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Ein Kraftwerk an positiver Energie

In den Heights von New York

When You're Home


© Klaus Lefebvre
© Klaus Lefebvre
Das mit vier Tony Awards ausgezeichnete Musical von Lin-Manuel Miranda ("Hamilton") über die Träume einer Gruppe von Einwanderern in den Washington Heights kommt in der Saison 2017/18 nach Hagen. Die Produktion unter der Regie von Sascha Wienhausen ist eine weitere Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück.

(Text: hh)

Premiere:16.09.2017


Musik und Liedtexte - Lin-Manuel Miranda
Buch - Quiara Alegría Hudes
Deutsche Übersetzung - Laura Friedrich Tejero





Kreativteam

Musikalische LeitungSteffen Müller-Gabriel
InszenierungSascha Wienhausen
ChoreographieSean Stephens
Bühne und KostümeUlrike Reinhard
LichtHans-Joachim Köster
DramaturgieCorinna Jarosch


Besetzung

UsnaviFelix Freund
Nina RosariaKara Kemeny
Kevin RosarioJonathan Agar
Camila RosariaCarolina Walker
BennyDavid B. Whitley
VanessaCelena Pieper
SonnyAniello Saggiomo
Abuela ClaudiaMarilyn Bennett
DanielaAnnina Hempel
CarlaMarlene Jubelius
Graffiti PeteLennart Christian
PiragüeroJohan de Bruin
ChrisSandro Brosi
ArlinDiana Guss
LewisTobias Biermann
JeremyTorben Rose




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Klaus Lefebvre
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


Eine Reise, die sich lohnt....

18.09.2017 - Ich gebe zu, ich habe mich mit dem Stück zuvor wenig bis gar nicht beschäftigt. Ich wusste im Vorfeld zwar worum es geht und ich habe auch mal in die Aufnahme vom Broadway reingehört, ein Vergleich zur Produktion in London fehlt mir daher.

Vielleicht war es gerade daher ein überraschend gelungener Abend, ich mag weder Hip-Hop oder Rap noch Latin-Musik, aber das Stück fesselt einen recht schnell. Großen Anteil daran hatte neben der Komposition vor allem die Darsteller und eine absolut überzeugende Regiearbeit. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule ist in dem Fall eine absolute Win/Win-Situation, die jungen Darsteller bekommen Bühnenerfahrung in einer hochwertigen Produktion und ein Theater wäre ohne solch eine Kooperation wahrscheinlich nicht in der Lage, die Rollen entsprechend zu besetzen.

Für mich eine absolut sehenswerte Produktion, zumal es ja ein eher selten aufgeführtes Stück ist (meines Wissens nach sogar die Deutschlandpremiere im professionellen Bereich) und vielleicht in Ansätzen auch schon die \"Faszination Hamilton\" erahnen lässt.

Besuchte Vorstellung:
16.09.17 - Theater, Hagen

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 4,0 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (8 Bewertungen, ∅ 4.1 Sterne)


Starke Frauen und ein Totalausfall

17.09.2017 - Ganze drei Mal durfte ich die wunderbare Produktion im West End erleben und ich finde noch immer, dass sie nach ihrem Absetzen eine große Lücke in die Londoner Theaterlandschaft gerissen hat. Es gibt wohl kaum eine andere Show, die soviel Positivismus, Gemeinschaftsgefühl und Lebensfreude ausstrahlt. Man verlässt das Theater tatsächlich voller Hoffnung und dem Gefühl, dass für die Menschheit am Ende alles gut wird.
Kann die Hagener Produktion den Zuschauer auch mit diesem Gefühl entlassen?
Die Antwort lautet leider: nicht ganz.
Woran liegt das? Sicher nicht an der fabelhaft aufspielenden Band, die mit viel Kraft, Schwung und Lust die Salsarhythmen und ohrwurmträchtigen Melodien von Lin-Manuel Miranda famos interpretiert. Bravo!
Auch nicht an den herausragenden HauptdarstellerinINNEN, die sich tatsächlich (vor allem stimmlich) hinter keiner ihrer West End-Vorgängerinnen verstecken müssen:
Kara Kemeny singt die Schulabbrecherin Nina mit voluminöser Beltstimme und abgefahrenen Pop-Riffs und meistert diese sehr schwierige Partie mühelos. Glaubhaft stellt sie die Zerrissenheit des Mädchens dar und rührt mit ihrem Gedenksong für Abuela Claudia zu Tränen.
Diese junge Darstellerin hat eine große Karriere vor sich!
Auch Celena Pieper ist als Männerschwarm Vanessa stimmlich hervorragend aufgelegt, schauspielerisch dürfte sie ihrer Rolle noch mehr Ecken und Kanten verleihen.
Annina Hempel als Friseurin Daniela weiß ihre Pointen zu setzen, könnte aber noch ein wenig mehr der Coolness der Rolle vertrauen. Auch sie ist stimmlich eine Wucht!
Marilyn Bennet ist fast etwas zu agil für eine Oma.
Dennoch überzeugt sie in der Rolle der Ersatzmutter des ganzen Viertels, auch sie ist gesanglich tadellos.
Carolina Walker ist als Mutter Rosario eigentlich viel zu jung besetzt, doch gerade sie liefert mit dem Song \"Enough\" die beste Schauspielleistung des Abends ab.
Nun zum Schwachpunkt der Inszenierung: Die Männer.
Es ist mir klar, dass sich am Premierenabend viel Aufregung mit überbordender Energie mischt und viele Dinge sich verlieren werden, wenn sich das Stück eingespielt hat.
Es gibt aber auch Dinge, die laufen so falsch, dass sie Stückzersetzend sind.
So hier leider die Besetzung des Benny:
Es ist mir vollkommen schleierhaft, warum es deutsche Theater bis heute nicht schaffen, junge farbige Männer zu besetzen, die dem Rollenalter entsprechen und auch der deutschen Sprache mächtig sind, denn ES GIBT SIE DA DRAUßEN !
Hier also wird eine männliche Hauptrolle 30 (!) Jahre zu alt besetzt, mit einem Darsteller, der radebrechendes Fantasiedeutsch spricht, alle gerappten Hip-Hop-Einlagen gnadenlos versemmelt und auch körperlich wie ein Fremdkörper im sonst homogenen Ensemble wirkt.
Wenn er also zu seinem Gegenüber auf der Bühne den Satz \"ick sprecke ja kein Spanisch\" sagt, dann geht einem gezwungenermaßen durch den Kopf:
\"Und halt leider auch kein Deutsch.\"
Da mag er noch so gut singen (und das tut er zweifellos), aber in der Rolle ist er ein Totalausfall.
Der Vorwurf geht hier an die Verantwortlichen des Theaters, nicht an den Darsteller.
Auch die eigentlich bezaubernde Rolle des \"Piragua\" (Wassereis) Verkäufers wurde (von der Regie?) verschenkt: Gedacht als ein Running Gag und eine Parabel darauf, das der kleine Mann auch einmal Glück haben darf im Leben, wird hier ein schief singendes, outrierendes Chormitglied mit zwei halbnackten Tänzerinnen nach vorne geschoben. Leider ein großer Fremdschäm-Moment.
In der Hauptrolle des Usnavi meistert Felix Freund die sehr schwierigen Rap-Einlagen ganz virtuos. Er ist dabei ein etwas allzu cooler, wenig involvierter Protagonist, der sicher im Laufe der Spielzeit die charmante Seite seiner Rolle noch entdecken wird.
Usnavis Cousin Sonny wird hier leider - man kann es nicht anderes sagen- mehr schwul als cool interpretiert.
Den ganzen Abend fragte ich mich, ob das eine Regieentscheidung sein soll.
Jonathan Agar liefert einen rundherum überzeugenden Vater Rosario ab. Sein Solo \"Inutil\" bewegt und gibt seinem Charakter tiefe und Glaubwürdigkeit.
Alles in allem ist die Show solide inszeniert.
Wo im Opening der steife Opernchor sowohl optisch als auch akustisch das Gesamtbild noch etwas stört (ein Blick zum Dirigenten könnte ab und an Wunder wirken), wird er in weiteren Szenen gekonnt nach hinten verfrachtet und sowohl vom Tanz-, als auch vom Musicalensemble verdeckt.
Einige Regieideen sind wirklich nett (Tänzer auf Hoverboards in Vanessas Solo), viele sehr nah an der Londoner bzw. Originalproduktion.
Schön auch, dass vor den Orchestergraben noch ein Laufsteg gebaut wurde, so dass die Darsteller noch mehr Nähe zum Publikum herstellen können.
Die Tonabmischung fand ich, trotz einiger schwebender Rückkopplungen, für ein Stadttheater am Premierenabend erstaunlich gelungen!
Die deutsche Übersetzung ist erfreulich stimmig, auch wenn natürlich aufgrund der vielen virtuosen Rap-Lyrics des Originals ein paar Feinheiten verloren gehen.
Ich freue mich, dass dieses Stück endlich Einzug in die deutsche Theaterlandschaft gefunden hat und darum wünsche ich mir, dass es immer ausverkauft ist und viele Nachmacher findet. Der tolle Score von Miranda und die zeitlose Botschaft haben es in jedem Fall verdient!
Und vielleicht wird in der nächsten Inszenierung alles (noch) ein bisschen stimmiger.

AdamPascal (22 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


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Theater
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D-58095 Hagen
02331/2073218
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