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Aktuelle Shows ( Nord )Shows A-Z ( Nord )Premieren ( Nord )Bat Out Of Hell


Rock-Musical

Bat Out Of Hell

Jetzt kommt alles zurück zu mir


© Stage Entertainment
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"Bat Out Of Hell" ist eine Show, bei der die Meinungen so weit auseinander klaffen, wie im Musical die Kluft zwischen den verfeindeten "The Lost" und "Falco Industries". Fans der eingängigen Rock-Musik von Jim Steinman kommen auf ihre Kosten, denn das Stück präsentiert die Songs in einer spannend arrangierten und gut orchestrierten Weise. Freunde einer stringenten, gut konzipierten Story werden sich nach wenigen Minuten abmelden, denn die Geschichte ist dermaßen konfus und abstrakt, dass man beinahe vom Nichtvorhandensein einer Handlung sprechen kann.

(Text: Jens Alsbach)

Premiere:08.11.2018
Rezensierte Vorstellung:08.11.2018
Showlänge:180 Minuten (ggf. inkl. Pause)


Beim Betreten des Theatersaals erwartet einen der Anblick eines außergewöhnlichen Bühnenbildes. Auf der rechten Seite thront der riesige "Falco Tower"; links gibt es eine Leinwand und einen U-Bahn-Tunnel. Im Vordergrund durchzieht eine verdreckte Kraterlandschaft den Raum. Das Bühnenbild ist anfangs eines der Highlights der Show. Es ist recht wandelbar: Der Tower kann sich beispielsweise öffnen und gibt so Räume im Inneren frei. Außerdem sorgen Kameraleute auf der Bühne, die neben den Darstellern herlaufen, dafür, dass das Geschehen sowohl auf der hinteren Leinwand als auch auf kleinen Röhrenfernsehern an den Seiten auf Videos zu sehen ist. Eine spannende und abwechslungsreiche Idee, und gerade für Zuschauer im hinteren Bereich des Auditoriums sicherlich auch unterstützend. Leider fällt Set Designer Jon Pausor danach nicht mehr viel Neues ein, so dass die Bühne zwar spektakulär daherkommt, aber letztlich dann im weiteren Verlauf nicht viel Abwechslung zu bieten hat.

© Stage Entertainment
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Die Darsteller sind gut ausgewählt. Robin Reitsma als Strat hat einen Großteil der Songs inne, überzeugt gesanglich, bleibt schauspielerisch jedoch recht verhalten. Gerade das Verlangen nach Raven, Falcos Tochter, ist anfangs nicht sehr eindringlich. Raven wird gespielt von Sarah Kornfeld, die am Premierenabend leider stimmlich angeschlagen war. Im zweiten Akt musste sie durch Maureen Mac Gillavry ersetzt werden, die eine starke, rockige Stimme ins Feld führt.

© Stage Entertainment
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Highlight in Sachen Darstellung und Gesang ist jedoch die Kombination Willemijn Verkaik und Alex Melcher. Die beiden erfahrenen Darsteller hauchen den Meat-Loaf-Songs ungeahnte Intensität ein. So werden Lieder wie "Wo tut mir der Schmerz am meisten weh" ("What Part Of My Body Hurts The Most") oder auch das gemeinsame Quartett mit Raven und Strat "Jetzt kommt alles zurück zu mir" ("It’s All Coming Back To Me Now") zu musikalischen Highlights, die durch die behutsam übersetzten Texte von Frank Ramond und Roland Schimmelpfennig nichts an Qualität verlieren. Einzig die Tatsache, dass viele Songs noch einen zusätzlichen Refrain in englischer Sprache verpasst bekamen, mutet seltsam an. Natürlich ist verständlich, dass man Fans der Originalsongs auch einen Berührungspunkt in der Originalsprache gönnen möchte, jedoch wirkt dies im Umfeld einer handlungstragenden Geschichte deplatziert.

© Stage Entertainment
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Letztlich ist damit das größte Problem des Stückes angesprochen: die Story. Dazu muss man wissen, dass Steinman die Geschichte schon während der Konzeption der "Bat Out Of Hell"-Album-Trilogie von Meat Loaf erdachte, diese mit Referenzen aus Peter Pan vermischte und die Handlung ins postapokalyptische Manhattan versetzte, das nun Obsidian heißt. Dort lernen sich Strat, der Anführer von "The Lost", einer Gruppe Jugendlicher, die nicht älter werden können, und Raven, die Tochter des tyrannischen Herrschers Falco, kennen. Die daraus resultierende Liebesgeschichte inklusive einiger wirrer Nebenhandlungen stellt die Basis für das Musical dar. Doch Regisseur Jay Scheib gelingt es nur schwerlich, die abstrakt-verworrene Handlung der Endzeit-Romanze zu transportieren, so dass es ratsam ist, sich weniger auf die Story zu konzentrieren und den Fokus auf die melodiösen Songs und die kraftvolle Darbietung der Darsteller zu legen. So gelingt ein unterhaltsamer Abend, der mehr als Rock-Konzert denn als handlungstreibende Geschichte punktet.

© Stage Entertainment
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(Text: Jens Alsbach)






Besetzung

Strat Robin Reitsma
Raven Sarah Kornfeld
Sloane Willemijn Verkaik
Falco Alex Melcher
Tink Tom van der Ven
Zahara Aisata Blackman
Jagwire Benet Monteiro
Ledoux Michael Moore
Blake Lorenzo Di Girolamo
Walk In Cover Strat/Cover Ledoux Antonio Calanna
Cover Sloane Franziska Schuster
Cover Falco, Ensemble Carl van Wegberg
Ensemble April van Amelsvoort
René Becker
Jacob Fearey
Rhys George
Vinicius Gomes
Jessica Lapp
Gonzalo Campos Lopez
Masengu Kanyinda
Charlie Knight
Maureen Mac Gillavry
Luca Maus
Jolijn van de Pol
Bathoni Puplampu
Anna Julia Rogers
Ida Linnéa Svanberg
Niall Swords
Bethany Terry
Karen Walker
Tarquin Whitebooi
Sander van Wisse



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


7 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


Endlich mal was frisches und gewagtes

10.01.2019 - Als ich vor ca. 2 Jahren das erste Mal von diesem Musical gehört habe, hätte ich nie gedacht, dass es von Stage Entertainment nach Deutschland geholt wird und schon gar nicht so schnell. Ich gehe nur sehr selten in die großen Produktionen, weil mich der immergleiche Webber-, Disney- oder Filmabklatschkram der hier in Deutschland geboten wird nicht wirklich interessiert. Für Bat out of Hell habe ich mir jedoch gleich Karten geordert und habe mir nun in dieser Woche die Aufführung angesehen.
Es ist ein wahnsinns Stück und alle die auf anspruchsvollen, bombastischen Rock stehen, sollten es sich anschauen.
Ich möchte noch auf einige Punkte genauer eingehen, auch was vorherige Bewertungen dazu sagen.

Story:
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, wieso irgendjemand wegen der Geschichte in ein MUSICal geht. Der Ausgang ist doch eh immer bekannt. Wer da Wert drauf legt, sollte doch eher ins Theater gehen oder einen guten Spielfilm schauen...
In Bat out of Hell geht es einfach nur um eine scheinbar aussichtslose Liebe zwischen zwei Personen aus unterschiedlichen Ständen. Klar, das die Geschichte in einer apokalyptischen Zukunft mit mutierten 18Jährigen spielt, hätte man auch anders lösen können. Z.B. in Manhatten der 50er Jahre mit 2 verfeindeten Gangs, im antiken Ägypten mit einem erfolgreichen Feldherren und einer Sklavin oder auch einfach ein verwunschenes Monster und ein hübsches Mädchen. Ach ja, das gibt es ja alles schon...Also, die Story ist eh fast immer die selbe.

Sprache:
Ich bin wirklich kein Freund der Deutschen Versionen von Musicals und höre zuhause fast immer in den Originalsprachen.
Als ich hörte, dass Bat out of Hell in Deutsch aufgeführt wird, war mein erster Gedanke auch nur, WARUM DENN DAS???
Nachdem ich die Show gesehen habe, finde ich es aber gut! Da es kein durchkomponiertes Musical ist, wären die Alternativen gewesen, es entweder komplett in Englisch aufzuführen, oder die Dialoge in Deutsch und die Songs auf Englisch (wäre auch irgendwie komisch...). Da auch in den Dialogen oft schon Zeilen aus dem kommenden Lied zitiert werden, ist es komplett auf Deutsch wahrscheinlich am besten.
Natürlich klingt es dadurch gewöhnungsbedürftig und teilweise etwas sperrig. Aber auch nicht mehr oder weniger als in allen anderen eingedeutschten Musicals auch.

Musik:
Das Orchester spielt hervorragend und die Songs sind alle toll und nah am Original orchestriert.
Die Darsteller spielen und singen mit vollem Einsatz. Zwar kommt die ein oder andere Stimme manchmal an ihre Grenzen, aber lieber so, als perfekt und leidenschaftslos.
Im ersten Akt gibt ziehen sich einige Dialoge etwas und das Lied "Who needs the young" aus Meat Loafs neustem Album hätte man besser gestrichen, aber vor allem im zweiten Akt jagt ein Superhit den nächsten.

Fazit:
Man sollte mit den richtigen Erwartungen in die Show gehen! Es ist KEIN Meat Loaf Musical sondern es geht um die Musik von Jim Steinmann. Diese wird hier auch perfekt und abwechslungsreich in Szene gesetzt.
Es ist auch KEIN Familien-Musical a la Disney oder A.L. Webber. Es ist laut, rockig, anzüglich und ausgeflippt.
LEIDER scheinen die typischen deutschen Musical-"Fans" dafür nicht die richtige Zielgruppe zu sein. Ich kann aber nur jedem empfehlen sich das Stück anzusehen, so lange es noch läuft!

E_Mosch (erste Bewertung)


Musiktheater, das begeistert

21.12.2018 - Zur Story es handelt sich um eine Liebesgeschichte in der Zukunft + eine unerfüllte Liebe + eine Liebe die mit den Jahren auf der Strecke blieb. So würde ich die 3 Handlungsstränge beschreiben. Die Cast begeistert allen voran: Robin Reitsma (ein echter Glücksgriff als Strat), Alex Melcher, Willemijn Verkaik, Tom van der Veen. Die Musik hat so eine Kraft und zieht einen mit, die Bilder zu den einzelnen Liedern sind stark, tolle Videoprojektionen. 6 x habe ich das Musical in Oberhausen bisher gesehen und das Publikum war immer begeistert, auch wenn die eine oder andere Show besser besucht sein könnte. Die deutsche Übersetzung ist gut und die Verbeugung an das Original, wenn mal ein Stückchen/Strophe auf englisch gesungen wird ist gut und gelungen. Ich würde mich über eine Oberhausener CD sehr freuen!

Lisa09 (22 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Langweilig

24.11.2018 - Gestern waren wir spontan in "Bat out of Hell" weil es ein super Black Friday Angebot Im Centro Ticket Shop gab. Im Theater selbst soll man dieses Angebot wohl nicht bekommen haben. Da es für PK Premium (60€) nur noch Einzelplätze gab haben wir uns für PK 1 (50€) Hochparkett Reihe 1 linke Seite entschieden. Wir hätten uns aber auch einen Termin bis Juni aussuchen können. Die Plätze waren gut aber das wusste Ich auch vorher schon. Im Hochparkett waren die hinteren Reihen abgehängt und wir saßen dann mit ca 100??? Leuten im Hochparkett. Parkett war bis auf wenige Plätze voll. Zur Show selbst... wir hatten die komplette first cast und wirklich jeder hat super gesungen. Das Bühnenbild sah cool aus aber hat nach einer halben Stunde schon gelangweilt, weil wirklich viel ändern tut sich da ja nichts. Zur Handlung muss man gar nichts sagen weil es eigentlich überhaupt keine erkennbare Handlung gibt. Die Musik war grausig. Ca 5 Songs kannte ich und die haben sich in diesem Musical einfach nur schrecklich angehört. (Der zweite Song im ersten Akt, gesungen von Alex und Willemijn, furchtbar ich habe noch nie so ein schreckliches Lied gehört).
Es gab wirklich leider kein einziges kleines Highlight. Das Publikum in den vorderen Reihen hatte aber glaube ich seinen Spaß. Sind aber auch einige Leute nach der Pause gegangen. Ich denke nicht das dieses Musical lange spielen wird.

J_F_K (17 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Was war das denn???

18.11.2018 - Eins vorweg...
Ich bin kein Jim Steinmann Fan, und auch futuristische Stories sind nicht gerade meins. Aber ich wollte Bat out of Hell eine Chance geben und war sehr neugierig...

Aber dieser Theater Abend war so verwirrend.
Die Bühne ist total überladen, und auch durch Projektionen wird die Story einem nicht klar.

Die Story spielt in der Zukunft, Kinder sind atomar verseucht und altern nicht mehr. Die Welt wird geführt von Falco und seinem Imperium. Warum? Das wird nicht geklärt. Natürlich verliebt sich die Tochter des "Imperators" in den Anführer der revolutionären "Kindern". Warum sich alle irgendwie lieben, und dann wieder nicht ist sowieso eine komische Frage an diesem Abend. Genau wie das Ende, wo Falco geläutert ist und alle eine große Party feiern.

Die Songs sind alle ins Deutsche übersetzt, was meist aber von fremden Dialekten (Holländisch, italienisch, englisch, uvm) unverständlich vorgetragen wird. Was der Story auch nicht zuträglich ist.

Tolle Darsteller, mit viel Energie stehen auf der Bühne, können aber leider den Abend auch nicht retten.
Wunderbar Benet Monteiro als Jagwire, Alex melcher als Falco, und Tom van der Von als Tick singen und spielen großartig. Die Frauen hingegen spielen manchmal so hysterisch und steif, das man denkt welche Krankheit hat diese Rolle? Gerade Maureen Mac Gillavry als Raven, spielt so alsob sie immer von den Eltern unter Drogen gesetzt wird. Zuviel für einen Geschmack.

Wie schon oft zitiert, ist die Choreografie komplett fehl am Platz, und auch wenn sie noch so energiereich dargeboten wird, verwirrt sie mehr, als das sie unterstützt.

Der Abend wirft viele Fragen auf. Und auch wenn man ein paar Tolle Momente bei den Song Klassikern hat, täuscht das nicht darüber hinweg, das es absolut keine Show für einen Großproduktion ist, nicht Massen tauglich ist, was an dem Abend nicht meine alleinige Meinung war, bei dem halb leeren Saal.

Da fragt man sich wirklich, warum Stage so eine Show nach Deutschland holt, und fantastische Shows wie FUG in München und Kinky in HH schließen müssen?

KristinP (72 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Nur schwer zu verstehen

18.11.2018 - Wir waren am 17.11. in der Vorstellung und hatten uns sehr auf die Show gefreut.

Leider traten in beiden Hauptrollen nicht die Erstbesetzungen auf. Strat wurde von Antonio Calanna gespielt, der als Walk-In-Cover geführt wird,als Raven sahen wir Maureen Mac Gillary, die unter Ensemble geführt wird.
Und das war auch das Hauptproblem. Beide haben einen so starken Akzent, dass sich dies auf ihre Leistung auswirkt. Beim Sprechen sind beide so sehr bemüht die deutschen Worte richtig auszusprechen, dass sie im Grunde keine Emotionen transportieren können.

Da die Texte ins deutsche übersetzt wurden, sollte man auch hier erwarten können, dass die Zeilen zum Verständnis der Handlung beitragen. Doch das gestaltet sich hier schwierig. Ruhige Balladen werden verständlich vorgetragen, aber sobald die Musik schneller und lauter wird kann man wirklich nur noch einzelne Textfragmente verstehen. Da zusätzlich auch noch mehrere Hölländer in den anderem Rollen auf der Bühne stehen, werden auch die Ensemble-Gesänge oft zu einem konzentrierten Worteraten...

Im krassen Gegensatz dazu standen Alex Melcher und Willemijn Verkaik, die ihre Rollen als Ravens auseinandergelebte Eltern eindrucksvoll und stimmgewaltig auf die Bühne bringen. Besonders Alex Melcher als Diktator Falko begeistert durchgehend durch seine Stimme und Ausstrahlung und wird zum großen Gewinner der Show.

Tom van der Ven verkörpert die Rolle des jungen Tink beeindruckend, mit einer gehörigen Portion Naivität, jugendlicher Unschuld und dem sehnlichen Wunsch "dazuzugehören". Sein Akzent stört dabei überhaupt nicht, da er die Rolle sehr überzeugend rüberbringt.

Die Handlung ist schon mehr als flach, man könnte sie auch als dümmlich bezeichnen. Die Personen bleiben im Grunde durch die Bank eindimensional und werden von der Regie auch ziemlich im Stich gelassen. Die Jungs werden kurz als "The Lost" beschrieben, junge Rebellen, die durch einen Chemieangriff für immer achtzehn bleiben.Erst im zweiten Akt dürfen sie bei dem Song "Objects in the rear view Mirror" Gefühle zeigen und erhalten etwas Tiefe.

Raven ist eine sich über den Boden wälzende achtzehnjährige (was man ihr in keiner Sekunde abnimmt), bei der man sich fragt, welche manisch depressive Krankheit sie befallen hat...

Das Orchester klingt im Grunde trotz des obligatorischen Schrumpfens auf zehn Mann voll und energiegeladen, das Bühnenbild ist funktional und im Großen und Ganzen stimmig. Ravens Zimmer ist in der zweiten Etage des Falko-Towers angelegt.Zusätzlich wird das Geschehen dort auf einer Leinwand gezeigt, das von einer Kamerafrau, die ständig durch den Raum läuft, gefilmt wird. In unseren Augen eine völlig unpassende und unnötige Regieleistung.

Die Choreografie lässt einen auch nur staunend zurück, uninspieriertes rumhüpfen und Arme schwingen, da hat sich keiner große Gedanken gemacht...

Am Ende haben sich dann alle lieb... warum erschließt sich logisch nicht so wirklich. Außer dass der böse Alex Melcher in den Freak Brunnen springen muss und dann als geläuterter Mensch wieder herauskommt. Da kann man ihm dann schon mal verzeihen, dass er die Jugendlichen gequält und einen von ihnen getötet hat...

Wenn man keine tiefgründige Handlung erwartet hat Bat out of Hell das Potential sein Publikum gut zu unterhalten. Es sind einige großartige Songs von Jim Steinman vertreten und man könnte die Halle damit durchaus zum Kochen bringen.
Doch durch die Probleme mehrerer Darsteller mit der deutschen Sprache, wird der Genuß der Musik leider immer wieder zerstört.

Man fragt sich unweigerlich, ob die Stage-School, an der die Stage Entertainment ja sein Jahren ausbildet, so schlecht ist, dass man da keinerlei deutsche Absolventen hervorbringt, die man auf die Bühne lassen kann.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt bei der Stage schon lange nicht mehr. Ticketpreise von bis zu 160€ stehen in keinem Verhältnis zu dem gebotenen Erlebnis.
Das spiegelte sich in unserer Vorstellung wohl auch durch eine nur gut sechzigprozentige Auslastung wieder.

TorstenH (erste Bewertung)


Englische Liedtexte wären besser

15.11.2018 - Ich war heute (15.11.2018) spontan in Bat out of Hell. Von den deutschen Texten war ich, wie erwartet, nicht allzu sehr angetan. Allerdings frage ich mich, warum man die Lieder überhaupt ins Deutsche übersetzt, wenn man sie dann von nicht-muttersprachlich-deutschen Darstellern singen lässt, bei denen man kaum ein Wort versteht. Wenn man wie ich die Lieder seit 40 Jahren kennt und liebt, würde man sie sowieso viel lieber mit dem Originaltext hören. Die besten Stellen im Musical waren für mich die Zeilen, die auf englisch gesungen wurden. Zu den Darstellern: Robin Reitsma hat für mich überhaupt kein Charisma. Überhaupt kein Vergleich zu Andrew Polec, den ich in London sehen durfte. Maureen Mac Gillavry, die in der besuchten Vorstellung die Raven spielte, sah für meinen Geschmack etwas zu reif aus für eine 18-jährige. Allerdings hat sie eine tolle Stimme. Ihre beiden Soli ("Heaven can wait" und das zweite weiß ich nicht mehr, kann auch ein Duett gewesen sein) waren wirklich sehr beeindruckend gesungen. Willemijn und Alex waren die einzigen, die bei mir Emotionen hervorgerufen haben, natürlich bei dem wunderbaren "What part of my body hurts the most" (nicht wunderbar von der Übersetzung her, aber von der Intensität her, mit der es gesungen wurde) und auch bei "It's all coming back to me". Was ich sehr schade finde, ist, dass Sloane in diesem spießigen 80er-Jahre-Look herumlaufen muss (Frisur, Kleidung). Hallo, das Stück spielt doch in der Zukunft!?!? - Die Handlung des Stücks ist sehr flach, und wo ich mir in London noch gewünscht habe, mehr von den Sprechtexten zu verstehen, habe ich mir heute gewünscht, weniger davon zu verstehen, da sie - möglicherweise auch aufgrund der starken Akzente der meisten Darsteller - einfach keinen Charme haben. Das Theater war kaum halb voll. Der Applaus zwischen den Liedern war im ersten Akt sehr schwach, im zweiten Akt gab es auch ein paar Juchzer. Fazit: Man kann es sich einmal anschauen, aber ich habe kein Bedürfnis, es nochmal zu sehen, es sei denn, sie würden alle Lieder auf englisch singen. Denn die Lieder sind so ziemlich das einzige, was an dem Stück gut ist, aber nicht, wenn sie auf deutsch gesungen werden. - Ach ja, noch zwei Anmerkungen: ich war etwas erstaunt, dass der Anfang - "Love and death and an american guitar" nicht wie in London von Strat, sondern von Raven gesprochen wurde. Aber das hat Maureen klasse gemacht. Und dann noch etwas zu den Übersetzungen: man kann gerne bei Wörtern wie "seh'n" oder "hör'n" einen Vokal weglassen, um eine Silbe zu sparen, das ist ja auch Umgangssprache. Aber mei'm statt meinem oder wein' statt weinen (als Beispiel) geht für mich gar nicht. Das hört sich einfach nur blöd an. Und solche Stellen kommen leider öfter vor.

GraefinKrolock (erste Bewertung)


Teilweise schon recht schwer verdaulich

12.11.2018 - Das Chaos auf der Bühne des Metronom Theaters in Oberhausen ist groß.
Ebenso viele unterschiedliche Gedanken gehen einem durch den Kopf, wenn man versucht sich mit BAT OUT OF HELL und seiner Inszenierung auseinanderzusetzen.
Eigentlich könnte man eine ganze Doktorarbeit darüber schreiben, so viele Fragen wirft das alles auf.
Deshalb nur stichpunktartig ein paar Anmerkungen meinerseits:

Buch und Text erzählen etwas platt und oftmals langatmig die Geschichte einer dysfunktionalen Ehe und einer problematischen Teenagerbeziehung in postapokalyptischer Zeit. Alle Charaktere -von den Protagonisten bis zu den Ensemblerollen- sind eindimensional, schablonenhaft, unsympathisch, ohne Motivation und Vorgeschichte. Trotzdem ergeht man sich immer wieder in endlos langen Gaga-Monologen oder Dialogen, die wenig erklären, wenig voranbringen aber viel bremsen.

Die Musik hätte eine bessere, vollere Orchestrierung verdient.
Man denkt bei jedem der Steinman Hits etwas wehmütig an die Originalversionen.
Alles leidet zusätzlich unter der sprachlichen Verwirrung, wenn Gesangs- und Sprechtexte halb Deutsch, halb Englisch daherkommen und mit hartem holländischen Akzent vorgetragen werden. Das wirkt sperrig und wenig organisch.

Das Bühnenbild ist großartig gelungen. Stimmungs- und effektvolle Bilder zeigen auf oftmals geniale Weise traumatische, visionäre oder dekadente Räumlichkeiten.

Die Choreografie ist einfach nur unpassend und aufgrund ihrer vielen Wiederholungen langweilig.
Wegen des sehr begrenzten Platzes im Bühnenvordergrund steht das Ensemble meist brav aufgereiht nebeneinander, stampft mit den Beinen und schwenkt die Arme.
Das passt nicht zur Musik, noch zu der Handlung oder den Charakteren.

Die Regie ist sehr darum bemüht hip, cool und anders zu sein.
Das Konzept geht aber leider in seiner schwerfälligen, sich immer wiederholenden Art nicht wirklich auf.

Die Besetzung hat mit dem Rohmaterial zu kämpfen. Verkaik und Melcher schaffen es noch am ehesten aufgrund ihrer Souveränität und charismatischen Bühnenpräsenz positiv aufzufallen.
Der Rest muss... nun ja, eben kämpfen.

BAT OUT OF HELL ist sicher nicht das optimale Vehikel, um die großartigen Songs von Jim Steinman einer weiteren Verwertung zuzuführen. Es könnte und sollte eigentlich mehr sein, als das, was hier zu sehen und zu hören ist.
Unterm Strich ist die Produktion dennoch leidlich unterhaltsam.

Die Begeisterung des Publikums im schlecht ausgelasteten Metronom Theater hält sich dann auch in überschaubaren Grenzen.

kevin (149 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


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 Theater / Veranstalter
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Musikweg 1
D-46047 Oberhausen
01805/44 44
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(jal)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Die Story ist verwirrend und oft nicht nachvollziehbar. Jedoch machen die grandiose Rockmusik, das hervorragende Orchester und der mitreißende Cast den Abend zu einem Ereignis.

11.11.2018

 Leserbewertung
(7 Leser)


Ø 2.14 Sterne

 Termine
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