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musicalzentrale - Forum
Themen / HAMILTON goes global
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Johnny_Depp
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10571 Beiträge
06.04.16 12:51

Ich mache jetzt mal ein neues Thema für Hamilton auf, damit der Broadway-Thread nicht so davon dominert wird. Und die Show es verdient hat.

In der New York Times ist ein sehr langes/ausführliches Porträt von Prozent Jeffrey Seller:

http://www.nytimes.com/2016/04/10/magazine/the-ceo-of-hamilton-inc.html

Die wichtigsten Auszüge:

"After Chicago, a second road company will open in San Francisco and perform for five months, then move on to Los Angeles. (That same cast may end up back in San Francisco for a longer engagement if the demand warrants.) There will most likely be a company that begins its tour in another West Coast city. Seller is working with the British producer Cameron Mackintosh on a “Hamilton” production to open in London in 2017, which will be followed by companies in Continental Europe and Australia."

Leider wird hier nicht klar ob mit "companies" eine weitere "tour company" für Europa gemeint ist oder individuelle Produktionen. Es macht mir jedenfalls Hoffnung, dass Hamilton als englischsprachige Tournee zu sehen sein wird.

Eher ärgerlich dann dieser Abschnitt:

"A complicating factor is that the money being divided derives from the face value of tickets that range from $67 to $477, hardly small change but short of what the tickets are fetching on StubHub and other secondary-­market sites — anywhere from $500 to $2,000 or more. The money from these secondary-­market sales goes to brokers, many of whom get their hands on tickets by using computer programs, or “bots,” to scoop up huge volumes of seats each time a new batch becomes available. (...) Early this year, Seller says, a single bot purchased 20,000 “Hamilton” tickets. Even when the brokers’ methods are discovered, he says, “they figure out a new way to hack the system. It’s frustrating, and it’s infuriating.”

Mir war ja schon länger klar, dass es bei dem Secondary Market mit seinen irren Preisen nicht regulär zugeht und von diesen Bots hatte ich auch schon mal gelesen, aber dass es SO übel zugeht, hätte ich doch nicht gedacht.

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Johnny_Depp
Benutzer
10571 Beiträge
06.04.16 12:51

Naja, keine Edit Funktion, hab keine Lust zu löschen/neu zu posten, wer die Tippfehler findet, darf sie behalten

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Ludwig2
(Benutzer gesperrt)
12929 Beiträge
06.04.16 13:01

Durch diese Broker-Ticketaufkäufe, sind die Tickets aber trotzdem für das Theater und den Produzenten "gekauft".
Das sind ja ziemlich deutlich gross-Einkäufe gewesen (oder läuft das immer noch ?)
Dadurch war die Show auf Monate im Voraus quasi ausverkauft letztes Jahr.
Dadurch wird der Hype zusätzlich verstärkt:
ausverkauft = sehr beliebt, ein must See = ich MUSS Karten bekommen.
Dadurch verkaufen sich auch die regulären premium-Tickets besser!

Ergo: In den gorsses 100% Auslastung zu Top-Durchschnittspreisen = hoher Gewinn für die produzenten.

Warum der produzent diese Ticket-Mafia nun beklagt, empfinde ich als heuchlerisch.
Abgesehen von entgangenen Gewinnen, hat er dadurch nur Vorteile.

Wer weiss ob die Show OHNE die Mafia den bisherigen Umsatz überhaupt hätte erzielen können...

Fraglich.

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Johnny_Depp
Benutzer
10571 Beiträge
06.04.16 13:12

Die Bots schlagen immer zu, wenn neue Karten in den VVK gehen, so dass viele "Normalkäufer" leer ausgehen. Der Produzent hat davon gar nichts, die Schwarzhändler sacken die exorbitanten Gewinne ein. Deswegen hatte Mel Brooks ja wohl damals entschieden, lieber selbst die Zuschauer abzuzocken und die Premium Tickets einzuführen.

Nicht jeder Produzent ist ein menschenverachtender Zyniker, sondern ärgert sich selbst, wenn tausende Tickets von Bots zum teuren Weiterverkauf abgegriffen werden statt die tatsächlichen Zuschauer und Fans zu erreichen. Es ist nun nicht im Sinne der Kunstschaffenden, dass sich die Ticket-Mafia an den Werken anderer bereichert.

Wenn aber kleine High School-Kiddies von der Musik-Mafia wegen dem Download einiger Songs identifiziert und gerichtlich verfolgt werden können, kann es doch eigentlich nicht so schwer sein, der Ticket-Mafia auf die Schliche zu kommen und den Einsatz solcher Bots zu verhindern. Oder die über Bots gekauften Tickets zu blockieren und wieder in den normalen Verkauf zu geben. Es ist ja nicht nur bei Hamilton ein Problem, sondern auch bei anderen sehr gefragten Shows, Konzerten, Sportevents, usw. Aber das hat dann wieder nichts mehr mit dem Thema Hamilton zu tun.

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_ouzo_
Benutzer
1069 Beiträge
06.04.16 14:15

Wie ist denn da überhaupt die Gesetzeslage? Ist der Weiterverkauf von Tickets verboten?

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Ludwig2
(Benutzer gesperrt)
12929 Beiträge
06.04.16 14:25

""""""
Der Produzent hat davon gar nichts, die Schwarzhändler sacken die exorbitanten Gewinne ein.
""""""""

Das verstehe ich nicht; unterliegte vielleicht auch einem Denkfehler ?

Wenn die Schwarzhändler 50 Tickets einer vorstellung aufkaufen, dann kaufen sie diese doch zu VVK-Preisen ?
Also 50 X Premium-Plätze z.B.

Dann haben sie doch die normalen Ticketpreise bereits gezahlt. In denen die produzenten ihre Gewinne eingerechnet haben.

Also haben doch die produzenten zunächst mal keinen Schaden, oder ?
Verkaufte Tickets sind verkaufte Tickets.

Oder ?

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stollentroll
Benutzer
1787 Beiträge
06.04.16 14:30

was ich dabei nicht verstehe ist, wieso bei dieser angeblichen Vielzahl von so teuren Tickets
der Durchschnittspreis bei broadway grosses ca. 170 $ ist,
wird das dann da nicht mit einbezogen?

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Johnny_Depp
Benutzer
10571 Beiträge
06.04.16 14:35

Die Gesetzeslage ist wohl hüben wie drüben eher unklar. In Deutschland soll zwar das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb derartiger Abzocke einen Riegel vorschieben, aber gegen den Zweitmarkt kommt man auch hier schwer an. Vor allem muss man beweisen können, dass es sich um einen gewerblichen Verkäufer handelt und nicht um eine Privatperson, die halt ihr Ticket anbietet, weil sie an dem Tag verhindert ist.

Zur Lage in den USA gab es hier kürzlich einen interessanten Artikel:
http://www.cnbc.com/2015/03/04/online-ticket-resellers-the-surreptitious-rise-of-the-online-scalper.html

"(...)Take singer Ed Sheeran's recently posted concert scheduled for May at the Barclay's Center in Brooklyn, for example. Minutes after pre-sale tickets were made available for purchase to fan club and American Express members, more than 4,000 tickets were posted for resale on StubHub. (...)

StubHub, like its competitors, emphasizes that it is a not a seller but an open marketplace that protects buyers and sellers, "ensuring everything is authentic," the company told CNBC. There is no federal law regarding ticket scalping in the United States, and StubHub encourages sellers to adhere to local state regulations in its terms of service.

Those state laws vary a great deal, and they're often only loosely enforced or haven't been updated for years. (According to Indiana law, for example, it is illegal to charge above face value for tickets to any "sparring match" or "semiprofessional elimination contest.")

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Johnny_Depp
Benutzer
10571 Beiträge
06.04.16 14:38

Die Durchschnittspreise werden aus dem "regulären Verkaufspreis" errechnet. Ich kenne die aktuelle Preisspanne bei Hamilton jetzt nicht, aber wenn die billigsten Karten im Rang um $85 kosten und die Premiumtickets um $477 müsste man halt auf die $170 kommen (wobei mir das auch etwas niedrig erscheint).

Wie schon gesagt, die irrsinnigen Preise, die im Zweitmarkt von Wiederverkäufern/der Ticket-Mafia erzielt werden, kommen ja nicht direkt der Produktion zugute, d.h. sie können nicht in die Durchschnittspreise einfließen.

Verkauft einer der Zweithändler eine $185-Normalpreis-Karte für $500, steckt ER sich ja die Differenz von $315 in die eigene Tasche.

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Ludwig2
(Benutzer gesperrt)
12929 Beiträge
06.04.16 14:40

""""""
der Durchschnittspreis bei broadway grosses ca. 170 $ ist,
wird das dann da nicht mit einbezogen?
"""""

Na da erscheint mir logisch.

Der Schwarzhändler kauft das Ticket zum VVK Preis z.B. 300 $ Premium.
Dieser Verkf-Preis geht in die Grosses ein. Logisch. Die meldung kommt vom theater, nicht vom Händler.

der Händler schlägt dann drauf und verkauft das 300 Ticket für 3.000,--.

Ob das theater jetzt regulär auch 3.ooo erzielen könnte ist mehr als fraglich.
Denn die broker leben ja von der Knappheit der Karten, die sie selbst erzeugen.

Die produzenten und Theater können diese Knappheit aber nicht erzeugen, es sei denn sie würden die Karten selbst kaufen und teurer weiterverkaufen.

Deswegen weiss ich nicht recht, warum der produzent die Händler beklagt. Haben sie doch dazu beigetragen, dass monate ausverkauft ist.

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