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Rock-Musical

Bat Out Of Hell

Jetzt kommt alles zurück zu mir.


© Stage Entertainment
© Stage Entertainment
Das Musical von Rock-Gigant Jim Steinman erlebte 2017 seine Uraufführung in Manchester und ist derzeit in London zu sehen. Es erzählt eine dramatische Liebesgeschichte in einer post-apokalyptischen Zukunft. Die deutschsprachige Erstaufführung findet im November in Oberhausen statt.

(Text: mr)

Premiere:08.11.2018
Rezensierte Vorstellung:08.11.2018








Besetzung

Strat Robin Reitsma
Raven Sarah Kornfeld
Sloane Willemijn Verkaik
Falco Alex Melcher
Tink Tom van der Ven
Zahara Aisata Blackman
Jagwire Benet Monteiro
Ledoux Michael Moore
Blake Lorenzo Di Girolamo
Walk In Cover Strat/Cover Ledoux Antonio Calanna
Cover Sloane Franziska Schuster
Cover Falco, Ensemble Carl van Wegberg
Ensemble April van Amelsvoort
René Becker
Jacob Fearey
Rhys George
Vinicius Gomes
Jessica Lapp
Gonzalo Campos Lopez
Masengu Kanyinda
Charlie Knight
Maureen Mac Gillavry
Luca Maus
Jolijn van de Pol
Bathoni Puplampu
Anna Julia Rogers
Ida Linnéa Svanberg
Niall Swords
Bethany Terry
Karen Walker
Tarquin Whitebooi
Sander van Wisse




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Stage Entertainment
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


4 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


Was war das denn???

18.11.2018 - Eins vorweg...
Ich bin kein Jim Steinmann Fan, und auch futuristische Stories sind nicht gerade meins. Aber ich wollte Bat out of Hell eine Chance geben und war sehr neugierig...

Aber dieser Theater Abend war so verwirrend.
Die Bühne ist total überladen, und auch durch Projektionen wird die Story einem nicht klar.

Die Story spielt in der Zukunft, Kinder sind atomar verseucht und altern nicht mehr. Die Welt wird geführt von Falco und seinem Imperium. Warum? Das wird nicht geklärt. Natürlich verliebt sich die Tochter des "Imperators" in den Anführer der revolutionären "Kindern". Warum sich alle irgendwie lieben, und dann wieder nicht ist sowieso eine komische Frage an diesem Abend. Genau wie das Ende, wo Falco geläutert ist und alle eine große Party feiern.

Die Songs sind alle ins Deutsche übersetzt, was meist aber von fremden Dialekten (Holländisch, italienisch, englisch, uvm) unverständlich vorgetragen wird. Was der Story auch nicht zuträglich ist.

Tolle Darsteller, mit viel Energie stehen auf der Bühne, können aber leider den Abend auch nicht retten.
Wunderbar Benet Monteiro als Jagwire, Alex melcher als Falco, und Tom van der Von als Tick singen und spielen großartig. Die Frauen hingegen spielen manchmal so hysterisch und steif, das man denkt welche Krankheit hat diese Rolle? Gerade Maureen Mac Gillavry als Raven, spielt so alsob sie immer von den Eltern unter Drogen gesetzt wird. Zuviel für einen Geschmack.

Wie schon oft zitiert, ist die Choreografie komplett fehl am Platz, und auch wenn sie noch so energiereich dargeboten wird, verwirrt sie mehr, als das sie unterstützt.

Der Abend wirft viele Fragen auf. Und auch wenn man ein paar Tolle Momente bei den Song Klassikern hat, täuscht das nicht darüber hinweg, das es absolut keine Show für einen Großproduktion ist, nicht Massen tauglich ist, was an dem Abend nicht meine alleinige Meinung war, bei dem halb leeren Saal.

Da fragt man sich wirklich, warum Stage so eine Show nach Deutschland holt, und fantastische Shows wie FUG in München und Kinky in HH schließen müssen?

KristinP (70 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Nur schwer zu verstehen

18.11.2018 - Wir waren am 17.11. in der Vorstellung und hatten uns sehr auf die Show gefreut.

Leider traten in beiden Hauptrollen nicht die Erstbesetzungen auf. Strat wurde von Antonio Calanna gespielt, der als Walk-In-Cover geführt wird,als Raven sahen wir Maureen Mac Gillary, die unter Ensemble geführt wird.
Und das war auch das Hauptproblem. Beide haben einen so starken Akzent, dass sich dies auf ihre Leistung auswirkt. Beim Sprechen sind beide so sehr bemüht die deutschen Worte richtig auszusprechen, dass sie im Grunde keine Emotionen transportieren können.

Da die Texte ins deutsche übersetzt wurden, sollte man auch hier erwarten können, dass die Zeilen zum Verständnis der Handlung beitragen. Doch das gestaltet sich hier schwierig. Ruhige Balladen werden verständlich vorgetragen, aber sobald die Musik schneller und lauter wird kann man wirklich nur noch einzelne Textfragmente verstehen. Da zusätzlich auch noch mehrere Hölländer in den anderem Rollen auf der Bühne stehen, werden auch die Ensemble-Gesänge oft zu einem konzentrierten Worteraten...

Im krassen Gegensatz dazu standen Alex Melcher und Willemijn Verkaik, die ihre Rollen als Ravens auseinandergelebte Eltern eindrucksvoll und stimmgewaltig auf die Bühne bringen. Besonders Alex Melcher als Diktator Falko begeistert durchgehend durch seine Stimme und Ausstrahlung und wird zum großen Gewinner der Show.

Tom van der Ven verkörpert die Rolle des jungen Tink beeindruckend, mit einer gehörigen Portion Naivität, jugendlicher Unschuld und dem sehnlichen Wunsch "dazuzugehören". Sein Akzent stört dabei überhaupt nicht, da er die Rolle sehr überzeugend rüberbringt.

Die Handlung ist schon mehr als flach, man könnte sie auch als dümmlich bezeichnen. Die Personen bleiben im Grunde durch die Bank eindimensional und werden von der Regie auch ziemlich im Stich gelassen. Die Jungs werden kurz als "The Lost" beschrieben, junge Rebellen, die durch einen Chemieangriff für immer achtzehn bleiben.Erst im zweiten Akt dürfen sie bei dem Song "Objects in the rear view Mirror" Gefühle zeigen und erhalten etwas Tiefe.

Raven ist eine sich über den Boden wälzende achtzehnjährige (was man ihr in keiner Sekunde abnimmt), bei der man sich fragt, welche manisch depressive Krankheit sie befallen hat...

Das Orchester klingt im Grunde trotz des obligatorischen Schrumpfens auf zehn Mann voll und energiegeladen, das Bühnenbild ist funktional und im Großen und Ganzen stimmig. Ravens Zimmer ist in der zweiten Etage des Falko-Towers angelegt.Zusätzlich wird das Geschehen dort auf einer Leinwand gezeigt, das von einer Kamerafrau, die ständig durch den Raum läuft, gefilmt wird. In unseren Augen eine völlig unpassende und unnötige Regieleistung.

Die Choreografie lässt einen auch nur staunend zurück, uninspieriertes rumhüpfen und Arme schwingen, da hat sich keiner große Gedanken gemacht...

Am Ende haben sich dann alle lieb... warum erschließt sich logisch nicht so wirklich. Außer dass der böse Alex Melcher in den Freak Brunnen springen muss und dann als geläuterter Mensch wieder herauskommt. Da kann man ihm dann schon mal verzeihen, dass er die Jugendlichen gequält und einen von ihnen getötet hat...

Wenn man keine tiefgründige Handlung erwartet hat Bat out of Hell das Potential sein Publikum gut zu unterhalten. Es sind einige großartige Songs von Jim Steinman vertreten und man könnte die Halle damit durchaus zum Kochen bringen.
Doch durch die Probleme mehrerer Darsteller mit der deutschen Sprache, wird der Genuß der Musik leider immer wieder zerstört.

Man fragt sich unweigerlich, ob die Stage-School, an der die Stage Entertainment ja sein Jahren ausbildet, so schlecht ist, dass man da keinerlei deutsche Absolventen hervorbringt, die man auf die Bühne lassen kann.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt bei der Stage schon lange nicht mehr. Ticketpreise von bis zu 160€ stehen in keinem Verhältnis zu dem gebotenen Erlebnis.
Das spiegelte sich in unserer Vorstellung wohl auch durch eine nur gut sechzigprozentige Auslastung wieder.

TorstenH (erste Bewertung)


Englische Liedtexte wären besser

15.11.2018 - Ich war heute (15.11.2018) spontan in Bat out of Hell. Von den deutschen Texten war ich, wie erwartet, nicht allzu sehr angetan. Allerdings frage ich mich, warum man die Lieder überhaupt ins Deutsche übersetzt, wenn man sie dann von nicht-muttersprachlich-deutschen Darstellern singen lässt, bei denen man kaum ein Wort versteht. Wenn man wie ich die Lieder seit 40 Jahren kennt und liebt, würde man sie sowieso viel lieber mit dem Originaltext hören. Die besten Stellen im Musical waren für mich die Zeilen, die auf englisch gesungen wurden. Zu den Darstellern: Robin Reitsma hat für mich überhaupt kein Charisma. Überhaupt kein Vergleich zu Andrew Polec, den ich in London sehen durfte. Maureen Mac Gillavry, die in der besuchten Vorstellung die Raven spielte, sah für meinen Geschmack etwas zu reif aus für eine 18-jährige. Allerdings hat sie eine tolle Stimme. Ihre beiden Soli ("Heaven can wait" und das zweite weiß ich nicht mehr, kann auch ein Duett gewesen sein) waren wirklich sehr beeindruckend gesungen. Willemijn und Alex waren die einzigen, die bei mir Emotionen hervorgerufen haben, natürlich bei dem wunderbaren "What part of my body hurts the most" (nicht wunderbar von der Übersetzung her, aber von der Intensität her, mit der es gesungen wurde) und auch bei "It's all coming back to me". Was ich sehr schade finde, ist, dass Sloane in diesem spießigen 80er-Jahre-Look herumlaufen muss (Frisur, Kleidung). Hallo, das Stück spielt doch in der Zukunft!?!? - Die Handlung des Stücks ist sehr flach, und wo ich mir in London noch gewünscht habe, mehr von den Sprechtexten zu verstehen, habe ich mir heute gewünscht, weniger davon zu verstehen, da sie - möglicherweise auch aufgrund der starken Akzente der meisten Darsteller - einfach keinen Charme haben. Das Theater war kaum halb voll. Der Applaus zwischen den Liedern war im ersten Akt sehr schwach, im zweiten Akt gab es auch ein paar Juchzer. Fazit: Man kann es sich einmal anschauen, aber ich habe kein Bedürfnis, es nochmal zu sehen, es sei denn, sie würden alle Lieder auf englisch singen. Denn die Lieder sind so ziemlich das einzige, was an dem Stück gut ist, aber nicht, wenn sie auf deutsch gesungen werden. - Ach ja, noch zwei Anmerkungen: ich war etwas erstaunt, dass der Anfang - "Love and death and an american guitar" nicht wie in London von Strat, sondern von Raven gesprochen wurde. Aber das hat Maureen klasse gemacht. Und dann noch etwas zu den Übersetzungen: man kann gerne bei Wörtern wie "seh'n" oder "hör'n" einen Vokal weglassen, um eine Silbe zu sparen, das ist ja auch Umgangssprache. Aber mei'm statt meinem oder wein' statt weinen (als Beispiel) geht für mich gar nicht. Das hört sich einfach nur blöd an. Und solche Stellen kommen leider öfter vor.

GraefinKrolock (erste Bewertung)


Teilweise schon recht schwer verdaulich

12.11.2018 - Das Chaos auf der Bühne des Metronom Theaters in Oberhausen ist groß.
Ebenso viele unterschiedliche Gedanken gehen einem durch den Kopf, wenn man versucht sich mit BAT OUT OF HELL und seiner Inszenierung auseinanderzusetzen.
Eigentlich könnte man eine ganze Doktorarbeit darüber schreiben, so viele Fragen wirft das alles auf.
Deshalb nur stichpunktartig ein paar Anmerkungen meinerseits:

Buch und Text erzählen etwas platt und oftmals langatmig die Geschichte einer dysfunktionalen Ehe und einer problematischen Teenagerbeziehung in postapokalyptischer Zeit. Alle Charaktere -von den Protagonisten bis zu den Ensemblerollen- sind eindimensional, schablonenhaft, unsympathisch, ohne Motivation und Vorgeschichte. Trotzdem ergeht man sich immer wieder in endlos langen Gaga-Monologen oder Dialogen, die wenig erklären, wenig voranbringen aber viel bremsen.

Die Musik hätte eine bessere, vollere Orchestrierung verdient.
Man denkt bei jedem der Steinman Hits etwas wehmütig an die Originalversionen.
Alles leidet zusätzlich unter der sprachlichen Verwirrung, wenn Gesangs- und Sprechtexte halb Deutsch, halb Englisch daherkommen und mit hartem holländischen Akzent vorgetragen werden. Das wirkt sperrig und wenig organisch.

Das Bühnenbild ist großartig gelungen. Stimmungs- und effektvolle Bilder zeigen auf oftmals geniale Weise traumatische, visionäre oder dekadente Räumlichkeiten.

Die Choreografie ist einfach nur unpassend und aufgrund ihrer vielen Wiederholungen langweilig.
Wegen des sehr begrenzten Platzes im Bühnenvordergrund steht das Ensemble meist brav aufgereiht nebeneinander, stampft mit den Beinen und schwenkt die Arme.
Das passt nicht zur Musik, noch zu der Handlung oder den Charakteren.

Die Regie ist sehr darum bemüht hip, cool und anders zu sein.
Das Konzept geht aber leider in seiner schwerfälligen, sich immer wiederholenden Art nicht wirklich auf.

Die Besetzung hat mit dem Rohmaterial zu kämpfen. Verkaik und Melcher schaffen es noch am ehesten aufgrund ihrer Souveränität und charismatischen Bühnenpräsenz positiv aufzufallen.
Der Rest muss... nun ja, eben kämpfen.

BAT OUT OF HELL ist sicher nicht das optimale Vehikel, um die großartigen Songs von Jim Steinman einer weiteren Verwertung zuzuführen. Es könnte und sollte eigentlich mehr sein, als das, was hier zu sehen und zu hören ist.
Unterm Strich ist die Produktion dennoch leidlich unterhaltsam.

Die Begeisterung des Publikums im schlecht ausgelasteten Metronom Theater hält sich dann auch in überschaubaren Grenzen.

kevin (144 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


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 Theater / Veranstalter
Metronom Theater
Musikweg 1
D-46047 Oberhausen
01805/44 44
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 Kurzbewertung [ i ]
(jal)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Die Story ist verwirrend und oft nicht nachvollziehbar. Jedoch machen die grandiose Rockmusik, das hervorragende Orchester und der mitreißende Cast den Abend zu einem Ereignis.

11.11.2018

 Leserbewertung
(4 Leser)


Ø 1.50 Sterne

 Termine
Di20.11.18:30 Uhr
Mi21.11.18:30 Uhr
Do22.11.19:30 Uhr
Fr23.11.19:30 Uhr
Sa24.11.14:30 Uhr
Sa24.11.19:00 Uhr
So25.11.18:30 Uhr
Di27.11.18:30 Uhr
Mi28.11.18:30 Uhr
Do29.11.19:30 Uhr
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Sa01.12.14:30 Uhr
Sa01.12.19:00 Uhr
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