst liegen, wenn trotz tollen St├╝ck, das fast alle Besucher begeistert, zu wenig Leute kommen? An mangelnder Bekanntheit. Und genau daf├╝r w├Ąre eigentlich Marketing da - das ist die Aufgabe von Marketing.

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Marten
Benutzer
237 Beiträge
31.12.18 19:41

@steff79:
- "Auch wenn man die stage oft runter macht da arbeiten aber trotzdem nicht nur idioten und man hat sich was dabei gedacht."

Um das deutlich zu sagen: ich will die Stage nicht runtermachen. Ich liebe die Stage, da sie viele tolle St├╝cke in erstklassigen Inszenierungen nach Deutschland bringt.

Aber gerade wenn man etwas toll findet, muss man ja neutral genug sein und auch kritisieren k├Ânnen, wenn etwas schief l├Ąuft. Gerade wenn das dem Genre Musical schadet.

Und wenn man sich anguckt, wieviele tolle St├╝cke die Stage in letzter Zeit an die Wand gefahren hat...

- "Ich pers├Ânlich fand sowohl kinky als auch Rebecca klasse. Eine l├Ąngere Laufzeit am jeweiligen Standort h├Ątte beide St├╝cke aber glaub nicht gerettet."

Richtig, eine l├Ąngere Laufzeit alleine h├Ątte gar nichts gebracht, wenn nicht auch das Marketing besser gewesen w├Ąre...

Oder man h├Ątte ja auch mal andere Standorte ausprobieren k├Ânnen.

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Marten
Benutzer
237 Beiträge
31.12.18 19:49

@Sandrina:
Ganz genau.

Ich habe mehrere Leute, die nach dem Kinky-Boots-Trailer gar keinen Bock auf das St├╝ck hatten, mit Engelszungen bequatscht, doch noch mitzukommen. Und nachdem sie dann drin waren, waren sie total begeistert und wollten nochmal rein. (Nur dass dann auch leider schon das Ende kam und sich somit leider nicht mehr die Gelegenheit bot.)

Und solche Storys h├Ârte man immer wieder.

Und dann muss doch zumindest die Frage erlaubt sein:
wenn so viele Leute falsche Vorstellungen hatten, lag das nicht vielleicht am Marketing, das nur einseitig auf Drag-Queens gesetzt hat, so als ob das eine Travestie-Show w├Ąre?!

Oder um beim genannten Beispiel Tablet-Computer zu bleiben:
wenn man Tablets nur damit bewerben w├╝rde, wie toll man darauf E-Mails lesen und schreiben kann, w├Ąre das ein Flop gewesen. Man muss schon auch zeigen, was sonst noch alles m├Âglich ist. Und wenn man das ganze dann auch noch mit Emotionen verpackt, wird es ein Hit (siehe Apples Werbungen).

Eigentlich w├Ąre es nicht unsere Aufgabe, andere Leute zu einem Besuch in einem Musical zu ├╝berzeugen, sondern genau das w├Ąre eigentlich Aufgabe des Marketings. Daf├╝r (und f├╝r nichts anderes) ist Marketing da. Aber wenn Marketing nur einen Aspekt eines St├╝cks zeigt, zieht man halt auch nur die Besucher an, die sich f├╝r diesen einen Aspekt interessieren. Und die anderen, die gar nicht wissen, dass es noch viel mehr Aspekte gibt, kommen erst gar nicht, obwohl sie vielleicht auch begeistert gewesen w├Ąren.

Also ganz eindeutig: Marketing-Fehler.

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MyMusical
Benutzer
9386 Beiträge
01.01.19 12:01

Ich glaube ja auch, dass das Marketing am Beispiel ÔÇ×Kinky BootsÔÇť nicht gl├╝cklich war und ich gebe auch zu, die Flyer fand ich pers├Ânlich eher abschreckend. All das habe ich ja bereits erw├Ągt. ABER so wie hier rumgepoltert und eingedroschen wird, kommt man sich etwas vor wie am Kneipenstammtisch. Da wird auch ├╝ber Dinge diskutiert von denen man zum einen keine Ahnung hat und zum anderen von v├Âllig falschen Grundvoraussetzungen ausgeht. In diesem Sinne, allen ein frohes neues Jahr mit hoffentlich vielen interessanten Diskussionen und weniger Dauerwiederholugen. Das Thema Musical ist so breit gef├Ąchert.... ;)

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MusicalJonas
Benutzer
1258 Beiträge
01.01.19 13:54

@MyMusical:

Dass man sich so oft wiederholen muss, liegt ja vielleicht auch daran, dass dieselben Marketing-Fehler immer und immer wieder gemacht werden.

Dass es nat├╝rlich auch andere wichtige Faktoren f├╝r den Erfolg oder Misserfolg eines St├╝cks gibt (wirtschaftliche Lage, Konkurrenzsituation, u.├Ą.), hat nie jemand bestritten. Und nat├╝rlich kann man ein schlechtes St├╝ck nicht mit noch so tollem Marketing zum Kassenschlager machen.

Aber um mal beim Beispiel Kinky Boots zu bleiben (weil das so prototypisch ist und am meisten diskutiert wurde):

Bei einem St├╝ck, wo fast alle Besucher begeistert waren (siehe Reaktionen im Internet und im Theater - und ja, ich beziehe mich nicht nur auf die von mir besuchten Vorstellungen), aber dennoch zu wenig Besucher kamen, hat bisher noch niemand die Frage beantworten k├Ânnen, woran es denn sonst gelegen haben k├Ânnte als am (sowohl quantitativ als auch qualitativ) miserablen Marketing. (Und dass das Marketing nicht so toll war, bestreitet ja auch niemand, nur untersch├Ątzen manche dessen Folgen.)

Wenn z.B. Du als jemand, den ich bisher als sehr offen f├╝r alles empfunden habe, den Flyer als "abschreckend" bezeichnet, ist doch offenbar irgendwas beim Marketing komplett schief gelaufen.

Und von den Werbetrailern fange ich erst gar nicht an zu reden. Wieso hat man da nicht einfach die britischen Trailer genommen, die deutlich mehr und diversere Inhalte des St├╝cks als nur Drag-Queens r├╝berbringen und auch nicht die erste H├Ąlfte verplempern, sondern von Anfang an etwas vom St├╝ck zeigen, was gerade bei unbekannten St├╝cken unerl├Ąsslich ist, jede der kostbaren - weil teuren - Sekunden eines Werbetrailers optimal zu nutzen, indem man etwas vom bisher unbekannten Produkt zeigt.

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MusicalJonas
Benutzer
1258 Beiträge
01.01.19 14:00

@Marten:

Da wir das ja schon mal privat diskutiert hatten, wird es Dich nicht wundern, dass ich Dir in fast allem zustimme.

Nur noch zur Erg├Ąnzung:

Selbstverst├Ąndlich gibt es auch andere Faktoren, die f├╝r den Erfolg eines St├╝cks relevant sind (gesamtwirtschaftliche Lage, Konkurrenzsituation, etc. und nat├╝rlich allen voran die Qualit├Ąt einer Show), aber daneben ist Marketing einer der wichtigsten Faktoren.

Und vor allem (was bisher noch nicht genannt wurde):
Neben der Qualit├Ąt der eigentlichen Show und deren Inszenierung ist das Marketing der einzige Aspekt, den man als Produzent selbst steuern kann und in seiner Macht hat. F├╝r andere Faktoren wie gesamtwirtschaftliche Lage, etc. gilt das nicht.

Man sagt nicht umsonst "Klappern geh├Ârt zum Gesch├Ąft."

Und gerade bei unbekannten Shows ist das Marketing unverzichtbar um das unbekannte Produkt erst mal bekannt zu machen und die Leute neugierig darauf zu machen. Denn selbst die beste Show hat keinen Erfolg, wenn kaum jemand davon wei├č oder wenn die Leute v├Âllig falsche Vorstellungen davon haben.

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Charlotte
Benutzer
5956 Beiträge
01.01.19 15:36

Ich wei├č nicht genau, ob die Begeisterung der Zuschauer die in einem St├╝ck waren wirklich ein Qualit├Ątsmerkmal f├╝r die Zugkraft eines St├╝ckes ist. KB hatte einfach keine Zugkraft trotz Fernsehwerbung und anderem.. was h├Ątte man denn zus├Ątzlich noch machen sollen?

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Alexander
Benutzer
512 Beiträge
01.01.19 17:22

Ich wei├č nicht genau, ob die Begeisterung der Zuschauer die in einem St├╝ck waren wirklich ein Qualit├Ątsmerkmal f├╝r die Zugkraft eines St├╝ckes ist. KB hatte einfach keine Zugkraft trotz Fernsehwerbung und anderem.. was h├Ątte man denn zus├Ątzlich noch machen sollen?
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Wenn man Kinky Boots mit School of Rock am Broadway vergleicht habe ich das Gef├╝hl das mir bei letzterem wesentlich mehr geboten wurde. Mehrere Auftritte, CD, ein Trailer mit sehr vielen Showeindr├╝cken, sehr viele Produktionsbilder, sehr Social Media aktive Kinderdarsteller usw.

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coricolonzo
Benutzer
849 Beiträge
01.01.19 18:14

Ich habe mir mal gerade die verschiedenen Trailer angesehen. London, Broadway, Hamburg. Und mehr ├╝ber Inhalt oder Story oder die verschiedenen Musikstile (m. E. ├╝berall "nur" Everybody say YEAH und Just be who you anna be - also Gute-Laune-Songs) habe ich da auch nicht erkannt. Und nur weil ein Kind einem Erwachsenen in den Arm l├Ąuft, ist da noch lange nicht ein Vater-Sohn-Konflikt ableitbar.

Abgesehen davon: F├╝r wen werden Trailer produziert und platziert? M. E. heutzutage v. a. f├╝r das Netz und weniger f├╝r das TV (Kennt sich da jemand aus UK oder NYC aus? Laufen dort Trailer im TV?)

Und eines muss ich zur Hamburger Show sagen: Ich habe kaum ein St├╝ck mit einer solch Social-Media-aktiven Cast erlebt, wie bei Kinky. Allerdings interessiert sich sicherlich auch eher nur eine kleine Randgruppe der gro├čen Masse daf├╝r, was Gino Emnes, Jeanine Michele Wacker oder Benjamin Eberlin bei Insta und Co. so machen...

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kevin
Benutzer
3922 Beiträge
01.01.19 21:13

Ich denke, dass die ├ťbers├Ąttigung des Hamburger Musicalmarktes neben der Qualit├Ąt des St├╝ckes und des Marketings ein wichtiger Faktor ist, wenn man die schlechte Auslastung analysiert.
Die STAGE hat in Hamburg ein ├ťberangebot an Musicals, Theatern und Sitzpl├Ątzen.
Diese Problematik l├Ąsst sich weder durch bessere St├╝cke noch durch besseres Marketing l├Âsen.

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