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musicalzentrale - Forum
Themen / Restricted view / Eingeschränkte Sicht
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chess
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837 Beiträge
29.12.16 23:50 - Am 27.12. habe ich mir mit meiner Frau in Nürnberg "Sugar - Manche mögens heiß" angeschaut.

Als ich im November die Karten bestellte, wurde mir mitgeteilt, dass es keine Karten mehr mit eingeschränkter Sicht gibt. Also bestellte ich Karten in der besten noch zur Verfügung stehenden Kategorie (Kat II von acht möglichen Kategorien). Mit den entsprechenden Gebühren hat jede Karte über 60 EUR gekostet und ich dachte mir, dass bei PK II (von acht PKs) die Sichteinschränkung dann wirklich nicht so schlimm wäre. So wurde es mir am Telefon auch gesagt.

Weit gefehlt. Wir kamen an unsere Plätze und im Sitzen hatte man die Bühne noch zu ca. 50% im Blickfeld. In der Loge waren vier Leute in der ersten Reihe und wenn sich unsere beiden Nachbarn nach vorne beugten (und das taten sie nahezu pausenlos), dann hat man nahezu gar nichts mehr gesehen. Weite Teile des Musicals haben wir quasi als "Hörspiel" erlebt.

Das finde ich für PK II dann schon dreist und dachte mir, wie muss dann erst PK VIII sein. Sicherlich, man könnte bei der Inszenierung auch darauf achten, dass sich eben das Meiste in der Mitte abspielt, so dass auch die Personen auf Plätzen mit Sichteinschränkung optimale Sicht haben, aber das war hier definitiv nicht der Fall.

Bei der schlechtesten Preiskategorie hätte ich echt nichts gesagt, aber bei der zweitteuersten Kategorie finde ich eine solche Sichteinschränkung einfach nur dreist in der Preisgestaltung.

Habt ihr so etwas auch schon erlebt oder bin ich da überempfindlich?
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Poltergeist
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96 Beiträge
30.12.16 07:12 - Als ich im November die Karten bestellte, wurde mir mitgeteilt, dass es keine Karten mehr mit eingeschränkter Sicht gibt.
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Meinst du hier, dass es keine Karten mehr mit UN-eingeschränkter Sicht gab? Also hatte man dir am Telefon gesagt, sorry, wir haben nur noch Plätze mit eingeschränkter Sicht, aber die-und-die-Plätze sind trotzdem total gut? In dem Fall hätte ich ein Foto gemacht und würde reklamieren.

Da ich fast nie deutsche Stadttheater besuche, kann ich dazu nichts sagen. Im Ausland hatte ich bislang keine Probleme mit restricted view-Plätzen. Im Pariser Châtelet hatte ich für einen restricted view-Platz im seitlichen Parkett 24 Euro bezahlt. Durch den Überhang des Rangs fehlte mir für die linke Hälfte der Bühne die obere Hälfte. Dies fiel aber nur für ca. 2-3 Minuten kurz ins Gewicht, als ich zwei Personen nicht sehen konnte. Ansonsten konnte ich alles wunderbar sehen und fand die 24 Euro ein Schnäppchen im Vergleich zu den normalen Preisen fürs Parkett.

In London sind restricted view-Plätze auch meist super, z.B. die £15-Sitze hinter sehr schlanken Säulen im Old Vic, man muss ab und zu nach rechts oder links lehnen, sieht aber generell alles.

In der Oper La Fenice in Venedig hatte ich einen Stuhl in der zweiten Reihe einer Loge, das galt auch als restricted view und war relativ günstig (um 45 Euro, IIRC). Die beiden in der ersten Reihe waren aber sehr rücksichtsvoll, fragten zu Beginn der Oper 2-3x nach, ob ich auch alles sehen könnte, so dass ich auch wirklich alles gesehen habe (bis auf die Übertitel, aber nunja).

Soweit meine Erfahrungen mit restricted view. Wenn ihr so wenig gesehen habt, dann ist die Preisgestaltung unverschämt und rücksichtslose Leute in der ersten Reihe tun dann ihr übriges. Würde mich beschweren.
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TazMA
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2038 Beiträge
30.12.16 08:25 - Ich kenne es auch aus London, das man bei restricted view schon sehr reduzierte Plätze bekommt, wenn man nur fünf Minuten mal was nicht sieht.
Wenn ich beinahe Vollpreis bezahle und nur die Hälfte sehe, würde ich auf die Barrikaden gehen.

In deutschen Theatern habe ich bisher noch nie groß die Erfahrung gemacht, das ich so wenig sah. Beim Cuivillies Theater in München ist die Bepreisung angepasst und die Hörerplätze sind tatsächlich ohne Sicht.

Vor kurzem gab es übrigens einen Artikel aus London, der sich mit dem Thema Sightline beschäftigte und monierte, das Regisseure kein Augenmerk mehr auf die Sicht des Publikums legen würden, sondern Schauspieler außerhalb des Sichtfeldes agieren lassen.
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Mrs de Winter
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2079 Beiträge
30.12.16 09:59 - Ich hab genau die im ersten Beitrag geschilderte Situation vor Jahren im Ronacher erlebt, bei TdV. Da saß ich auch in einer guten PK (1 oder 2) in einer Loge und hab dann auf einem Barhocker mit mehr Köpfen als Bühne die Show "erlebt"...
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chess
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837 Beiträge
Beitrag gelöscht durch Autor
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chess
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837 Beiträge
30.12.16 12:44 - Meinst du hier, dass es keine Karten mehr mit UN-eingeschränkter Sicht gab? Also hatte man dir am Telefon gesagt, sorry, wir haben nur noch Plätze mit eingeschränkter Sicht, aber die-und-die-Plätze sind trotzdem total gut?
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Nun, es hieß am Telefon, dass es nur "minimale" Sichtbehinderung sei und das finde ich eben einen Witz.

Ich hätte ja echt nichts gesagt, wenn es eine extrem günstige Preiskategorie gewesen wäre, aber das war es eben leider nicht.

Beim Cuvilliestheater in München weiß ich um die eingeschränkte Sicht, aber da ist es wirklich mit den Preisen so, dass man nicht meckern kann und auch ganz deutlich darauf hingewiesen wird.

Das Theater in Nürnberg kannte ich noch nicht und so habe ich mich eben einfach auf die Aussage der Angestellten verlassen.

@TazMA

Hast du den Artikel aus London, denn das würde mich echt interessieren. Generell würde ich mir da auch von den Regisseuren ein wenig mehr "Augenmerk" wünschen (v.a. wenn das in einem Theater eben bekannt ist, dass man so quasi von allen Rangplätzen eine deutlich eingeschränkte Sicht hat), denn schließlich sind auch die Kunden es, die auch sein/ihr Gehalt mitzahlen.

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chess
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837 Beiträge
30.12.16 12:46 - Sorry, dass mich mit "uneingeschränkter" verschrieben hatte, das war dann missverständlich ausgedrückt. Es gab nur noch Tickets mit "eingeschränkter Sicht". So ist es richtig.
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Poltergeist
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96 Beiträge
30.12.16 13:21 - OK, danke für die Klärung. Ich würde mal "im Zweifel für die Angeklagte" sagen, dass die Sichtbehinderung je nach Inszenierung wirklich nur minimal ist (wenn vorne gespielt wird) aber bei dieser Inszenierung halt Mist war. Wobei auch die Leute am Kartentelefon sowas eigentlich wissen sollten, bzw. die Preiskategorien dann nochmal geändert werden sollten. Ist in London ja auch schon ein paarmal dagewesen, dass Preise nochmal rauf- oder runtergestuft wurden wenn das Bühnenbild/die Inszenierung fest stand, ging mir z.B. mal bei Urinetown im St. James Theatre so.

Ich würde mich auf jeden Fall mal beim Theater in Nürnberg beschweren. Naja und zum Thema deutsche Regisseure sage ich lieber nichts, das endet mit Forenverbot.
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Mrs de Winter
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2079 Beiträge
30.12.16 17:34 - Mir ging es zuletzt mit Murder Ballad in London so, dass ich kurz vorher kontaktiert wurde. Die Bühne war höher als erwartet und die Sicht in den ersten Reihen extrem eingeschränkt. Ich hatte nun freie Wahl, ob ich über die Hälfte des Geldes zurückbekommen möchte, oder andere Plätze nehme. Sowas ist fair, alles andere sollte m.E. ne Beschwerde hageln.
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Sandrina
Benutzer
176 Beiträge
30.12.16 18:17 - @Mrs de Winter: Interessant! Als ich bei Murder Ballad war musste ich echt tief schlucken
Ich hatte Tickets für Reihe B (sozusagen die "3. Reihe") und war echt geschockt! Leider wusste ich vorab nichts von einer solch heftigen Sichteinschränkung...leider.
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