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ballrock2
Administrator
119 Beiträge
31.08.15 09:28

Im Bewertungssystem rund um "DIE NÄNNIE" kam es zu einer Diskussion zwischen MameDolly und Regisseur Claudio Maniscalco über das Stück und was/wie man es beurteilen kann/darf. Da unser Votingsystem stets eine Übersicht von Meinungen zum Stück und keinen Schlagabtausch zwischen Lesern bereitstellen soll, wir aber die Beiträge auch nicht einfach löschen wollten, verlegen wir die Diskussion hier ins Forum. Dazu hänge ich im Anschluss an diesen Post die beiden Kommentare hier mit ein. Die Antwort von Hr. Maniscalco habe ich entsprechend aus dem Voting entfernt und ihn informiert.

Die Alternative wäre eine Löschung des Kommentars gewesen, da er sich nicht als Wertung auf das Stück bezog. Der jetzt gewählte Weg ist in unseren Augen produktiver und wir sind natürlich auch an Eurer Meinung interessiert.

Link zur Ausgangsseite (inzwischen ist Antwort von Hr. Maniscalco ausgeblendet) :
http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=0&subservice=2&details=7304

Viele Grüße von
Andreas

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MameDolly
Benutzer
0 Beiträge
31.08.15 09:28

Wir waren zu viert in der Premiere des Stückes und unsere Stimmung sank von Minute zu Minute.
In der Pause waren wir noch der Meinung, dass jede Schulaufführung, die wir bisher gesehen hatten, noch besser inszeniert war. Am Ende jedoch konnten wir nur noch mit gesenktem Kopf die Flucht ergreifen! Es ist irgendwie eine Frechheit, wenn man eine Fernsehserie nimmt und dort - garantiert ohne die Genehmigung der Produzenten der Serie einzuholen - frech die Figuren und sogar die Gags aus diversen Folgen der Sitcom klaut! Sowas nennt sich kreatives Eigentum (von den Rechten der Fernsehproduktionsfirma gar nicht zu reden). Noch dreister aber ist es, wenn man sich die Musik vom "Little Shop Of Horrors" fast komplett nimmt und die von Michael Kunze übersetzten Songs mal eben dümmlich "umtextet". Das ist absolut ärgerlich und keineswegs kreativ. Da dies nicht die erste Produktion dieser Art von Claudio Maniscalco ist, bei der er mal eben Sachen umtextet und versucht in einen Konsenz mit flacher Handlung zu bringen, sollte man langsam überlegen, ob man hier nicht einen Riegel vor schiebt! Bei anderen Juke-Box-Musicals werden die Songs wenigstens in ihrer Ursprungsform belassen, hier werden aber immer wieder Songs - für die es gute deutsche Übersetzungen bereits gibt - frech umgetextet. Und so schön die Kostüme in diesem "Stück" auch sein mögen - wie bringen sie eigentlich die Handlung voran bzw. was haben sie mit der Handlung zu tun? Die armen Darsteller schwitzen sich in ihnen sichtbar kaputt... Insgesamt fanden wir, dass das Stück völlig undurchdacht war und bis auf die Kostüme null Kreativität von der Buchseite und Inszenierungseite aus zu erkennen war. Die Gags waren flach und oft so tief unter der Gürtellinie, dass man nur errötend den Blick senken konnte. Hier hat sich jemand in jedem Fall ein wenig als Darsteller, Buchautor etc. in Personalunion erheblich überhoben und selbst überschätzt. Das Etablissement an sich jedoch hätte weitaus Besseres verdient - und auch das freundliche Personal, das einem Leid tun kann, weil es dieses Stück sicherlich oft über sich ergehen lassen muss! Fazit: Nicht auf Nummer sicher klauen, sondern bitte mal Neues auf Risiko kreieren. Danke!

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Claudio Maniscalco
Benutzer
0 Beiträge
31.08.15 09:28

Tja,es Jedem Recht zu machen ist ein Irrglaube. Ich Claudio Maniscalco als Creator kann eine ganze (auch ganz gern mal ne "geklaute" ) Oper davon singen.

Deshalb nehme ich Bezug auf allgemeine Äußerungen oder speziell der teilweisen Unterstellungen von MameDolly.

Als der Verlag wieder einmal auf mich zu kam, doch diesmal eine "adaptierte" Bühnenversion frei nach der Original Vorlage zu machen, war ich sofort begeistert, denn ich liebe Diese schon seit Jahren .

Nun braucht es viele Monate um 6 Staffeln zu sichten, mögliche Bühnentaugliche Momente überhaupt zu finden. Diese müssen dann in eine möglichst dramaturgische, schlüssige Reihenfolge gebracht werden. (Quasi 6 Folgen hintereinander)

Das Ganze darf aber nicht zu teuer werden. 5 Schauspieler maximal. Kinder können und dürfen in Deutschland, aufgrund der strengen Jugendschutzgesetze sich nur sehr große Häuser leisten. Diese müssen u. a. DREIFACH besetzt sein und sind sehr beschränkt für Proben und Aufführungen einsetzbar. Die Kinder wurden also zunächst einmal gestrichen.

Nun denn, hier mal eine kleine Aufklärung: Die ADAPTION eines Stoffes ist eine legale, durchaus gängige Praxis. Beste Beispiele:

Adaption bedeutet, den Stoff eines Buches/Films/Stücks aufgreifen. So wie zum Beispiel "West Side Story" die ist eine Adaption von "Romeo und Julia". Da wird es dann verwandelt, dass die rivalisierenden Familien in Verona zu rivalisierenden Straßen-Gangs in New York werden.

ODER

Das Musical "My Fair Lady" ist auch eine Adaption des Schauspielstücks "Pygmalion" von Shaw.

Das Musical hat dabei mehr oder weniger die gleiche Handlung wie das Stück.

Anderes Beispiel:
Was wenige wissen. Die von Wolfgang Menge erfolgreiche TV Serie "Ein Herz und eine Seele" aus den 70ern ist ebenfalls bereits eine Adaption. Das englische Original heißt "Till Death Us Do Part" und lief erfolgreich in den 60ern.

Und nun das nächste Thema MameDolly.

Musik: Auch das ist ein wichtiges und künstlerisches legitimes Mittel und gängig.

Aber so einfach wie Sie denken ist das nicht. Man muss zunächst einmal einen musikalischen Stil finden der zu einer (meiner) neuen Version /Inszenierung passt. Hier wollte ich es ja im Comic Stil realisieren. Nachdem man/ich dann die entsprechende musikalische Vorlage gefunden hat, erfolgen dann langwierige Absprachen mit den jeweiligen Verlagen. Und erst dann geht es an die eigentliche schwere Arbeit.

Die Textinhalte müssen dem neuen Objekt angepasst werden das dauert Wochen bis Monate und ist nicht einfach so "mal eben frech ungetextet" wie Sie MameDolly schreiben und mir unterstellen. (schön wäre es wenn es so einfach wäre, probieren Sie es doch einfach mal aus)

Insgesamt muss ich immer wieder feststellen, das der Laie leider viel zu wenig Einblick in unsere aufwendige, wertvolle, künstlerische Arbeit hat. Sowohl was inhaltliche oder auch rechtliche Dinge betrifft. Sonst würde Vieles von Ihnen nicht unterstellt werden oder lapidar mit "Worten" getreten werden.

Nebenbei, widersprechen sie sich, Beispiel: Einerseits finden Sie die Gags flach oder unter der Gürtellinie und andererseits erkennen Sie darin doch das so tolle Original.. (Smile.. Etappt!?!)

Noch eins zum Abschluß, da es im TV eine sonst übliche kurzweilige ca. 20 minütige Sitcom ist. Muss man für eine komplette zweistündige Bühnen Adaption sich kleine Kniffe einfallen lassen um eine Spannung beim Zuschauer zu halten , wie. musikalische Einlagen, raffinierte Kostüme usw. (Nicht umsonst war mein umfangreiches Schauspielstudium, in das ich noch in den Genuss kam, ein langjähriger, umfangreicher studierter Beruf)

Also, natürlich kann einem etwas gefallen oder nicht, verehrte MameDolly, aber bitte Ihre Ausführungen wirken leider viel zu emotional und persönlich, nahe zu beleidigend und sind leider nicht durch fundiertes Wissen untermauert.

Überlassen sie das lieber Profis wie zum Beispiel einem Kai Wulfes hier von der Musicalzentrale. Der betrachtet alles professionell, differenziert, neutral und beleuchtet und sowohl Positives als auch Negatives und wiegt alles miteinander ab.

Es hat nicht Ihnen nicht gefallen, das tut mir leid, aber man wird nie Jedem gefallen. Und ich möchte auch nicht Jedem gefallen.

Vor allem mögen Sie mich persönlich nicht (was man zwischen den Zeilenh heraus liest) oder was ich erschaffe. Da haben Sie glaube ich ein ganz persönliches Problem mit mir, .. smile, oder?

Ich empfehle Ihnen meine Produktionen einfach aus zu lassen. Dann müssen Sie sich nicht unnötig ärgern. Es gibt doch so viele alternative Shows in Berlin.- Oder erschaffen, schreiben und inszenieren Sie doch selber mal was? Ich glaube danach werden Sie Vieles mit anderen, moderateren Augen sehen.

Mit freundlichen Grüßen
ihr Claudio Maniscalco

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