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Rockoper

Jesus Christ Superstar

Try not to get worried


Drei große Rollen gibt es in diesem Musical und mit Brady Swenson, Matthias Pagani und Barbara Schöller beeindrucken drei beachtenswerte Künstler in dieser Inszenierung von Hartmut H. Forche.

(Text: Tobias Höfling)

Premiere:16.04.2005
Letzte bekannte Aufführung:07.08.2005


Barbara Schöller ist fest am Hause engagiert und dank zahlreicher Musical-Hauptrollen in Würzburg mittlerweile zum Publikums-Liebling avanciert. Sie gibt eine recht kühle und starke Maria Magdalena, Liebe und Verzweiflung brechen immer wieder hervor und "I don't know how to love him" wird durch ihre kräftige Belt-Stimme zum Showstopper.
Gleiches gilt für "Heaven on their Minds", mit dem Matthias Pagani als Judas gleich zu Beginn das Publikum zu begeistertem Jubel hinreißt. Er verfügt über eine Stimme, die mühelos den schwierigen Part meistert und mit immer noch höheren Tönen auftrumpfen kann. Schauspielerisch zeigt er die Zerrisenheit Judas' (zwischen Verehrung für Jesus und rationeller Überlegenheit) in differenzierter Körperlichkeit - er windet sich regelrecht und integriert sehr bildhaft die beiden Seiten.
Jesus wird von Brady Swenson recht kühl und leicht sphärisch angelegt. Das funktioniert meist, die emotionalen Ausbrüche kommen dann aber wie im Tempel etwas unvermittelt und scheinen zu dick aufgetragen. Bestens bei Stimme zeigt er ein grandioses "Gethsemane".
Eine ganze Reihe junger Musical-Profis wurde für das Ensemble engagiert - sie zeigen die sehr an Video-Clips erinnernden Choreographien von Anna Vita präzise und dynamisch.
Die kleinen Rollen sind zur vollsten Zufriedenheit besetzt - bis auf Herbert Brand als Herodes. Er spielt die Rolle vor allem "schwul", was platt und undiffereniert wirkt und zieht den sonst sehr niveauvollen Abend bei "Herod's Song" auf provinzielles Mittelmaß herunter.
Ursprünglich war Stefan Huber als Regisseur vorgesehen, hatte aber wegen interner Querelen seinen Vertrag lösen lassen. Forche ist nun sicher keine zweite Wahl - ganz im Gegenteil. Mit Hilfe der Drehbühne, Licht (Joachim Ernst) und Vorhängen erschafft er mit einfachen Mitteln Räume und Stimmungen und unterm Strich eine dichte, intensive und intelligente Inszenierung. In der Tempelszene gibt es zum Beispiel vom Sklavenmarkt bis zum umherhuschenden Karl Lagerfeld die ganze Bandbreite von "Konsum" zu sehen. Besonders fein gearbeitet ist seine Personenregie, formt er doch selbst die Apostel zu Charakteren aus, die sich v.a. durch ihre Einstellung zu Jesus und Judas unterscheiden.
Dass die Aufführung komplett in Englisch gespielt wird, ist in Ermangelung guter deutscher Texte eine nachvollziehbare Entscheidung und kommt den englisch-sprachigen Darstellern wie Brady Swenson entgegen. Manchem deutschen Akteur (wie besagten Herbert Brand) mag dagegen die englische Aussprache nicht recht gelingen.
Die Kostüme von Heike Seidler und Götz Lanzelot Fischer schlagen (z.B. durch Fransen an den Ärmeln) einen nostalgischen Bogen zurück in die Entstehungszeit des Stückes, die "Jesus Band" unter Jeremy Atkins liefert knackigen Rock, wobei der Ton (Volker Ulfig) am Premierenabend zu wünschen übrig ließ: Rauschen, Übersteuerungen und zu spät hochgezogenen Miokro-Ports geben Anlass zur Prfektionierung.
Nach Jesu' Tod während dem Orchester-Finale bleibt die Bühne leer und man hat Zeit zum Nachdenken: Was kommt nach Jesus? Wofür ist er gestorben? Das Musical wirft viele Fragen auf, Antworten gibt es keine.


(Text: Tobias Höfling)






Kreativteam

Musikalische Leitung Jeremy Atkin
Inszenierung Hartmut H. Forche
Bühne Joachim Ernst


Besetzung

Jesus Brady Swenson
Maria Magdalena Barbara Schöller
Judas Andrea Matthias Pagani
Pontius Pilatus Ion Bric
Kaiphas Andreas Bauer
Wolf-Dieter Gööck
Annas Kenneth Beal
Petrus Rodney Westbrook
Simon Zelotes Adam Kesselhaut
Hannes Staffler
Herodes Herbert Brand
Die Jünger Bernd Arends
Christian Hager
Adam Kesselhaut
Marcelo Marinho
Martin Planz
Wolfgang Postlbauer
Rossen Prangov
Udo Schmidt
Hannes Staffler
Jan Süße
Soulgirls Antje Hagen
Maren reimann
Kellie Schuster-Woldan
Drei Priester Milatin Ivanov
Oliver Scherer
Paul Hendrik Schulte
Soldat
Alter Mann
Hilmar Rauch



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


19 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


5422
Jesus,Jesus!

31.12.2009 -

Lena


5715
Was für eine Show!

31.12.2009 - Ich habe gestern abend die Show gesehen und war wirklich begeistert!
Die Musik war absolut genial, die Sänger waren außergewöhnlich gut und auch vom schaupielerischen her hat mit das Musical gut gefallen.
Die einzige negative Anmerkung wäre, dass ich dieses Getanze à la MTV ziemlich albern und unpassend fand.
Ansonsten: Respekt!

Vibi


6381
Genial

31.12.2009 - Schade, dass es von diesem tollen Erlebnis keine Video-/Tonaufnahmen Aufnahmen geben wird.
Einer der schönsten Abende überhaupt!

Sigrid


6507
GEIL

31.12.2009 - SENSATIONELL, WELTKLASSE, UNGLAUBLICH, PHÄNOMENAL, GIGANTISCH, SUBBA, eine viertelstunde Applaus war nicht umsonst!DANKE!
Haud euch nei

Sebbo


20956
herodes was geil

07.08.2007 - es war eine gute normal übliche produktion nur herodes war nicht durchschnittlich gut sondern einzigarttig ich möchte nicht immer die gleiche sauce sehen herodes brachte endlich neue farben in die musicalroutine jesus und judas waren langweilige routiniers

jakob


11518
BRADY IST SOOOO TOLL

27.03.2006 - Ich bin echt ein riesen Fan von Brady Swenson, der seine Rolle wirklich toll gespielt hat.
Ich hoffe er ist wieder mal bei einer Spielzeit dabei.

Fan


8651
Brady Swenson war toll

06.11.2005 - Brady Swenson hat seine Rolle so toll gespielt, dass ich es schade fand das die Auferstehung nicht auch noch dabei war. Das Stück war toll gemacht und die Sänger waren einfach toll. Das einzig schlechte war das ich in der letzten Vorstellung war und mir das Stück nur einmal ansehen konnte.

Hase


7621
Matthias Pagani war einfach super!

26.08.2005 - War zweimal in Jesus und fand's richtig super. Neben Judas war der eine Soldat, der Jesus gefangen nimmt, toll ;-)
Ist nämlich ein Freund von mir...

Lisita


7223
einfach genial

06.08.2005 - ich fand diese aufführung einfach spitze!zweimal habe ich schon jesus christ superstar in würzburg besucht und würde es mir gerne noch ein drittes mal anschauen!ich hoffe würzburg kann die truppe nochmal zusammenstellen und es in der nächsten saison nochmal aufführen!

toni


6727
Sensationell!

11.07.2005 - Muss man gesehen haben!

Gorilla


6604
Schade,schade......

05.07.2005 - Habe die Show am 3.7. gesehen und muß leider ein: "ausrechend" vergeben. Unabhängig von sehr guten , souveränen Einzelleistungen( Pagani-Judas, Schöller-Maria, Simon Zealotes, Kaiphas)rührte die Inszenierung mich in keiner Weise an. Da halfen auch nicht Lautstärke und hallige Aussteuerung der Tonanlage und auch keine sehr aufgesetzt wirkende Ausbrüche des Jesus, welcher perfekte Stimmtechnik aber wenig echte Herzenswärme rüberbrachte ( in der Rolle ). Ich konnte ihm leider seine Zerissenheit und Selbstzweifel nicht abnehmen...es fehlten die leise Zwischentöne. Auch kam die Beziehung zum völlig unterbelichteten Chor/ Mob/ Menge nicht rüber. Das war überhuapt ein großer Schwachpunkt der Inszenierung, der Opernchor...! Kaum Personenregie, Hausfrauen , die schematisch " Crucify him !" säuselten. Kein großer Wurf auch: HerodesSong, nicht von der AUsführung sondern Idee dahinter. Nach einer Weile nervte auch die sich ewig drehende leere Drehbühne, ansonsten wurde viel hin und her gerannt. Großes Minus außerdem: keine deutschen Übertitel, den Hand aufs Herz: der Inhalt überträgt sich gerade bei diesem Stück besser, wenn allesverstanden wird, auch die Feinheiten. Insgesamt : enttäuschend und wenig mitreißend!

Fan2


6388
Es geht besser

22.06.2005 - Ich habe schon wesentlich bessere Inzinierungen von Jesus gesehen. Aber dIe Choreografie hat mir hier mit Abstand am besten gefallen

Lotte


6365
juhuuuu

21.06.2005 - xD der Jünger mit den langen Haaren war ja ma echt geil! *-*

Tanja


5576
Am besten in Würzburg!

27.04.2005 - Tipp: Auch in den niedrigen Kategorien sieht man suuper und allgemein wird das ein sehr günstiger und toller Abend!

Silka


5575
Tom

27.04.2005 - Ich habe das Stück auch gesehen und kann Ihre Bewertung nur teilen!

Eine tolle Regie und ein super Jesus! Matthias Pagani! Nur der Jesus ist etwas hinter meinen Erwartungen geblieben!

Aber echt KLASSE!

Sehr treffende Rezession


5510
Überzeugend (und) gelungen!

23.04.2005 - Sehr tolle überzeugende und optisch (als auch gesanglich) gelungende Inzenierung.

Holger


5500
Sehenswert

23.04.2005 -

Frank


5437
Extral Lob für Forche & Pagani

18.04.2005 - Eine wunderbare, weil zugleich nachdenglich machende Inszinierung von Herrn Forche.

Im einem sehr guten Ensemble sticht Matthias Pagani mit einer außergewönlichen Bühnenpräsenz und einer sehr guten Darstellung noch besonders hervor!

Man wünscht sich ein Orchester und eine bessere Tontechnik.

Das Stück ist jedoch absolut sehenswert! Bravo Würzburg!

Dom


5435
Jesus Christ Superstar Würzburg

18.04.2005 - Ich war in der Premiere und habe mich sofort wieder in meine Jugend zurück versetzt gefühlt. Ein super Inszenierung mit sehr viel Tiefgang aber auch Gags und ein sehr nachdenklicher Schluss. Die Musik ist fetzig und reißt einen mit. Die Hauptakteure Jesus, Judas und Maria Magdalena sind wunderbare Sänger und auch Schauspieler. Ein dickes Lob an den musikalischen Leiter Jeremy Atkin und den Regisseur Hartmut Forche.

Heinzchen


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Handlung
Die letzten sieben Tage Jesu Christi. mehr

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Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 18. Februar 1972 in der Halle Münsterland (Münster) mit Reiner Schöne in der Hauptrolle statt.

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(19 Leser)


Ø 4.32 Sterne

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