Norden Westen Osten Süden
Termine aus DeutschlandÖsterreichSchweizNiederlandeLondonLinksSuchen nach JobsRedaktionDatenschutzImpressum
Aktuelle Shows ( Nord )Shows A-Z ( Nord )Premieren ( Nord )Ludwig²


Historical

Ludwig²

In Palästen geboren


© Peter Samer
© Peter Samer
Der König kehrt zurück und das Publikum im Füssener Festspielhaus tobt. Obwohl das Stück von Konstantin Wecker, Nic Raine und Christopher Franke (Musik) sowie Rolf Rettberg (Libretto, Liedtexte) im ersten Akt recht holprig daherkommt und einige Längen aufweist, gibt es insgesamt doch mehr Licht als Schatten. Der Premierenabend wird getragen von einem großartigen Matthias Stockinger in der Titelrolle, aber auch Uwe Kröger als Dr. Gudden und Kevin Tarte als Schattenmann hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

(Text: Silke Milpauer)

Premiere:11.08.2016
Rezensierte Vorstellung:11.08.2016


Das Revival von "Ludwig²" – für viele Fans ein wahr gewordener Traum. Ermöglicht wurde er durch das – laut Veranstalterangaben - wohl erfolgreichste Crowdfunding der europäischen Theatergeschichte. Für knapp 30 Vorstellungen kehrt das Musical rund um den bayrischen „Märchenkönig“, dessen Leben und mysteriöser Tod alles andere als märchenhaft waren, zurück an den Ort seiner Erstaufführung. Inhaltlich beschäftigt sich das Stück mit der Diskrepanz zwischen Ludwigs träumerischen Wesen, seinen künstlerischen Neigungen und den Anforderungen seiner Lebenswirklichkeit, die durch Krieg, Machtkämpfe und politische Sachzwänge geprägt ist. Dabei integriert der Autor eine bis heute nicht nachgewiesene Verschwörungstheorie in die Handlung, die im Tod Ludwigs als Folge eines Auftragsmords kulminiert.

© Peter Samer/
© Peter Samer/


Gespielt wird die Kemptener Fassung, die anders als die Urversion nicht in Rückblenden, sondern chronologisch erzählt. Was künstlerische Freiheiten angeht, waren Regisseur Benjamin Sahler vertraglich die Hände gebunden: Bedauerlicherweise durfte er an Texten und Songs keine Änderungen oder Umstellungen vornehmen, von denen vor allem der erste Akt zweifellos profitiert hätte. Dieser ist wesentlich kürzer als der zweite Teil und wirkt etwas unrund. Die Eröffnungsnummer "Meine Zukunft", in der Ludwig als Kind gemeinsam mit seiner Erzieherin Sybille Meilhaus über sein späteres Leben als König reflektiert und sein erwachsenes Alter Ego schemenhaft im Hintergrund zu erkennen ist, erscheint als Prolog ungeeignet und vermag nicht zu fesseln. Dramaturgisch liegt einiges im Argen, aber zumindest im zweiten Akt kann das Stück an Fahrt aufnehmen und wartet mit einigen Highlights auf.

© Peter Samer
© Peter Samer


Auch Bühnenbilder (Elemente 2005: Gerd Friedrich; Elemente 2016: Benjamin Sahler) und Kostüme (Gerd Friedrich, Sonja Schweizer und Claudia Krämer) wurden zum großen Teil von den beiden Vorgängerversionen übernommen – die Fassade des Palastes etwa oder die Baustelle Neuschwansteins. Einen ganz besonderen Zauber üben die Szenen aus, in denen der direkt unter dem Bühnenboden liegende und in die Bühne integrierte See zum Einsatz kommt. Ansonsten arbeitet die Produktion mit teilweise ein wenig einfallslosen, teilweise aber auch aufwändigen Projektionen (etwa bei der Kriegsszene, wenn vier Skelette sich vor einem Meer aus Gräbern bekämpfen) sowie raffinierten Licht- und Lasereffekten. Aber es braucht mitnichten aufwändige Bühnenbilder und ausgeklügelte technische Effekte, um große Bilder zu schaffen. Da reicht schon der rote Theatervorhang, den sich Stockinger um die Schultern drapiert und der dann wasserfallartig herabfällt – eine royalrote Schleppe. Schlicht, aber effektiv.

© Peter Samer
© Peter Samer


Gegen Ende des ersten Aktes gibt es einen ersten großen Gänsehaut-Moment, wenn der erwachsene Ludwig in einem aus Laser, Licht und Nebel erzeugten Tunnel auf sein jüngeres Ich (beeindruckend: Nico Brade) trifft und dieser ihn zum ersten Mal daran erinnert, was von seinen kindlichen Träumen übrig geblieben ist - nämlich nicht viel.

© Peter Samer
© Peter Samer



Matthias Stockinger als Ludwig II. ist der strahlende Stern der Inszenierung. Er liefert ein darstellerisch sehr differenziertes und ausdrucksstarkes Porträt des naiv-verträumten, aber auch trotzig-resignierten und schließlich desillusionierten Königs. Stimmlich begeistert er mit gekonnter Interpretation der großen Balladen, wie beispielsweise sein herausragendes "Kalte Sterne". Eindrucksvoll auch die Interaktion mit Julian Wejwar als Prinz Otto in "Wann kommst du wieder?" – wenn auch die Irrenhausszene insgesamt ein wenig lang gerät. Wejwar sorgt mit seinem eindringlichen Monolog über die Schrecken des Krieges für den mit Abstand beklemmendsten Moment der Inszenierung.

© Peter Samer
© Peter Samer


Darstellerisch muss Uwe Kröger als Dr. Gudden den Vergleich mit dem starken Protagonisten nicht scheuen und beweist sich als exzellenter Schauspieler mit viel Gespür für feine Nuancen. Körpersprache und Mimik transportieren Guddens Gewissenskonflikte, ohne dass noch viele Worte notwendig wären. Wirklich gut gelungen und tief berührend ist die Finalszene am und im See, bei der Kröger und Stockinger ein wahres Feuerwerk der Spielfreude abbrennen. Das Licht erlischt, zwei Schüsse fallen, der Vorhang fällt. Zurück bleibt ein Kloß im Hals und eine Atmosphäre, die so dick ist, dass man sie schneiden könnte. Es sind Momente wie diese, die "Ludwig²" sehenswert machen.

© Big Dimension/Veranstalter
© Big Dimension/Veranstalter


Dass manchmal nur ein kurzer Moment – in diesem Fall die knapp fünfminütige "Schattenarie" reicht, um sich nachhaltig ins Hirn zu brennen, stellt Kevin Tarte als zwielichtiger Schattenmann unter Beweis. Dunkel gekleidet und den Hut tief ins Gesicht gezogen, steht Tarte ganz alleine auf der Bühne, ein Gewehr in der Hand. Niemand kann sich in diesem Augenblick seiner starken Bühnenpräsenz entziehen, niemand der dunkel-schmeichelnden Stimme, die so verlockend Unheil verkündet.

© Peter Samer
© Peter Samer



Stets an Ludwigs Seite: Sein treuer Weggefährte Graf Dürckheim, verkörpert durch Oedo Kuipers. Dieser singt die Partie zwar schön, es fehlt ihm allerdings noch an Ausdruckskraft. Besonders deutlich wird das beim "Freundschaftsduett". Ebenfalls hinter den Erwartungen zurück bleibt Anna Hofbauer als Kaiserin Elisabeth. Obwohl sie mit einem schönen Sopran ausgestattet ist, geraten ihre Soli stimmlich etwas dünn. Auch darstellerisch bleibt sie – vor allem im Zusammenspiel mit Stockinger – blass. Der sonst Gänsehaut-erzeugende Stimmungswechsel bei "In Palästen geboren" verpufft damit relativ wirkungslos.

© Peter Samer
© Peter Samer


Ausgesprochen gut gefallen hingegen Suzan Zeichner als Sybille Meilhaus und Dorothea Baumann als Sophie. In der Verschwörungsszene "Es muss etwas gescheh'n" überzeugen William Cohn (Kaspar), Harald Tauber (Graf Rettenberg), Alexander Kerbst (Freiherr von Lutz) und Pablo Bottinelli (Graf Holnstein) auf ganzer Linie. Aus ihren eher undankbaren Rollen haben Jens Rainer Kalkmann (Max von Bayern), Stefanie Kock (Marie von Preussen) und Marina Krauser (Ludovica) das Beste gemacht. "Schon wieder gibt’s Familienkrach daheim im Hause Wittelsbach" (Kalkmann, Kock, Meilhaus, Brade) und "Der König ist nicht ganz bei Trost" (Krauser) ernten so manchen amüsierten Lacher.

© Peter Samer
© Peter Samer


Das Orchester kommt vom Band, die Qualität der verwendeten Playbacks ist allerdings hervorragend. Schade nur, dass die Soundanlage überfordert scheint und auch die Abmischung alles andere als optimal ist: Über weite Strecken ist die Musik zu dominant und der Gesang zu leise. Die zusätzlich auf dem Playback enthaltenen Chorstimmen verschmelzen manchmal mit der Musik zu einem Klangbrei, was die Textverständlichkeit erschwert.

© Peter Samer
© Peter Samer


Was die Choreographien von Till Nau und Stefanie Gröning angeht, bleibt besonders der grazile Tanz des weißen Schwans (Stefanie Gröning) im See in Erinnerung oder auch die heitere Choreographie bei der wunderbar pointiert gespielten Ensemble-Nummer "König Technik".

© Peter Samer
© Peter Samer


Trotz aller Schwächen, ist "Ludwig²" die Reise nach Füssen wert. Schon alleine die traumhafte Location am Fuße des Forggensees mit Blick auf Neuschwanstein und das Wissen, dass sich an eben dieser Stelle Teile der hier erzählten Geschichte tatsächlich zugetragen haben, üben ihren ganz eigenen Reiz aus. Und die Gänsehaut-Momente gepaart mit der teils exzellenten Besetzung lassen über so einige Unstimmigkeiten hinwegsehen.

© Peter Samer
© Peter Samer


(Text: Silke Milpauer)






Kreativteam

Regie Benjamin Sahler
Regieassistenz Susanne Wimmer
Musik Konstantin Wecker
Nic Raine
Christopher Franke
Buch & Liedtexte Rolf Rettberg
Musikalische Leitung Florian Appel
Choreographie Till Nau
Stefanie Gröning
Bühnenbilder Gerd Friedrich
Benjamin Sahler
Kostüme Gerd Friedrich
Sonja Schweizer
Claudia Krämer
Technische Leitung Erasmus Gerlach
Lichtdesign Soundfuture
Tino Tiesler
Lichttechnik Tino Tiesler
Oliver Benecke
Michael Preuß


Besetzung

=2017=

Ludwig II. Matthias Stockinger
Jan Ammann
Oedo Kuipers
Elisabeth Kaiserin von Österreich Anna Hofbauer
Dorothea Baumann
Dr. Gudden Alexander Kerbst
Schattenmann Kevin Tarte,
(Sven Fliege)

Graf Duerkheim Oedo Kuipers,
(Sven Fliege)

Sybille Meilhaus Suzan Zeichner
Monika Maria Staszak,
(Lisa Maria Hörl)

Sophie von Bayern Dorothea Baumann
Otto Julian Weijwar,
(Sven Fliege)

Kaspar
Soldatenmonolog
William Cohn
Freiherr von Lutz Oliver Polenz
Graf Rettenberg Harald Tauber
Graf Holnstein
Erfinder
Pablo Bottinelli
Ludovica Marina Krauser,
(Lisa Maria Hörl)

Max von Bayern
Vanderpool
Jens Rainer Kalkmann
Oliver Frischknecht
Marie von Preussen Stefanie Kock,
(Lisa Maria Hörl)



Frühere Besetzungen? Hier klicken



Produktionsgalerie (weitere Bilder)

©Big Dimension/Veranstalter
©Big Dimension/Veranstalter
© Big Dimension/Veranstalter
© Big Dimension/Veranstalter
© Peter Samer
© Peter Samer

Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


7 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


Lange lebe der König!

21.08.2017 - Nach langem Warten und Hoffen durfte ich nun endlich dieses Stück live sehen, nachdem man es schon auswendig konnte.

Darsteller:
Matthias Stockinger als Ludwig II. war einfach ein Traum. Bisher hatte ich nur Jan Ammann gekannt, dieser wurde aber m.E. nach durch Herrn Stockinger tief im See versenkt. Eine Stimme, die wirklich ein Schloss bauen kann. Kraftvoll und harmonisch. Auch sein Schauspiel war wirklich auf den Punkt passend.
Anna Hofbauer als Nichte Elisabeth hat sehr schön in die Rolle gepasst. Auch hier lässt sich stimmlich und von ihrem Schauspiel nichts negatives sagen. Besonders herauszuheben sind für mich William Cohn und Oedo Kuipers die beide ihre Rollen bis ins Letzte perfekt ausgefüllt haben und stimmlich zu überzeugen wussten.
Das restliche Ensemble war auch allesamt sehr gut und harmonisch.
Bühnenbild:
Teile der \"Orgiginalproduktion\" wurdeb übernommen, sodass diese bereits von diversen Videos bekannt waren. Andere Aspekte wurden per Projektion animiert. Highlight war sicherlich der große See, welcher immer wieder auf der Bühne zu sehen war.
Ton + Licht:
Ton war sehr gut, in einem wunderschönen Theatergebäude. Bei dem Lichtdesign könnte man noch einmal nachbessern. Ich fand es teilweise übertrieben eingesetzt und auf \'zu modern\' getrimmt.
Orchester:
Leider ein dickes Minus. Musik kommt leider leider nur vom Band. Bei weiteren Spielzeiten könnte man hier event. auf ein Live-Orchester setzen!

Gesamteindruck:
Trotz ein paar kleinen Abzügen in der Inszenierung und v.a. dem fehlenden Orchester war es ein wunderschöner Abend! Dieses Stück in dieser Umgebung, das passt einfach. Auch die Cast wusste bis zum letzten Statisten zu 100% zu überzeugen. Ich kann es nur weiterempfehlen!
Lang lebe der König! ;-)

Ludwig-und-Rudolf (4 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Geliebte Berge - hervorragende Unterhaltung

01.09.2016 - 11 Jahre nach der Uraufführung habe ich es nun nach Füssen geschafft mir die neue Inszenzierung im schönen Festspielhaus in Füssen anzusehen.

Das Theater ist wunderschön (wenngleich an einigen Stellen renovierungsbedürftig). Die Sicht und die Aktustik hingegen ist außergewöhnlich gut. Selbst in Reihe 21.

Die riesige Drehbühne incl. Wasserbassin schafft eindrückliche Bilder. Die Bühne ist immer gut ausgestattet und nie zu voll. Zudem steht die Technik (trotz Wasser) nie im Vordergrund.

Die neue Inszenierung erzählt die Story chronologisch. Dadurch sind die Songs der CD (2005) in einer teilweise anderen Reihung. Songs der CD (2011) fügen sich nahtlos. Sehr zum psotiven entwickelt haben sich die Texte der hervorragend orchestrierten Partitur.

Das die Musik vom Band kam, war kaum zu merken und ehrlich gesagt der satte Orchesterklang lieber als ein "Technikbrei" einer kleinen Band. Die teilweise filmmusikartigen Stücke sind hervorragend angekommen. Nie war etwas übersteuert oder zu leise großes Kompliment an die Verantwortlichen.

Die Cast 2016 ist wirlich sensationell gut. Trotz anfänglicher Zurückhaltung des Publikums im vollen Saal stand der Saal am Ende zu minutenlangen Ovationen. M. Stockinger hat eine Präsenz und Stimme die einem wirklich in den Bann zieht. Ebenso begeisterten mich Frau Hofbauer, Kevin Tarte mit einer grandiosen Nummer (Schattenarie) und Oedo Kuipers. Auch dem gesamten Ensemble war die Spielfreude anzusehen.

Der 2. Akt hat durchaus einige Längen. Einige geringfügige Anpassungen und Straffungen würden dem Stück durchaus guttun.

Alles in allem ein hervorragender Nachmittag (16-19:20 Uhr) in einem der am schönsten gelegenen Theater in Deutschland. In Kombi mit einer Schiffahrt landet man am Ende direkt vor dem Theater.

Es war sicher mutig diese Show nochmals zu zeigen, aber das Wagnis hat sich gelohnt und viele Menschen waren begeistert als sie das Theater verliesen.

mrmusical (57 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


König Ludwig zurück - mit viel Licht und einigen Schatten

27.08.2016 - 27.08.2016 - Nach vielen Jahren und den Besuchen der 2 Musicals über Bayerns Märchenkönig durfte ich erneut zwei Abende in diesem wunderschönen Theater mit der traumhaften Lage verbringen...

Als Bonus gab es an Abend 1 noch ein Brilliant-Musik-Feuerwerk am Forggensee zu Ehren des Geburtstages von König Ludwig II - Schloss Neuschwanstein erstrahlte dabei im Orangenen Licht - traumhaft schön - dafür gibt es eigentlich die volle Punktzahl - aber es kommt ja vor allem auf das Stück an...

Toll war, dass ich an den beiden Abenden sehr schöne Besetzungen hatte - fast die komplette First Cast - am ersten Abend durfte ich Kevin Tarte mit seinem Schattenmann Auftritt bewundern und an Abend zwei dann auch René Kollo - der lediglich 4 mal auf der Bühne steht - dieser Song "Schatten auf des Königs Palästen" ist für mich neben des ergreifenden König Ludwig Solos "Kalte Sterne" der musikalische Höhepunkt der Show...

Auch Uwe Kröger als Dr. Gudden überzeugt total - allerdings sind einige Szenen mit ihm deutlich zu lang - grad die in der Prinz Otto ins Irrenhaus eingeliefert wird - eine Straffung hätte da gut getan und würde das Stück "rund" machen - so ist diese Version leider ein "Stück-Werk" - tolle musikalische Momente und Schauspielszenen wechseln mit belanglosen witzig zu erscheinenden ab und zerstören dadurch das Gesamtwerk, das sehr gelungen ist...

Auch die Szenen ergeben manchmal wenig Sinn es wird. von einem zum anderen "gesprungen" - bei der Krönungsszene sagt Sisi zu Ludwig als er mit ihr auf die Roseninsel will - Wiggerl - wir sind keine Kinder mehr im nächsten Moment schmettert Sisi ihre "Rosenkavalier-Arie auf der besagten Roseninsel (tolles Bild) und gleich danach die beiden kindisch märchenhaft "In Palästsn geboren" um sofort den nächsten Cut zu machen - Sisi ich hab die Verlobung mit Sophie gelöst - wie? Ludwig du bist König - empört wie ein Dampfross schnauft sie davon und ward nie mehr gesehen - man kann sagen - diese Elisabeth ist nur eingebaut worden um ihre zwei Songs zu schmettern und fertig...

Was sehr gut gelungen ist ist der Faden vom kleinen König Ludwig mit seiner Erzieherin Sybille (tolle Stimme und Songs mit Suzan Zeichner!) und dem Erwachsenen König der ihm immer wieder begegnet und ihm aufzeigt "Seine Träume auch als Erwachsener "König" zu leben und diese die man als Kind hatte dann nicht aufzugeben - Gänsehautmoment vor Ende des ersten Aktes!

Auch die Kriegserklärung passt nicht richtig zusammen - hier wird der Krieg gegen Preußen 1866 mit dem gegen Frankreich mal so einfach vertauscht...

Ansonsten gelungene Bühnenbilder (wenn der See und die Fontäne vorkommen - erste Sahne) ansonsten stehen die Darsteller oft auf einer großen leeren Bühne einsam herum singen und nebenbei gibt es ein Laserlicht, dass oftmals an eine billige Version von AIDA erinnert "Einen Schritt zu weit" - da hätte der Regisseur auch viel mehr herausholen müssen...

Positiv Oedo Kuipers als Graf Duerkheim besonders mit dem Song "Freundschaft" fällt er sehr positiv auf...

größtes Manko und Minuspunkt: kein Live-Orchester Musik vom Band - ein No-Go auch bei den Preisen

Positiv - toller Platz in der Königsloge - 1. Reihe jeweils - Programmheft zu 10€ - 45 Seiten - einige leider nur wenige Szenenbilder auch in Ordung und die CD um 20€ mit der neuen Musik von 2011 runden das doch positive Gesamterlebnis ab..

Hoffe ich auf eine Wiederaufnahme dann hoffentlich verbessert und mit Live-Orchester dem Haus wäre es total zu wünschen...

Maxim (47 Bewertungen, ∅ 4.1 Sterne)


König Ludwig zurück - mit viel Licht und einigen Schatten

27.08.2016 - Nach vielen Jahren und den Besuchen der 2 Musicals über Bayerns Märchenkönig durfte ich erneut zwei Abende in diesem wunderschönen Theater mit der traumhaften Lage verbringen...

Als Bonus gab es an Abend 1 noch ein Brilliant-Musik-Feuerwerk am Forggensee zu Ehren des Geburtstages von König Ludwig II - Schloss Neuschwanstein erstrahlte dabei im Orangenen Licht - traumhaft schön - dafür gibt es eigentlich die volle Punktzahl - aber es kommt ja vor allem auf das Stück an...

Toll war, dass ich an den beiden Abenden sehr schöne Besetzungen hatte - fast die komplette First Cast - am ersten Abend durfte ich Kevin Tarte mit seinem Schattenmann Auftritt bewundern und an Abend zwei dann auch René Kollo - der lediglich 4 mal auf der Bühne steht - dieser Song "Schatten auf des Königs Palästen" ist für mich neben des ergreifenden König Ludwig Solos "Kalte Sterne" der musikalische Höhepunkt der Show...

Auch Uwe Kröger als Sr. Gudden überzeugt total - allerdings sind einige Szenen mit ihm deutlich zu lang - grad die in der Prinz Otto ins Irrenhaus eingeliefert wird - eine Straffung hätte da gut getan und würde das Stück "rund" machen - so ist diese Version leider ein "Stück-Werk" - tolle musikalische Momente und Schauspielsuenen wechseln mit belanglosen witzig zu erscheinenden ab und zerstören dadurch das Gesamtwerk, das sehr gelungen ist...

Auch die Szenen ergeben manchmal wenig Sinn es wird. von einem zum anderen "gesprungen" - bei der Krönungsszene sagt Sisi zu Ludwig als er mit ihr auf die Roseninsel will - Wiggerl - wir sind keine Kinder mehr im nächsten Moment schmettert Sisi ihre "Rosenkavalier-Arie und gleich danach die beiden kindisch märchenhaft "In Palästsn geboren" um sofort den nächsten Cut zu machen - Sisi ich hab die Verlobung mit Sophie gelöst - wie? Ludwig du bist König - empört wie ein Dampfross schnauft sie davon und ward nie mehr gesehen - man kann sagen - diese Elisabeth ist nur eingebaut worden um ihre zwei Songs zu schmettern und fertig...

Was sehr gut gelungen ist ist der Faden vom kleinen König Ludwig mit seiner Erzieherin Sybille (tolle Stimme und Songs mit Suzan Zeichner!) und dem Erwachsenen König der ihm immer wieder begegnet und ihm aufzeigt "Seine Träume auch als Erwachsener "König" zu leben und diese die man als Kind hatte dann nicht aufzugeben - Gänsehautmoment vor Ende des ersten Aktes!

Auch die Kriegserklärung passt nicht richtig zusammen - hier wird der Krieg gegen Preußen 1866 mit dem gegen Frankreich mal so einfach vertauscht...

Ansonsten gelungene Bühnenbilder (wenn der See und die Fontäne vorkommen - erste Sahne) ansonsten stehen die Darsteller oft auf einer großen leeren Bühne einsam herum singen und nebenbei gibt es ein Laserlicht, dass oftmals an eine billige Version von AIDA erinnert "Einen Schritt zu weit" - da hätte der Regisseur auch viel mehr herausholen müssen...

Positiv Oedo Kuipers als Graf Duerkheim besonders mit dem Song "Freundschaft" fällt er sehr positiv auf...

größtes Manko und Minuspunkt: kein Live-Orchester Musik vom Band - ein No-Go auch bei den Preisen

Positiv - toller Platz in der Königsloge - 1. Reihe jeweils - Programmheft zu 10€ - 45 Seiten - einige leider nur wenige Szenenbilder auch in Ordung und die CD um 20€ mit der neuen Musik von 2011 runden das doch positive Gesamterlebnis ab..

Hoffe ich auf eine Wiederaufnahme dann hoffentlich verbessert und mit Live-Orchester dem Haus wäre es total zu wünschen...


sehr schöner Abend

16.08.2016 - Ich war gestern Abend mit 2 Freundinnen im Musical in Füssen. Wir waren das erste Mal dort und allein schon von dem Theater und dem gesamten Ambiente mehr als begeistert. Das Theater liegt direkt am Seeufer und man blickt auf das Schloss Neuschwanstein. Das Wetter war herrlich und wir genossen wie viele andere Besucher die besondere Atmosphäre. Das Musical selber konnte uns absolut überzeugen. Zwar ist im ersten Teil die Handlung nicht ganz verständlich und die Szenen etwas sprunghaft, dafür sind die Songs, die Bühnenbilder und die Beleuchtung umso schöner. Im zweiten Teil, der deutlich länger ist, zieht der Spannungsbogen des Musicals dann stark an und die Handlung zieht einen in ihren Bann. Zwischen den absoluten Hammer Songs wie "Kalte Sterne" oder der Arie des Schattenmans gibt es auch schöne Ensemble-Nummern wie z.B. die Szene in der das Schloss Neuschwanstein erbaut wird. Beeindruckend auch das Ende, wenn Ludwig im See stehend erschossen wird. Wir waren nicht die einzigen die begeistert waren und beim Schlussapplaus erhob sich der ganze Saal zu Standing Ovations. Im Ensemble begeisterte uns vor allem Matthias Stockinger als König Ludwig und Uwe Kröger als Dr. Gudden. Wir überlegen, ob wir in 2 Wochen gleich nochmal hinfahren! Leider sind die Tickets aber nicht ganz billig.

Musicalfan2012 (erste Bewertung)


Schöne Produktion von einem Musical mit Schwächen

15.08.2016 - Ich kannte das Stück vorher nicht. Daher hatte ich nur die Musik von der Aufnahme im Kopf. Das Stück an sich bedarf aber dringend einer Überarbeitung. Das Stück plänkelt so vor sich hin, eine wirkliche Intention wird der Hauptfigur nicht eingepflanzt oder kam dann erst sehr spät. Dramaturgisch haperts gewaltig. Das Personal ist zu groß und leider sind einige Musikalische Nummern eher belanglos. Wirklich Eindruck machen da erst die Soli von Ludiwg, dem Schattenmann und Dr. Gudden im zweiten Akt. Auf dieser Grundlage war der Abend eher eine Enttäuschung.

Aus dem Material machte das Produktionsteam viel gutes und konnte sich dann doch bei mir nachhaltig einbrennen. Die Ausstattung ist zweckdienlich, auch wenn die Bühne manchmal sehr leer wirkt. Aber da nur alte Bühnenbilder verwendet werden, will ich das nicht als Manko anrechnen, da es eher nostalgischen Wert hat. Der Bühnensee und die riesige Drehbühne ist dann doch sehr eindrucksvoll. Über die Licht- und Tonabmischung wird hoffentlich noch mal zu reden sein. Das wirkte teilweise sehr holprig, die Musik (kam vom Band) war ab und zu zu laut.
Zur Besetzung: Matthias Stockinger bleibt in seiner Darstellung sehr blass, singt aber sehr schön. Ihm bleiben nur zwei Ausdrucksmittel: Normales reden und schreien (was dann noch einmal durch sein schnarrendes Mikro verstärkt wurde). Schade, dass da nicht mehr ausdifferenziert wurde. Uwe Kröger wirkt leider abgesungen, kann aber mit einem starken Schauspiel punkten. Anna Hofbauer bleibt leider ebenfalls blass. Ihr "Rosenkavaliere" klingt leider zu gepresst, als dass sie Eindruck machen könnte. Suzan Zeichner als Sybille Meilhaus punktet mit einer schönen Stimme. Oedo Kuippers hätte man eine stärkere Rolle gewünscht, aber er macht das beste aus seinen kurzen Auftritten und seinem Duett mit Stockinger. Julian Wejwar und Kevin Tarte sorgen dann für die beiden Highlights des Abends und punkten mit einer starken Bühnenpräsenz. Ansonsten fügt sich das Ensemble sehr schön ein. Ein erfreulicher Abend in einem erhaltenswerten Haus mit einem tollen Panorama.

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Darsteller super. Ansonsten enttäuschend.

12.08.2016 - Ich bin vollkommen ohne Hintergrundwissen in dieses Musical gegangen und wurde leider enttäuscht. Aber erst das Positive: Super Darsteller und eine großartige Drehbühne inklusive See. Das Theater liegt in schönster Lage.

Jetzt das Negative: Die Musik: Ein langweiliger Klangbrei an Klängen, der vom Band kommt. Live-Orchester gibt’s nicht. Auch die Abmischung wirkt eher dünn. Viele Reime erinnern eher an Schultheater, als an richtig großes Musical. Die Drehbühne ist super, allerdings wirken viele Beamer-Projektionen eher gewollt als gekonnt. Die Laser-Projektionen hätten besser zu Starlight-Express gepasst, waren hier aber völlig fehl am Platz. Das Licht-Design passte auch nicht immer. Im letzten Song vor der Pause wurden auch schon mal die Saallichter getestet. Die Inszenierung ist langatmig, was nicht an den Darstellern liegt. Einzig die Kriegsszene konnte mich überzeugen. Schade. 2 Sterne gibt's nur, weil die Darsteller echt super waren und der See überzeugt hat.

MichelD (27 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Bitte melden Sie sich an, wenn Sie einen Leserkommentar abgeben wollen.
Neu registrieren | Logon

 
Details können Sie hier nachlesen: Leserkommentare - das ist neu
 
 

 Theater / Veranstalter
Ludwigs Festspielhaus
Im See 1
D-87629 Füssen
Homepage
Hotels in Theaternähe

 So fand ich die Show
Jetzt eigene
Bewertung schreiben!
Share |
 Kurzbewertung [ i ]
(mil)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Trotz dramaturgischer Schwächen sehenswert - allein aufgrund der wunderschönen Melodien und traumhaften Location in Sichtweite Neuschwansteins.

 Leserbewertung
(7 Leser)


Ø 3.57 Sterne

 Termine
Do03.05.1819:15 UhrWieder­aufnahme
Sa05.05.1819:15 Uhr
So06.05.1814:00 Uhr
So06.05.1819:00 Uhr
Fr18.05.1819:15 Uhr
Sa19.05.1819:15 Uhr
So20.05.1814:00 Uhr
So20.05.1819:00 Uhr
Mo21.05.1814:30 Uhr
Fr25.05.1819:15 Uhr
Sa26.05.1819:15 Uhr
So27.05.1814:00 Uhr
So27.05.1819:00 Uhr
Do31.05.1816:00 Uhr
Fr01.06.1819:15 Uhr
Sa02.06.1819:15 Uhr
So03.06.1814:00 Uhr
So03.06.1819:00 Uhr
Fr10.08.1819:15 Uhr
Sa11.08.1819:15 Uhr
So12.08.1814:00 Uhr
So12.08.1819:00 Uhr
Mi15.08.1814:00 Uhr
Mi15.08.1819:00 Uhr
Fr17.08.1819:15 Uhr
Sa18.08.1819:15 Uhr
So19.08.1814:00 Uhr
So19.08.1819:00 Uhr
Sa25.08.1819:15 Uhr
So26.08.1814:00 Uhr
So26.08.1819:00 Uhr
Fr31.08.1819:15 Uhr
Sa01.09.1819:30 Uhr
So02.09.1814:00 Uhr
So02.09.1819:00 Uhr
Fr07.09.1819:15 Uhr
Sa08.09.1814:30 Uhr
Sa08.09.1819:15 Uhr
So09.09.1814:00 Uhr
So09.09.1819:00 Uhr
Fr14.09.1819:15 Uhr
Sa15.09.1819:15 Uhr
So16.09.1814:00 Uhr
So16.09.1819:00 Uhr
Mi26.12.1814:30 Uhr
Mi26.12.1819:15 Uhr
Do27.12.1819:15 Uhr
Fr28.12.1819:15 Uhr
Sa29.12.1819:15 Uhr
So30.12.1814:00 Uhr
So30.12.1819:00 Uhr


© musicalzentrale 2017. Alle Angaben ohne Gewähr.

   OFF MUSICAL FRANKFURT

   THEATER FÜR NIEDERSACHSEN

   STAATSOPERETTE DRESDEN

   SOFTWAREBILLIGER.DE

   

AMAZON.DE


[Musical-CDs, -DVDs und Noten bei Amazon finden]


   HOTEL.DE

THEATER-TIPPS


Sitzen, Parken, Gastro: Unsere Leser geben Tipps für den Theaterbesuch.
Freilichtspiele Tecklenburg, Neue Flora Hamburg, Operettenhaus Hamburg, Raimund Theater Wien, SI-Centrum Stuttgart.
Partnerseite: Musical-World