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Themen / US Musicals in Europa
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london
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318 Beiträge
10.06.07 19:53

Mit den letzten Importen vom Broadway hatten Produzenten nicht soviel Glueck wie erhofft, oder? Drowsy Chaperone, Avenue Q und Wicked laufen alle nicht so, wie es sich die Geldgeber versprochen hatten. Wenn ich mich recht entsinne ist der letzte richtige Hit aus New York The Lion King gewesen. Sind die Geschmaecker denn wirklich so verschieden?

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justin
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13386 Beiträge
10.06.07 20:15

@london:
the lionking ist ein phĂ€nomen in deutschland, natĂŒrlich lĂ€uft es auch in new york jahrelang schon ausgezeichnet, aber in holland war die laufzeit bei weitem kĂŒrzer und in wien denke ich, wĂŒrde es auch nicht lĂ€nger laufen und natĂŒrlich sind die geschmĂ€cker verschieden, wir hatten in europa einen völlig anderen zugang zu unterhaltungstheater bis sich musical etabliert hat, aber darĂŒber zu diskutieren ist sicherlich mal ein spannendes thema..

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london
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318 Beiträge
10.06.07 20:38

na, auf gehts!
Wenn ihr in New York seid, schaut ihr euch dann bewusst amerikanische shows an? The color purple beispielsweise,dass nie nach Europa kommen wird obwohl ein riesiger finanzieller Erfolg? oder drowsy? oder spelling bee?
Wenn ich in Deutschland bin wuerde ich gern mal ein deutsches musical sehen aber die werden ja meist nicht ensuite gespielt...

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justin
Benutzer
13386 Beiträge
10.06.07 20:44

was ist ein deutsches musical?

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london
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318 Beiträge
10.06.07 20:47

na, ein musical, dass etwas aus deutschland wiederspiegelt. entweder eine zeitgeiststroemung oder vielleicht eine kulturelle komponente hat, die vor allem in deutschland funktioniert. Vielleicht vergleichbar mit Elisabeth in Oesterreich, dass zwar auch in anderen Laendern spielt, jedoch aus der oesterreichischen kultur stammt. vor einiger zeit habe ich in hamburg mal heisse ecke gesehen. das war so etwas. es ist natuerlich bei weitem kein meisterwerk aber es ist ein hamburger kiez stueck.

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justin
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13386 Beiträge
10.06.07 20:52

aso meintest du das, ok

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Johnny_Depp
Benutzer
10571 Beiträge
10.06.07 20:54

Lion King lief in Holland so lange wie alle anderen Musicals dort auch, incl. Mamma mia. Mehr als 2 Jahre ist einfach nicht möglich dort (aufgrund der Einwohnerzahl). Mir ist aber als Antwort auf die Frage im "Wicked"-Thread auch nur Lion King als Beispiel eines wirklich erfolgreichen US-Musicals in den letzten Jahren eingefallen.

Wenn man zurĂŒckblickt, gab es nur wenige Broadway-Hits die auch in Europa große Hits waren - My Fair Lady (mit ur-englischer Thematik), Fiddler on the Roof (ebenfalls sehr europĂ€isch), Cabaret (deutsche Thematik) und die West Side Story (das einzige, was mir als "wirklich amerikanisch" einfĂ€llt, auch wenn es Shakespeare zur Vorlage hat). Die anderen Stadttheater-Dauerbrenner sind doch eher Andrew Lloyd Webbers FrĂŒhwerke Evita und JCS. Viele der grĂ¶ĂŸten Broadway-Hits liefen in Europa wenig bis selten - Rodgers/Hammerstein (außer "The Sound of Music"), Guys and Dolls, Annie get your gun, Show Boat, und und und...

Die These die ich mal aufstellen möchte, ist: Broadway hat immer nur fĂŒr sich selbst produziert, d.h. fĂŒr das amerikanische Publikum. Wenn es jemandem im Ausland gefiel, okay, aber das Auge war nach innen gerichtet. ALW hatte mit seinen ersten StĂŒcken eher ĂŒberraschend internationalen Erfolg und Cameron Mackintosh war der Mann, der begriff, dass man Musicals weltweit vermarkten konnte, in bis dato völlig brachliegenden MĂ€rkten. Er war derjenige der das "Carbon Copy"-Prinzip einfĂŒhrte und den großen Marketing-Rummel um Musicals. Und es funktionierte, weil die von ihm produzierten Shows auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner das Publikum weltweit erreichten - StĂŒcke die einfach nur durch Phantasie und Tanz beeindruckten wie "Cats" oder durch schmalzige SentimentalitĂ€t wie "Les Miserables". Er verzettelte sich dann jedoch in den 90'ern (ich glaube fast dass "Martin Guerre" fĂŒr ihn den gleichen Einbruch bedeutete wie fĂŒr Boublil/Schoenberg) und es fanden sich keine StĂŒcke/Autoren mehr, die jene GoldstrĂ€hne der 80'er wiederaufleben lassen konnten. Mit den "Witches of Eastwick" hatte er ja auch eher eine Bruchlandung erlebt und von den Autoren hat man seither nichts mehr gehört. Auch ALW schien nach Sunset Boulevard seine Gabe fĂŒr massenkompatible Ware verloren zu haben.
Zugleich gab es am Broadway eine Renaissance - man war die Melodramen aus London satt, man wollte wieder US-typisches Entertainment (auch ein Zeichen der Zeit, in der New Economy-Krise der 90'er, der neuen Bedrohung durch Terrorismus schon vor dem 9/11, usw) und bekam es mit den Producers und Ă€hnlichen Stoffen (Drowsy Chaperone, Dirty rotten Scoundrels, Hairspray...) sowie familientauglichen Shows die dem US-GemĂŒt entsprechen - Wicked (den Wizard of Oz), Avenue Q (frech, aber nicht allzu frech), die Disneyfizierung der 42nd Street...

Leider erkannte man in Europa nicht wirklich, dass die 80'er Jahre und Cameron Mackintosh mit seinem McDonalds-Prinzip eine absolute Ausnahme gewesen war. Darum importierte man weiterhin das meiste (was ja auch nicht verkehrt ist) in der Hoffnung "das neue Cats" wĂ€re darunter. In dem Sinne muß ich Wien wirklich loben - dort hat man es begriffen: Man hat stattdessen selbst Stoffe entwickelt, manchmal mit viel Erfolg (Elisabeth), manchmal ein Griff ins Klo (Barbarella), und hat sich woanders umgesehen und Romeo & Julia aus Frankreich geholt.

Wenn man in London mal zurĂŒckblickt auf frĂŒhere Jahre, haben die wenigsten US-Importe je lĂ€nger gespielt als es heute z.B. Wicked oder Avenue Q tun.

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london
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318 Beiträge
10.06.07 21:03

ja, das sind gute punkte, die du anbringst. komisch, dass momentan so gut wie nichts aus london/europa richtig erfolgreich ist (mit ausnahme von billy elliott und mama mia). hier wird eine broadwayshow nach der anderen ruebergeholt (neueste shows sind drowsy und hairpsray) und ansonsten gibts fast nur revivals. auch dort viele broadway klassiker: guys and dolls, the sound of music, grease, porgy and bess, fiddler on the roof, ...
englische produzenten gehen momentan wenige risiken ein. lord of the rings ist so ein risiko, nachdem es ja in toronto gefloppt war.

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justin
Benutzer
13386 Beiträge
10.06.07 21:08

also ich kann da johnny auch nur zustimmen, irgendwie ist das gut zusammengefasst, wobei fĂŒr mich "das europĂ€ische musical, oder kontinentaleuropĂ€ische musical" in diesem sinne nicht existiert, da mĂŒĂŸten viel mehr eigenproduktionen her

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london
Benutzer
318 Beiträge
10.06.07 21:13

das stimmt. es gibt zwar das ein oder andere in frankreich und oesterreich, ab und an mal etwas in den niederlanden aber das war es dann auch schon.
werdet ihr in die udo juergens show gehen? Glaubt ihr, dass die Leute dafuer bereit sind genausoviel geld auszugeben wie fuer einen broadway/london import?

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