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Mamma Mia!

DVD / Cast deutschsprachiger Raum (Musicalverfilmung)
 
Die gelungene Verfilmung der Bühnenshow überrascht mit größtenteils sehr guten Schauspielern und frischen Arrangements der ABBA-Songs.
 
Von Dominik Lapp

Nachdem das Musical "Mamma Mia!" bereits seit Jahren weltweit die Theater füllt und sich äußerster Beliebtheit erfreut, war es letztlich nur noch eine Frage der Zeit, bis es das Stück mit der Gute-Laune-Handlung und den bekannten Hits der schwedischen Popgruppe ABBA auf die Kinoleinwand schafft.

Glücklicherweise konnten für die Rollen exzellente Schauspieler verpflichtet werden, die so überzeugend sind, dass man die etwas platte Handlung glatt vergisst. Allen voran begeistert Meryl Streep ("Der Teufel trägt Prada") in der Rolle der Donna und zeigt sich als das, was man auf der Bühne als "Rampensau" bezeichnet. Schauspielerisch lebt sie die Rolle regelrecht, gesanglich ist sie für eine reine Schauspielerin, die von sich selbst sagt, zu Hause nur unter der Dusche zu singen, mehr als passabel. Ihr nimmt man sowohl die flippige Frontfrau von "Donna and the Dynamos" als auch die verantwortungsbewusste Hotelbetreiberin und fürsorgliche Mutter ab. Mit Christine Baranski ("Chicago") als Tanja und Julie Walters ("Harry Potter") als Rosie stehen ihr auch zwei absolut ebenbürtige Schauspielerinnen zur Seite, die das weibliche Trio komplettieren.


Für das männliche Trio konnten Ex-James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan als Sam, Stellan Skarsgård ("Goyas Geister") als Bill und Colin Firth ("Eine zauberhafte Nanny") als Harry verpflichtet werden. Während Brosnan zwar schauspielerisch okay ist, aber gesanglich eine mehr als unterirdische Leistung abliefert, überzeugen Skarsgård und Firth sowohl schauspielerisch als auch gesanglich. Vor allem die Interpretation des Songs "Our Last Summer" gelingt Firth spielend.

Als Sophie ist die bezaubernde Amanda Seyfried ("Alpha Dog") zu sehen, die das 20-jährige Mädchen von der griechischen Insel mit jugendlicher Leichtigkeit, Dauerstrahlen und einer süßen Stimme verkörpert. Dominic Cooper als Sky hingegen bleibt eher blass - sowohl schauspielerisch als auch gesanglich kann er nicht überzeugen.


Ein großer Pluspunkt ist die Tatsache, dass einige Songs anscheinend aus dramaturgischen Gründen gestrichen oder verlegt wurden. Zwar hat der Song "Thank You for the Music" so nur noch im Abspann einen Platz gefunden, doch dafür kommt an dessen Stelle nun "Our Last Summer" schon wesentlich früher zum Einsatz - und an der neuen Stelle passt er ganz hervorragend.

Insgesamt gesehen, ist Regisseurin Phyllida Lloyd mit "Mamma Mia!" ein wundervoller Film gelungen, an dem sowohl Musicalliebhaber als auch reine Filmkonsumenten ihren Spaß haben können. Auch wenn die gute Stimmung nicht von der ersten Minute an überspringt, dürfte dem Zuschauer spätestens nach einer Viertelstunde das Herz aufgehen, denn der Film macht im Großen und Ganzen gute Laune, zaubert das eine oder andere Grinsen ins Gesicht und lebt vor allem von den wundervoll neu arrangierten ABBA-Songs. In diesem Sinne: Anschauen und die Sonne ins Herz lassen. Gerade nach einem stressigen Arbeitstag ist "Mamma Mia!" sehr zu empfehlen - selbst für die Verfechter anspruchsvollerer Musicals.


 
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


5 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


30689
Ich liebe diesen Film

21.02.2015 - MAMMA MIA ist ein toller Film. Obwohl der ein oder andere Darsteller noch Probleme mit dem singen hat, ist dieser Film gelungen. Gott sei dank wurden die Lieder nicht übersetzt. Frau streep ist einfach bezaubernd als Donna.
GRANDIOS

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


26887
Musical goes Movie

09.08.2008 - Mamma Mia - Der Film
Nun kann man endlich den Film zum Erfolgsmusical im Kino sehen. Wenn man das Musical gesehen hat, kann man nicht unvoreingenommen an den Film herangehen. Wenn man das Musical sogar mehrfach in den verschiedensten Aufführungen in Hamburg, Stuttgart, Essen oder Berlin sehen konnte, hat man inzwischen eine ganze Reihe von Darstellern in den einzelnen Hauptrollen gesehen und diverse mehr oder weniger gute Gesasangsdarbietungen erlebt und wird diese mit der neuen Filmvariante vergleichen.
Die Hauptrollen im Film sind ausnahmslos überragend besetzt. Meryl Streep ist nicht nur schauspielerisch sondern auch gesanglich erste Wahl. Das Gleiche gilt für Amanda Seyfried, die im Film ihre Tochter spielt. Julie Walters als Rosie ist ein Energiebündel, das einen den ganzen Film über begeistert und mitreißt.
Insbesondere zu Pierce Brosnan ist anzumerken, dass er meiner Meinung nach definitiv nicht singen kann, was aber seine Darstellung nur wenig beeinträchtigt! Ansonsten hat man auch mit Colin Firth und Stellan Skarsgard für die weiteren Rollen der möglichen Väter auch hochkarätige Schauspieler gefunden.
Ich bin davon überzeugt, dass dieser Film von den echten Musical-Fans sicher eher skeptisch betrachtet wird. Die Handlung wurde leicht verändert, der Charme der Bühnenfassung geht verloren und gesanglich können die meisten Schauspieler nicht mit den Musicaldarstellern konkurrieren.
Letztendlich ist aber die Umsetzung von der Bühne in eine Filmkulisse gut gelungen. Die Ansprüche jedes Einzelnen können sicherlich niemals erfüllt werden. Für mich bleibt die Freude über tolle darstellerische Leistungen einer insgesamt hochwertigen Crew und die Tatsache, dass ich ab Januar nächsten Jahres die Möglichkeit bekomme, mir dieses Musical so oft anzusehen, wie ich will. Ich freue mich auf die englische Originalfassung.

www.dirk-hildmann.de (4 Bewertungen, ∅ 4.8 Sterne)


26876
nette Verfilmung mit motivierter Besetzung

05.08.2008 - Man merkt, dass es den Darstellern wirklich viel Spaß macht, das macht viel aus für den Zuschauer. Vor allem war ich von der sängerischen Leistung positiv überrascht. Grade Donna und die Dynamos kamen toll raus und Amanda Seyfried hat eine sehr schöne Stimme. Dabei passt nur Pierce Brosnan nicht richtig rein, weil seine Stimme so rau klingt, als hätte er grade eine Nacht mit Zigarren und Whiskey durchgemacht...

Obwohl ich Mamma Mia als Musical kritisch gegenüberstehe, weil mir Story und Umsetzung nie zusagten, finde ich es als Film wirklich gelungen. Die Geschichte gibt herzlich wenig her, aber für einen Film ist sie richtig. Allerdings würde ich im Leben nicht auf die Idee kommen dafür Geld im Theater auszugeben - das ist es bei den Anfahrtsumständen und den Preisen der Stage kein Stück wert und ich würd das auch keinem empfehlen.

Den Film dagegen empfehl ich gern. Auch wenn er nicht perfekt ist; ich hab manchmal weniger gelacht als die Augen gerollt - er ist unterhaltsam und vor allem hat er unglaublich viel Energie, die erstaunlicherweise auch ganz gut rüber kommt, wenn mans nicht life, sondern eben "nur" auf der Leinwand sieht. Man muss sich aber auch unbedingt auf die Musik und das, was sie ausdrückt, einlassen, denn ohne sie, wäre die Story doch ganz schön arm dran.

Eilís (7 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


26851
Daumen hoch!

30.07.2008 - Ein sehr unterhaltsamer Kinoabend liefert der Film, der sich hinter der Musical Bühnenversion - wie ich finde - nicht verstecken muss!

Wirklich gute Arbeit haben die Leute vom Sound, den Arrangements und vom Casting abgeliefert, wie ich finde.

Meryl Streep begeisterte mich natürlich vor allem als Schauspielerin... wie zu erwarten war! Großes Kino aber bspw. auch als Sängerin bei "The Winner Takes It All"

Erstaunlich auch: Bei all den großen Sängerinnen und Sängern, die wir alle vom AbbA-Original oder von der Bühne her kennen, schaffen es die Darsteller, den Liedern eine persönliche Note zu geben!

Zu kurz kam mir die Kameraführung bei den Choreos! Da wäre ausnahmsweise mehr einmal mehr gewesen

Alles in allem: Daumen hoch!

Benegon (11 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


26824
so viel Spaß

21.07.2008 - Es gibt einiges an Mamma Mia, was ich kritisieren könnte, aber wozu? Am Ende ist es ein extrem unterhaltsamer Film. Man merkt, dass Meryl Streep, Christine Baranski und Julie Walters ganz einfach extrem viel Spaß hatten. Julie Walters kann ich nicht so einordnen, aber auch wenn Meryl Streep und Christine Baranski schon bessere darstellerische Leistungen hinlegten, sind sie hier in sehr guter Form.

Chiquitita war schon auf der Bühne der gelungenste Moment, aber mit Close-ups dreier extrem gut aufgelegter Schauspielerinnen und Detailregieideen, die auf der Bühne nicht vergleichbar sinnig wären, ist es noch mal ein ganz großer Lachmoment und die Stelle, wo am meisten mit einem Lied gespielt wird.

Ich mag Amanda Seyfried sowieso sehr gern - als tote Lily Kane in Veronica Mars war sie toll, nicht minder als Mormonentochter in Big Love. Hier hat sie weniger Tiefgang zu bieten, dafür sehr viel Charme.

Schwul wie ich bin, flogen meine Sympathien unter den drei potenziellen Vätern am meisten Colin Firth als Harry zu. Könnte man aus schwulenpolitischer Perspektive kritisieren, dass ihm hier die langjährige stabile Beziehung, die er auf der Bühne hat, genommen wurde, so wiegt die on-screen-romance das auf, wenn sie auch nur angerissen ist.

Zum Ende hin darf Meryl Streep dann noch mal zeigen, was tatsächlich in ihr steckt. Erst ist sie (mit etwas Unterstützung von Amanda Seyfried) sehr berührend mit Slipping through my Fingers, dann nimmt sie sich mit The Winner Takes it all der wohl besten ABBA-Nummer überhaupt an. Und es ist verblüffend. Seit ich das Lied kenne, verstand ich es im Grunde als Aufschrei einer verletzten Seele. Nicht bei Meryl. Sie ist ernüchtert, beinahe verständnisvoll, bis sich ihre Emotionen doch soweit hochschaukeln, dass sie überfordert die Flucht ergreift. Es hätte Pierce Brosnans Stanley-Kowalski-"Donna"-Schrei nicht gebraucht, das zieht das gerade Passierte wieder zurück in Richtung Melodram, aber diese etwa 4 Minuten untermauern, wieso Mamma Mia eine seltene Compilation-Show ist, die als Theater funktioniert: Die Musik spricht den sehr normalen Leuten, die sie singen, aus der Seele. Es geht nicht, wie in der Musik von Queen, um die Existenz der Welt, um Helden und um Absolutes. Nein, es geht um Liebe, Schmerz und Freude und das ganze auf eine Art, die Identifikation erlaubt, aber dennoch die allgemeinen Platitüden von Poptexten häufig weit hinter sich lässt.

Ingbert Edenhofer (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


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Handlung
Erzählt wird die Geschichte von Donna Sheridan, die mit ihrer Tochter Sophie auf einer griechischen Insel lebt. mehr

Weitere Infos
Mit der Deutschland-Premiere am 3. November 2002 im Operettenhaus Hamburg fand die erste nicht-englischsprachige Aufführung von Mamma Mia!" statt.


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