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Crossover

100 Jahre HipHop

Jazzkantine im Theater


"Die fette Jubiläumstour mit MC Tachiles" lautet der Untertitel des ungewöhnlichen Crossover-Projektes: Die "Jazzkantine"-Szenegrößen Tahir Cevik (MC Tachiles) und Cappuccino, dazu Tom Bennecke und Mäddi Tation sowie Schauspielerin Katharina Wilberg mit einem gelungenen Mix aus HipHop und Theater, Comedy und Tiefgang. Dem überwiegend jugendlichem Publikum gefällts, dem nicht mehr ganz jugendlichen Rezensenten auch, und sogar das eine (offenbar verirrte) ältere Zuschauer-Pärchen lächelt weise.

(Text: Robin Jantos)

Premiere:22.01.2005
Letzte bekannte Aufführung:09.05.2006


Rund 90 Minuten (keine Pause) dauert die ungewöhnliche Revue. HipHop und Theater - ist das nicht ein wenig sehr bemüht, um die Jugend in den Zuschauerraum zu locken? Nicht, wenn das künstlerische Team sein Handwerk versteht. Autor und Regisseur Peter Schanz hat ein konsumfreundliches, schnell geschnittenes Stück Theater produziert, eine lose Szenenfolge über die Phänomene HipHop und Deutsch-Türken.
Tahir Cevik (selbst ein deutsch-türkischer HipHoper, der dank seiner Musik den Wohnsilos von Ratingen-West entkam) gibt den imaginären Puff Baba (aber auch dessen Vater und - zur Begeisterung des Publikums - dessen Mutter), Schauspielerin Katharina Wilberg schlüpft in diverse, extrem überzeichnete Rollen (vom lispelnden, bulettenverkaufenden Fan bis zur taffen Musikmanagerin). Auch DJ Cappuccino spielt zwischendurch mit und darf, im Dialog zweier Pappfiguren, das Wesen des HipHop erklären. Allerdings ist diese Szene vom Buch her etwas langatmig.
Wirklich gelungen ist der Mix aus ernsteren und Comedy-Szenen. Erstere hätte man (mit ihrer pc-korrekten Toleranz-Botschaft) über den ganzen Abend wohl kaum ertragen, aber wohl dosiert (und gut geschrieben und gespielt) passen sie sich gut ein - und mal drüber nachzudenken, was in einer Kopftuch-tragenden Mutter oder einem von seinen Kindern als altmodisch beschimpften Vater vorgeht, kann ja auch nicht verkehrt sein. Zwischendurch gibt es dann reinen Klamauk, wenn etwa eine Linguistin mit unaussprechlichem Doppelnamen in atemberaubendem Tempo den deutsch-türkischen Slang ("Kanak-Spraak") fachlich kommentiert.
Das einfache Bühnenbild besteht im Wesentlichen aus einer Videowand, auf der zum Bühnengeschehen passende computeranimierte Comics laufen - im Stil heutiger Musikvideos und nicht, was Theatermacher damit gerne verwechseln, in dem der 80er Jahre. Über die Musik (musikalische Leitung: Christian Eitner) steht einem Musical-Magazin mangels Genre-Kenntnissen wohl kein Urteil zu, aber auch für ungeübte Ohren klingt das ganz gut. Wenn man sich auch arg konzentrieren muss, um die mit bewusst starkem türkischen Akzent gesungenen Denglisch-Texte wie "Äktschen-Konnektschen, versteckt eure Mädschen" zu verstehen.
Insgesamt ein gelungenes Spektakel, das auch bei der anwesenden Jugend gut ankommt. Die jetzt auch noch ins Theater zu bekommen (O-Ton aus Reihe 2: "Kanntest du die Location vorher schon?"), ist ein Marketing-Problem - bei der ersten Vorstellung nach der Premiere waren nur geschätzte 100 Leute im Saal. Also, Leute, wenn Ihr das jetzt lest: Guckt es Euch an, ist billiger als ein Konzert und kommt gut.




(Text: rj)




Verwandte Themen:
News: Premieren im Januar: Aufstand, HipHop, Elternabend (04.01.2005)



Kreativteam

Buch und Inszenierung Peter Schanz
Musikalische Leitung Christian Eitner


Besetzung

Mit MC Tachiles
Rapper der Jazzkantine
Katharina Wilberg



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


7 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


6724
GEschmacksSache

11.07.2005 - Naja ,wie gesagt geschmackssache....

RnBLadY


5794
YEEAAH

10.05.2005 - Das war doch mal hammergeil! Ich will mal einen anderen Sehen der das besser kann, wenn ihr hier alle so ein dickes Maul habt!

Nico


5253
naja

06.04.2005 - geht so... zur ersten bewertung möchte ich aber noch sagen, dass dieser mensch dieses stück nicht so ganz verstanden hat. häßlich wurde zwar gesagt, allerdings nur aufgrund der missinterpretation der sprache und sollte eigentlich heißen: herzlich

ich


4474
sehr fett

15.02.2005 -

SPEEDYX


4388
super fresh

09.02.2005 -

matt


4238
Ganz schön hiphop

31.01.2005 - Oh Mann, ich werde alt! 100 Jahre HipHop hat für mich viele interessante und auch bewegende Momente, doch in die Gesamtatmosphäre kann ich mich nicht reinfühlen - sie berührt mich nicht. Trotzdem habe ich an dem Abend viel neues dazu gelernt, z.B. das auch der HipHop was zu sagen hat und keine "Ist-mir-doch-alles-scheißegal-Geschichte" ist. Tolle schauspielerische Leistung, süßer DJ, naja und die Musik war auch okay. Nur nicht ganz meine Welt. Trotzdem: Hoffentlich spricht sich es sich rum - das Stück verdient mehr Zuschauer, als es aktuell hat.

Lady Kaltfuß


4229
gut

30.01.2005 -

chiara


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