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musicalzentrale - Forum
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Johnny_Depp
Benutzer
10571 Beiträge
07.03.16 10:44

Ich sch├Ątze die beiden oben genannten Besprechungen so ein, dass sie nicht von musicalbegeisterten Leuten geschrieben wurden, und wenn die es wom├Âglich gar nicht als die gro├če Pointe empfunden haben, so haben sie sich sicher nichts dabei gedacht, es einfach in die Besprechung zu schreiben.
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Eben. Ich finde die Emp├Ârung der Musicalfans, wenn eine ihre heiligen K├╝he in der Mainstream-Kritik hart angegangen wird, meist reichlich albern. Der Dame hat's halt nicht gefallen, dann ist es auch ihr gutes Recht, die Musik als Kaufhausmusik zu bezeichnen. Hier im Forum d├╝rfen ja auch Leute ein unumstrittenes preisgekr├Ântes Meisterwerk wie Hamilton bashen, weil "HipHop nummal doof ist".

Und warum sollte sich die Kritikerin, die jedes Jahr zig neue St├╝cke sieht und bespricht, total intensiv mit dem St├╝ck auseinandersetzen, wie es Musicalfans tun? Sie sieht es schlie├člich aus der Warte des "Normalbesuchers", der sich ebenfalls maximal vorab f├╝nf Minuten mit dem Programmheft befasst und keine tiefenpsychologischen Analyse einer amerikanischen Familie aus der Middle Class-Suburbia befasst (wie sie schon in zig Filmen, Theaterst├╝cken und B├╝chern durchgekaut wurde).

Und die "Pointe" ist nun wirklich keine gro├če Pointe, schlie├člich wird schon sehr fr├╝h im St├╝ck deutlich, dass Gabe nur in Dianas Fantasie existiert und nicht erst als "total ├╝berraschende Wendung kurz vor Schluss" oder so.

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fescheLola
Benutzer
2518 Beiträge
07.03.16 10:54

Hier im Forum d├╝rften es also 100% sein. Und in einem Stadttheatersaal w├╝rde ich den Anteil sogar noch niedriger einsch├Ątzen als von dir genannt. Vielleicht nicht bei der Premiere in Dortmund, aber im allgemeinen.
Mein urspr├╝nglicher Einwand war auf die Bemerkung bezogen, dass es eben gar nicht gehe, etwas zu "verraten". Mit stellt sich schon die Frage, wann etwas "verraten" wird, und wann man auch einfach davon ausgehen kann, dass es jeder wei├č, wie bei Jesus.
DO ist die f├╝nfte Inszenierung in Deutschland, nehmen wir noch Linz dazu, dann gab es bereits 5 Gelegenheiten im deuzschsprachigen Raum, das St├╝ck anzuschauen.
Wenn man sich in DO mit anderen Leuten unterhalten hat, so drehte sich das Thema eher darum, welcher Darsteller/welche Darstellerin seine/ihre Rolle ├╝berzeugender spielt, und nicht um "altbekannte" Details aus der Familienchronik der Goodmans.

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MyMusical
Benutzer
9117 Beiträge
07.03.16 11:14

Okay, da sind wir drei uns ja mehr oder minder einig, dass es kein Problem ist, das so zu schreiben. Bleibt aber die Frage, ob die "dritte Inszenierung" aus der Dortmunder Presseinfo stammt oder die Dame einfach wirklich nur extrem schlampig recherchiert hat, unabh├Ąngig davon, dass es ihr gutes Recht ist, dass ihr das St├╝ck nicht gefallen hat.

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fescheLola
Benutzer
2518 Beiträge
07.03.16 11:25

@MyMusical: Und dar├╝ber kann man wohl nur mutma├čen, es sei denn, jemand hier h├Ątte diese Presseinfo.
Die Dame hat wom├Âglich den Titel in Google eingegeben, die ersten Ergebnisse angeschaut, und dann einfach "dritte" geschrieben. Das ├Ąndert ja letzten Endes auch nichts an ihrer Meinung zum St├╝ck und zur Inszenierung. Sie d├╝rfte wohl nicht stundenlang Zeit haben, kleine Details zu recherchieren, die f├╝r normale Zeitungsleser ebenfalls belanglos sind.

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Lisa09
Benutzer
928 Beiträge
07.03.16 12:44

Wie hat Euch denn gestern der Ton gefallen. An manchen Stellen hat ich das Gef├╝hl das Mikros der Darsteller sind nicht an!?

Bei den leiseren St├╝cken ging es.

Ich habe das St├╝ck 4 x in F├╝rth gesehen mit Douwes und Borchert. Ich war seinerzeit nach dem ersten Mal sehr ergriffen und auch die Wiederholungen nahmen mich immer sehr emotional mit. Gestern in Dortmund ist mir es nicht so gegangen. Am Platz kann es nicht liegen, hatte einen sch├Ânen Platz in der 2. Reihe. Die Darsteller haben mir alle gut gefallen. Rob Fowler besser als Herr Borchert (der mit immer zu wenig Emotionen zeigt). Maya war gut, aber ihre Stimme war nicht so toll wie sonst. Lag es an der Technik? irgendwie hatte das St├╝ck f├╝r mich in F├╝rth mehr Energie und ich kann es mir nicht richtig erkl├Ąren.

Wer hatte den die Idee mit der Wandlung der Person und den ver├Ąnderten Rott├Ânen. Das war manchmal einfach zu viel ...
Maya in ihrem B├╝hnenoutfit tat mir oft einfach nur leid.

Einmal schaue ich es mir noch an, bin gespannt, ob ich einen anderen Eindruck gewinne.

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MyMusical
Benutzer
9117 Beiträge
07.03.16 13:11

Ich hatte in der Pause wohl mitbekommen, dass sich einige Leute dar├╝ber unterhielten, dass es teilweise schwer zu verstehen sei was gesungen wird, was ich so gar nicht fand. Allerdings habe ich auch im Rang und nicht im Parkett gesessen am Samstag.

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fescheLola
Benutzer
2518 Beiträge
07.03.16 16:51

Das "Sound Design" fand ich im ersten Akt f├╝r die Tonne.
Doch, die Mikroports waren aufgezogen, aber das Ganze h├Ârte sich f├╝r mich einfach nur dumpf an, im zweiten Akt war es etwas besser.
Ich dachte nach dem ersten Akt, "I felt nothing". Habe ebenfalls den Vergleich zu F├╝rth.

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MyMusical
Benutzer
9117 Beiträge
07.03.16 16:53

Hast du auch unten im Parkett gesessen? Wie gesagt, ich fand es im Rang auch im 1. Akt durchaus okay soweit.

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areynore
Benutzer
480 Beiträge
08.03.16 15:01

Erstens mal, ein Stadttheaterpublikum kennt im Normalfall sicher nicht die Handlungen von in Deutschland so obskuren Musicals wie NtN, auch wenn sie "schon" acht Jahre alt sind.

Ich finde es schon relevant, dass der Zuschauer anfangs Dianas Perspektive miterlebt, n├Ąmlich dass Gabe ein ganz normaler, gewohnter Teil der Familie ist. Wenn ich von vornherein wei├č, dass die kranke Frau ihn sich nur einbildet, ist es viel leichter, darauf mit Langeweile und vielleicht sogar Herablassung zu reagieren.
Wenn ich es aber nicht wei├č, hab ich in gewisser Weise eine Weile lang selber dringesteckt und bin genauso wie Diana auf "spinnerte Einbildung" hereingefallen und habe sie f├╝r wahr gehalten. Ich denke, das schafft schon ein bisschen N├Ąhe zu ihr, man ist vielleicht mehr bereit, sich auf sie und ihre N├Âte und ihre Krankheit einzulassen. Die ├ťberraschung ist ja, w├╝rde ich vermuten, nicht nur eine "faktische", sondern sie erzeugt Mitf├╝hlen.

Auch "How Could I Ever Forget?" w├Ąre sicher lange nicht so bewegend, wenn es gleich bei der Geburtstagsszene ("He's Not Here") k├Ąme.
Ist das nicht (unter anderem) das Spannende, dieses "Entbl├Ąttern" st├╝ckweise mitzuerleben und nachzuvollziehen? Am Anfang ist alles "normal" und gut, dann sehen wir, wie Diana haufenweise Brote schmiert, dann erfahren wir, dass Gabe nicht existiert, und nachdem wir all das Therapieged├Âns mitverfolgt haben, kommen wir erst zum Kern der Sache, n├Ąmlich was denn nun eigentlich passiert ist, und woher all das kommt.
F├╝r mich ist es bei einem Musicalbesuch durchaus wichtig, sich auf Charaktere und Themen einzulassen und, wenn es sich anbietet, "mitzufiebern", und dazu geh├Âren halt auch "├ťberraschungen". Konkret im Fall von Gabe halte ich diese ├ťberraschung f├╝r dramaturgisch wichtig. Wichtiger als die "├ťberraschung", dass Valjean Cosette adoptiert.
Man kann ja NtN auch problemlos beschreiben, ohne Gabes Tod konkret zu erw├Ąhnen. Titus Hoffmann zum Beispiel hat das bei der Einf├╝hrungsveranstaltung in F├╝rth ausdr├╝cklich nicht erz├Ąhlt.


Anderes Thema: @Johnny: W├╝rde ich f├╝r eine Zeitung Tanztheater rezensieren, w├╝rde ich aber auch nicht schreiben, wie doof ich "stundenlanges sinnfreies Rumgeh├╝pfe" finde. *Solche Kritiken* sind albern. Wenn Kritiker / Rezensenten an einem Musical nachvollziehbar etwas auszusetzen haben, oder wenn es ihren Geschmack nicht trifft - fein. Prinzipielle selbsternannte-E-Musik-Arroganz oder sonstige Unverh├Ąltnism├Ą├čigkeiten (ich denke da z.B. an einen sch├Ânen Einleitungssatz, der ungef├Ąhr so ging: "Ich hatte einen richtig schlechten Tag gehabt und echt null Bock, mir dann noch dieses Musical anschauen zu m├╝ssen, und hatte mir so fest vorgenommen, es zu verrei├čen, egal was passiert") kann ich nicht ab, das hat f├╝r meine Begriffe nichts mit "heiligen K├╝hen" zu tun, sondern mehr mit Anstand und gutem Journalismus.

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Johnny_Depp
Benutzer
10571 Beiträge
08.03.16 15:53

DU interpretierst doch viel zu viel in die Kritik rein, wenn du von "Prinzipieller selbsternannter-E-Musik-Arroganz" sprichst. Aus der Kritik der Dame kommt lediglich heraus, das sie die Musik banal und nichtssagend findet und das ist ihr gutes Recht, auch wenn du die Musik vielleicht f├╝r hypersuperdolle h├Ąlst. Die Kritikerin beginnt im ├ťbrigen mit dem Satz "wer gut komponierte Musicals kennt...", d.h. sie kennt sich wohl durchaus mit Musicals aus und propagiert nicht nur Zw├Âlftonmusik.

Im ├ťbrigen kann man auch Tanztheater m├Âgen und dennoch stundenlanges sinnfreies Rumgeh├╝pfe bl├Âd finden, wenn eine bestimmte Choreographie/ein bestimmte St├╝ck einfach nicht z├╝ndet.

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