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Benegon
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755 Beiträge
17.09.10 21:04

Ich weiß, es ist etwas gewagt, dieses Thema im MUZ anzusprechen, aber zum einen werben die Veranstalter ja selbst mit "kulinarische Musicalreise" und zum anderen interessiert mich einfach, ob und wenn ja welche Erfahrungen ihr mit dieser Art von Entertainment gemacht habt.

Ich hatte diese Woche das Vergnügen, eine erste Show zu sehen und kann mir noch kein abschließendes Urteil dazu bilden.

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justin
Benutzer
13386 Beiträge
17.09.10 21:15

ich empfinde soetwas, (obwohl schon einmal erlebt) einfach unappetitlich, grausam und es wär egal, in welcher künstlerischen qualität der darbietung das ablaufen würde, ich finde die idee an sich einfach gruselig, proletarisch und snobistisch; wissend, dass viele sehr wohl kein problem damit hätten und das als aufregenden netten abend verbuchen..

und ich würde es kein 2.mal tun, aber das ist eine einstellungssache

ich bin mir im übrigen bewusst, dass diese kombination durchaus einschlagen kann und man damit geld schäffelt...

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Benegon
Benutzer
755 Beiträge
17.09.10 21:32

Kann ich ad hoc sehr gut nachvollziehen, @justin!

Ich hatte nichts erwartet und bin sozusagen völlig unvoreingenommen mit in diese Show. Sehr schnell hat sich in mir dann das Gefühl breit gemacht: Ruhig Brauner, du darfst hier nicht die gleichen Maßstäbe anlegen, wie auf "normalen" Bühnen. Und ich gestehe: Dann hatte ich sogar Spaß!

Im Nachhinein stritten zwei Seelen in meiner Brust: Ist es eine angemessenen Möglichkeit, etwa Theaterferne an das Genre heranzuführen? Und auf der anderen Seite: Werden da nicht Darsteller ganz böse verheizt, weil sie vielleicht keine anderen Engagements bekommen?

Ich hab mich etwas erkundigt: Ein Darsteller verdient etwa 100 EUR pro Abend. Dafür muss er aber sowohl auf- als auch abbauen, was ungefähr soviel bedeutet wie: Beginn 14.00 Uhr mit Aufbau. Ab 17.00 Uhr Maske. Ab 19.00 Uhr Empfang der Gäste und anschließende Show bis 22.30 Uhr. Anschließend Abbau bis ca. 00.30 Uhr, Schlafen und am nächsten Tag ab in die nächste Stadt. Dafür sind die 100 EUR natürlich ein Sklavenlohn, zumal ja längst nicht jeden Tag gespielt wird (wohl so 6 bis 10 Shows pro Monat).

Aber selbst wenn ein Darsteller das Dreifache bekäme und nicht auf- und abbauen müsste: Ist das eine angemessene Form, Menschen an das Theater heranzuführen, bzw. eine angemessene Form von Entertainment?

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Johnny_Depp
Benutzer
10571 Beiträge
17.09.10 22:00

Also abgesehen davon, dass ich es blödsinnig finde, das ganze "Subgenre" mal eben pauschal in die Tonne zu treten, sollte man dann schon erwähnen worum es sich konkret handelt. Sicher gibt es auch schwarze Schafe in der Branche, die da "abzocken" aber wie gesagt, das einfach mal eben pauschal als "proletarisch" und "snobistisch" aburteilen ist kompletter Blödsinn.

Es gibt z.B. auch sit-down Dinnertheater wie Wallmans Salonger in Stockholm wo ich einen großartigen Abend hatte. Wallmans hat auch etlichen schwedischen Musicaldarstellern zum Einstieg verholfen.

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justin
Benutzer
13386 Beiträge
17.09.10 22:03

es ist immer und zwar wirklich immer eine definitionsfrage, natürlich kann man dadurch menschen ans entertainment heranführen, vielleicht auch ans theater, vielleicht oder wahrscheinlich, ich bezweifle aber stärkstens, dass man leute, die daran oder an solchen abenden befriedigung finden an das genre heranführen kann, natürlich, man kann es schon, aber mit welchen mitteln?


je mehr das genre "musical als billiger entertainmentvertrieb gesehen wird, desto mehr wird es seinen schlechten kritikerruf behalten (hierzulande zumindest, denn sehn wir uns mal um)

last but not l.: es ist EINE form menschen an und ums theater heranzuführen, deswegen ist es für mich "trotz"dem OK

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justin
Benutzer
13386 Beiträge
17.09.10 22:15

die da "abzocken" aber wie gesagt, das einfach mal eben pauschal als "proletarisch" und "snobistisch" aburteilen ist kompletter Blödsinn.
..........
kein schwin spricht von stockholm


es geht um den deutschsprachigen raum und wenn du nicht weißt wie die sachen laufen dann setz dich rein

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Kashoggi
Benutzer
2363 Beiträge
18.09.10 00:56

Ich sehe das ähnlich wie @ Johnny. Im übrigen sehe ich persönlich Musical, genauso wie Musik im allgemeinen, Theater natürlich als Unterhaltung an. Das Problem in E und U-Musik/Theater zu trennen, und dabei nur E als künstlerisch wertvoll zu betrachten ist hausgebacken deutsch; in anderen Ländern kann man ohne weiteres Hairspray, La Traviata und Das Phantom der Oper in einem Satz aufzählen, ohne dass sich jemand darüber aufregt, im deutschsprachigen Raum ist das ein Fauxpas. Es regt sich kein Mensch darüber auf, wenn bei einem Dinner ein Streichquartett Schubert spielt oder ein Pinanist Chopin, aber wenn jemand "On my own" singt, soll das plötzlich "unangebracht", "snobistisch", "unappetitlich" sein? Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

Derartige Veranstaltungen gehen wie die warmen Semmeln, den Leuten gefällt das und empfinde ich wesentlich wichtiger, als die Meinung von ein paar Möchtegernkritikern, die sowieso keiner liest (außer uns, die sich mit dem Thema auch weitergehend befassen).

Und was die Darsteller angeht, ich kenne einige, die solche Veranstaltungen gerne machen, weil es eine willkommene Abwechslung ist, vor allem dann wenn man sonst jeden Abend das gleiche spielt.

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justin
Benutzer
13386 Beiträge
18.09.10 08:47

@kashoggi:

ich glaube du hast mich da nicht ganz verstanden, denn ich UNTERSCHEIDE nicht, und ich unterscheide nicht zwischen "on my own" und "chopin" und ich stehe dazu, ich mag solche "fress-shows" generell nicht, ich bin nicht der kreuzfahrt-typ und ich halte von derartigen shows genau NULL. NULL NULL NULL.

das ist eben eine einstellungssache, es hindert ja keinen sich solche "tollen" shows zu geben, wenns in deutschland mal nix gibt, vielleicht in stockholm

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Kashoggi
Benutzer
2363 Beiträge
18.09.10 08:52

Es ist ein Unterschied, ob man sagt, "das und das mag ich nicht" oder ob man eine Veranstaltung als "kreuzfahrtmäßig", "snobistisch", "proletarisch" oder "gruselig" ganz zu schweigen für das "Genre schädlich" abstempelt. @ Justin ich habe dich da glaube ich durchaus richtig verstanden.

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justin
Benutzer
13386 Beiträge
18.09.10 08:56

dann sag ich @ "ich mag es eben nicht" ohne weitere adjektiva hinzuzufügen. und es tut mir leid, ich wollte damit keine persönliche kränkung bewirken, ehrlich.

aber eines noch. was heißt bitte "für das genre schädlich"? das hätte ich gerne ausgeführt

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