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Konzert-Show

The Frank Wildhorn Songbook

This never happened before


© Sound of Music Concerts
© Sound of Music Concerts
Thomas Borchert und Frank Wildhorn - das geht meistens Hand in Hand. Der Musicaldarsteller stand in den letzten 15 Jahren in fast allen in Deutschland und der Schweiz aufgeführten Musicals des US-amerikanischen Komponisten auf der Bühne. Die Rolle des Merlin aus Wildhorns aktuellsten Werk "Artus" wurde Borchert sogar auf den Leib geschrieben. Jetzt gestaltete der gebürtige Essener ein facettenreiches Soloprogramm alleine mit Nummern aus Wildhorns Federn, das nicht nur Fans ansprach.

(Text: Silke Milpauer)

Premiere:15.03.2015
Rezensierte Vorstellung:15.03.2015
Letzte bekannte Aufführung:21.03.2016


Bevor es losging, wurden die Gäste im recht gut ausgelasteten Grillo-Theater durch die Journalistin Silke Heidenblut begrüßt, die an diesem Abend die Moderation übernahm und damit zu einem ganz entscheidenden Teil zum Erfolg des Abends beitrug. Durch gelungene, kleine Texte, die sie gekonnt intonierte, schuf sie die richtige Atmosphäre für den jeweils folgenden thematischen Part. Dabei brachte sie aber nicht nur trockenes Faktenwissen an den Mann, sondern sprach die Zuschauer auch auf emotionaler Ebene an.

In bewährter, wenn auch mittlerweile etwas abgedroschener Manier war das Programm in Blöcke unterteilt, wobei bekannte Hits aus "Artus", "Rudolf" und "Dracula" im Fokus des ersten Teils standen, während "Der Graf von Monte Cristo" und "Jekyll & Hyde" den Schwerpunkt des zweiten Teils bildeten.

Borchert eröffnete das Programm zu den Klängen von "Der Heiler" und stellte damit (und später mit "Der ewige Kreis") den Charakter des Merlins vor. Schön war, dass man bereits zu diesem Zeitpunkt alle Gaststars auf der Bühne erleben konnte. Lisa Antoni und Dennis Hentschel sangen das berührende Duett "Ein wahrer Held", während Femke Soetenga mit "Sünden der Väter" ein erstes Solo hatte. Auch Dennis Hentschel durfte sich mit "Nur sie allein" solo präsentieren und gefiel damit wesentlich besser als mit der Up-Tempo-Nummer "Die Fäden in der Hand" (aus "Rudolf - Affaire Mayerling“).

Aus dem 2006 in Budapest uraufgeführtem Werk sollten noch "Wie jeder andere Mann" (Borchert) und ein Medley aus "Vertrau in uns" und "So viel mehr" (Borchert/Antoni) folgen. Man merkte Borchert an dieser Stelle deutlich an, dass er sich in dem Stück nicht so zu Hause fühlte wie in den Musicals, in denen er bereits selbst mitgewirkt hatte. Allerdings konnte Lisa Antoni hier im besonderen Maße glänzen. Mit weicher und klarer Stimme interpretierte sie erneut die Rolle der Mary Vetsera, die sie während der Wiener Produktion von "Rudolf" innehatte.

Seinen Höhepunkt fand der erste Teil wenig überraschend in "Dracula", aus dem es gleich sechs Songs zu hören gab. Mit überwältigender Bühnenpräsenz hauchte Borchert dem Untoten Leben ein ("Je länger ich lebe", "Nebel und Nacht Reprise"). Bedauerlich war lediglich, dass "Einsamer Mann" nur zu Beginn des Blockes kurz angespielt wurde - die richtige Atmosphäre wurde damit aber allemal geschaffen. Auch Antoni ("Nebel und Nacht") und Soetenga "(Lass mich dich nicht lieben") überzeugten mit ihren Darbietungen, wobei Soetenga streckenweise dazu neigte, ein wenig schrill zu klingen. Ein interessantes Arrangement aus "Ein perfektes Leben" / "Ich leb nur weil es dich gibt" (Soetenga/Borchert/Hentschel) rundeten den Block ab.

Mit einem Paukenschlag, nämlich einer beeindruckenden Darbietung von Wildhorns „Bring Me Giants“, meldete sich Borchert nach der Pause zurück. Aus Erleichterung darüber, dieses Textmonster ohne nennenswerte Patzer besiegt zu haben, ließ sich Borchert zu einer langen Moderation hinreißen, in der er sich nicht nur unheimlich gelöst zeigte, sondern auch charmant, witzig und schlagfertig mit dem Publikum interagierte – etwas, was die Stimmung deutlich anheizte. Überhaupt brachte der sogenannte "Mixed Block" einige Highlights mit sich, wie etwa Borcherts und Antonis Duett "This Never Happened Before" (aus "The Scarlet Pimpernel"), Hentschels "Das Mädchen von früher" (ebenfalls aus "The Scarlet Pimpernel") oder Antonis "Gold" (aus dem leider weniger bekannten "Camille Claudel").

Als Nächstes folgte ein Ausflug zu "Der Graf von Monte Cristo". Mit "Niemals allein" gelang Borchert und Soetenga der gelungene Einstieg in den Themenblock, wobei hier besonders Borcherts einfühlsame Interpretation der ersten Strophe hervorzuheben ist. Die gemeinsam gestaltete Bridge sowie der Refrain erschienen allerdings einen Tick zu laut und kraftvoll gesungen, um sich harmonisch in das Duett einzufügen und die Textbotschaft zu unterstreichen. Viel Zeit, verpasste Chancen zu betrauern, blieb aber nicht, denn mit "Ah Frauen" stellten Borchert und Hentschel ein tolles Männer-Duett vor, in dem sich die beiden Darsteller wunderbar und mit viel Selbstironie ergänzten. Borchert beschloss den Block schließlich mit seinem ausdrucksstarken Solo "Der Mann, der ich einst war".

Als finalen Programm-Höhepunkt hatte man berechtigterweise Wildhorns Erstlingswerk "Jekyll & Hyde" gewählt, das den Künstlern noch einmal die Möglichkeit bot, ihre individuellen Schokoladenseiten zu präsentieren. Borchert schlüpfte - sehr zur Freude seiner Fans - erneut in die Rolle des Dr. Jekyll ("Ich muss erfahren"/"Dies ist die Stunde"), faszinierte aber noch mehr als Dr. Hyde. Knisternd-erotisch wurde es bei "Gefährliches Spiel" (Borchert/Soetenga), melancholisch-schwermütig bei "Nur sein Blick" (Antoni/Soetenga), während die äußerst packende, von Borchert und Hentschel brilliant als Duett interpretierte "Konfrontation" die Zuschauer schließlich gebannt in die Theatersessel presste.

Nach verdienten Standing Ovations folgten drei exzellent gewählte Zugaben, die erneut verdeutlichten, wie abwechslungsreich und vielseitig Wildhorns Gesamtwerk ist. "For the Glory" (aus "The Civil War") gab allen Künstlern die Gelegenheit, noch einmal gemeinsam aufzutreten. Dann musste Pianistin Marina Komissartchik, die die Darsteller bis hierher souverän am Flügel begleitet hatte, Platz machen für Borchert. Dieser ließ es sich nämlich nicht nehmen, gemeinsam mit dem Publikum einen von Wildhorns größten kommerziellen Hits, nämlich "Where Do Broken Hearts Go", zu singen. Abschließend performten alle Künstler die gute Laune-Nummer "Wonderland" aus Wildhorns am Broadway gefloppten Musical "Alice - A New Wonderland".

Nach etwa drei Stunden endete so ein extrem abwechslungsreicher Abend, der durch seine Song-Zusammenstellung, die facettenreichen Darbietungen der Cast sowie einer atmosphärisch exzellenten Moderation wirklich gut funktionierte.

(Text: Silke Milpauer)






Besetzung

SolistenThomas Borchert
Franziska Schuster
Lisa Antoni
Dennis Henschel


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