Norden Westen Osten Süden
Termine aus DeutschlandÖsterreichSchweizNiederlandeLondonTirolLinksSuchen nach JobsRedaktionDatenschutzImpressum
musicalzentrale - Forum
Themen / Stage in der Krise?
Seite:
Nicht angemeldet | Neu registrieren | Logon
MissMusical58
Benutzer
28 Beiträge
30.10.12 11:34

Hallo Leute.. ich hab da gerade was gefunden
Stage in der Krise?
Hier der Link:

http://netherlands.broadwayworld.com/article/Stage-Entertainment-in-the-Netherlands-A-Company-in-Crisis-20121024

Nutzer ausblenden
Behab
Benutzer
97 Beiträge
30.10.12 12:17

Also wenn man sich die Auslastung in den Theatern der Stage anschaut, würde einen eine Krise nicht wirklich erstaunen - allerdings geht es hier ja vorrangig um die holländische SE. Und diese war eigentlich immer besser aufgestellt als die Deutsche. Ob es eine Krise gibt und ob das Deutschland auch betrifft lässt sich schwer sagen. Vielleicht hat die SE mit den Preiserhöhungen ein Prämium Publikum geschaffen, das zwar nicht den Saal auslastet, aber dennoch genügend Geld einbringt, das weiß man nicht.

Nutzer ausblenden
Jeremy
Benutzer
1182 Beiträge
30.10.12 12:31

VLIEG MET ME MEE (a Dutch version of ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK)

Nutzer ausblenden
Johnny_Depp
Benutzer
10571 Beiträge
30.10.12 12:39

Naja, es geht in dem Artikel ja eher um eine Führungskrise und weniger um eine finanzielle Krise. Erwin van Lambaart und Onkel Joop hatten sich in der Wolle und beharken sich seitdem in der niederländischen Presse und mit den Nachfolgern ist Onkel Joop wohl auch nicht zufrieden. Vielleicht gefallen ihm auch die Stücke nicht, die die Nachfolger planten (Vor Love Story wurde ja auch schon Ghost abrupt wieder abgesetzt).

Ich habe den Eindruck, dass Joop van den Ende einer jener "Alleinherrscher" ist, die zwar Manager einsetzen, denen dann aber immer wieder ins Handwerk pfuschen bis sie entnervt aufgeben.

Nutzer ausblenden
MarkB
Benutzer
276 Beiträge
30.10.12 15:47

Denke auch, dass es hier eher um die Rotationen/Querelen im Stage Management geht und weniger um eine wirtschaftliche Krise des Unternehmens selbst. Generell kann ich auch gut verstehen, dass Herr van den Ende sich selbst noch stark involviert. Letztlich trägt er das komplette wirtschaftliche Risiko und die Verantwortung für 3.500 Mitarbeiter alleine. Ich würde meinem Management dann auch auf die Finger schauen

Nutzer ausblenden
Fiyero
Benutzer
3445 Beiträge
30.10.12 20:36

Sehr interessant, aber ich glaube auch nicht wirklich überraschend und auch wenn der holländische Markt im Fokus steht, glaube ich auch, dass es in Deutschland extrem kriselt. Sie haben kaum Produktionen, die die riesigen Theater füllen und statt sich um neue Produktionen zu kümmern, werden neue Theater gebaut. Erinnert alles irgendwie an Stella in den 90ern....Ich denke, wenn Rocky kein Hit wird, dann wirds noch schwieriger und ich glaube auch nicht, dass die hohen Ticketpreise die leeren Theater kompensieren können. In dem Artikel wurde ja auch das Missmanagement zu Dirty Dancing in Deutschland angekreidet...Dabei ist die Produktion einfach dermaßen schlecht, dass kein Management der Welt irgendwas rausholen hätte können.

Nutzer ausblenden
MusicalJonas
Benutzer
1243 Beiträge
31.10.12 11:18

Ich weiß nicht, wie stark die Krise ist, auf was sie sich bezieht, etc., möchte aber drei Dinge anmerken, die eine Krise nicht unwahrscheinlich machen:

1. Miserable Saalplan-Buchung:

Mich stört schon länger, dass die Saalplanbuchung im Internet auf einem Java-Applet basiert (nicht zu verwechseln mit Java-Script, das eigentlich mit Java nichts zu tun hat und seinen Namen nur dem damaligen Java-Boom verdankt).

Immer mehr Leute nutzen für den Internetzugriff Smartphones und Tablets. Dort ist aber in der Regel Java nicht vorhanden (z.B. auch nicht auf iPhone und iPad).

Auch auf dem Desktop ist schon lange Java nicht mehr automatischer Bestandteil des Browsers, sondern muss separat als Plug-in eingebunden werden.

Viele Leute verzichten auch ganz bewusst auf Java, weil das in letzter Zeit eher durch permanente Sicherheitslecks auf sich aufmerksam macht. Und auf fremden Rechnern (Uni, Schule, Arbeitsplatz, Internetcafe, etc.) kann und/oder darf man gar nichts nachinstallieren oder an den Einstellungen ändern, selbst wenn man es wollte.

Dabei gäbe es eine ganz einfache Lösung:
man setzt für die Saalplanbuchung einfach die Standardtechniken HTML, CSS, SVG und JavaScript ein. Das funktioniert auf jedem Browser - auch auf Handys und Tablets.

Ich vermute mal, irgendein Techniker findet es einfacher, ein Java-Applet zu machen (oder kann es nicht besser) und hat die Verantwortlichen, die es nicht besser wissen, so lange bequatscht, dass sie das auch noch für toll halten.

Ich bringe da immer einen Vergleich, wenn Webentwickler solche Techniken nutzen, die die Web-Angebote auf vielen Geräten unbrauchbar machen:
Das ist, als würde man Plakate und Flyer drucken. Und nachdem die Druckerei das geliefert hat, wirft man gleich mal die Hälfte davon wieder weg.

Mit diesem Vergleich kapieren die Leute dann meistens schnell, wie dumm und geldverschendend der Einsatz solch proprietärer Techniken ist!

(Ich habe auch schon mal an die Stage gemailt, aber da reagiert keiner drauf. Vermutlich, weil die Mailredaktion eben auch null Ahnung von Technik hat und nicht mal kapiert, wovon man redet und wieviel Geld ihnen durch die Lappen geht.)

2. Preise:

Ich gehöre wirklich nicht zur "Geiz ist Geil"-Fraktion, die alles immer noch billiger haben wollen. Ich weiß, wie teuer gute Produktionen sind und bin auch bereit für Qualität zu zahlen. Und ich zahle auch lieber etwas mehr und habe eine Top-Produktion.

ABER:
viele Leute verstehen einfach nicht, dass 100 mal 50 Euro mehr ist als 20 mal 100 Euro.

Mit einem niedrigeren Eintrittspreis kann man am Ende mehr verdienen als mit einem höheren, weil nämlich dann mehr Leute kommen und der Saal besser ausgelastet ist. (Und man verdient sogar doppelt, weil man nicht nur mehr Eintrittskarten verkauft, sondern auch mehr bei der Gastronomie und den Souvenirs einnimmt.)

Die Vorstellung findet eh statt, auch wenn die Hälfte leer bleibt. Also lieber etwas niedrigere Preise und dafür eine volle Bude. Da hat man am Ende mehr verdient als mit höheren Preisen.

Und der Hammer ist ja, dass auf die eh schon horrenden Preise dann auch noch zig Gebühren drauf kommen: 2 Euro Systemgebühr, 15% Vorverkaufsgebühr, 2 Euro Buchungsgebühr, Hinterlegungs- bzw. Zustellungsgebühr (die auch weit über den tatsächlichen Kosten liegen), etc.

Deshalb bekommen Musicals immer mehr ein Abzock-Image. Und nichts ist verheerender als solch ein Image.

Anderswo ist Abendkasse teurer als VVK, weil man ja mit VVK besser planen kann. Dass bei Musicals noch so viel Extragebühren auf eh schon hohe Preise drauf kommen, ist echt peinlich.

3. Rabatte:

Klar, ich freu mich auch über Rabattaktionen, Kennwörter, etc. Aber wenn jemand den vollen Preis gezahlt hat und dann mitbekommt, dass der neben ihm nur die Hälfte gezahlt hat, weil er bei der Buchung irgendein Kennwort genannt hat, hat man einen sehr ärgerlichen Kunden, der sich verarscht und betrogen fühlt. Und den man als künftigen Kunden evtl. verloren hat - für lange Zeit.

Würde man gleich etwas niedrigere Preise verlangen (siehe Punkt 2) bräuchte man gar nicht erst solche Aktionen anzubieten, um für eine vernünftige Auslastung zu sorgen.

Und man hätte zufriedenere Kunden, weil sich keiner verarscht und betrogen fühlt. Und auch die Leute, die solche Aktionen genutzt haben, hätten kein Problem, weil sie dann generell weniger zahlen.

Und nebenbei hätte man auch noch (durch mehr Besucher) mehr verdient (siehe Punkt 2).

Fazit:

Vermutlich wird das eh kein Verantwortlicher lesen und sich wieder mal NICHTS ändern. Aber im Musical-Bereich (nicht nur bei der Stage, aber prototypisch dort) findet man oft ein Geschäftsgebaren, das eigentlich mehr zu dubiosen Abzock-Firmen passt als zu einem seriösen Unternehmen, das auf gute Mundpropaganda und wiederkehrende Besucher angewiesen ist.

Mir sagen schon Leute, wenn ich sie auf Musicals anspreche: "Was, diese Abzock-Branche?!". Wenn das so weitergeht, bekommt man das Thema Musicals hierzulande mit diesem Image komplett vernichtet!

Da darf man sich dann nicht wundern, wenn die Säle immer leerer werden, die Stücke immer kürzer laufen und man direkt in die Krise schlittert...

Nutzer ausblenden
FanausDuisburg
Benutzer
199 Beiträge
31.10.12 13:38

@MusicalJonas
Ich stimme dir sehr zu, danke für deinen Bericht!

Nutzer ausblenden
MsDesmond
Benutzer
784 Beiträge
31.10.12 13:53

@MusicalJonas:

Ich gebe dir in eigentlich allen Punkten recht. Nur das mit den Rabatten, dass find ich persönlich nicht so schlimm - grundsätzlich. Wenn es fixe Rabatte gäbe (z.B. wenn man sich einem StageClub anschließt und dort dann regelmäßig Newsletter bekommt mit der Möglichkeit auf Rabatt oder so - halt etwas, was allen Besuchern zugänglich ist...) dann würde sich niemand benachteiligt fühlen. Dann könnte man dem Nachbarn erklären, dass man weniger gezahlt hat, weil man sich da angemeldet hat und wenn er das nächste Mal in ein Musical geht, kann er sich da auch anmelden und fertig (ähnlich wie der Playbill Club).

Aber - was mich enorm nervt: Niemand bekommt von der Stage offensichtlich die gleichen Newsletter. Manche haben die Chance, Rocky kostenlos zu sehen, andere bekommen Rabatte - ich hab z.B. noch gar nichts in die Richtung bekommen. Was soll das? Wie nutzen die denn ihre Email-Verteiler? Das macht mich wahnsinnig und das empfinde ich als vollkommen ungerecht - nicht, dass es Rabatte gibt.

Und, was ich auch nicht nachvollziehen kann - warum keine Last Minute Tickets? Was soll das? Die meisten Leute buchen weiterhin im VVK, d.h. die Stage verliert dadurch nicht wirklich etwas. Aber es gäbe eine Menge Leute, die sich spontan überlegen würden, noch den Saal zu füllen. Das ist dann für alle schöner, Darsteller und Publikum. Funktioniert in Londen / NY ja schließlich auch! Und zwar für alle, nicht mit so einem komisches Young Ticket, was gleich etliche Leute ausschließt.

Aber ich glaube, dass das Grundsatzproblem der Stage eigentlich ganz woanders liegt, nicht bei den Rabatten, nicht bei dem Ticketsystem etc. Sondern bei der Auswahl der Stücke und deren Rotation und dem Versuch, mit jedem Mal billiger zu produzieren, aber teurere Karten zu verkaufen. Langsam kann man es nicht mehr ernst nehmen. Und wenn ich mir überlege, wie viel ein Abend als Familie kostet (zumal man nicht mal mehr für Kinder einen Lohnenswerten Rabatt bekommt), dann ist da einfach wirklich mittlerweile die Frage der Wertigkeit da.

Nutzer ausblenden
MarcCohen84
Benutzer
771 Beiträge
31.10.12 13:56

Wie recht du doch hast, MsDesmond...

Ich weiß gar nicht, wann ich überhaupt den letzten Stage-Newsletter bekommen habe...

Und was die an "Standard-Ermäßigungen" anbieten is schon echt "süß". Wenn ich mich da an Zeiten erinner wo es noch 50% gab (die es ja nicht mal sein müssen...).

Nutzer ausblenden
Themen / Stage in der Krise?
Seite:
Nicht angemeldet | Neu registrieren | Logon


© musicalzentrale 2019. Alle Angaben ohne Gewähr.

   ZAV-KÜNSTLERVERMITTLUNG

   Wir suchen Dich!

   SOFTWAREBILLIGER.DE

Ein Platz für Ihre Werbung?




MUSICAL-THEATER


Testen Sie Ihr Wissen! Was läuft aktuell in diesen Musicalhäusern?
Basel: Musical-Theater +++ Berlin: Theater des Westens +++ Berlin: Friedrichstadt-Palast +++ Berlin: Theater am Potsdamer Platz +++ Essen: Colosseum +++ Düsseldorf: Capitol +++ Hamburg: Neue Flora +++ Hamburg: Operettenhaus +++ Hamburg: Theater im Hafen +++ München: Deutsches Theater +++ Oberhausen: Metronom +++ Stuttgart: Apollo-Theater +++ Stuttgart: Palladium-Theater +++ Wien: Raimund-Theater +++ Wien: Ronacher
Alle Theater, alle Spielpläne: Deutschland-Nord, -West, -Ost, -Süd, Österreich, Schweiz, Niederlande, London.


Unsere Seite verwendet Cookies & Google Maps, um Ihnen ein bestmögliches Besuchserlebnis zu bieten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie beiden Nutzungen zu. [ X ]
;