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Gala

Musical meets Pop 2015

Die Tecklenburger Pfingstgala


© Ulrich Niedenzu
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Es gibt Traditionen, die lohnen aufrecht erhalten zu werden. Die saisoneröffnende rnPfingstgala in Tecklenburg ist eine davon. Geschlagene 3 ¼ Stunden lang wurden die 2300 Zuschauer in der ausverkauften Tecklenburger Burgruine mit Hits aus Musical, Pop und Rock verwöhnt. Beim Musical-Teil punkteten vor allem die Titel aus hierzulande noch relativ unbekannten Stücken wie "Pippin", "Gefährliche Liebschaften", "Atlantis" und "Love Never Dies", während im zweiten Teil alte wie neue Pop-Klassiker zum Mittanzen verleiteten.

(Text: Silke Milpauer)

Premiere:25.05.2015
Rezensierte Vorstellung:25.05.2015
Letzte bekannte Aufführung:25.05.2015


© Ulrich Niedenzu
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Mit knapp 14 Grad war es nicht gerade frühlingshaft-kuschelig unter der Tecklenburgischen Zeltplane, aber glücklicherweise heizten die Stargäste dem Publikum ordentlich ein. Gleich zehn Solisten plus einen Special Guest hatte man in diesem Jahr verpflichtet – ein neuer Rekord, der dazu führte, dass nicht nur im Programm, sondern auch personell viel Abwechslung herrschte. Jeder Künstler durfte pro Teil ein Solo eigener Präferenz vorstellen und sich so von seiner Schokoladenseite präsentieren. Das funktionierte ausnahmslos gut.

© Ulrich Niedenzu
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Mit dem Party-Song "Yes" aus Dirty Dancing stieg die Solistenriege bestehend aus Maxine Kazis, Alexander Klaws, Patricia Meeden, Gino Emnes, Roberta Valentini, Kasper Holmboe, Armin Kahl, Kevin Tarte, Drew Sarich und Sascha Krebs ins Programm ein und legte so den Grundstein für die großartige Stimmung, die den weiteren Verlauf des Abends prägen sollte. Etablierte Musical-Nummern wie etwa "Maybe This Time" (Meeden), "Vergiss mich nie" (Kazis), "Circle of Life" (Emnes), "Eye of the Tiger" (Klaws), "I Want It All" (Krebs/Valentini) und "Bring Him Home" (Sarich) wechselten sich mit unbekannteren Songs ab.

© Ulrich Niedenzu
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So stellte Holmboe mit "Morning In Atlantis" eine wunderschöne Ballade aus dem dänischen Musical "Atlantis" vor, Krebs hatte "Corner of the Sky" aus dem Broadway-Musical "Pippin" im Gepäck, Tarte hatte sich das stimmlich anspruchsvolle "Bis du wieder singst" aus dem Phantom-Nachfolgestück "Love Never Dies" ausgesucht und Kahl konnte sich als Vicomte de Valmont mit "Allmächtig" (aus "Gefährliche Liebschaften") gelungen in Szene setzen. Selbstverständlich wurde auch ein Titel aus einer der beiden diesjährigen Großproduktionen, nämlich "Zorro", präsentiert. So gab "A Love We'll Never Live" Kazis und Kahl die Gelegenheit, sich dem Publikum als Luisa und Diego zu empfehlen. Der Up-Tempo-Motown-Klassiker "All Night Long" (aus "Motown – The Musical") entließ die Zuschauer nach einem fast zweistündigen ersten Teil in die wohlverdiente Pause.

© Ulrich Niedenzu
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Danach war der Zeitpunkt gekommen, das Rätsel um den zuvor angekündigten Special Guest aufzulösen. Michael Voss zeigte bereits beim Opener "Whatever You Want" (im Original von Status Quo), dann später aber auch bei einem äußerst funkigen "Purple Rain", dass sein Ruf als begnadeter Gitarrist und Frontman der Melodic-Rock-Band "Mad Max" nicht von ungefähr kommt. "Purple Rain" war neben "Looking For Freedom" (Tarte) einer jener Hits, "zu denen man nichts mehr sagen muss" - so O-Ton Krebs, der bereits 2001 bei der ersten Pfingstgala auf der Bühne stand, die Veranstaltung seitdem mitorganisiert und in diesem Jahr sein fünfzehnjähriges Jubiläum feierte.

© Ulrich Niedenzu
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Krebs fungierte neben Intendant Radulf Beuleke, der in gewohnter, mittlerweile zum gewissen Kult avancierter Art durch die Veranstaltung führte, als zweiter Moderator und sorgte durch seine lockeren Wortbeiträge in kurpfälzischer Mundart für ausgelassene Heiterkeit. Althergebrachte Pop-und Rock-Klassiker wie U2s "Beautiful Day" (Klaws), Gianna Nanninis "America" (Valentini), Jack Whites & Alicia Keys' "Another Way To Die" (Emnes/Sarich) und "Come on Eileen" (Krebs) von den Dexy Midnight Runners trugen ebenso zur Party-Stimmung bei wie kontemporäre Hits. Andreas Bourani war mit "Auf anderen Wegen" (Kazis) und dem finalen "Auf uns" (Ensemble) gleich zwei Mal vertreten, aber auch Andreas Gabaliers "Amoi seg' ma uns wieder" (Kahl) und Pharell Williams rauf- und runtergespieltes "Happy" (Meeden) fanden viel Anklang. Als Zugabe gab es schließlich David Bowies "Heroes" - und Helden waren die Künstler und Musiker nach deutlich über drei Stunden Netto-Spielzeit bei recht kühlen Temperaturen und einigen Widrigkeiten im Vorfeld (wie z.B. der kurzfristige, krankheitsbedingte Ausfall von Pia Douwes) irgendwie alle.

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Obwohl deutlicher Männerüberschuss herrschte, vertraten Valentini, Meeden und Kazis die weibliche Fraktion der Musical-Darstellerinnen mit geballter Frauen-Power würdig, wobei Newcomerin Kazis mit ihren Interpretationen blasser und unsicherer wirkte als ihre erfahreneren Kolleginnen. Hervorzuheben ist das hohe künstlerische Niveau auf dem alle Solisten agierten, so dass niemand besonders positiv oder negativ herausstach. Das ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass in Puncto Gesangsbeiträge nichts von oben aufdiktiert wurde, sondern die Darsteller wie immer Songs mitbrachten, die ihnen besonders liegen oder gefallen und die sie deshalb mit einem Höchstmaß an Authentizität ans Publikum bringen konnten.

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Authentisch und ohne viel Schnick-Schnack ging es also auch in diesem Jahr in Tecklenburg zu. Das klare Lichtdesign überzeugte ebenso wie die bewährte Gala-Band unter der musikalischen Leitung des erfahrenen Bandleaders Klaus Hillebrecht. Kleine Abzüge in der B-Note gibt es dieses Mal für den Ton, der ab und zu - vor allem aber gegen Ende der Veranstaltung - schwächelte. So waren die Künstler streckenweise schlecht zu verstehen und die Band zu laut abgemischt. Obwohl es hier und da im Publikum Stimmen gab, die "zu wenig Rock" im zweiten und "zu viele eher ruhige Nummern" im ersten Teil beklagten, wurde dennoch deutlich, dass das Tecklenburgische Pfingstgala-Konzept auch zum fünfzehnjährigen Jubiläum noch besten Zuspruch erfährt. Und allen Recht machen kann man es ohnehin nicht.

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(Text: Silke Milpauer)






Besetzung

SolistenGino Emnes
Kasper Holmboe
Armin Kahl
Maxine Kazis
Alexander Klaws
Sascha Krebs
Patricia Meeden
Drew Sarich
Roberta Valentini
Kevin Tarte
Michael Voss




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

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