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Komödie

Die Nännie – ein Kindermädchen zum Verlieben

Pass 'mal auf die Kinder auf!


© Torsten Halm
© Torsten Halm
Berlinernde Bühnenadaption der bekannten amerikanischen Kindermädchen-TV-Sitcom aus den 1990er Jahren mit vielen flachen, albernen Witzchen. Sehenswerte Comic-Ausstattung und eine überragende Hauptdarstellerin stehen auf der Haben-Seite dieses Comedy-Musicals, das musikalisch überwiegend mit umgetexteten Songs aus "Der kleine Horrorladen” aufwartet.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:12.08.2015
Rezensierte Vorstellung:12.08.2015
Letzte bekannte Aufführung:06.05.2016


Jeder hat seine Farbe: Giftiges Grün steht für die intrigante Tittie Green, royales Blau für den loyalen Butler Buddie Bullie und seriöses Schwarz gehört zum geschäftigen Musicalproduzenten Blackie Black. Knalliges Orange charakterisiert schließlich die quirlige Sunnie Sunshine und apartes Altrosa ihre exaltiert-fresssüchtige Mutter Mollie. Was sich in den albernen Namen ankündigt, setzt sich in Make-up, schrillen Plastik-Perücken (Johanna Blackstone und Tina Brochwitz), Requisiten (Mirko Intert) und den mit wenigen Strichen auf die weißen Kostüme gezeichneten oder angehefteten Details fort (Entwurf: Stephane Eric Marin Justicia). Willkommen in einem auf die Bühne gebrachten Comicstrip!


Andreas Rother und Pasqualino Zerennti haben das dazu passende, im gleichen Stil gezeichnete und schnell wandelbare Bühnenbild geschaffen: Zwei weiße Türen können im schwarzen Raum variabel verschoben werden und zeigen durch Drehen auf den anderen Seiten eine mit bunten Farben skizzierte Küche oder ein Büro. Komplettiert wird die Comic-Welt durch weiße Quader, die zum Beispiel Stühle zeigen.


© Torsten Halm
© Torsten Halm



Diese leicht überdreht und künstlich wirkende Optik passt perfekt zu Claudio Maniscalcos sehr Comic-haften Inszenierung seiner verberlinerten Bühnenadaption der US-Comedyserie "Die Nanny": Die aus dem Problembezirk Wedding stammende Sunnie Sunshine reißt sich mit List den Kindermädchen-Job im noblen Anwesen des mit der Erziehung seines Nachwuchses überfordert scheinenden Blackie Black unter den Nagel. Dies ist der Ausgangspunkt für einzelne episodenartig aneinandergereihte, recht alberne Geschichten mit weitgehend immer denselben handelnden Personen. Überreicht "Chefie" Black (Anspielung auf Blacks Alter Ego aus der Serie, Mister Sheffield!) als Überraschung für Sekretärin Tittie (Name visualisiert durch pseudo-witzige Brust-Fortsätze!) wirklich den lang ersehnten Verlobungsring? Hat Mutter Mollie (Anspielung auf ihre durchs Kostüm betonten Rundungen) einen Geliebten? Kann Sunnie in der Verkleidung ihres schwulen Cousins "Spartacus Big Dickie" wirklich herausfinden, ob ihr Chef eine Affäre mit dem tuntigen Butler hat (Anspielungen für das vorwiegend nicht-heterosexuelle Publikum im Aufführungsort der Berliner Schwulenberatung)?


Befremdlich ist, dass auf der Bühne nicht die für eine Nanny so wichtigen Kinder in Erscheinung treten. Ab und zu erklingen ihre Stimmen zwar per Bandeinspielung, doch hätte der Regisseur aus dramaturgischen Gründen eine andere, präsentere Lösung finden sollen. Sunnies Job macht so hier wenig Sinn. Somit konzentriert sich das Spiel auf die bereits erwähnten fünf erwachsenen Charaktere, wobei Regisseur Maniscalco die drei Frauenfiguren liebevoll schrill-überdreht zeichnet, während die Herren mit großen Gesten etwas mehr Seriosität ausspielen dürfen. Hinzu kommen nach der Pause noch zwei komische Sidekicks (Sunnies Vater und Blackies Geliebte Susi aus Kreuzberg), die allerdings keinen Sinn ergeben, weil sie später nie wieder auftauchen.


Musikalisch bedient sich die Show hauptsächlich aus dem umgetexteten Menken-Song-Fundus von "Der kleine Horrorladen" (zum Beispiel wird "Downtown" zu "Wedding"), aber auch das große Mama Morton-Solo aus "Chicago" (hier: "Brauchst du eine Nännie, dann sei lieb zu mir") oder die deutsche Fassung des Disco-Krachers "I Will Survive" sind recht sinnvoll in die Handlung integriert. Die Musikbegleitung dazu kommt aus der Konserve, wobei in der besuchten Premiere der ein oder andere Gesangspart noch der Bandbegleitung hinterher trödelte. Welche Aufgabe der auf dem Programmzettel vermerkte Tobias Bartholmeß (Musikalische Leitung) hat und wo und wann er diese wahrnimmt, bleibt unklar.


Überstrahlt wird die gesamte Aufführung von einer zum Niederknien grandiosen Cara Ciutan in der Rolle der Sunnie Sunshine. Mit umwerfender Bühnenpräsenz und einer perfekt ausgewogene Mischung aus zickiger Diva und mit beiden Beinen im Leben stehender Frau mit großem Herzen scheint ihr die Kindermädchen-Rolle wie auf den sexy Körper geschrieben zu sein. Gesanglich lässt sie keine Wünsche offen. Dazu gelingt ihr mit übertriebenen Posen beim stimmlich anspruchsvollen "Woman in Love" eine ungemein witzige Barbra Streisand-Parodie.


© Torsten Halm
© Torsten Halm



Auf den Punkt besetzt sind auch Franziska Traub als dralle wie drollige Mutter Mollie Sunshine, die mit ihrem komischen "Fett"-Song so richtig abräumt, sowie Isabelle Gensior als Giftspritze Tittie Green. Ihr zartes Horrorladen-"Häuschen mit Garten" (hier gesungen im Duett mit dem bassgewaltigen Henry Nandzik als tuntig-liebevoller Buddie) ist einer der wenigen Momente, in denen die Show innehält. Nandzik steht auch schon rein vorlagenbedingt etwas im Schatten seiner Kolleginnen. Claudio Maniscalco, der neben seiner Tätigkeit als Autor und Regisseur auch als solider wie liebenswürdiger "Chefie" auf der Bühne steht, verhindert im letzten Moment das von allen erwartete Liebes-Happy End mit Sunnie. Dafür kündigt er eine Fortsetzungs-Folge der Bühnen-Nännie an. Ein dramaturgischer Kniff, den das Publikum bei der Premiere ebenso feiert wie die Darsteller und das Kreativ-Team.


Wer mit Begeisterung eine komplette "Nanny"-Staffel auf DVD am Stück sieht, der kommt trotz so manch dürftiger Witzchen auch bei dieser Bühnenfassung schon alleine wegen der Hauptdarstellerin und der stimmigen, überdrehten Ausstattung auf seine Kosten.

(Text: kw)






Kreativteam

Inszenierung, Idee, BuchClaudio Maniscalco
Musikalische LeitungTobias Bartholmeß
ChoreografieVolker Eisenach
Kostüm-DesignStephane Eric Marin Justicia
BühnenbildAndreas Rother
Pasqualino Zerennti
Spezial-PerückenJohanna Blackstone
Tina Brochwitz


Besetzung

Sunnie SunshineCara Ciutan
Blackie BlackClaudio Maniscalco
Buddie BullieHenry Nandzik
Tittie GreenIsabelle Gensior
Mama Mollie SunshineFranziska Traub




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Torsten Halm
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


9 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


30890
EIN TOLLER ABEND!

04.10.2015 - Danke danke lieber Claudio, dass du wieder so eine fabelhafte Show auf die Beine gestellt hast! Und diesmal nicht nur mit klasse Darsteller, toller Musik und viel Komik, sondern auch mit einzigartige Kostüme und Perücken! ich will es auf jeden Fall bald noch mal sehen, damit meine Lachmuskeln wieder trainiert werden...HUT AB!

francy69 (erste Bewertung)


30861
Dreister Schwachsinn

31.08.2015 - Wir waren zu viert in der Premiere des Stückes und unsere Stimmung sank von Minute zu Minute.
In der Pause waren wir noch der Meinung, dass jede Schulaufführung, die wir bisher gesehen hatten, noch besser inszeniert war. Am Ende jedoch konnten wir nur noch mit gesenktem Kopf die Flucht ergreifen! Es ist irgendwie eine Frechheit, wenn man eine Fernsehserie nimmt und dort - garantiert ohne die Genehmigung der Produzenten der Serie einzuholen - frech die Figuren und sogar die Gags aus diversen Folgen der Sitcom klaut! Sowas nennt sich kreatives Eigentum (von den Rechten der Fernsehproduktionsfirma gar nicht zu reden). Noch dreister aber ist es, wenn man sich die Musik vom "Little Shop Of Horrors" fast komplett nimmt und die von Michael Kunze übersetzten Songs mal eben dümmlich "umtextet". Das ist absolut ärgerlich und keineswegs kreativ. Da dies nicht die erste Produktion dieser Art von Claudio Maniscalco ist, bei der er mal eben Sachen umtextet und versucht in einen Konsenz mit flacher Handlung zu bringen, sollte man langsam überlegen, ob man hier nicht einen Riegel vor schiebt! Bei anderen Juke-Box-Musicals werden die Songs wenigstens in ihrer Ursprungsform belassen, hier werden aber immer wieder Songs - für die es gute deutsche Übersetzungen bereits gibt - frech umgetextet. Und so schön die Kostüme in diesem "Stück" auch sein mögen - wie bringen sie eigentlich die Handlung voran bzw. was haben sie mit der Handlung zu tun? Die armen Darsteller schwitzen sich in ihnen sichtbar kaputt... Insgesamt fanden wir, dass das Stück völlig undurchdacht war und bis auf die Kostüme null Kreativität von der Buchseite und Inszenierungseite aus zu erkennen war. Die Gags waren flach und oft so tief unter der Gürtellinie, dass man nur errötend den Blick senken konnte. Hier hat sich jemand in jedem Fall ein wenig als Darsteller, Buchautor etc. in Personalunion erheblich überhoben und selbst überschätzt. Das Etablissement an sich jedoch hätte weitaus Besseres verdient - und auch das freundliche Personal, das einem Leid tun kann, weil es dieses Stück sicherlich oft über sich ergehen lassen muss! Fazit: Nicht auf Nummer sicher klauen, sondern bitte mal Neues auf Risiko kreieren. Danke!

[Anm. der Redaktion: Zu dieser Wertung liegt eine Antwort von Regisseur Claudio Maniscalco vor. Da dieser Bereich der musicalzentrale.de für direkte Leserwertungen für Stücke vorgesehen ist, haben wir die Diskussion ins Forum verschoben: http://www.musicalzentrale.de/index.php?service=30 &subservice=1&details=5153&page=0&count=yes ]

MameDolly (erste Bewertung)


Beitrag vom 31.08.2015 gesperrt

Claudio Maniscalco (erste Bewertung)


30863
Dumm und platt

19.08.2015 - Ich schließe mich der null-Sterne-Kritik an, dazu folgendes: Ich zähle mich als Fan der Serie, aber das, was hier geboten wird, hätte mich diese Serie nie ein zweites Mal anschauen lassen! Die Musik ist lieblos zusammen geschußtert, der zweite Teil verliert absolut an Tempo und wird nur zur Nummern-Revue mit "Licht aus - Licht an". Ausserdem: Mal hat die Mutter einen schwäbelnden Dialekt, mal einen Berliner Dialekt. Warum? Und warum sieht man nie die Kinder, um die es doch auch gehen sollte in einem Stück mit diesem Titel? Als nächstes gibt es sicherlich im Wilde Oscar das Musical "Housewives Desperate" zu sehen (Kleine Titeländerung, damit die Ähnlichkeit nicht zu sehr auffällt). Und dazu dann die Musik aus "Hairspray" mit neuen Texten, wo dann nicht gesungen wird "You can`t stop the beat", sondern Bree Van de Kamp am Herd steht und singt:"Weil ich kochen lieb". Ich geben den einen Stern nur für die Darsteller dieses Stückes.

Naennyfan (erste Bewertung)


30860
Suuuper show

18.08.2015 - Ich war so gespannt auf das Stück. Es hat meine erwartung einfach übertroffen.ich war so begeistert, viel gelacht.die Kostüme und alles drum herum natürlich der Knaller und nicht zu vergessen die Bedienung vom wilde Oscar sehr nett!kann die Show nur weiterempfehlen!

Man Dy (erste Bewertung)


30857
eine Show zum verlieben

16.08.2015 - Die Nännie im wilde Oscar besticht durch die einngestzte Liebe zum Detail. Tolle Stimmen führen durch einen unterhaltsamen Abend. Jeder Darsteller steht für sich brilliant da. Franziska als Mutter ist super. Wer hätte gedacht dass sie so klasse singt. Tolle Kostüme und witzige Bühnenrequisiten. Klasse gemacht. Trotz der Hitze war es ein coolöes Erlebnis... vielen Dank an alle Beteiligten


30855
Eine Show zum Verlieben

16.08.2015 - Das Stück ist sehr lustig, ein Garant für einen amüsanten, kurzweiligen Abend. Es ist nicht das erste Stück, von/mit dem Claudio Maniscalco mich begeistert... ich liebe den Gesang von Nännie Cara Ciutan, Franziska Traub als Mama Molly ist der Brüller. Henry Nandzik, der Butler Buddy, mit seiner Mimik unschlagbar. Und dann Isabelle Gensior, die Tittie Green, die allein schon durch das Kostüm die Lacher auf ihrer Seite hat. Ich find es fantastisch!...und schau es mir noch ein weiteres Mal an...

G. Dierks (erste Bewertung)


30854
witzig - spritzig - toll

16.08.2015 - Ich hatte einen ganz großartigen Abend bei der Nännie-Premiere. Es war kurzweilig und ich habe mich köstlich amüsiert, ja den Bauch gehalten vor Lachen. Allein die originellen Kostüme sind ein Knaller. Das an allen Stellen liebevoll inszenierte Stück muss man einfach gesehen haben.

SabiKen (erste Bewertung)


30853
Super Show!

15.08.2015 - Eine sehr gute Location, super Service! Das Stück "Die Nännie" hat uns sehr gut gefallen. Tolle Schauspieler, schöne Spezialeffekte und vor allem die Kostüme sind ein Augenschmaus.

RobertRescue (erste Bewertung)


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Buch

Komposition

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Nah am TV-Vorbild für die Bühne adaptierte, mit Menkens Horroladen-Songs veredelte, Aneinanderreihung von flach-albernen Szenen in einer schrillen Comic-Ausstattung (Perücken und Kostüme!). Herausragende Hauptdarstellerin!

12.08.2015

 Leserbewertung
(8 Leser)


Ø 3.75 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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