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Rock-Musical

tick...tick...Boom!

Wann kommt der große Knall?


© KULTURPOEBEL.de/ Lennart Schaffert
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Es tut sich was in Bremen – in ausgerechnet jener Stadt, die nach "Jekyll & Hyde" sowie "Marie Antoinette" das Thema Musical abgehakt hat. Drei junge theaterbegeisterte Menschen haben sich unter dem Namen "Kulturpoebel" aufgemacht, um eine Prise Off-Broadway in die Hansestadt zu bringen. Und der Auftakt ist vielversprechend...

(Text: Michael Rieper)

Premiere:07.10.2016
Dernière:21.01.2017


Jonathan Larsons zumindest teilweise autobiographisches Stück erzählt von Musical-Komponist Jon, der kurz vor seinem 30. Geburtstag – und dem Dilemma, immer noch nichts Erfolgreiches zustande gebracht zu haben – steht. Seine Freundin Susan träumt von einem Häuschen auf Cape Cod, sein Kumpel Michael hat der Schauspielerei den Rücken gekehrt und einen gut bezahlten Job in der Wirtschaft angenommen. Jon hingegen tritt auf der Stelle und fühlt den wachsenden Druck wie eine Zeitbombe, eben als "tick...tick...Boom".
Das Problem des Stückes ist, dass es sich, gerade im ersten Drittel, immer nur um Jons innere Qualen dreht. Fast ist man schon genervt von seinem selbstmitleidigen Gejammere. Doch glücklicherweise hat Regisseurin Laure Achouline-Cousin im weiteren Verlauf mehrere Szenen sehr witzig oder auch melancholisch inszeniert, die den Fokus etwas von Jons Innenleben wegziehen – etwa wenn er einen Probetag in Michaels Firma durchläuft, seiner Vorliebe für Mäusespeck Ausdruck verleiht oder Michael zum Ende hin Jon von seinem viel schwerwiegenderen Problem erzählt.

© KULTURPOEBEL.de/ Lennart Schaffert
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Als absoluter Glücksgriff erweist sich Lukas Witzel in der Hauptrolle. Er wirkt auf der Bühne absolut authentisch und natürlich. Seine Bühnenpartner haben es da schwerer: Pauline Schostok und Tobias Götz kommen, gerade im direkten Vergleich zu Witzel, in der ersten Hälfte des Stückes ziemlich angespannt daher; ihre Texte klingen eher aufgesagt. Das legt sich erfreulicherweise in der zweiten Hälfte. Gerade, wenn sie zwischendurch immer mal wieder in kleine unterstützende Rollen wechseln – Götz ist auch als Jons Vater zu sehen, Schostok z.B. als seine Agentin – sorgt das für Abwechslung und das Geschehen nimmt Fahrt auf.

Besonders beeindruckend ist die musikalische Seite gelungen. Zum einen haben alle drei Darsteller gut ausgebildete Gesangsstimmen – zum anderen ist es eine wahre Freude, dem musikalischen Leiter Dennis Tosun bei seinem engagierten Spiel am Klavier und seinen drei Musiker-Kollegen, die alle mit viel Spaß bei der Sache sind, zuzuschauen. Larson hat in seine Musik, die oft an den Score von "Rent" erinnert, immer wieder mehrstimmige Harmonien für die drei Sänger eingebaut, die das Ensemble großartig meistert.

© KULTURPOEBEL.de/ Lennart Schaffert
© KULTURPOEBEL.de/ Lennart Schaffert

Ein engagiertes Amateur-Team, das auf einer kleinen, funktional ausgestatteten Spielfläche ambitionierte Stücke zeigt, die man eben nicht überall zu sehen bekommt – genauso könnte sich tatsächlich eine kleine Off-Szene entwickeln. Als nächstes Projekt wird "Murder Ballad" ins Auge gefasst. Wir dürfen gespannt sein, was da noch kommt!


Musik / Text / Buch - Jonathan Larson
deutsche Übersetzung - Bernd Julius Arends

(Text: Michael Rieper)






Kreativteam

InszenierungLaure Achouline-Cousin
Musikal. LeitungDennis Tosun


Besetzung

JonLukas Witzel
MichaelTobias Götz
SusanPauline Schostok




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© KULTURPOEBEL.de/ Lennart Schaffert
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Musik

Besetzung

Ausstattung

Gelungener Einstieg des jungen Teams: insbesondere der umwerfende Hauptdarsteller und die musikalische Seite können geradezu begeistern.

08.10.2016

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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