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Komödie

Entführung aus dem Paradies

Wer rettet Winona?


© Oliver Fantitsch
© Oliver Fantitsch
Das neue und kleinste Haus der Schmidt-Gruppe, das Schmidtchen, setzt bei seiner ersten Eigenproduktion auf die aus dem vorherigen Stück "Oh Alpenglühn!" bekannten Akteure Carolin Fortenbacher und Nik Breidenbach. Beide überzeugen vollends, während die dünne Story sich mühsam von einem platten Gag zum nächsten hangelt.

(Text: Hardy Heise)

Premiere:09.07.2015
Dernière:01.03.2018


© Oliver Fantitsch
© Oliver Fantitsch

Die bisher wenig erfolgreiche Sängerin Winona Westwood wurde gemeinsam mit ihrem Hund Rossini und dem befreundetem Stylisten Peter von Pattnach entführt. Sie befinden sich in einem Kellerraum, in dem ihre alten Kostüme aus der Zeit, als sie noch als dicke Uschi Blum bekannt war, lagern. Doch Winona hat die Entführung selbst inszeniert, um den Verkauf ihrer neuen CD "Breathless Through the Day" voranzutreiben. Peter gaukelt sie die Geschichte einer realen Entführung vor. Als Winona merkt, dass sie tatsächlich eingesperrt ist, kommt auch bei ihr Panik auf...

Der Kellerraum wurde zweckmäßig mit Schränken, einer Kleiderstange mit zahlreichen von Winonas ehemaligen XXL-Kostümen, ein paar Stühlen sowie Rohren ausgestattet. Aus diesen qualmt es heftig, wenn Winona getötete Kakerlaken hineingibt.

In die Geschichte wurden in Form einer musikalischen Jukebox-Komödie bekannte Songs verpackt, die teilweise mit geänderten Texten mal gelungen und mal gezwungen integriert wurden. So entstehen im Laufe des Stücks immer wieder Längen. Der Verzicht auf eine Live-Band fällt zusätzlich zu Ungunsten der Gesamtstimmung aus.

© Oliver Fantitsch
© Oliver Fantitsch

Als Glücksgriff hingegen erweist sich die Besetzung: Fortenbacher und Breidenbach wiederholen ihre herausragenden komödiantischen und gesanglichen Leistungen aus "Oh Alpenglühn!". Die Songauswahl ist vielschichtig und reicht von Schlager über Operette und Musicals bis zu Popsongs aus verschiedenen Jahrzehnten. Es wird frech, zotig und frivol in bester Schmidt-Manier geblödelt und gewitzelt. Dabei ziehen die Protagonisten nicht nur sich selbst tief durch den Kakao, sondern machen auch vor Helene Fischer nicht halt.

© Oliver Fantitsch
© Oliver Fantitsch


Carolin Fortenbacher besticht durch ihre Quirligkeit und ihre musikalische Wandlungsfähigkeit. Ihre Stimme wechselt mühelos von Beltsongs wie "Nur ein Blick" ("Sunset Boulevard") und "Der Sieger hat die Wahl" ("Mamma Mia!") über "Man schenkt sich Rosen in Tirol" (aus der Operette "Der Vogelhändler") bis hin zu "Mich umglitzert Gold" ("Candide). Ihre Bruststimme ist tief und kräftig, ihr klassischer Sopran voll und glockenhell und ihre witzigen Einlagen – wie ein Tanz bäuchlings auf einem rollenden Drehstuhl – belohnt das Publikum mit Szenenapplaus. Optisch wirkt sie wie eine Kombination aus Bezaubernder Jeannie in High Heels und Tina Turner mit blonder Lockenpracht – und auch mal im aufreizenden schwarzen Mini-Kleid.

© Oliver Fantitsch
© Oliver Fantitsch


Rollenbedingt hat es da Nik Breidenbach als vermeintlich schwache Tunte schwerer. Sowohl mit seinem komischen Talent als auch stimmlich steht er mit Carolin Fortenbacher jedoch auf Augenhöhe. Nebenbei spricht und singt er auch Winonas Hund Rossini, der als Handpuppe gespielt wird. Sehr köstlich gelingt ihm seine Tina-Turner-Nummer, bei der er optisch erstaunlich nah am Original ist und die gesanglichen Höhen mit enormer Sicherheit meistert. Seine stimmliche Bandbreite kann auch er mit "Uschi mach kein Quatsch" (gesungen als Hund), "Das Lied des Volkes" ("Les Misérables") und "Always Look on the Bright Side of Life" zeigen. Ihm gebührt mit "Ich weiß, ich bin allein" ("Fame") der ruhigste und emotionalste Moment des Abends. Sein Kostüm ist mit Jeans und (Unter-)Hemd schlicht. Kurios: Beide Darsteller sind abseits ihrer Rollen auch als riesige Kakerlaken in närrischem Outfit zu sehen.

© Oliver Fantitsch
© Oliver Fantitsch


Das neue Theater passt in seiner Plüschigkeit wunderbar zu den beiden anderen Häusern. Seine erste Produktion bietet Anhängern der Schmidt-Gruppe bzw. Fans von Carolin Fortenbacher und Nik Breidenbach einen amüsanten Abend im üblichen und lokal bekannten und beliebten Schmidt-Stil. Shows dieser Art mit kleiner, arg vorhersehbarer Handlung im signifikanten Humor gab es dort schon viele. Ein bisschen mehr Vielschichtigkeit wäre wünschenswert.

(Text: Hardy Heise)



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Kreativteam

Buch Mirko Bott
Regie Corny Littmann
Bühne Heiko de Boer
Kostüme Frank Kuder
Bernhard Westermann


Besetzung

WinonaCarolin Fortenbacher
PeterNik Breidenbach




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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


1 Zuschauer hat eine Wertung abgegeben:


30814
Mehr Spaß geht nicht!

16.07.2015 - Wer "Oh Alpenglühn" witzig fand, wird bei der "Entführung aus dem Paradies" nicht enttäuscht sein. Carolin Fortenbacher und Nik Breidenbach geben wieder alles auf der Bühne und sind zum Schreien komisch, ich habe selten so viel gelacht an einem Abend. Herrlich! Sehr sehr sehenswert! Schade, dass es nur so kurze Zeit läuft, ich hoffe, es wird später nochmal wieder in den Spielplan aufgenommen.

Tajana (5 Bewertungen, ∅ 1.4 Sterne)


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 Theater / Veranstalter
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D-20359 Hamburg
040/31778899
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 Kurzbewertung [ i ]
(Hardy Heise)

Buch

Komposition

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Theatereröffnung mit zwei großartigen Darstellern, denen man eine interessantere Geschichte gegönnt hätte.

17.07.2015

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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