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Gruselkomödie

Die Addams Family

Was wär wenn


© T.Behind-Photographics
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Das Musical über die schräge Familie Addams, die einem Gruselkabinett entsprungen zu sein scheint, kommt ganz gut rum in Deutschland. In Hildesheim inszeniert April Hailer, die bei der deutschsprachigen Erstaufführung 2014 in Merzig als Alice Beineke auf der Bühne stand.

(Text: agu)

Premiere:03.11.2018
Rezensierte Vorstellung:03.11.2018
Showlänge:170 Minuten (ggf. inkl. Pause)


Gut gemacht! Bei der Deutschlandpremiere der "Addams Family" gestaltete April Hailer die Rolle der Alice Beinecke - in Hildesheim inszeniert sie nun selbst das erste Mal auf großer Bühne. Und das gelingt ihr hervorragend.

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Hailer arbeitet dabei die liebenswerten kleinen Marotten sowohl der Addams als auch der Familie Beinecke heraus, ohne dass sie dabei zu klischeehaft oder gar platt würden. Kleine Anspielungen auf andere Produktionen des TfN (bis zurück zum "Kleinen Horrorladen") und dem "Dinner for One" geben dem Stück zusätzliche Lachmomente.

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Auch bei der Besetzung hat das TfN ein glückliches Händchen bewiesen. Zwar steht Vetter Itt nicht auf der Bühne und auch das eiskalte Händchen hat nur zwei Miniauftritte, aber alle übrigen Rollen sind toll besetzt.

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Alexander Prosek ist als warmherziges Oberhaupt der Familie zu sehen und wirkt dabei ebenso stolz wie verunsichert. Mit gegeltem Haar und spanischem Akzent versucht er, seine Familie zusammenzuhalten und zeigt sich auch als temperamentvoller Tangotänzer. Marysol Ximénez-Carrillo verkörpert im wahrsten Sinne des Worts den sexy Vamp. Das Kostümbild hat ihr einen sehr tiefen Ausschnitt ins Kostüm gezaubert. Das wäre gar nicht nötig gewesen, denn auch schauspielerisch läuft der diesjährige TfN-Neuzugang zu Höchstform auf. Unnahbar kalt, elegant und dennoch tief verletzlich, gepaart mit einer starken Stimme scheint ihr Morticia Addams auf den Leib geschrieben.

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Sandra Pangl passt nicht nur optisch hervorragend in die Rolle der Wednesday. Sie nutzt ihr starkes Bewegungstalent und haucht der jungen Addams damit jugendliche Lebhaftigkeit und trotzig pubertären Sturkopf zugleich ein. Nicolo Soller gibt als Lukas Beinecke sein Debüt auf der TfN-Bühne und landet damit direkt einen Volltreffer. Nicht nur gesanglich ist Soller spitze, auch sein Spiel überzeugt - egal ob er gerade cool versucht, Pugsley zu beeindrucken oder nach einem Armbrustschuss zu Boden geht.

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Jens Krause führt als Onkel Fester durch den Abend. Er erinnert dabei immer wieder an den legendären Erzähler der "Rocky Horror Show", ist dabei allerdings herrlich schrullig und liebenswert nahbar. Seine geheime Liebe wird am TfN poetisch zelebriert und pyrotechnisch unterstützt. Michael Günther als Lurch ist immer für eine Überraschung gut - und immer außer Atem. Er wird schnell zu einem Sympathieträger und überrascht mit einem sicheren Gespür für das Understatement seiner Rolle.

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Ergänzt wird die Company durch Mitglieder des TfN-Jugendchors & TfN-MusicalClubs. Jeweils fünf von ihnen sind als "Ahnen der Familie" im Einsatz. Dabei beobachten sie, tanzen in Ensemblenummern mit und dürfen gerne auch mal als Wandbild, Teppich oder Kerzenständer das Bühnenbild anreichern. Eine gelungene Ergänzung, die hoffentlich nicht die letzte dieser Art bleibt.

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Das achtköpfigen Orchester unter der Leitung von Andreas Unsicker macht wie gewohnt einen guten Job, das Klangbild leidet allerdings unter der etwas dünnen Aussteuerung. Das Bühnenbild in Hildesheim ist hingegen ein Hingucker. Esther Bätschmann arbeitet in dunklen Tönen und mit wenig Wandflächen. So entsteht ein Bühnenbild mit viel Tiefe und nur wenigen ablenkenden Elementen. Das sehenswerte Lichtdesign in Weiß und überwiegend Pastelltönen bricht sich im feinen Nebel, hebt neben der Spielfläche nur Nuancen des Bildes hervor und lässt ungenutzte Bühnenteile im Schatten. Allgemein steckt hier viel Liebe im Detail. So dienen geknotete, schwarze Plastikfolien als Säulen, Schrumpfköpfe zieren neben funkenspeihenden Drachen die Treppengeländer und immer wieder reichen Nebel und ein einzelnes Kulissenelement für stimmige Szenenbilder. Auch hier kommen die Mitglieder des Musicalclubs zum Einsatz. Als Bühnenhelfer schieben sie Kulissenteile, klappen die hervorragend gestalteten Baumskelette auf, stehen als Kerzenleuchter im Raum oder liegen als Eisbärteppich auf dem Boden. So gelingen durchweg nahtlose Übergänge, auch ohne den Einsatz aufwändiger Bühnenmaschinerie.

Die Hildesheimer Addams sind sympathisch und bestechen durch Liebe ins Details. Sie sind einfach "gut gemacht".

(Text: agu)




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Kreativteam

Musik / TexteAndrew Lippa
BuchMarshall Brickman
Rick Elice
InszenierungApril Hailer
Musikalische LeitungAndreas Unsicker
ChoreographieAnnika Dickel
AusstattungEsther Bätschmann


Besetzung

Gomez AddamsAlexander Prosek
Morticia AddamsMarysol Ximénez-Carrillo
Wednesday AddamsSandra Pangl
Pugsley AddamsJohannes Osenberg
Onkel FesterJens Krause
GrandmaLisa Maria Hörl
Lurch Michael Günther
Mal BeineckeGerald Michel
Alice BeineckeElisabeth Köstner
Lukas Beinecke, Das eiskalte HändchenNicolo Soller
AhnenElisabeth Böhme
Dana Dietrich
Annika Flindt
Anna Hüter
Selina Hyz
Linda Krischke
Victoria Momberg
Valeria Pagano
Michel Fehrmann
Wolfram Föppl
Torben Kirchner
(Jonathan Reitze (in wechselnden Besetzungen)







Produktionsgalerie (weitere Bilder)

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(agu)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Spielstarke, anrührende Umsetzung des Stücks in opulentem Bühnenbild

03.11.2018

 Termine
Fr01.02.19:30 Uhr
Theater (Heilbronn)
Sa02.02.19:30 Uhr
Theater (Heilbronn)
So03.02.19:30 Uhr
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