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Revue

THE ONE

Im alten Theater geht die Post ab!


© Sven Darmer
© Sven Darmer
Wenn ein bekannter Modedesigner wie Jean Paul Gaultier eine extravagantes, sehr sehenswertes Kostümbild entwirft, dann bedeutet das noch lange nicht eine ebenso sehenswerte Revue. Roland Welkes inhaltsloses Showkonzept enttäuscht ebenso wie die völlig belanglose Musik. Pluspunkte sind hingegen Ballett und Artistik.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:06.10.2016
Rezensierte Vorstellung:06.10.2016
Dernière:05.07.2018


Roman Lob rennt. Der stimmlich recht schwache Gesangssolist bewegt sich zunächst mit dem Rücken zum Publikum gewandt auf einem Laufband, das sich in Zeitlupengeschwindigkeit so lange nach links dreht, bis er frontal ins Auditorium zu laufen scheint. Der junge Mann in Lederjacke und Schottenrock nimmt alle mit auf eine Reise in eine bizarre Welt, die ihn am Ende der Show wieder zurück auf die Techno-Party der Anfangsszene führt. Wird der halluzinatorische Albtraum von sinneserweiternden Substanzen herbeigeführt, die er in der Party-Location konsumiert hat?


© Sven Darmer
© Sven Darmer



Das bleibt das Geheimnis von Roland Welke (Showkonzept, Bühnenbildidee und Inszenierung), der aus diesem dramaturgischen Handlungs-Nichts heraus scheinbar wahllos große Bilder im bombastischen Lichtdesign (Peter Morse) aneinanderreiht. Sehr gelungen ist dabei die Wiederauferstehung der Tingeltangel-Welt mit Artisten, Revue-Girls und körperlichen Absonderheiten wie Frauen mit drei Köpfen oder sechs Beinen. Mittendrin Brigitte Oelke als stimmgewaltige, alternde Prinzipalin, die als eine Art mahnende, gute Fee immer wieder durch die Traumbilder geistert. Nach der Pause hat sie mit "Warte nicht" den einzigen Song der Show, der sich annähernd im Gehörgang festsetzen kann.


Ein Armutszeugnis für fünf Komponisten (Daniel Behrens, Christian Lohr, Gregor Meyle, Maya Singh, KT Kunstall), denen kaum mehr eingefallen ist, als hämmernde Akkorde zu einem sehr techno-lastigen Soundtrack zu verweben. Im Sounddesign von Cedric Beatty durchwummert diese elektronisch klingende Gebrauchsmusik mit wenig Anspruch auf harmonische Melodienführung die Show. Da ist es schon eine kleine Überraschung, dass zum Schlussapplaus aus der hintersten Bühnenecke immerhin etwa fünfzehn Musiker der Showband unter der Leitung von Daniel Behrens ins Publikum winken.


Das abbruchreife Revuetheater, in dem die Techno-Party der Rahmenhandlung steigt, deuten kuppelartige Projektionsflächen an (Szenenbild: Jan Wünsche; Videodesign: Marc Vidal). Mit Ausnahme einer rollenden Show-Treppe aus ineinander verschlungenen Podesten und einem Vorhang, der sich aus Sandkörnern auf die Hinterbühne ergießt, bleibt der riesengroße Raum jedoch oft leer und wirkt etwas trostlos. Der Grund dafür offenbart sich erst nach der Pause, wenn sich der Boden für einen funkelnden See mit dahingleitenden Spielflächen öffnet. Hierauf zeigen Tänzerinnen und Tänzer in Neopron-Anzügen und mit Flossen eine aberwitzige Choreografie.


© Sven Darmer
© Sven Darmer



Es ist ohnehin diese brillante und sehr exakt tanzende Ballett-Compagnie, die "THE ONE" trägt. Höhepunkt der von fünf Choreografen (Maguerite Donlon, Brian Friedman, Alexandra Georgieva, Craig Revel Horwood, Ronald Savkoviæ) erdachten Showtänze ist das Markenzeichen des Hauses – seine Girlreihe. Die 32 Damen bewegen sich perfekt in immer neuen lasziven Formationen und recht extravaganten Schrittfolgen. Das Publikum feiert diese Leistung in der Premiere zu Recht mit langanhaltendem Beifall und Bravorufen. Ebenso großen Jubel heimst der rasante Trapez-Akt von Ruslana und Taisiya Bazaliy ein, der vielen im Zuschauerraum den Atem stocken lässt.


© Sven Darmer
© Sven Darmer



Der wahre Hauptakteur von "THE ONE" ist jedoch Jean Paul Gaultiers Kostümbild. Die Techno-Party wird so zu einem einzigen Farbenrausch – wie ein zum Leben erwecktes, buntes Tattoo. Neben viel Federn, Pompon-Perücken, Netzstrümpfen, Lack-Fetischmode und fast blanken Busen gibt es auch die für Gaultier so berühmten Kegelbustiers und Matrosenlooks zu bewundern. In seine skurrile Ausstattung verirren sich aber auch hochschwangere Mutantinnen oder ein hellblauer Rüde mit einem überdimensionalen Geschlechtsteil. Geschmacklich sicher grenzwertig – aber thematisch nicht unpassend für den in der Revue gezeigten Albtraum.


Optisch geht die Show aufs Ganze und gibt Vollgas. Inhaltlich und musikalisch bleibt sie jedoch weit hinter den Erwartungen.

(Text: kw)






Kreativteam

Showkonzept, Bühnenbildidee und InszenierungRoland Welke
Musikalische LeitungDaniel Behrens
Valentin Kunert
Detlef Klemm
KompositionDaniel Behrens
Christian Lohr
Gregor Meyle
Maya Singh
KT Tunstall
ArrangementsRobin Hoffmann
TexteGregor Meyle
Kevin Schroeder
Maya Singh
KT Tunstall
KostümbildJean Paul Gaultier
SzenenbildJan Wünsche
Entwicklung BühnenbildStage One
Sound DesignCedric Beatty
ChoreografieMaguerite Donlon
Brian Friedman
Alexandra Georgieva
Craig Revel Horwood
Ronald Savkoviæ
Choreografen "Les Farfadais"Stéphane Haffner
Emiliano Simeoni
LichtdesignPeter Morse
VideodesignMarc Vidal


Besetzung

GesangssolistinBrigitte Oelke,
(Maike Katrin Merkel)

GesangssolistRoman Lob,
(Robert Johansson)

SängerinnenKediesha Mc Pherson
Maike Katrin Merkel
Artisten

Cyr WheelNora Zoller
Tuch ArtistikAnastasia Makeeva
Duo TrapezRuslana
Taisiya Bazaliy
LuftakrobatikLes Farfadais
SchwungtrapezDarya Vintilova
FeuersolistSteve Joshua Dyffort
Volker Maria Maier


Frühere Besetzungen? Hier klicken



Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Sven Darmer
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


5 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


nicht zu ertragen... nicht empfehlenswert!

08.01.2018 - also was sich der regisseur bei dieser revue gedacht hat, bleibt mir ein grosses rätsel. ich sass im ersten akt mit offenem mund da, und dachte mir das kann doch jetzt echt nicht wahr sein. da wummert der bass extremst laut aus den boxen und die stimmen sind so in den hintergrund gemischt, das nichts zu verstehen ist. da läuft das ballett auf der riesen grossen bühne wie verloren herum um die kostüme von gaultier zu präsentieren und mann denkt sich . so what. doch es wird noch besser.. roman lob joggt 3 min auf der bühne und wir dürfen ihn dabei zuschauen.sensationell! und weiter gehts... akrobatik an tüchern und strapaten. das ballett an pole stangen. cyr wheel alleine auf der riesenbühne . und dann zum finale . wieder das ballett an den pole stangen. die bühne bricht in eisschollen. vorhang. licht an.. das publikum sitzt ratlos da und denkt sich . was jetzt ? pause?... es ist eine frechheit für diese show preise bis zu 110 euro auszuloben.. durch andere revuen weiss ich was im palast möglich ist und ich bin einfach nur fassungslos was aktuell dort zu sehen ist... den 2ten akt habe ich mir geschenkt...nicht empfehlenswert! PS. der einlass bringt besucher bis zu 30 min nach beginn der show seelenruhig zu ihren plätzen. also nicht wundern wenn ständig unruhe herrscht und leute durchs theater laufen...

Kirmesboxer (10 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


The One | poetisch und beeindruckend

06.05.2017 - The One ist eine schöne Collage von Showbildern. Ob diese nun einen Handlungsfaden haben oder erahnen lassen ist eigentlich egal.

Ich empfand den 1. Akt etwas stärker als den 2. Akt. Die Bilder die auf der größten Theaterbühne der Welt enstehen sind traumhaft und dennoch vermisse ich wieder einmal die Nutzung des Elementes Wasser sehr schmerzlich.

Bis auf eine optisch interessante Treppe recht und einem Stofffetzen links gibt es kaum Bühnenelemente. Ich saß in Reihe 9 am Rand und hatte eine tolle Sicht.

Tolle Bilder entstehen dennoch durch den Sandvorhang der dann zu einem echten wird. Den Pole-dance Stangen und den Pendeln an denen Wasser herunterläuft.

Das Aufbrechen der Bühne in die Schollen sieht beeindruckend aus, wird aber aus meiner Sicht nur unzureichend genutzt. Warum hier die in den Schollen befindlichen LED nicht genutzt werden? Im 2. Akt lechten die rot, blau und geben beeindruckende Perspektiven frei - leider ohne Wasserbassin.

Bei der witzigen Tanznummer in Neopren (Mamma Mia! lässt grüßen), habe ich immer darauf gerwartet das die Tänzer zum Schluss in den Nebensee springen - aber nix wars.

Die Musik ist unauffällig gefällig und tut nicht weh. Revuemusik ist es aber definitiv keine.

Die Artistik ist beeindruckend und poetisch. Viel findet in der Luft statt. Aber auch die Reifennummer hat man so noch nie gesehen.

Das Ensemble tanzt hervorragend. Die Kostüme sind bunt und extravagant. Ich habe mich 2,5h gut unterhalten gefühlt.

mrmusical (63 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Endlich wieder eine Revue im FSP

02.01.2017 - Nach den Shows der letzten Jahre, hab ich dem Friedrichstadtpalast noch eine Chance gegeben, und es hat sich gelohnt.

Nach dem doch eher blutleeren Wyld, Showme und Yma, hatte ich die Hoffnung das es wieder besser wird.
Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Zuerst eimal die wirklich fantasiereichen Kostüme von Jean Paul Gautlier, wirklich ein Hingucker, und man weiß garnicht wo ma hinschauen soll, bei den großen Ensemble Szenen.

Die Bühne ist etwas schlichter als normal, aber gut eingesetzt, wobei ich das Wasserbecken oder andere Highlights wieder vermisst habe.

Das es sich um eine Revue handelt wird ja extra in Deutsch und Englisch vor der Show angesagt, deswegen kann man von der Geschichte nicht viel erwarten.

Trotzdem, die komischen Figuren in dieser Unterwelt einer vergessenen Theater Tradition geben viel Spielraum für diese Show.

Toll war wirklich das Duo am Trapez und und wenn die Bühne in Schollen bricht sehr beeindruckend.
Schöne Einfälle in der Choreografie von Modenschau bis Seiltänzen.

Die Sänger Brigitte Oelke, Roman Lob, Kediesha Mc Person, Maike Katrin Merkel füllen Ihre Lieder mit viel Gefühl und bringen die nötige Ausstrahlung mit um die riesige Bühne zufüllen.

Für das Auge und Ohr wird hier viel geboten, auch wenn die Show an vergangen Highlights wie Qi nicht heran reicht.

KristinP (69 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Einzigartig!

07.10.2016 - Sämtliche wesentliche Aspekte der neuen Revue THE ONE sind in Perfektion gelungen.

Die Choreografie ist innovativ und unterhaltsam.
Wohl noch nie gab es die klassische Girl-Reihe mit derart anspruchsvollen und komplexen Schrittfolgen.

Die Musikkompositionen haben mehrfach Ohrwurmqualität und unterstreichen die Stimmungen der einzelnen Szenerien treffend.

Die Solo-Sänger Brigitte Oelke und Roman Lob liefern souveräne Perfomance und integrieren sich nahtlos in das Artisten- und Tanzensemble.

Das Lichtdesign kleidet die größte Revue- und Theaterbühne der Welt in eine poetisch-mystische Stimmung, die auch das Publikum gefangen nimmt.

Die unglaublichen technischen Möglichkeiten der Bühne werden bestens genutzt. Highlights sind u.a. ein bühnenfüllender Wasserfall aus Sand, das Aufbrechen und Auseinandertreiben der nahezu gesamten Bühnenfläche oder dutzende von Poledance-Stangen, die lautlos auf die Bühne herabschweben und in die Choreografie integriert werden.

Die Luft- und Bodenakrobatik ist vom Feinsten.
Insbesondere das Trapez-Duo sorgt in schwindelerregender Höhe für atemloses Staunen und lautstarken Applaus.

Der eigentliche Star in THE ONE ist aber das Kostümdesign von Jean Paul Gaultier.
Die Fantasie und Kreativität des Künstlers sprengt wirklich alles, was ich bisher im Friedrichstadtpalast (oder irgend einer anderen Showproduktion) gesehen habe.
Über 500 Kostüme sollen es wohl sein, die der Künstler für THE ONE entworfen hat. Das liegt unter anderem auch daran, dass das riesige Tanzensemble im Opener und im Finale nicht uniform sondern ganz individuell gekleidet ist.
Im Stil zitiert Gaultier sich selbst, liefert eine Reminiszenz an Berlin und klassisches Revue-Theater und spart auch nicht mit Provokation und Innovation.
(Man darf sich nicht an nackten Brüsten, überdimensionalen grünen Hundepenissen oder scheinbar hochschwangeren Tänzerinnen stören.)

In seinem gelungenen Gesamtkonzept schafft es THE ONE immer wieder Bilder und Szenen zu kreieren, die man so noch nie auf eine Bühne gesehen hat.
Einziger Minuspunkt dabei ist die Inszenierung von Roland Welke.
Manche Einleitung bzw. Überleitung der Szenen ist zu langatmig bzw. zu statisch geraten. Die ein oder andere Kürzung oder Beschleunigung würde Tempo und Unterhaltungswert der Show nochmals erhöhen.

Nichtsdestotrotz: der lautstarke Jubel und die Standig Ovations des internationalen Publikums lassen keinen Zweifel daran:
Mit THE ONE wird die Erfolgsgeschichte des Friedrichstadtpalastes weitergeschrieben.

kevin (141 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Jean Paul Gaultier Kostüme Top! Die Show ist ein Flop!

06.10.2016 - Nach 15 min wollte ich gehen und das in der Premiere! Die Musik ist ein Brei von undefinierbarer Sauce!
Schöne Kostüme, nur der Rest ist undefinierbar!
Wo ist das Geld nur geblieben!
Der zweite Teil wurde etwas besser.
Es gibt fast nur Luft-Nummern. Die Beste Trapez Nr. sind 2 Mädels, sehr Hoch und Super! Brava!
Ein Feuer Magier ist 5 Klassige Krimis!
Top war wie immer die 32 Girl Reihe! Oh, Oh, ich bin von der Show sehr enttäuscht!

chef de cuisine (12 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


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(kw)

Buch

Komposition

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Konzeptlose, enttäuschende Revue mit wenig Inhalt, furchtbar belangloser Wummer-Musik und einer oft zu leeren Bühne. Daumen hoch fürs phantasievolle Kostümbild (Jean-Paul Gaultier) und für Tänzer und Artisten.

07.10.2016

 Leserbewertung
(5 Leser)


Ø 2.60 Sterne

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Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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