Norden Westen Osten Süden
Termine aus DeutschlandÖsterreichSchweizNiederlandeLondonTirolLinksSuchen nach JobsRedaktionDatenschutzImpressum
Aktuelle Shows ( Nord )Shows A-Z ( Nord )Premieren ( Nord )King Kong


Hollywood-Musical

King Kong

Kampf dem Menschenaffen


© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
Das Junge Staatsmusical erweckt den größten und berühmtesten Affen der Filmgeschichte zu neuem Leben im Studio des Staatstheaters – einem Theatersaal, in dem höchstens King Kongs kleiner Zeh Platz hätte. Das führt zu charmanter Improvisation statt Gigantomanie

(Text: ig)

Premiere:02.02.2019
Rezensierte Vorstellung:06.02.2019
Showlänge:130 Minuten (ggf. inkl. Pause)


Paul Graham Brown (Musik) und James Edward Lyons (Buch) haben die bekannte Geschichte in ihrem Stück nicht so parodistisch bearbeitet, wie man erwarten könnte. Die Songs nehmen sich überraschend ernst und versuchen die Charaktere, die sonst zu Klischees erstarren könnten, dreidimensional erscheinen zu lassen. Dass es dann letztendlich doch nicht zu bierernst wird, ist der Tatsache geschuldet, dass die Handlung auf drei Figuren und einen kleinen Bühnenraum reduziert ist und das Kreativteam seinem Namen alle Ehre machen muss.

Iris Limbarth (Inszenierung und Choreografie), Heike Korn (Kostüme) und Britta Lammers (Bühne) gehen dabei einfallsreich zu Werke. Auf der fast leeren Bühne behelfen sie sich mit wenigen clever eingesetzten, manchmal auch zweckentfremdeten Requisiten. Koffer müssen beispielsweise als Tisch, Boot oder auch das Dach des Empire State Buildings herhalten. Der monströse Affe tritt in Form einer riesigen Hand, eines überdimensionalen Auges, eines Schattens und eines Papp-Kopfes auf. Der an sich nüchterne Raum wird durch gute Ausleuchtung, etwas atmosphärischen Nebel und Videoprojektionen aufgepeppt.

Regisseurin Limbarth begibt sich auf die Gratwanderung zwischen Figurenzeichnung und Parodie. Einer gewissen Langatmigkeit kann sie trotz guter szenischer Einfälle im ersten Teil nicht entgehen. Das ist in erster Linie dem Buch geschuldet, das sich zu viel Zeit nimmt, um die Figuren und ihr Verhältnis zueinander zu erklären. Mit King Kongs lang erwarteter erster Sichtung wird das Publikum in die Pause entlassen; der zweite Teil wartet dann mit deutlich mehr Aktion auf.

Aus dem Darsteller-Trio sticht Tim Speckhardt heraus. Sehr präsent und stimmlich stark verkörpert er den Filmregisseur Carl Denham, der anfangs sympathisch wirkt, dann aber immer verbissener und manischer sein Ziel, einen Film über den Riesenaffen zu drehen und ihn nach New York zu bringen, verfolgt.
Lisa Krämer und Benjamin Geipel kommen in punkto Präsenz nicht ganz an ihn heran, aber sie spielen sich nach gehemmtem Anfang im Laufe des Stückes frei. Krämer nimmt als Schauspielerin Ann Darrow durch ihre leichte, angenehme Stimme, die für ihre emotionalen Balladen wie geschaffen scheint, für sich ein. Geipel überzeugt besonders in den komödiantischen Passagen seines sich vom Raubein zum romantischen Helden wandelnden Kapitäns Jack Driscoll.
Frank Bangert am Klavier ist ein hellhöriger Begleiter, der unter erschwerten Bedingungen – er sitzt im seitlichen Bühnenhintergrund und die Darsteller singen ohne Mikrofon von ihm weg – ein sicheres Fundament bildet.
Ebenso wenig wie die musikalische Seite darf man die Leistung von Nick Malkewitz und Coco Brell als Zwei-Personen-Ensemble unterschätzen. Sie sind dauerbeschäftigte Statisten, Bühnenarbeiter und Notenumblätterer.

"King Kong" ist ein sympathischer, sehenswerter Theaterabend, der immer dann besonders Spaß macht, wenn mit kleinen Dingen große Wirkung erzielt und dadurch die Fantasie der Zuschauer geweckt wird.

(Text: Ingo Göllner)




Verwandte Themen:
News: Die Musical-Saison 2018/19 beim Jungen Staatstheater Wiesbaden (23.03.2018)



Kreativteam

Inszenierung Iris Limbarth
Musikalische Leitung Frank Bangert
Bühnenbild Britta Lammers
Kostüme Heike Korn


Besetzung

Carl Denham Tim Speckhardt
Leonard Linzer

Ann Darrow Felicitas Geipel
Lisa Krämer

Jack Driscoll Norman Hofmann
Benjamin Geipel
Usher, Ensemble Nick Malkewitz
Usherette, Ensemble Coco Brell




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler
© Christine Tritschler


Bitte melden Sie sich an, wenn Sie einen Leserkommentar abgeben wollen.
Neu registrieren | Logon

 
Details können Sie hier nachlesen: Leserkommentare - das ist neu
 
 

 Theater / Veranstalter
Hessisches Staatstheater
Christian-Zais-Str. 3
D-65189 Wiesbaden
0611-132325
Email
Homepage
Hotels in Theaternähe

 So fand ich die Show
Jetzt eigene
Bewertung schreiben!
 Kurzbewertung [ i ]
(ig)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Großer Affe auf kleinstem Raum. Die kreative Inszenierung nutzt die beengten Verhältnisse für clevere Effekte. Ein augenzwinkernder Spaß!

06.02.2019

 Termine
Sa02.03.19:30 Uhr
Mo04.03.19:30 Uhr


© musicalzentrale 2019. Alle Angaben ohne Gewähr.

   Wir suchen Dich!

   SOFTWAREBILLIGER.DE

Ein Platz für Ihre Werbung?




   HOTEL.DE

THEATER-TIPPS


Sitzen, Parken, Gastro: Unsere Leser geben Tipps für den Theaterbesuch.
Freilichtspiele Tecklenburg, Neue Flora Hamburg, Operettenhaus Hamburg, Raimund Theater Wien, SI-Centrum Stuttgart.
Partnerseite: Musical-World


Unsere Seite verwendet Cookies & Google Maps, um Ihnen ein bestmögliches Besuchserlebnis zu bieten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie beiden Nutzungen zu. [ X ]
;