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Rock of Ages

Film (Kinofilm)
 
Basierend auf dem seit 2009 am Broadway gespielten Jukebox-Musical bietet der Film trotz vorhersehbarer Story und blassen Hauptdarstellern gute Unterhaltung. Das ist vor allem den blendend aufgelegten Nebendarstellern, zu denen Hollywoodstars wie Tom Cruise und Alec Baldwin gehören, und dem 80er-Jahre-Glam-Rock-Sound zu verdanken.
 
Von Marcel Armlich

Die Story dieser Adaption der in Deutschland weitgehend unbekannten Show ist schnell erzählt: 1987 träumt Landei Sherrie von der großen Gesangskarriere und geht aus diesem Grund nach Los Angeles, wo sie prompt ausgeraubt wird. Drew, der im berühmten Bourbon Club arbeitet, verhilft ihr zu einem Job als Kellnerin. Schließlich verlieben sie sich ineinander. Währenddessen plant Bürgermeistergattin Patricia Whitmore die Straßen von L.A. von der dreckigen Rockmusik und insbesondere vom Bourbon Club zu befreien.

Im Zentrum der Handlung stehen Julianne Hough ("Footloose") als Sherrie und Leinwanddebütant Diego Boneta in der Rolle des Drew. Die beiden sind das größte Manko des Films, denn sie haben nicht nur mit einer klischeebeladenen und vorhersehbaren Liebesgeschichte zu kämpfen, sie bleiben auch meist blass. Hinzu kommt, dass ihre mit dünnen Stimmen vorgetragenen Liebesbekundungen zuweilen recht schnulzig daherkommen und für Längen sorgen.

Dem gegenüber steht eine ganze Reihe von Nebenfiguren, die mit namhaften Hollywoodgrößen besetzt sind. Angeführt werden sie von Tom Cruise ("Mission Impossible") als abgehalfterte und angehimmelte Rocklegende Stacee Jaxx. Äußerlich an Axl Rose angelegt, wirft er sich voll in seine Rolle und spielt auf köstliche Weise jedes Rockklischee aus. Auch seine musikalischen Auftritte überzeugen, vor allem das Duett zu Foreigners "I Want to Know what Love Is" mit Malin Akerman ("Selbst ist die Braut") als ihn hinterfragende und verfallende Journalistin Constance sorgt für Gänsehaut.

Ein weiteres Hilight sind das Duo Alec Baldwin ("30 Rock") und Russel Brand ("Männertrip"), die herrlich verschroben den Besitzer des Bourbon Club und dessen Assistenten geben. Ihre Interpretation von "Can’t Fight this Feeling" ist ein Augen- und Ohrenschmaus.

Außerdem zu erwähnen sind noch Catherine Zeta-Jones ("Chicago") als scheinbar spießige Gattin des Bürgermeisters, die trotz ihres vermeidlichen Hasses auf die Rockmusik "Hit Me with Your Best Shot" von Pat Benetar und Twisted Sisters’ "We’re Not Gonna Take It" zum Besten geben darf, sowie R&B-Sängerin Mary J. Blige als weise Stripclubbesitzerin Justice. Sie alle überstrahlen nicht nur mit ihren Namen die beiden Hauptdarsteller, sondern es macht auch einfach Spaß ihnen zuzuhören und –zusehen.

Echte Rockfans werden sich sicher mit den etwas weichgespülten Versionen der Glam-Rock-Klassiker schwertun, doch der Nostalgieeffekt ist da, und vor allem die Mashups gehen sofort ins Ohr.

Der Film ist eine unterhaltsame Zeitreise in die Achtziger, die ein Kinobesuch wert ist. Auch wenn es Längen gibt und die Geschichte keine großen Anforderungen ans Publikum stellt, sollte dennoch ein Blick riskiert werden. Und vielleicht findet die Bühnenversion von "Rock of Ages" durch einen möglichen Erfolg des Films wie 2010 "Hairspray" ihren Weg nach Deutschland.


 
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


29656
Einfach gute Laune...

13.07.2012 - Vorab muss ich sagen, dass ich die Bühnenshow "Rock of Ages" nicht kenne und daher nur den Film bewerten kann.

Kurz zur Story... Öhm... war da eine Story? Naja, irgendwie schon, aber die ist noch nicht mal eine Erwähnung wert. Süßes Mädchen vom Land kommt in die Großstadt und landet als Kellnerin in einer Kneipe, wo sie sich in einen erfolglosen Sänger verliebt. Klingt nach "Coyote Ugly" und genau das ist es auch. Innovativ geht zwar anders, aber um die Story geht es bei "Rock of Ages" auch gar nicht. Sondern vielmehr um eine ganze Menge 80er Jahre Glamrock-Musik und gute Laune. Und auf dieser Ebene kann der Film dann auch fast komplett überzeugen.

Julianne Hough und Diego Boneta geben sympathische Hauptdarsteller ab und singen solide. Das Drehbuch aber lässt sie in ihren klischeehaften Rollen ein wenig blass bleiben.

Ich persönlich konnte mit Tom Cruise als abgehalfterten Rockstar nicht viel anfangen. Irgendwie sah ich die ganze Zeit nur diesen Weltstar, der erfolglos versucht, gegen sein Image anzuspielen. Zumindest hat er überraschend gut gesungen.

Die größte Freude aber bereiten ohnehin die vielen skurrilen Nebencharaktere. Wenn Malin Akermann auf einem Billardtisch "I want to know what love is" singt, bleibt kein Auge trocken.

Und jeder einzelne Auftritt des Duos Alec Baldwin und Russell Brand ist allein das Eintrittsgeld wert. Somit gerät "Can't fight this feeling" dann auch zum absoluten Highlight des gesamten Films.

Die gespielten Songs hat man alle schon mal gehört, aber sie sind wirklich gut inszeniert. Vor allem die Mash-Ups überzeugen auf der ganzen Linie. Ein kleiner Nachteil ist es, dass viele der gespielten Lieder in der Serie "Glee" bereits verwendet wurden. Und dort waren sie mitunter noch epischer, kitschiger und mitreissender arrangiert.

Das alles klingt jetzt vielleicht schlimmer als es wirklich ist. Die Musik überzeugt, die Darsteler haben sichtlich Spielfreude, der Gesang ist gut bis sehr gut, häufig sitzt auch der Witz richtig gut.

Als Fazit kann man sagen: "Rock of Ages" ist wahrlich kein Meilenstein, aber das muss er auch nicht sein. Der Film macht einfach riesigen Spaß und die vielen herrlich schrägen Nebenfiguren entlohnen für so manche andere Schwäche. Ich jedenfalls wurde zwei Stunden prächtig unterhalten.

DuisburgMusical (8 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


29636
Leider nicht ganz so spaßig und gelungen wie die Bühnenshow

29.06.2012 - Die Handlung wurde leider unvorteilhaft verändert. Die witzigsten und schrägsten Charaktere wurden weggelassen. (Der deutsche Herrenmensch-Spekulant, sein sexuell undefinierbarer Sohn, die lesbische Aktivistin waren wohl politisch zu unkorrekt für ein Big Budget Movie.)
Die Musikarrangements sind sehr weichgespült, manche Songs werden nur kurz angespielt, der Filmton ist viel zu leise.

Die Stars tun ihr bestes, was aber leider nicht immer ausreicht.
Julianne Hough hat wirklich keine Rockröhre. Diego Boneta ist auch sehr schwiegermutter-freundlich aber wenig rockig.
Tom Cruise gibt einen beeindruckenden Stacee Jaxx, gesanglich und schauspielerisch top. Allerdings fällt er zu sehr aus dem Rollenvorbild, sein Charakter nimmt sich zu ernst.
Catherine Zeta-Jones ist wunderbar überdreht, überzeichnet, trashig. Damit kommt sie der Grundstimmung des Bühnenmusicals am nächsten (und das, obwohl es ihren Charakter in der Broadway Show überhaupt nicht gibt.)
Russell Brand und Alec Baldwin sind ordentliche Side Kicks, könnten aber auch noch etwas exaltierter rüberkommen.

Insgesamt unterhält man sich recht kurzweilig, aber eine vergleichbar abgefahrene Partystimmung wie bei der Bühnenshow stellt sich nicht ein.

kevin (169 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


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