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Themen / Wie viel Veränderung ist eigentlich d...
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MsDesmond
Benutzer
784 Beiträge
04.11.13 15:31

Es tut mir leid für diese komische Fragestellung, ich wusste leider nur nicht, wie ich es sonst schreiben soll.
Also, Grund dafür ist die Vorstellung von Sunset in Braunschweig. Ich hab sie am Freitag gesehen und schwanke immer noch zwischen Entsetzt und fast schon peinlich berührt. Und das nicht, weil die Qualität so mies gewesen ist - im Gegenteil, die Schauspieler konnten alle (mehr oder weniger) überzeugen, auch das Bühnenbild war vollkommen ok. Nein - das Problem war hauptsächlich, dass es so viele Veränderungen am Script gab, die es oft in absolut lächerliche gezogen haben. Eine ausführliche Kritik wird in den nächsten Tagen folgen, aber hier nur ein paar Beispiele: Joe konnte auf einmal Tango tanzen "wie ein junger Gott", weil er - nach eigenen Angaben - schon mal für längere Zeit in Argentinien war. Er hat auch genau erklärt, was eigentlich Schwabs ist (was ich noch fast vertretbar fand, sie brauchten die Zeit offensichtlich zum Umbauen und der Text war wenigsten - naja, ok). Der absolute Höhe, bzw. eigentlich Tiefstpunkt war dann aber der Moment am Schluss, wo die Reporter in Normas Haus stehen. Eigentlich ein Moment, in dem absolute Gebannt- und Gespanntheit im Theater herrscht. Und dann stellt sich die Reporterin dort als Karla Kolumna vor (für alle, die in ihrem Leben keinen Kontakt zu Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg hatten - Karla Kolumna ist die rasende Reporterin von Neustadt). Das war so - unfassbar. Und so unverständlich für mich (und meine Begleitung). Schon seit Freitag hänge ich gedanklich an der Szene und frage mich, wie man sie so zerstören kann - es waren natürlich etliche Leute im Publikum, die gelacht haben. Aber an der Stelle lachen? Damit ist alles an Stimmung kaputt, was so schön aufgebaut wurde. Solche Momente gab es viel bei der Fassung, darum meine Frage an euch - wie viel findet ihr da vertretbar? Hat euch schon mal ein Regieeinfall so sehr gestört? Was wären No Gos für euch?

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Standard
Benutzer
351 Beiträge
04.11.13 16:00

Solche "Scherze" wären für mich Grund dem Theater die Lizenz zu entziehen.

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NewYork2012
Benutzer
1045 Beiträge
04.11.13 16:18

Stimme euch beiden zu.
(die Frage bzw. Fragestellung finde ich nicht komisch)

Bei "sowas" verstehe ich (auch) keinen Spaß

Ich finde es absolut lächerlich, einen Klassiker wie diesen durch solche Scherze zu (zer)stören!

Habe mal JOSEPH gesehen, wo Leute mit dem Einkaufswagen eines Supermarktes herumfuhren und MCD Packungen in der Hand hatten! Lustig? Naja, eher nicht.

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Mrs de Winter
Benutzer
2102 Beiträge
04.11.13 16:25

Mir gefällt es schon nicht, wenn Filmversionen für die Bühne "lustiger" werden. Beispiel KdL, wo Zazou auf einmal "Heidi" singend in seinem Käfig saß oder Beispiel Tarzan, wo Jane im Spinnennetz "Probiers mal mit Gemütlichkeit" intoniert. Ich find sowas nicht lustig, sondern albern-
Noch schlimmer ist dann sowas, wie der geplante schwäbische Dialekt für Terk in Stuttgart oder auch eine holländisch sprechende Vogelscheuche und ein österreichischer Blechmann bei The Wiz in Linz.
Gegen die genannten Sunset-Veränderungen ist das aber alles noch ne Kleinigkeit, das ist natürlich noch ne Spur "schlimmer"!

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Vollpfosten
Benutzer
501 Beiträge
04.11.13 16:29

Dazu gibt es Verlage und Lizenzen - theoretisch müsste jemand von Lloyd-Webbers deutschem Verlag in der Aufführung gesessen haben, und so starke Textveränderungen werden eigentlich nicht geduldet - kann durchaus sein, dass die noch eingreifen.

Andere Frage: warum schreibst Du den Namen des Regisseurs nicht hierher, damit ihn sich merken kann?

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TazMA
Benutzer
3020 Beiträge
04.11.13 16:31

Die Einkaufswagen kenne ich aus zwei JCS Aufführungen. Sehr beliebt anscheinend.

Karla Kollumna finde ich persönlich auch idiotisch.
Manchmal improvisieren auch mal die Darsteller. In so fern, weiß man, ob es vielleicht ein Einzelfall war?

Bei der Dolly in Kaiserslautern forderte der Darsteller irgendwann den spanischen Dirigenten im Orchestergraben auf Granada zu spielen. Das war allerdings für ein humoriges Stück auch witzig und das hat er auch beibehalten.

Ist es nicht so, dass der Verlag bei der Vergabe der Rechte Vorgaben machen kann, was geändert werden darf?

Generell ist hier das Forum nützlich, um zu erfahren, wann Inszenierungen über die Stränge schlagen.

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Mahoeper
(Benutzer gesperrt)
907 Beiträge
04.11.13 16:54

schwäbische dialekt ? was ? das wäre ja nen ding.

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Jimmy
Benutzer
487 Beiträge
04.11.13 17:11

Stimmt, jetzt wo Du es sagst, fällt mir die Karla Kolumna Szene wieder ein. Hab ich wohl erfolgreich verdrängt, da ich die Braunschweiger Fassung sonst eigentlich gut fand.
Habe das Stück vorher nur in Magdeburg gesehen, daher sind mir keine großen Änderungen aufgefallen.

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Alexander
Benutzer
505 Beiträge
04.11.13 17:30

So lange eine Veränderung dem Stück nicht schadet oder die Urfassung vielleicht noch erfrischend ergänzt bin ich den Veränderungen gegenüber sehr offen. Aber Scherzen, die ein Stück ins Lächerliche ziehen, kann ich ebenfalls nichts abgewinnen.

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MsDesmond
Benutzer
784 Beiträge
04.11.13 17:48

Der Regisseur ist Hardy Rudolz - der es (meiner Meinung nach) eigentlich ja besser wissen müsste als durchaus gefragter Darsteller. Das mit Karla Kolumna war das schlimmste - was auch sehr schlimm war (für mein persönliches Empfinden), war "Sunset Boulevard" gesungen in Badehose mit eingebautem Strip. Oder das "fröhlich - sexistisch" eingeworfene "Ja, aber Hallo Ms. Desmond" bei "Als hätten wir nie Goodbye gesagt."
Ich merke, wie mich das wirklich ärgert...

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