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Fußball-Drama

The Beautiful Game

If This is What We're Fighting For


© Matthias Baus
© Matthias Baus
Andrew Lloyd Webbers selten gespieltes Musical "The Beautiful Game" erzählt die Geschichte einiger fußballbegeisterter Jugendlicher in Belfast, die auf dem Höhepunkt des Nordirland-Konflikts in die politischen Streitigkeiten des Landes hineingezogen werden. Markus Dietzes Inszenierung versucht, die Schwächen des Stückes mit geschickten Regieeinfällen zu bekämpfen.

(Text: Jens Alsbach)

Premiere:29.10.2016
Rezensierte Vorstellung:29.10.2016
Letzte bekannte Aufführung:19.05.2017


Fußball spielte im Nordirland der 1960er zu Zeiten des Bürgerkrieges eine große Rolle. Die Show eröffnet mit dem eingängigen "The Beautiful Game" und der Vorführung des in die Bühne eingefassten Fußballfeldes. Im Hintergrund wird dieses mit einer Bande begrenzt, hinter der die Band unter der Leitung von Karsten Huschke sitzt. Eine schöne Idee, die die Illusion eines Spielfeldes erzeugt. Links und rechts befinden sich die Spinde der Mannschaft, und über eine Treppe wird eine zweite Ebene erreicht, die mithilfe von variablen und mit Graffiti besprühten Wänden zu immer neuen bespielbaren Flächen verschoben werden kann. Die Bühne von Christian Binz gefällt und lässt einen interessanten, abwechslungsreichen Abend vermuten.

© Matthias Baus
© Matthias Baus

Leider flacht die Inszenierung nach der schön gesungenen Eröffnungsnummer schnell merklich ab. So richtig Stimmung will nicht aufkommen, wenn die Fußballspieler in ihrer Umkleide raufen, Mädchen anflirten oder sich mit ihrem Trainer, der gleichzeitig der Priester der Gemeinde ist, in die Haare kriegen. Auch wenn Regisseur Markus Dietze alles tut, um das Mögliche aus der vorhersehbaren Handlung und den unausgereiften Figuren herauszuholen, plätschert das Geschehen so vor sich hin. Ein nachträglich eingebauter Erzähler gibt für das deutsche Publikum, das mit dem Bürgerkrieg in Nordirland weniger vertraut ist, fortwährend wichtige politische Updates. Doch auch dieser Regie-Kniff vermag es nicht, die Beliebigkeit der eigentlich seichten Liebesgeschichte, die im Kern an die "West Side Story" erinnert, aufzuhübschen.

© Matthias Baus
© Matthias Baus

Einige inszenatorisch gut gemachte Szenen hält der Abend jedoch bereit. Spannend zum Beispiel ist die Stelle, in der ein komplettes Fußballspiel nachgestellt wird. Dabei wird die obere Etage zur Tribüne umfunktioniert, die beiden Mannschaften bewegen sich auf der Mittelbühne und die Darsteller spielen in Zeitlupe, während sie von Projektionen umrahmt werden. Diese Szene zeigt, wie stark die Inszenierung sein kann und was die Bühne hergibt.

Leider ist das Buch von Ben Elton nicht das einzige Problem des Abends. Auch den Laiendarstellern des sonst sehr professionell spielenden Koblenzer Jugendtheaters, die hier mit Teilen des professionellen Ensembles des Koblenzer Stadttheaters gemeinsam auf der Bühne stehen, gelingt es nicht immer zu überzeugen. Gerade bei den teils Balladen-, teils Rock-lastigen Songs des Lloyd-Webber-Scores fallen tonale Unsicherheiten auf. Auch das Einbauen des enorm großen Stadttheater-Chores als politische Kämpfer lenkt nicht davon ab, dass das Stück eigentlich eine sehr intime Geschichte ist, deren Hauptaugenmerk auf den Jugendlichen liegt.

© Matthias Baus
© Matthias Baus

Die Leistung der 9-köpfigen Band ist durchwegs positiv. Nur an der akustischen Aussteuerung mangelt es streckenweise, so dass die Musiker phasenweise die Sänger übertönen.

Am Ende bleibt eine engagierte, aber recht durchwachsene Show, die nicht über die Längen des Stückes hinwegtäuschen kann.

(Text: Jens Alsbach)






Kreativteam

Musikalische Leitung Karsten Huschke
Inszenierung Markus Dietze
Choreografie Catharina Lühr
Bühne und Kostüme Christian Binz
Video Georg Lendorff
Dramaturgie Juliane Wulfgramm
Kampfchoreografie Eduard Burza


Besetzung

Pater O'Donnell Reinhard Riecke
John Kelly Paul Mannebach
Mary Maguire Lena Fuhrmann
Thomas Malloy Ian McMillan
Daniel Gillen Dustin Leonhard Grieß
Ginger O'Shaughnessy Max Aschenbrenner
Bernadette Nora Beisel
Derek Copeland Gianluca Cantara
Christine WarnerIsabel Mascarenhas
ErzählerDavid Prosenc
Weitere Teammitglieder Tim Leonard
Lukas Bonikowski
Martin Boosfeld
Dominik Räk
Jonathan Rupprecht
Felix Scheuer



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(jal)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Ambitionierte Inszenierung, die gesangliche Schwächen von Seiten der Besetzung aufweist und die Längen des Lloyd-Webber-Stückes nicht kaschieren kann.

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


© musicalzentrale 2019. Alle Angaben ohne Gewähr.

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