Norden Westen Osten Süden
Termine aus DeutschlandÖsterreichSchweizNiederlandeLondonTirolLinksSuchen nach JobsRedaktionDatenschutzImpressum
Showtunes Vol. 1

CD / Sampler (Playbacks und Vocalversionen)
 
Neun zeitgenössische Musicaltitel als Playbacks und in neu eingesungenen Vocalversionen. Die Playbacks sind nicht brilliant, die Zusammenstellung und neue Interpretationen machen das Album für Musicalkenner aber interessant.
 
Von Robin Jantos

Nico Gaik (Rudolf in "Elisabeth"/Stuttgart) beweist mit dieser CD, dass er nicht nur singen, sondern auch produzieren kann. Zwar vermisst man bei den von ihm erstellten Playbacks manchmal schmerzhaft die echten Instrumente, aber für den Hausgebrauch reicht das allemal, zumal die meisten Songs schön arrangiert sind. Auch die Songauswahl macht deutlich, dass sich diese CD vor allem an Profis und Kenner richtet.

Dass die Instrumentierung weitgehend aus der Maschine kommt, wird gleich zu Beginn bei "Die roten Stiefel/Stärker als wir sind" deutlich. Zwar ist das Tempo von rund 140 Schlägen pro Minute in etwa identisch mit der Wiener Originaleinspielung, doch durch die stampfenden Synthie-Beats wirkt der Song wesentlich schneller und treibender. In Wien hatte nicht nur das Orchester, sondern auch Marjan Shakis Gesang für lieblicheren Klang gesorgt. Katja Berg singt die Sarah derber und aggressiver, fast schon so, als wäre sie bereits ein Vampir - was ja als Interpretation der Szene auch seinen Reiz hat.

"Drei Tage", das extra für die Hamburger Aufführung von "Titanic" komponierte Duett, gibt es hier erstmals auf CD. Eigentlich ist der Song ein simples, aber in seiner Schlichtheit auch schönes Liebeslied. Aber trägt die Melodie einen Song von fast vier Minuten? Daran glaubt offenbar auch Gaik nicht: Mit Schmalz und Donnern im Playback und künstlicher Dramatik im Gesang von Katharine Mehrling und Jan Amman soll die mangelnde Substanz der Vorlage - die fehlende Abwechslung und die schwache Bridge - überdeckt werden. Der schwächste Track der CD.

Angemessen ruhig ist dagegen die Instrumentierung der schönen Ballade "You Must Be There" aus "Kristina". Die leicht comichafte Färbung von Natacza S. Boons Stimme mag nicht jedermans Sache sein, die Interpretation ist aber tadellos. Hörenswert ist auch Gaik selbst in der düsteren Ballade "Schwarze Schatten" ("Ludwig²"), in der Sänger und Playback die langsam ansteigende Dramatik vom ruhigen Beginn bis zum langen Schlusston elegant bewältigen.

Warum Ferdi und Rob Bolland für Stuttgarts "3 Musketiere" aus "Wo ist der Sommer" ein Duett gemacht haben - genauer gesagt: warum die Männerstimme am Ende in das Frauensolo hineinsingen darf -, bleibt auch nach dieser Aufnahme ein Rätsel. Nichts gegen Karim Khawatmis Gesang, aber ohne die "Engel aus Kristall"-Einwürfe würde Eva Maria Benders Interpretation noch stärker wirken. Denn die bringt so viel Gefühl rüber, dass sie sich vor Pia Douwes Originalversion nicht verstecken muss.

Bei den beiden Songs aus "Rebecca" fällt wieder ins Gewicht, dass Synthesizer spielen und nicht das Orchester der VBW. Ansonsten gibt Isabel Dörfler mit dem Titelsong eine ordentliche Bewerbung für die Rolle der Mrs. Danvers ab. Während sie in Interpretation und Tonfall nah am Wiener Original bleibt (mit dem Unterschied, dass erste E von Rebecca tatsächlich auch als solches auszusprechen), singt Claus Dam "Gott, warum?" ganz anders. Sein Maxim klingt weniger verzweifelt als der von Uwe Kröger, aber gleichzeitig auch weniger nach einem lebenserfahrenen und Herrschaft gewohnten Gutsbesitzer.

Nah am Original interpretieren Jan Ammann, Claus Dam und Elisabeth Markstein das hymnische "The Meeting" aus "Masada". Auch das Playback ist hier angemessen orchestral und kaum als Synthesizer zu erkennen. Das ruhige Quintett "New Music" aus "Ragtime" geht nach den vielen dramatischen Nummern am Ende fast etwas unter, ist aber handwerklich gut gemacht.

Die auf dem CD-Cover hervorgehobenen Playback-Versionen sind nicht das Highlight der CD, aber ordentlich, wenn man für seine Darbietung keine Sinfonieorchester-Qualität braucht. Unter den eingesungenen Tracks finden sich aber einige schöne Aufnahmen, die das Album auch für Nicht-Sänger interessant machen.


 
 

Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


25706
Mehr Enttäuschung als Professionalität

20.04.2008 - Ich hatte die CD v.a. wegen der Playbacks von REBECCA gekauft. "Gott warum" ist ganz ok, aber als ich "REBECCA" hörte wäre ich fast hinter über gefallen. Ehrlich gesagt: bis auf das Schlagzeug, dass recht schön, voll und transientenreich klingt, ist es ein Reinfall. Da habe ich es als reine MIDI - Datei auf meinem Stage-Piano besser hinbekommen. Der Chor ist furchtbar.
Schön geworden, wenn auch keine Orchesterqualität, ist das Lied "Rote Stiefel/Stärker als wird sind" und mit einem Auge zugedrückt auch das Lied aus Ludwig 2. Es ist sehr schwer und komplex. Dafür ein Lob. Außer Jan Ammann und die Dame, die REBECCA, Titanic und Rote Stiefel singt, ist der Gesang ebenso enttäuschend.

FAZIT: Für das was angekündigt und beworben wurde, ist das Ergebnis bis auf wendige Ausnahmen enttäuschend für mich. Der Mix ist auch nicht immer sauber. Wer also nicht nur etwas fürs Wohnzimmer möchte: Hände weg und lieber selbst versuchen!

Musicalhyde


23154
Tolle Songs, aber....

12.12.2007 - Die Songwahl ist ja sehr erfreulich und die gesanglichen Leistungen sind auch recht gut, nur leider sind die Sänger echt miserabel abgemischt. Da hätte man einiges mehr rausholen können.

Quasi


Bitte melden Sie sich an, wenn Sie einen Leserkommentar abgeben wollen.
Neu registrieren | Logon

 
Details können Sie hier nachlesen: Leserkommentare - das ist neu
 
 

 
CD kaufen

Showtunes Vol. 1
(Playbacks und Vocalversionen)
 

 
Erscheinungsjahr 2007
Preis ca. 25€


Share |


© musicalzentrale 2019. Alle Angaben ohne Gewähr.

   Wir suchen Dich!

   SOFTWAREBILLIGER.DE

Ein Platz für Ihre Werbung?




LESETIPPS


Service-Stücke aus der muz-Redaktion:
Tipps für Musicalreisen nach London
Tipps für Musicalreisen an den Broadway
Tipps für Hobbysänger (von Eberhard Storz)
Alle Musical-Open-Airs im Überblick
Partnerseite: Musical-World


Unsere Seite verwendet Cookies & Google Maps, um Ihnen ein bestmögliches Besuchserlebnis zu bieten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie beiden Nutzungen zu. [ X ]
;