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Gala

Musical meets Pop 2016

Die traditionelle Tecklenburger Pfingstgala


© A. Weck
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Musical trifft auf Pop und Tecklenburg tobt. Trotz eisiger Temperaturen bleibt kein einziger der 2320 Plätze unbesetzt und die hochkarätige Cast heizt dem Publikum mit einem fast vierstündigen Programm ordentlich ein. Die Stimmung erreicht dabei in diesem Jahr neue Höhen. Ob es an der brandneuen Soundanlage liegt, die das Klangbild besonders klar in den Zuschauerraum trägt oder an der neuen Dachmembran, die für 450.000 Euro 'just in time' am Vorabend der Gala fertig wurde? Vielleicht ist aber auch einfach nur spürbar, dass man keine Kosten und Mühen gescheut hat, um den Besuchern ein qualitativ hochwertiges Konzerterlebnis zu bescheren.

(Text: Silke Milpauer)

Premiere:16.05.2016
Letzte bekannte Aufführung:16.05.2016


Es stimmt: Die Male, wo der Wettergott zum traditionellen Saisonauftakt mit der Gala "Musical meets Pop" ein Einsehen hatte, lassen sich an einer Hand abzählen. An diesem Pfingstmontag 2016 ist es aber tatsächlich so bitterlich kalt, dass man glatt glaubt, sich im Feiertag geirrt zu haben.

© A. Weck
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In Tecklenburg sieht man das gelassen mit typisch trockenen Humor: "Herzlich Willkommen zur Gala am zweiten Weihnachtsfeiertag 2016", begrüßt Intendant Radulf Beuleke die Zuschauer, die ihn bestens gelaunt mit viel Applaus empfangen und sich unverdrossen mit Prosecco statt mit Glühwein zuprosten. Sich vom Wetter einen Strich durch die Rechnung machen lassen? Das gibt es in Tecklenburg nicht! Auch die gewohnt prominente Besetzung bestehend aus Pia Douwes, Roberta Valentini, Zodwa Selele, Milica Jovanovic, Uwe Kröger, Kevin Tarte, Dominik Hees und Tecklenburg-Urgestein Sascha Krebs singt sich tapfer in meist frühlingshaft anmutenden Outfits durch den Abend.

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Singt? 'Feiert' wäre wohl passender angesichts der bombastischen Stimmung, die sich bereits beim Opener "Staying Alive" etabliert und sich bis zum Schlusston der Zugabe "Life is for Living" durchgängig hält. Aber auch das ist in Tecklenburg eher die Norm als die Ausnahme. Ebenfalls vertraut ist der konzeptionelle Aufbau der Gala: Zunächst werden Musicalhits präsentiert, nach der Pause gibt es dann allerlei Rockiges und Poppiges auf die Ohren – wie immer souverän begleitet von Klaus Hillebrecht und seiner bewährten Gala-Band. The same procedure as every year also – und doch fühlt sich dieses Jahr alles besonders stimmig an.

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Ein Schwerpunkt liegt im ersten Teil stets auf den aktuellen Großproduktionen der Freilichtbühne. Roberta Valentini stellt sich mit "Sünden der Väter" als Morgana vor; Kevin Tarte präsentiert sich mit "Der Heiler" und "Der Kreis der Menschheit" als Merlin. Beide Auftritte sind ausgesprochen gelungen und machen Lust auf "Artus". Deutlich weniger dramatisch geht es bei "Saturday Night Fever" zu. Die beiden Ensemblestücke "Stayin‘ Alive" und "Night Fever" rahmen den ersten Block und führen bei den Zuschauern zum reflexhaften Mitklatschen. Schon da hält es das Publikum kaum noch auf den Bänken. Bei "Tragedy" wird Alexander Klaws, der in diesem Sommer als Tony auf der Bühne stehen wird, es aber nicht zur Gala geschafft hat, würdig von Sascha Krebs vertreten. Wenn man die Resonanz der Zuschauer auf die Kostproben aus beiden Stücken als Indikator nehmen darf, so muss sich Tecklenburg wohl auch in diesem Sommer keinen Kopf bezüglich Top oder Flop machen.

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Mit einer ansprechenden Hit-Mischung aus neuen und alten Musicals, aus Solos und Duetten geht es weiter. Milica Jovanovics herausragende Interpretation des Titelsongs aus "Liebe stirbt nie" sorgt für Gänsehaut und die ersten stehenden Begeisterungsstürme des Abends. Uwe Kröger unterhält bestens mit seinen Performances von "Ich bin, was ich bin" (in zentimeterhohen silbernen Stilettos) und "Edelweiß" (gemeinsam mit Jovanovic in formschönen Trachten).

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Mit "Wenn ich tanzen will" und "Totale Finsternis" stehen gleich zwei populäre Duette auf dem Programm, die den Darstellern nicht nur Standing Ovations einbringen, sondern auch die Hoffnungen all jener Fans erfüllen, die ihre Stars noch einmal in ihren jeweiligen Paraderollen auf der Bühne erleben wollten. Hier zeigt sich: Sie können es noch! Das Elisabeth-Urgespann Kröger/Douwes agiert ebenso wie Kevin Tarte (Duett-Partnerin: Roberta Valentini) als Chef-Vampir Krolock mit überwältigender Bühnenpräsenz.

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Aber auch unbekanntere Titel finden Berücksichtigung: Musical-Newcomer Dominik Hees (u.a. bekannt als Henry aus der Fürther Inszenierung von "Fast normal") kann beim "Shrek"-Song "Don’t Let Me Go" sein Talent fürs Komische zur Geltung bringen, während Pia Douwes mit "Always Starting Over" (aus "If/Then") und Zodwa Selele mit "I Can’t Let Go" (aus "Smash") zwei eher rockigere Nummern vorstellen. "High Enough" heißt schließlich das Duett aus "Rock of Ages", mit dem Krebs und Douwes gemeinsam die Bühne rocken.

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Der zweite Teil ist geprägt von der jüngeren Musiklandschaft, wobei die Künstler eigenständige Interpretationen der teils sehr bekannten Ohrwürmer abliefern: Selele etwa verleiht dem Adele-Hit "Hello" mit einer Rap-Einlage ihres Cousins True MD eine ganz eigene Note. Gleiches gilt für Valentinis eindringliches "Wie schön du bist" und Hees‘ jazzig-leichtes "Beautiful Day". Der wohl berührendste Moment und unumstritten ein - wenn nicht sogar vielleicht das - Highlight des Abends ist aber wohl Valentinis und Jovanovics wunderschöne Darbietung des Streisand/Dion-Klassikers "Tell Him". Neben viel Rock & Pop kommt aber auch Country in diesem Jahr nicht zu kurz: "Calm After The Storm" (Krebs/Selele) kann beim Publikum punkten und als dann die ersten Töne von "Bonfire Heart" (Tarte) ertönten, hält es schließlich niemanden mehr auf den Plätzen.

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Der Rest der Gala wird singend und klatschend im Stehen verbracht – auch, um Erfrierungen vorzubeugen, die bei Temperaturen von mittlerweile rund 5 Grad und einem frischen Wind durchaus möglich erscheinen. "Hinten frieren alle, vorne frieren alle – nur die Stimme sitzt. Es ist schon extrem", bringt es Beuleke, der wie in jedem Jahr auch als Moderator der Veranstaltung fungiert und mit informativen und humorvollen Wortbeiträgen durch den Abend führt, perfekt auf den Punkt. Je kälter es wird, desto mehr wird dem Publikum eingeheizt. Zum Beispiel bei "Piece Of My Heart", mit geballter Frauen-Power vom gesamten Damen-Ensemble performt. Selele, Jovanovic, Valentini und Douwes haben ihre helle Freude an dem Joplin-Song – der Funke springt auch ins Publikum über. Für "Atemlos" - einen Song, den angeblich niemand mag, aber irgendwie doch jeder lauthals mitgrölen kann - genau die richtigen Voraussetzungen. Jovanovic beweist hier Schlager-Qualität und das Tecklenburger Publikum Textsicherheit. Sascha Krebs setzt dann mit einem unglaublich energiegeladenen "Uptown Funk" noch einmal einen oben drauf -Tecklenburg brodelt. Und weil man aufhören sollte, wenn es am schönsten ist, verabschiedet sich das Ensemble mit dem Revolverheld-Hit "Lass uns gehen" aus dem regulären Programm.

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"Musical meets Pop" – ein fantastischer Auftakt in die Freilichtsaison 2016. Erneut hat die Freilichtbühne bewiesen, dass sie es wie keine zweite versteht, trotz aller bürokratischen Widrigkeiten (wie etwa verweigerter Zuschüsse eines Landes, das nicht erkennt, welchen Magnet das Örtchen als größtes Freilichtmusiktheater Deutschlands darstellt) Jahr für Jahr ein ansprechendes Programm auf die Beine zu stellen. Das Geheimnis dieses Erfolges? Keine Frage des Geldes, meint Intendant Radulf Beuleke in einem eindringlichen Plädoyer für seine Bühne, sondern eine der richtigen, wertschätzenden Atmosphäre. "Die Leute wollen hier spielen", betont Beuleke und bringt es nachdrücklich auf den Punkt: "Wir lieben unsere Darsteller." Und dieses Herzblut – das spürt man eben deutlich.

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(Text: Silke Milpauer)






Besetzung

mit Pia Douwes
Roberta Valentini
Zodwa Selele
Milica Jovanovic
Uwe Kröger
Kevin Tarte
Dominik Hees
Sascha Krebs




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Freilichtbühne Tecklenburg/Veranstalter
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