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Tanz-Musical

Saturday Night Fever

You should be dancing


© Dominik Lapp
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"Saturday Night Fever" unter Regie von Ulrich Wiggers und Choreographie von Hakan T. Aslan verspricht mit einer bekannten Cast ein buntes 70er Jahre Disco-Feuerwerk. Dieses verpufft jedoch fast komplett in einer unstimmigen Inszenierung, die hinter den Erwartungen weit zurückbleibt.

(Text: Diana Breitkreuz)

Premiere:22.07.2016
Rezensierte Vorstellung:29.07.2016
Letzte bekannte Aufführung:10.09.2016


Wer eine genaue Adaption der Bühnenversion von "Saturday Night Fever" aus London oder Köln erwartet, wird schnell enttäuscht. Wiggers verlegt die bekannte Story des Films mit John Travolta in das New York der Neuzeit. An sich ein geschickter Schachzug, sind doch die angesprochenen Themen wie Beziehungsprobleme, Arbeitslosigkeit und Familientragödien auch weiterhin aktuell. Leider wird die Zeitreise nicht in allen Aspekten aufgegriffen: So sind die Kulissen eindeutig nicht aus dem modernen Brookyln (z.B. die Wohnung der Maneros entstammt offensichtlich den 50ern), und auch das Styling der Charaktere (Kostüme: Karin Alberti) ist eher eine bunte Mischung aus Vintagelook und Szenefreaks aller Jahrzehnte. Man gewöhnt sich nach einiger Zeit allerdings auch daran und schaut nur kurz irritiert, wenn der große Tanzwettbewerb plötzlich als 70er Jahre Mottoparty deklariert wird und die Charaktere sich kostümtechnisch nicht stark verändern.

© Dominik Lapp
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Gar nicht gelungen ist der Transfer der Dialoge in die moderne Zeit. Einige Schimpfworte und Kraftausdrücke scheinen auch für das New York von heute sehr weit hergeholt und der Fantasie des Regisseurs entsprungen oder alternativ sehr schlecht ins Deutsche übertragen zu sein. Mancher Zuschauer zuckt hier schon ein wenig zusammen. Auch die Erwähnung von Alexander Klaws’ diversen Theater- und Fernsehauftritten erzeugt eher ein genervtes Stirnrunzeln als Gelächter, passen "Tarzan" und "Let’s Dance" einfach nicht zur Show.

Die Hits der Bee Gees sind dem größten Teil der Zuschauer hinlänglich bekannt, die Adaption in Tecklenburg gerät jedoch zeitweilig zum Ratespiel. Kommt der große Chor der Tecklenburger Freilichtspiele zum Einsatz, verändern sich Tempo und Stil so stark, dass der jeweilige Song mitunter nicht mehr zu erkennen ist. Wirklich schade, denn gerade die Musik macht ein Kultstück wie "Saturday Night Fever" aus. Hier wäre es eine Überlegung wert gewesen, wie auch in anderen Jahren zuvor den Chor gerade bei Tanzstücken weniger stark einzusetzen, um den Charakter der Songs nicht zu zerstören.

© Dominik Lapp
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Die Choreographien von Hakan T. Aslan sind schwungvoll und völlig neu konzipiert. Das talentierte Ensemble überzeugt mit Spass an der Show und starken Leistungen. Hier seien namentlich vor allem Karim Ben Mansur (Double J) und Andrea Luca Cotti (Joey) erwähnt, die nicht nur in ihren Rollen, sondern auch in den Ensembletanzszenen die Augen des Publikums anziehen. Kennt man "Saturday Night Fever" schon vom Film oder der Bühne, vermisst man aber vor allem die weltbekannten Schrittfolgen und Posen des Tony Manero. Diese wurden in Tecklenburg noch nicht einmal kurz angedeutet. Auch scheint es, dass manche Tanzsoli des Ensembles stark gekürzt wurden (beim Wettbewerb werden üblicherweise mindestens 2 gegnerische Tänze von Tony und Stephanie ausgetanzt). Das Tanzspektakel bleibt so etwas hinter den Erwartungen zurück, doch zumindest Christian Schöne als DJ Monty reisst das Ruder herum. Er verbreitet durch starke Stimme und Bühnenpräsenz doch den Spass an der glitzernden Discoszene der späten 70er Jahre und lässt die Füsse mitwippen.

© Dominik Lapp
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Die Besetzung der Hauptrollen ist jedoch der fraglichste Faktor in diesem Jahr. Überzeugt Thomas Hohler als verzweifelter Bobby C mit gekonntem Schauspiel, gutem Tanz und vor allem einer großartigen Stimme, hakt es bei Alexander Klaws (Tony Manero), Nadja Scheiwiller (Stephanie Mangano) und Lisa Kolada (Annette) im Gesamtpaket. Scheiwiller tanzt ihre Parts mehr als überzeugend, wirkt bei Schauspiel und Gesang jedoch recht hölzern und stimmlich schwach. Lisa Kolada bleibt in ihrer Rolle der Anette schlicht blass und unauffällig – so unauffällig, dass man sich noch nicht einmal fragt, warum Tony bei ihr so abweisend reagiert. Auch Alexander Klaws ist in diesem Jahr leider nicht die überzeugende Besetzung für die Hauptrolle. Gesanglich gut, tänzerisch solide, jedoch nicht herausragend, ist sein Schauspiel das große Manko des Abends. Sein Hang zum Over-Acting ist befremdlich; so wird jeder Satz mit großen Gesten unterstrichen, geschrien wo es auch energisch gereicht hätte und auch die Mimik wirkt oft zu übertrieben. Da hätte man sich inzwischen doch mehr Routine erhofft, auch wenn "Saturday Night Fever" sicher nicht zu den anspruchsvollsten Stücken gehört.

© Dominik Lapp
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Letztendlich retten den Abend das starke Ensemble und die kleine Auswahl an Melodien der Bee Gees, die nicht für die Tecklenburger Version neu arrangiert wurden.

(Text: Diana Breitkreuz)




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News: Die neue Open-Air-Saison kommt: Tecklenburg 2016 (13.07.2015)



Kreativteam

RegieUlrich Wiggers
Musikalische LeitungKlaus Hillebrecht
ChoreografieHakan T. Aslan
Bühne Susanna Buller
Kostüme Karin Alberti


Besetzung

Tony ManeroAlexander Klaws
StephanieNadja Scheiwiller
AnnetteLisa Kolada
Bobby CThomas Hohler
Double JKarim Ben Mansur
JoeyAndrea Luca Cotti
Monty
Clubsänger
Christian Schöne
Frank Manero jun.Mathias Meffert
Flo ManeroAnne Welte
Frank Manero sen.Gernot Schmidt
Fusco Thomas Schirano
EnsembleJuliane Bischoff
Sophie Blümel
Anna Carina Buchegger
Joyce Diedrich
Jennifer Kohl
Marthe Römer
Marta Di Giulio
Luisa Mancarella
Céline Vogt
Sebastian Brandmeir
Jan Altenbockum
Zoltan Fekete
Marco Herse Foti
Andrew Hill
Fin Holzwart
Luciano Mercoli
Wolfgang Postlbauer




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


11 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


Beitrag vom 18.08.2016 gesperrt

Rosen (13 Bewertungen, ∅ 1.6 Sterne)


31191
Großartige Show

18.08.2016 - Die ist Show ist einfach nur großartig. Die Darsteller sind mit Herzblut dabei und tanzen um ihr Leben. Durch die moderne Version wird die Geschichte mehr herausgearbeitet. Die Figuren sind alle auf einer Reise und durchleben hier eine vielzahl von Gefühlen. Diese Gefühlswelten werden von den Darstellern perfekt in Szene gesetzt. Dazu kommen noch diese einmaligen Gesangsstimmen von Alexander Klaws, Nadja Scheiwiller und Thomas Hohler.

BollymausSandy (erste Bewertung)


31190
Saturday Night Fever Premiere u. 17.8. Zusatzshow

18.08.2016 - Ich habe die Premiere von SNF besucht und war gleich von der Stimmung, die durch das gesamte Publikum ging, gefangen. Bis in die letzte Reihe wurde jeder abgeholt von der Musik, dem Gesang und den Tanznummern. Nachdem ich dann die Bewertung der Musicalzentrale gelesen hatte, habe ich mich gefragt, ob ich vielleicht doch durch die Premierenstimmung vielleicht etwas zu euphorisch war und so habe ich das Musical gestern abend (Zusatzshow aufgrund der großen Nachfrage) zum zweiten Mal besucht. Und ich muss sagen, es hat mich noch mehr begeistert als bei der Premiere. Das Ensemble war ja schon vorher gut, nun sind sie richtig gut eingespielt, ohne zu routiniert zu wirken. Das Publikum war wieder von Anfang an dabei und es war nicht nur ausverkauft sondern auch die Seitenplätze und oberen Bänke auf der sogenannten Raucherwiese alle besetzt. Können soviele Leute irren? Ich glaube nicht. Nach wie vor finde ich es gelungen, dass die Story ins Jetzt verlegt wurde. Sicher mag der eine oder andere sagen, dass man in der heutigen Zeit wegen einer ungewollten Schwangerschaft nicht in solch eine Verzweiflung fallen sollte. Aber ist es nicht so, dass gerade in den "einfacheren" Verhältnissen und bildungsfernen Haushalten dieses Problem auch heute noch vorhanden ist. Und gerade die USA ist nicht unbedingt für ihr Sozialwesen bekannt und daher ist das Thema immer noch aktuell. Jugendarbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit - alles Themen von heute. Somit sehe ich überhaupt kein Problem mit der Verlegung ins Heute. Das die 70er als Mottoparty dabei sind, ist dann doch eine ganz witzige Idee.
Mir gefallen auch die Songs der BeeGees in der Orchesterfassung sehr gut und gerade auch in teilweise neuen Geschwindigkeiten. Night Fever taucht ja immer wieder mal auf von schwungvoll bis sehr langsam - aber immer gut. Für mich ist auch die Besetzung absolut stimmig. Tony und seine Freunde stellen selbst manche Boygroup in den Schatten. Und die großen Tanzszenen finde ich richtig gelungen. Wie da selbst Laien sehr gut eingebunden werden ist ein großes Lob Wert. Alexander Klaws als Tony Manero kann viele seiner in den letzten Jahren immer wieder bewiesenen Talente abrufen. Er singt großartig, tanzt unwahrscheinlich gut und sein Schauspiel ist Extraklasse. Er ist Macho, er ist ekelig, er beleidigt und verletzt, er bettelt verzweifelt um Liebe seiner Eltern, die ihm immer verweigert wurde, er kann sich wie ein Kind freuen und zeigt sich verwundert, dass er für Stephanie Gefühle entwickelt, die er bisher für Mädchen nicht kannte und ist verletzt, dass dieses Gefühl nicht erwidert wird. Jede Gemütslage kann man seiner Mimik ablesen, er taucht in seine Rolle ein. "Immortality" ist sein großes Solo, dass er für alle sichbar durchleidet. Ihm zur Seite ein Thomas Hohler als Bobby C, der sein tolles Spiel mit dem Solo "Tragady" krönt, dazu ein sexy D.J. und ein spritziger Joey. Es macht riesigen Spass, allein diesen vieren zuzuschauen. Und dann ist da noch Nadja Scheiwiller als Stephanie Mangano, die nicht nur tanzen kann sondern herrlich blasiert und zickig spielt, um dann zum Schluss doch ihre Verletzlichkeit zum Vorschein kommen zu lassen. "How deep is your love" als Schlussduett ist eines der Höhepunkte der Show. Auch Annette, Monty, Tonys Familie - alle sind sehr gut besetzt und bringen ihre Rollen glaubhaft rüber und fügen sich tänzerisch und gesanglich hervorragend ein. Das dieses Stück frenetisch bejubelt wird liegt nicht nur daran, dass Alexander zwischendurch die Hosen runterlässt, wie der eine oder andere bereits meinte. Ulrich Wiggers ist da eine tolle Arbeit gelungen, die von einer großartigen Cast umgesetzt wird und von dem guten Liveorchester super unterstützt wird. Ich habe seinerzeit den Film zig Mal gesehen. Er war zu meiner Teeniezeit Kult und ich habe es nicht zu hoffen gewagt, dass er mich auf der Bühne auch noch einmal abholt. Aber genau das tut er. Man ist unwillkürlich im Discofieber, Füße wippen und Hände klatschen mit. Das es kaum noch Karten für die letzten Shows gibt, kommt nicht von ungefähr. Ein sehr sehens- u. hörenswertes Stück.

junimond (erste Bewertung)


31189
Saturday Night Fever - Dancing Yeah

18.08.2016 - Da ich den Film mit John Travolta gesehen habe, war ich schlichtweg neugierig auf Satuday Night Fever. Die Inszenierung und Bühnenbild wurde in die heutige Zeit wirklich sehr gut umgesetzt. Außerdem gefällt mir auch die Musik von den BeeGees. Schon von Beginn an möchte man Mitklatschen und Mittanzen. Das Highlight ist natürlich Alexander Klaws, als der perfekte Tony und auch Nadja Scheiwiller als Stephanie, deren Gesang, Tanz und Schauspiel ich einfach liebe. Alexander Klaws ist fast ständig präsent und ihn auch mal als Macho zu erleben gefiel mir sehr gut, daran muss man sich zwar auch erst mal gewöhnen, aber er hat das perfekt gemacht. Er ist einfach ein sehr guter Tänzer und Schauspieler, für mich der perfekte Darsteller für dieses Stück. Im 2. Akt gefiel mir auch ganz besonders das Solo mit "Tragedy" von Thomas Hohler als Bobby C. Auch alle anderen Darsteller sind stets voller Spielfreude und am Ende des Stückes kann man einfach nicht auf den Plätzen sitzen bleiben, denn es gab zurecht nicht enden wollende Standing Ovations.

AlpBi (erste Bewertung)


31188
Saturday Night Fever - Perfekt umgesetzt

18.08.2016 - Tecklenburg hat ja schon immer seine eigenen Reize, die Themen auf der Bühne perfekt umzusetzen. Für mich ist diese Inszenierung einfach sehr gut gelungen. Das Thema aus damaliger Zeit in die Neuzeit zu packen, die mitreißenden Songs anders und trotzdem wunderschön zu interpretieren, ist ein Wagnis, welches sich aber absolut auszahlt, es so darzustellen. Das Feuerwerk an Tänzen, die Spielfreude der gesamten Cast, das Live-Orchester und vor allen Dingen die Hauptdarsteller Alexander Klaws und Nadja Scheiwiller, die Gesang, Tanz und Schauspiel in wahnsinnig guter Qualität und teilweise alles gleichzeitig darbieten, macht dieses Musical so einzigartig! Selbst bei Regen eine so großartige darstellerische und tänzerische Leistung zu zeigen, ist lange nicht alltäglich. Man fängt außerdem beim ersten Ton an, mitzurocken und springt bei Finale endlich auf, um dem Drang nachzugeben! Für mich perfekt gelungen!

Bine623 (erste Bewertung)


31187
Tolle Show

18.08.2016 - Ich bin der Meinung, dass SNF toll umgesetzt wurde. Ich gehöre zu denjenigen, die die Originslsongs der BEE GEES in der Disco gehört und danach getanzt hat. Alexander Klaws, Nadja Scheiwiller spielen ihre Rollen brilliant und auch der Rest der Cast lässt kaum etwas zu wünschen übrig.

Ekraatz (erste Bewertung)


31186
Gelungener Abend mit Discofieber und Tiefgang

18.08.2016 - aturday Night Fever hatte ich vor zig Jahren im Fernsehen gesehen, und nun durfte ich es das erste Mal als Musical erleben. Tecklenburg kannte ich schon von vorherigen Stücken die allesamt sehr gut waren. Auch diesmal konnte mich das Stück überzeugen. Das Musical in die jetzige Zeit zu packen, klappte hervorragend. Was am Anfang noch etwas gewöhnungsbedürftig wirkte, wie Kostüme und Bühnenbild, zeigte sich doch im Laufe als sehr gelungen. Sehr gefallen hat mir auch, dass die Texte auf Deutsch und die Lieder in der englischen Orginalfassung geblieben sind. Bee Gees in Deutsch wäre nicht so mein Fall gewesen.Die Musik wurde erstklassig von dem Orchester und der Leitung von Klaus Hillebrecht umgesetzt. Passend zur Musicalfassung! Sehr gespannt war ich auf die Tanzszenen, die ich mir vorher nur schwer vorstellen konnte , wie die auf einem Holzfußboden funktionieren sollen. Aber diese Sorge war unbegründet, denn die Umsetzung klappte super und die Cast hat es hervorragend umgesetzt. Damit komme ich auch zum Schluss zur Cast, die hauptsächlich dafür sorgte, dass es ein gelungener Abend war. Alexander Klaws der "die " Titelfigur" Tony Manero spielt, ist ein hervorragender Darsteller. Beeindruckend seine Bühnenpräzenz mit der er von Beginn an die Zuschauer in seinen Bann zog! Er zeigt ein sehr differenziertes Schauspiel, sei es als Macho oder aber auch als im Innersten gezeichnet von einen weichen Kern, der ihn dann doch wieder sympathisch macht. Tanzt auf einen sehr hohen Niveau, und glänzt wie immer als Sänger.Ihm zur Seite steht als "Stefanie Mangano" Nadja Scheiwiller. Auch sie schafft es eindrucksvoll ihre Rolle zu verkörpern. Das Tanzen gelingt ihr mühelos gesanglich zeigt sie eine schöne klare Stimme. Annette ,die Tony liebt , aber von ihm rüde abgewiesen wird, ist mit Lisa Kolada gut besetzt. Der Discofreak , gespielt von Christian Schöne ,bringt ordenlich Stimmung in die Bude! Tonys Freund Bobby C.,besetzt mit Thomas Hohler , singt ein sehr schönes "Tragedy". Auch alle übrigen Darsteller (es sei mir verziehen , wenn ich nicht alle beim Namen nenne) sind sehr gut und tragen zum Gelingen des Abends bei. Fazit: Es war ein wunderbarer unterhaltsamer Abend, der von den Zuschauern (ausverkauft) mit zurecht minutenlangen Standing Ovations belohnt wurde!

Sam29 (erste Bewertung)


31184
Ansteckendes Discofieber in Tecklenburg

16.08.2016 - Da ich den Film kannte, bin ich mit zwiespältigen Vorstellungen nach Tecklenburg gefahren. Ich wurde aber von der Umsetzung des Inhalts positiv überrascht. Ulrich Wiggers ist es gelungen, die Geschichte wirkungsvoll in die Jetztzeit zu übertragen. Es war auch bestimmt nicht einfach, dieses Stück als Open-Air-Produktion aufzubereiten. Die Bühneneinteilung gefiel mir gut, links das Zuhause des Tony Manero, mittig das Straßenbild, dass durch Öffnen zweier riesiger Tore zu einem Übungsraum mit großen Spiegeln oder zu einer Disco umgewandelt werden konnte, und rechts das Farbengeschäft des Herrn Fosco (Thomas Schirano), in dem Tony arbeitet.
Dass die Musiktitel weiter im englischen Original gesungen wurden, empfand ich als gelungen, denn oftmals passen deutsche Übersetzungen nicht. Dass die BeeGees nicht imitiert wurden, sondern dass in der eigenen Tonlage gesungen wurde, machte die musikalische Darbietung perfekt.
Es ist beeindruckend, dass diese Tanzproduktion auch durchaus Tiefgang beweist. Staying Alive ist das Überlebensmotto der ärmeren Bevölkerung in Brooklyn. Die dort aufgewachsenen Jugendlichen haben kaum eine Chance auf eine erfolgreiche Berufskarriere. Diese Perspektivlosigkeit wird in den Dialogen der 4 Jugendlichen, gespielt von Alexander Klaws als Tony Manero, von Thomas Hohler als Bobby C, von Karim Ben Masur als Double J und von Andrea Luca Cotti als Joey, deutlich herausgestellt. Auch den Mädchen bleibt eine berufliche gute Zukunft versagt, das erfährt man, wenn Stephanie Mangano, gespielt von Nadja Scheiwiller, von ihrer selbstgebastelten Traumwelt erzählt.
Auch das Leben bei den Eltern wird als äußerst problematisch dargestellt. Tony erfährt keine Unterstützung, da er in den Augen der Eltern, vor allem der des Vaters, nichts kann und nichts darstellt. Ihm wird ständig als Vorbild sein älterer Bruder, der Priester geworden ist, vorgehalten. Erst als der sich aus seinem Priesteramt zurückzieht, wird zumindest der Mutter bewusst, dass auch Tony seine Vorzüge hat. Die Eltern, dargestellt von Anne Welte und Gernot Schmidt zeigen eine solide schauspielerische Leistung, ebenso Frank Manero, gespielt von Mathias Meffert.
Mangelnde Unterstützung der Gesellschaft spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass den Jugendlichen, wenn sie Hilfe brauchen, keine Unterstützung angeboten wird. Da Bobbys Freundin schwanger geworden ist, möchte Bobby Rat und Unterstützung, bekommt aber keine Hilfen, selbst von seinem besten Freund Tony nicht. So kommt es zum Schluss zu seiner Kurzschlussreaktion. Ob er nun Selbstmord begeht, als er vom Dach eines Hauses fällt. oder ob es ein Versehen war und er abgerutscht ist, bleibt offen. Aber der Hilfeschrei ist doch äußerst beklemmend und Tony ist verzweifelt, weil er seinem Freund nicht hat helfen können, weil er in egoistischer Weise nur an sich und das Tanzen gedacht hat.

Weiterhin geht es im Inhalt natürlich um das Tanzen. Nur das Tanzen in der Disco 2001 bietet den Jugendlichen die Möglichleit, ihrer tristen Welt zu entfliehen. Der DJ, gespielt von Christian Schöne, legt jede Nacht für die Discobesucher auf. Er gibt einen crazy DJ ab, der mich aber gesanglich nicht überzeugt hat.
Es werden immer wieder tolle Tanzszenen gezeigt, allen voran Alexander Klaws, der sich sehr sexy zu bewegen weiß. Ich habe die Tänzer für ihre schwungvollen Darbietungen bewundert, da das "Tanzparkett" ja nur aus einem einfachen Holzboden besteht.
In dieser Disco soll ein Tanzwettbewerb stattfinden, der hochdotiert ist. Annette, gespielt von Lisa Kolada, möchte zu gern mit Tony teilnehmen. Doch der lässt sie machohaft abblitzen.
Stephanie Mangano fällt Tony in der Disco auf, er bewundert ihren Tanzstil und nach einigen Versuchen erreicht er, dass sie sich bereit erklärt, mit ihm zu tanzen. Nadja Scheiwiller erweist sich als wunderbare Tänzerin, die sich mit ihrem Körper hervorragend, sehr ästhetisch, bewegen kann. Sie gibt sich als "Zicke", doch mit der Zeit erweist sich, dass ihr Verhalten nur ein Schutzschild ist. Diese Wandlung stellt Nadja Scheiwiller schauspielerisch und gesanglich eindrucksvoll dar.
Als sie den Tanzwettbewerb gewinnen, kommt es zum Eklat, Tony weiß, dass er und Stephanie nicht die besten waren und gibt den Preis weiter. Es kommt zum Streit zwischen Stephanie und Tony, in dem Tony völlig ausrastet.
Alexander Klaws ist fast die ganze Zeit präsent, er zeigt ein beeindruckendes Schauspiel, entwickelt sich vom machohaften egoistischen Jugendlichen zu einem einfühlsamen Mann, der aus seinen Fehlern lernt. Es gibt zwar kein richtiges Happyend, aber nach einer Aussprache mit Stephanie ("How deep is your Love", wunderbar von beiden gesungen), verlassen sie Hand in Hand die Bühne. Die Tanzszenen beherrscht eindeutig Alexander Klaws, er fügt sich aber auch gut in das Tanzensemble ein, wenn es notwendig ist. Schön anzusehen sind die Tanzszenen mit Nadja Scheiwiller, die beiden harmonieren hervorragend.
Gesanglich bietet Alexander Klaws alles, was man sich wünscht, schwungvolle Lieder wie Saturday Night Fever, die zum Mitklatschen animieren, aber besonders "Immortality" wird sehr bewegend von Alexander Klaws gesungen.
Einen weiteren gesanglichen Höhepunkt bietet Thomas Hohler mit seinem "Tragedy".
Alle Darsteller fallen durch ihre Spielfreude auf, vor allem im Schlussapplaus laufen alle tänzerisch noch mal zu Hochform auf.
"Saturday Night Fever" - ein gelungenes "Revival" auf der Open-Air-Bühne in Tecklenburg, das zeigen auch die Besucherzahlen, denn jede Vorstellung ist ausverkauft.


31182
Dunkler als erwartet

15.08.2016 - Ich habe mich sehr auf NightFever gefreut, da ich die Show vor Jahren schon in Köln gesehen habe.

Nun kam es dann aber ganz anders.
Das Stück spielt in der heutigen Zeit, was für mich nicht wirklich funktioniert, denn die Konflikte sind zu altbacken für die heutige Zeit. Auch die sehr harte Sprache hilft nicht dabei.

Das Ensemble macht einen sehr guten Job und auch die Choreografien sind neu und gut. Das Orchester von 13 Leuten spielt sehr gut, und läßt damit manche Großproduktion blass aussehen. Kompliment.

Neben dem schwachen Buch und der nicht so gut gelösten Regie fehlt es leider auch an der richtigen Besetzung der Hauptrollen.
Alexander Klaws, den ich schon besser gesehen habe, wirkt überfordert mit dem Tony Manero. Er schreit viel rum, und auch tänzerisch fehlt der nötige Sexappel. Dafür steinigen mich jetzt bestimmt die kreischenden Mädchen im Publikum, die alle juchzen und jubeln wenn Alexander Klaws sich bis auf die Unterhose auszieht. Aber hier fehlt leider der Star in der Show.
An seiner Seite wirkt Nadja Scheiwiller als Stephanie einfach nur steif und zickig. Annette, gespielt von Lisa Koala bleibt blass und man weiß am Ende gar nicht warum sie diesen Tony anhimmelt. Thomas Hohler als Bobby C singt fantastisch und ist im Trio mit Karl Ben Mansur ( Double J ) und Andrea Luca Cotti ( Joey ) ein Lichtblick in der ganzen Show.
Christian Schöne als DJ Monty singt zwar ordentlich, aber mehr bleibt auch nicht übrig.

Die Vorstellung war ausverkauft und so geht es wohl auch mit den restlichen Shows weiter, dank einem Alexander Klaws, der hinter seinen Möglichkeiten bleibt.

Verdient hat es das Stück nicht. Ich denke an den letzten Sommer zurück, bei dem fantastischen Zorro, wo ich in einem halb leerem Zuschauerraum sass. Aber so verschieden sind die Geschmäcker nunmal.

Ich hoffe auf die nächste Saison.

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


31177
Alt und dennoch Modern

09.08.2016 - Ich war diesen Sommer auch wieder mal in Tecklenburg und habe sowohl Artus als auch Saturday Night Fever gesehen.-Im Gegensatz zu anderen waren wir stark begeistert und wir waren auch überhaupt nicht traurig 340 KM dafür auf uns genommen zu haben! Ich finde die Idee das Stück ins Jetzt und hier zu verlegen sehr gut, und auch sehr gut umgesetzt, ich weiß nicht ob es so gewollt ist aber wie folgt habe ich die Umsetzung ins hier und jetzt aufgenommen, ich bin nämlich der Meinung das es genau richtig ist die Dialoge vom Inhalt mit Themen aus den 70er zu lassen, denn vielleicht merkt manch einer wie aktuell auch heute noch einige Themen von damals sind. Ich bin im großen und ganzen von allem sehr begeistert es gibt jedoch 2 Punkte die ich bemängeln würde: Ich fand die Choreografien gut, jedoch hat uns einwenig der letzte Pepp gefehlt. Punkt Nr. 2: Ich finde die Idee nur den Tanzwettbewerb in 70er Jahre Outfits stattfinden zu lassen perfekt, als Joke, nur leider fand ich die meisten Outfits nicht wirklich sehr ansehnlich und muss leider sagen das vorallem der Chor einwenig in die letzten zusammen gewürfelten Kostüme gesteckt wurde, aber auch das Ensemble sieht nicht perfekt durchdacht aus.
Das sind aber auch die einzigen Kritikpunkte die ich habe. Darstellerisch und Gesanglich ist die Leistung sehr gut gewesen, ich finde vorallem auch wunderbar das einigen Absolventen die Chance auf Hauptrollen gegeben wurde.

Das Ensemble wie auch die Hauptdarsteller sind alle Top und heizen den Zuschauerraum richtig ein. Ob mit Partynummern oder Liedern wie Tragedy. Der Spaß auf der Bühne hat sich bei uns im Publikum wieder gefunden. Ob es bei den Discoszenen war oder aber bei der Selbstmordszene von Bobby wir im Publikum wurden von den Emotionen voll mitgerissen.

Und noch ein Punkt den ich gerne erwähnen würde, in den Vorjahren (bis auf Cats) hat mich der Chor öfter mal gestört und ich habe mich gefragt was der da so soll, bzw. ob man ihn nicht vielleicht mal einwenig Aussortieren könnte, bei Saturday Night Fever dachte ich die ganze Zeit Tecklenburg hätte ein erweiterndes Tanzensemble eingekauft, erst bei der etwas unvorteilhaften Applausordnung ist mir aufgefallen das die jungen Herrschaften alle aus dem Chor sind. Hut ab! Sie konnten wirklich mithalten, bei uns war aus dem Zuschauerraum gesehen ehr die rechte Seite im Fokus, die jungen Erwachsenen hatten Vorallem im letzten Lied vor der Pause eine hammermäßige Austrahlung und verdammt viel Spaß!

Ich würde zu guter letzt gerne noch ein paar Kommentare zu der Kritik von Diana Breitkreuz los werden:
Liebe Frau Breitkreuz vielleicht sollten Sie bevor Sie eine solche Kritik ins Internet setzten ein bisschen mehr recherchieren, denn weder sind die Perrücken von Karin Alberti (zum mindest nicht laut Programmheft) noch sind die Lieder im Vergleich zu anderen Produktionen besonders langsam geworden und ich denke schon dreimal nicht wegen des doch sehr jungen und im Vergleich zu Artus kleinen Chores, der zum mindest bei uns als überhaupt nicht störend empfunden wurde. Wenn Sie die BeeGee Orginallieder hören möchten dann gehen sie auf ein Popkonzert und nicht in ein MUSICAL.

StinklU (erste Bewertung)


31175
Trauig

09.08.2016 - Hallo.Fahre schon seit jahren nach Tecklenburg immer super+topp.Aber das Stück sehr trauig und schlecht.Auch die Darsteller passen in manchen Rollen garnicht dahin.Was soll ich sagen.Auch mal passiert es das es scheiße ist,obwohl immer topp.Aber das ist meine Meinung.

WÖBBEL04 (9 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


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 Kurzbewertung [ i ]
(dbk)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Blasse Inszinierung mit wenig überzeugenden Hauptdarstellern, die die Discostimmung der 70er Jahre vermissen lässt.

09.08.2016

 Leserbewertung
(10 Leser)


Ø 4.20 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


© musicalzentrale 2020. Alle Angaben ohne Gewähr.

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