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Tipp der Redaktion
Pop-Musical

Dear Evan Hansen

You Will Be Found


© Matthew Murphy
© Matthew Murphy
Herausragende Darsteller, poppige, aktuelle Musik und eine tragisch-komische Geschichte, die zu Herzen geht. "Dear Evan Hansen" ist ein Must-See. "And here is whyÔÇŽ"

(Text: Jens Alsbach)

Premiere:19.11.2019
Rezensierte Vorstellung:27.12.2019
Derni├Ęre:22.10.2022
Showl├Ąnge:150 Minuten (ggf. inkl. Pause)


Es gibt sie immer mal wieder. Diese Momente, in denen man bemerkt, was Theater bewegen kann. "Dear Evan Hansen" hat viele solcher Momente - die Show ist ein Auf und Ab der Gef├╝hle. Einerseits gibt es die mit Liebe und viel Tiefe recherchierte Geschichte des an einer Angstst├Ârung leidenden Evan Hansen, die lose auf die Schulzeit von Komponist Benj Pasek zur├╝ckgeht. Andererseits sind es die Darsteller, die die vielschichtigen Charaktere mit Leben f├╝llen. Beides zusammen ergibt eine solch fesselnde Inszenierung, wie man sie selten auf Theaterb├╝hnen sieht. Schwere Kost, aber auch viel Herz.

Evan Hansen ist ein Teenager, dessen Angstst├Ârung es ihm beinahe unm├Âglich macht, soziale Kontakte aufzubauen. Aufgrund der Empfehlung seines Therapeuten beginnt er, E-Mails an sich selbst zu schreiben, die ihm dabei helfen sollen, sein Vertrauen zu st├Ąrken. Leider wird sein Leben zus├Ątzlich aus der Bahn geworfen, als sein Mitsch├╝ler Connor Murphy sich das Leben nimmt. Das Musical erz├Ąhlt von Evans Verstrickungen in die Hintergr├╝nde des Selbstmordes und von der Not, in die er selbst ger├Ąt, weil er versucht, der Familie des Verstorbenen zu helfen.

© Matthew Murphy
© Matthew Murphy

Evan-Darsteller Sam Tutty ist schlichtweg grandios. Die Rolle des Au├čenseiters ist eine der komplexesten, die es derzeit auf internationalen Musicalb├╝hnen darzustellen gibt, und so kann man Tuttys Leistung gar nicht genug loben. Dabei ist es weniger der gesangliche Anspruch, der die Rolle so au├čergew├Âhnlich macht - es ist die schauspielerische Leistung, die es zu w├╝rdigen gilt. Evan ist durch seine soziale St├Ârung so stark beeintr├Ąchtigt, dass er in kaum einer Situation "normal" reagiert. Er stottert, er schwitzt, er f├Ąngt unvermittelt an zu weinen oder hat Zuckungen in seiner rechten Hand, die er versucht zu verbergen. All diese Emotionen hat Tutty so au├čergew├Âhnlich authentisch drauf, dass das Publikum denkt: "Das kann doch gar nicht geschauspielert sein!" Au├čerdem l├Ąuft beinahe jede seiner m├╝ndlichen Kommunikationen aus dem Ruder, da es Evan schwer f├Ąllt, normal und zielgerichtet zu kommunizieren. So muss - zumindest am Anfang - jeder Dialog bis ins Detail getimt sein, damit er spontan und nachvollziehbar wirkt.
Ganz besonders stark ist Tutty in der Szene, in der Evan eine Rede vor der gesamten Sch├╝lerschaft halten muss und man als Zuschauer diesen am Boden zerst├Ârten Jungen einfach nur aus seiner Pein erl├Âsen m├Âchte. Diese Achterbahnfahrt der Gef├╝hle ist eine ganz starke Leistung!

© Matthew Murphy
© Matthew Murphy

Getragen wird diese Leistung durch die superbe Unterst├╝tzung des 7-k├Âpfigen Ensembles, dessen Rollen allesamt sehr speziell sind. Zuerst zu erw├Ąhnen ist da Rebecca McKinnis in der Rolle von Evans Mutter Heidi, eine Frau, die an der Liebe zu ihrem Sohn beinahe zerbricht. McKinnis` liebevoller und authentischer Umgang mit den Besonderheiten ihres Sohnes r├╝hrt - besonders im Zusammenspiel mit Sam Tutty - zu Tr├Ąnen.

© Matthew Murphy
© Matthew Murphy

Connors Schwester und Evans Angebetete Zoe (hervorragend interpretiert von Lucy Anderson) leidet still unter dem Tod ihres Bruders, w├Ąhrend sie gegen die Schuldgef├╝hle ank├Ąmpft, die sie ihm gegen├╝ber im Herzen tr├Ągt.
Auch Connors Eltern finden eine brillante Verk├Ârperung durch Lauren Ward und Rupert Young. W├Ąhrend Connors Vater erst am Ende des ersten Aktes zum ersten Mal Gef├╝hle zeigt, ist seine Mutter st├Ąndig um Fassung bem├╝ht.
Evans "enge Bekannte" - Freunde hat er nicht wirklich - sind Jared Kleinman (mit viel Comedy-Gesp├╝r und einem herrlich satirischen Lachen dargestellt von Jack Loxton) und Alana Beck (Nicole Raquel Dennis), die immer wieder an den Kern der Geschichte erinnern; an die Tatsache, dass niemand Au├čenseiter sein sollte und jeder Mensch auf seine Weise besonders ist. Und letztlich ist noch Doug Colling als Connor Murphy zu nennen, der in einer bewegenden Szene gegen Ende den wahren Hintergrund von Evans Geschichte aufdeckt. Auch hier darf wieder der grandiosen Schauspielkunst und zus├Ątzlich dem cleveren Buch von Steven Levenson gedankt werden. Auch diese Szene ist ganz gro├čes Kino.

© Matthew Murphy
© Matthew Murphy

Das Set Design von David Korins (mit Projektionen von Peter Nigrini) besteht aus verschiebbaren Projektionsfl├Ąchen, die fortlaufend diverse Social Media Apps pr├Ąsentieren und uns so bildlich vor Augen f├╝hren, wie gro├č der Kontrast zwischen Realit├Ąt und Internet-Wirklichkeit ist. Ein geschickter Kniff der B├╝hnentechniker, Evans Zerrissenheit noch eindringlicher darstellen zu k├Ânnen - und davon abgesehen die Geschichte auf einen aktuellen Stand der Zeit zu bringen.

Aktuell ist auch der Score von Benj Pasek and Justin Paul, eine Mischung aus poppigen Solos und eindringlichen Ensemblenummern. Besonders heraus stechen Evans "Waving Through A Window" und der Finalsong des ersten Aktes "You Will Be Found", eine Nummer, die mit ihrem Text und der Dramatik auf der B├╝hne tief ins Herz geht.

© Matthew Murphy
© Matthew Murphy

Und so lautet auch der offizielle Hashtag zu "Dear Evan Hansen": #youwillbefound. Diese Botschaft ist es, die diese Story und damit dieses Musical so besonders macht. Hier wird von einem grandiosen Ensemble allabendlich eine Geschichte auf die B├╝hne gebracht, die zu Tr├Ąnen r├╝hrt und nachdenklich macht. Gro├če Anerkennung f├╝r Regisseur Michael Greif, der es schafft, diese komplexe, top-aktuelle Geschichte so aufrichtig zu erz├Ąhlen. Hier wird transparent, wie wichtig es ist, dass Menschen sich Kraft und Hoffnung schenken und au├čerdem, welche Magie das Theater entfachen kann.

(Text: Jens Alsbach)



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Kreativteam

Regie Michael Greif
B├╝hnenbild David Korins
Projektionen Peter Nigrini
Kost├╝me Emily Rebholz
Licht Japhy Weideman
Sound Nevin Steinberg


Besetzung

Evan Hansen Sam Tutty
Marcus Harman,
(Ellis Kirk)
(Mitchell Zhangazha)

Zoe Murphy Lucy Anderson,
(Samantha Mbolekwa)
(Hannah Qureshi)

Heidi Hansen Rebecca McKinnis,
(Tricia Adele-Turner)
(Kristen Gaetz)
(Hannah Lindsey)

Connor Murphy Doug Colling,
(Marcus Harman)
(Haydn Cox)
(Ellis Kirk)

Cynthia Murphy Lauren Ward,
(Tricia Adele-Turner)
(Kristen Gaetz)
(Hannah Lindsey)

Larry Murphy Rupert Young,
(Mark Peachey)
(James Winter)

Jared Kleinman Jack Loxton,
(Marcus Harman)
(Haydn Cox)
(Mitchell Zhanghaza)

Alana Beck Iona Fraser,
(Samantha Mbolekwa)
(Hannah Qureshi)



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Pflichtprogramm in London! Sam Tutty brilliert in einer anr├╝hrenden, top-aktuellen Story ├╝ber Zusammengeh├Ârigkeit und die Macht der Medien.

30.12.2019

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