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musicalzentrale - Forum
Themen / muz-Zuschauerbewertungen
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TazMA
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3270 Beiträge
01.03.20 15:45

Denk dran, jeder nimmt eine Inszenierung anders war. Das sind nur meine Eindr├╝cke.

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Vollpfosten
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542 Beiträge
01.03.20 21:13

@Jonathan: Geh ruhig hin, Astrid Vosberg macht das wirklich sehr interessant! Und das gro├če Symphonie-Orchester ist super f├╝r Sunset, die Bl├Ąser sind so schlecht wirklich nicht.

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sus70
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1003 Beiträge
02.03.20 14:00

Dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu...

Sunset Boulevard in Kaiserslautern, 29.01.20

Was hatte ich mich auf diesen Abend gefreut. Ich liebe das St├╝ck und freue mich immer, wenn ich es in einer neuen Inszenierung erleben darf. Mir war auch bewusst, dass es sich mit Kaiserslautern um kein sehr gro├čes Stadttheater handelt und ich keineswegs eine Auff├╝hrung wie in Niedernhausen erleben darf. Was dann passierte, damit h├Ątte ich niemals gerechnet.

Kasperltheater d├╝rfte die Auff├╝hrung ganz gut beschreiben. Es setzt die Ouvert├╝re ein, welche ich liebe. Kraftvoll, ein G├Ąnsehautmoment, welcher mich immer f├╝r einen kurzen Moment an die gro├čartige Originalinszenierung denken l├Ąsst. Doch schon nach wenigen Sekunden schaut Kasperl um die Ecke und grinst. Was war das denn bitte? Dann h├╝pft er auf die B├╝hne, tanzt und springt umher, zieht Grimassen und albert herum.

WHAT THE F...? Wie kann man auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, diese gro├čartige Partitur mit solch einer v├Âllig albernen und v├Âllig unpassenden Hampelei zu ruinieren? Doch das sollte erst der Anfang sein. St├Ąndig kamen ├╝berschw├Ąngliche Gesten, v├Âllig fehl am Platz und zum fremdsch├Ąmen. Sei es der gehbehinderte Butler, welcher beim Cocktail-Mixen ├╝berschw├Ąngliche Bewegungen machte (und das Publikum lachte noch dazu) oder immer wieder die riiiesigen Gesten von Joe und Betty. Bei der Verfolgungsjagd standen Joe mit einem Lenkrad und die beiden Herren mit einem Lenkrad nebeneinander, in Tippenschritten schwankten sie nach rechts und links, w├Ąhrend einer der Verfolger ab und zu seinen Schlagstock nach vorn stupste. Ich h├Ątte heulen k├Ânnen, auch dieses Instrumentalst├╝ck war somit eine weitere Lachnummer.

Einziger Lichtblick dieser Lachnummer: Die drei Hauptdarsteller waren gesanglich alle gut bis sehr gut. Und sie konnten ja nichts daf├╝r, was sie da auf der B├╝hne an Peinlichkeiten vorf├╝hren mussten. Allen voran war Dennis Wei├čert ganz hervorragend, tolle Stimme, wunderbarer Einsatz. Adrienn Cunka hat mir auch sehr gut gefallen. Tolle Stimme, sie erinnerte mich sehr an eine "bekannte" Darstellerin, ich komme leider nicht auf den Namen. Uns unsere Norma, Astrid Vosberg, hat mich auch ganz gut gefallen. Sie hat die Rolle recht ruppig angelegt, passte zu ihr.

Liebes Pfalztheater: Gab es bei dieser Inszenierung tats├Ąchlich einen Regisseur? Wenn ja, war er auch anwesend? Wenn ja, wieso hat man ihn nicht sofort entlassen als man sah, was er da anrichtete? Setzen, 6!

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Tilly
Benutzer
76 Beiträge
02.03.20 15:59

This is Musical ÔÇô Musicalgala in der Stadthalle Singelfingen mit: Junge B├╝hne Sindelfingen, Lucy Scherer, Sabrina Weckerlin und der Gentlemen of Voices

Ich war am Samstagabend in Sindelfingen an der Musicalgala und der Abend war richtig toll. Vielleicht auch umso mehr, weil ich echt mit null Erwartungen oder Vorstellungen da rein bin und mich einfach mal ├╝berraschen lassen wollte.

Zuerst einmal, Hut ab vor der Jungen B├╝hne Sindelfingen! Wer schon einmal selber ein Event auf die Beine stellen musste/durfte, weiss, was f├╝r ein Aufwand das ist und sie haben das echt toll hinbekommen. Klar, einige Kinderkrankheiten gab es schon auch, aber nichts, das den Abend kaputt gemacht h├Ątte. Und dass z.B. der Ton nicht immer so l├Ąuft wie geplant, das gibtÔÇÖs durchaus auch bei den ┬źGrossen┬╗ (z.B: Disney in Concert).

Der Abend bestand aus 2 Akten und gottseidank einem Programmheft f├╝r 5 Euro, weil mit gut 3.5h (inkl. Pause) h├Ątte ich mir nicht alle St├╝cke merken k├Ânnen 😉

Der erste Akt startete mit ┬źHeute beginnt der Rest deines Lebens┬╗ (alle ausser Sabrina) und bestand dann aus zwei gr├Âsseren Chor-Bl├Âcken (Fr├╝hlingserwachen und Abba), dazwischen Sabrina, Lucy und die Gentlemens mit ihren St├╝cken (Eisk├Ânigin I (GoV) und II (Sabrina), Elisabeth (Sabrina & GoV), Rudolf (Udo), Scharlachrote Siegel (Karim), The Roar of the Greasepaint (Maximilian), Greatest Showman (Nico), Wicked (Lucy und Sabrina), Phantom (GoV und Lucy), Dracula (Karim und Nico), Gl├Âckner (alle mit Chor ohne Sabrina)).
Highlights waren f├╝r mich hier Elisabeth (4 Tode sind besser als 1 Tod^^) und der Phantom Block (bestehend aus Musik der Nacht und Phantom der Oper) und Sabrinas neuer Disney Song ┬źEs kommt zu dir┬╗ live zu h├Âren. Fr├╝hlingserwachen war toll dargeboten, fiel f├╝r mich aber irgendwie vom ┬źStil┬╗ her (obwohl ich gar nicht wirklich sagen kann was f├╝r ein Stil) etwas raus. Mamma Mia eigentlich toll gesungen, die Tanzchoreos waren f├╝r mich over-the-top.

Der Zweite Akt startete (nach ┬źYouÔÇÖre The Voice┬╗ als Opening) mit einem richtig tollen Les Mis Block des Chors inkl. Solisten (und einem Lucy-Solo) und hier haben sie mich echt ├╝berzeugt. Ganz starke Solisten, toller Chor, dezente Akzente bei den Kost├╝men und im Choreo-Bereich, da passte f├╝r mich alles. Danach gab es noch einmal einen Block mit Singer-Songwriter-St├╝cken (und der thematisch nicht reinpassenden, daf├╝r aber umso besser gesungenen P├Ąpstin): Waitress (Sabrina), Billy Elliot (Nico und Chor), Dear Evan Hansen (Solisten & Chor), Once (Lucy & Karim)
Und dann einen Abschlussblock von Tanz der Vampire zuerst von den Gentlemen und Lucy (Totale Finsternis), dann vom Chor (Ewigkeit und TdV). Und weil wir so brav klatschten und uns alle Danksagungen anh├Ârten auch noch ┬źThank you for the Music┬╗ als Encore.
Highlights hier sicher der Les Mis-Block, She Used to Be Mine und Falling Slowly.

Allgemein fand ich die Leistung der jungen Band auf der B├╝hne super, vor allem auch, wenn man bedenkt, wie lange der Abend dann doch wurde. Auch im Bereich Licht wurde einiges aus der Stadthalle rausgeholt. Der Ton war mittelm├Ąssig, mehr m├Ąssig als Mittel im ersten Akt, danach besser. Wenn Sabrinas Mikro nur als Deko dient, dann ist das dann etwas schade und Umsteck-Knaller w├Ąhrend Leute performen, sollten nicht sein.

Tl/dr: unterhaltsamer und langer Abend mit tollen Darstellern und Set-List, etwas durchzogen vom schwachen Ton und einem etwas zusammengew├╝rfelt wirkenden ersten Akt. Den zweiten k├Ânnte man aber schon fast so touren lassen ;)

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kevin
Benutzer
3907 Beiträge
22.03.20 17:49

Mit ein bisschen Versp├Ątung hier noch meine pers├Ânlichen Eindr├╝cke zur SUNSET BOULEVARD Inszenierung in Kaiserslautern.
Nach den ersten Bewertungen in der muz war ich schon etwas entt├Ąuscht. Ich habe dann aber doch begeistert das Theater verlassen. Kaiserslautern hat -wie eigentlich immer bei seinen Musical Produktionen- hohe Qualit├Ąt geliefert.

Das Pfalztheater Kaiserslautern ist ein mittelgro├čes Stadttheater am Rande des Pf├Ąlzerwaldes. Das sollte man schon miteinbeziehen, wenn man eine Produktion dieses Hauses beurteilt.
Aktuell zeigt man auch Andrew Lloyd Webbers SUNSET BOULEVARD.
Auch wenn sich die Inszenierung die eine oder andere "Freiheit" herausnimmt, konnte sie mich in ihrer Gesamtkonzeption ├╝berzeugen und begeistern.

SUNSET BOULEVARD steht und f├Ąllt nat├╝rlich immer auch mit seiner Norma Desmond. In Kaiserslautern musste das nat├╝rlich Astrid Vosberg sein. Zum Gl├╝ck! Ihre starke B├╝hnenpr├Ąsenz, ihr ausdrucksstarker Gesang und ihr intensives Schauspiel suchen ihresgleichen. Dennis Wei├čert, Adrienn Cunka und Daniel B├Âhm als Joe, Betty und Max sind ebenfalls trefflich gut und ├╝berzeugend besetzt.

Die Ausstattung in Kombination mit einem wunderbar atmosph├Ąrischen Lichtdesign ist ebenfalls rundum gut gelungen.
Authentisch perfekt und glamour├Âs verschwenderisch ist das Kost├╝mbild f├╝r Ensemble, Chor und Statisterie. Verbunden mit einer ausgesprochen energetischen Choreografie bieten diese Menschenmassen auf der B├╝hne au├čerordentlich eindrucksvolle Bilder und Szenen.
Das gro├č besetzte Orchester ist schlichtweg ein Traum f├╝r diese dramatische Partitur. Andrew Lloyd Webbers Komposition erstrahlt mitrei├čend in all ihren vielseitigen Klangfarben.

Tilmann Gerschs Regie verfremdet das St├╝ck niemals. Der klar strukturierte Handlungsablauf entfernt sich niemals von der Originalinszenierung oder der Filmvorlage. Allerdings kann man auch eine Individualit├Ąt und Handschrift des Regisseurs erkennen. So wird z.B. in einigen Sequenzen -mehr ist es wirklich nicht- ein an Pantomime erinnernder Bewegungsablauf choreografiert. So sehen Joes Er├Âffnungsauftritt oder die Autoverfolgungsjagd etwas anders aus, als man sie kennt oder erwartet. Dar├╝ber kann man jetzt trefflich diskutieren, was es zu bedeuten hat oder ob es das St├╝ck verbessert. Jedoch kann K├╝rze dieser Sequenzen keinen negativen Gesamteindruck der Produktion rechtfertigen.
Wesentlich auff├Ąlliger ist die erkennbare Ver├Ąnderung des Max von Mayerling Charakters. Zwar gro├čartig von Daniel B├Âhm gesungen, wird er von der Inszenierung doch eher in die Rolle des komischen, leicht trotteligen Faktotums ger├╝ckt. Die ganz eigene und d├╝stere Dramatik dieser Rolle leidet leider darunter. Wobei man allerdings auch anmerken muss, dass SUNSET BOULEVARD von seiner Grundkonzeption schon durchaus auch kom├Âdiantische Elemente hat. "The Lady┬┤s Paying" oder "Eternal Youth is Worth a Little Suffering" sollen am├╝sieren. Gersch hat das nun in seiner Regie noch weiter ausgebaut. Das finde ich pers├Ânlich ungl├╝cklich und nicht n├Âtig. Aber da Max nicht das St├╝ck tr├Ągt, kann auch hier nicht der gute Gesamteindruck zerst├Ârt werden, der im ausverkauften Haus vom begeisterten Publikum lange und lautstark beklatscht wird.

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