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Klassiker

Hair

Facing a Dying Nation


© Claire Bilyard
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Zum 50. Geburtstag des Hippie-Musicals kommt eine neue Inszenierung als Transfer aus dem Hope Mill Theatre in Manchester nach London. Der innovative Spielort "The Vaults" wird daf├╝r komplett in ein 60er-Jahre-Hippie-Venue umgestaltet. 2019 geht die Produktion auf Tour durch Gro├čbritannien.

(Text: mr)

Premiere:11.10.2017
Letzte bekannte Auff├╝hrung:30.03.2019


Musik - Galt McDermot
Buch / Texte - James Rado, Gerome Ragni





Kreativteam

InszenierungJonathan OBoyle
Musikalische LeitungGareth Bretherton
ChoreografieWilliam Whelton
B├╝hne und Kost├╝meMaeve Black
SoundCalum Robinson


Frühere Besetzungen? Hier klicken



Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Claire Bilyard
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


1 Zuschauer hat eine Wertung abgegeben:


31612
Mittendrin statt nur dabei!

17.10.2017 - In London etabliert sich immer mehr so genanntes "immersive Theatre"; das bedeutet, dass der Zuschauer extrem nah an den Darstellern und am Geschehen ist und weitgehend mit in die Handlung einbezogen wird.
In diesem Fall war das au├čergew├Âhnliche "The Vaults Theatre", ein Tunnel unter Waterloo Station, in einen einzigen gro├čen Hippie Markt verwandelt worden (Bilder unten), in dem man es sich vor der Show in u.a. Tipis gem├╝tlich machen kann.
Betritt man dann schlie├člich den Zuschauerraum, sitzen die Hippiedarsteller schon im Kreis auf dem Boden und man platziert sich tats├Ąchlich um sie herum. Man ist also von Beginn an sozusagen Teil des Hippie-Tribes: auf engstem Raum entfaltet sich die Handlung, die Darsteller tanzen, singen, spielen f├╝r und mit allen im Raum befindlichen Personen. Durch die r├Ąumliche und k├Ârperliche N├Ąhe ist, besonders im ersten Akt, das Spiel etwas reduzierter, etwas weniger verr├╝ckt, vielleicht auch weniger auf Pointe, als in gewohnten, bereits gesehenen Produktionen. Dies macht aber eben aufgrund der bereits mehrfach erw├Ąhnten N├Ąhe absolut Sinn.
Die Stimmen sind stark, das Schauspiel eindringlich, die Inszenierung mitrei├čend.
Die Band sitzt den Darstellern hinter einem Gitter im R├╝cken und durch die Gegebenheiten des Saals kann man musikalisch fast von einer "Hair-Unplugged"-Version sprechen.
Die Darsteller tragen zwar Mikroports, die jedoch kaum aufgedreht werden m├╝ssen, aufgrund der Enge des Raums. Und so h├Ârt man eigentlich durchg├Ąngig die nat├╝rlichen Stimmen der S├Ąnger, so dass auch naturgem├Ą├č gro├če Chors├Ątze Solisten etwas ├╝bert├Ânen.
In manchen Songs greifen die Hippies selbst zu Instrumenten wie Gitarre, Saxophon oder Klarinette. So steht also eine Darstellerin beispielsweise in "Good morning starshine" neben dir und spielt auf der Klarinette f├╝r dich. Dies ist absolut bezaubernd, das h├Ątte ich mir noch gerne etwas konsequenter umgesetzt gew├╝nscht.
Den langen Horrortrip von Claude, der ja praktisch den gesamten zweiten Akt der Show ausmacht, habe ich tats├Ąchlich noch nie so gut gel├Âst gesehen, umso mehr, wenn man die Enge und die wenigen M├Âglichkeiten des Raumes miteinbezieht.
Absolut fantastische Regiearbeit.
Das Finale "Let the sunshine in" ist ebenfalls sehr eindrucksvoll inszeniert und verf├╝gt ├╝ber einen kleinen Schockmoment, auch wenn Claude nicht, wie in so vielen anderen Inszenierungen, unmittelbar zu Grabe getragen wird.
Wenn die Dionne im Schlusschor direkt vor dir zusammenbricht und Adlib-Sto├čgebete zum Himmel singt, dann ber├╝hrt das schon sehr.
Und ganz am Ende ist man dann endlich wirklich faktisch und k├Ârperlich Teil des Tribes, wenn sie dich n├Ąmlich f├╝r die Reprise von "Let the sunshine in" auf die B├╝hne ziehen und man mit den Darstellern erl├Âst singt und tanzt.
Diese "50th anniversary"-Produktion ist vielleicht nicht die ultimative Version von Hair, aber sie ist sicher ein ganz besonderes Kleinod:
Hair Unplugged - ganz nah am Tribe.
Ein Muss f├╝r jeden Londonbesuch.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


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London
+44 (0)870 060 6646
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Handlung
Eine Gruppe langhaariger junger Hippies rund um die Protagonisten Berger, Sheila, Claude, Hud, Woof und Jeanie rebelliert mit langen Haaren, freier Liebe und Drogen gegen die Vorschriften der konservativen Gesellschaft Amerikas. mehr

Weitere Infos
Verfilmt wurde "Hair" mit leichten Handlunsgabwandlungen 1979 mit Beverly DÔÇÖAngelo (Sheila), John Savage (Claude) und Treat Williams (Berger)

 Termine

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