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Musikalische Komödie

Du sollst nicht lieben

Nicht mehr als Freundschaft...


© Jörn Hartmann
© Jörn Hartmann
Georg Kreislers Beziehungs-Musical von 1999 als Berliner Erstaufführung in einer langweiligen Inszenierung von Anke Rauthmann.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:15.01.2015
Rezensierte Vorstellung:16.01.2015
Letzte bekannte Aufführung:22.05.2015


In sieben Reihen stehen je vier aufeinander gestapelte, hellgraue Würfel schräg im ansonsten schwarzen Bühnenraum. Wenn die beiden Darsteller jedoch die Elemente umgruppieren und ihrem Inneren zum Beispiel eine rot-weiß-karierte Tischdecke entnehmen, so entsteht aus der Mauer ein Restauranttisch. Dieses ungemein wirkungsvolle Bühnenbildkonzept von Robert Pflanz schafft mit einfachen Mitteln schnell neue Räumlichkeiten. Selbst parallele Schauplätze (Kirche und Küche) entstehen so fast wie nebenbei.

© Jörn Hartmann
© Jörn Hartmann


So fantasievoll dieser optische Rahmen (ergänzt um das zeitgemäße Kostümbild von Claudia Möbius) auch ist, Anke Rauthmanns Inszenierung langweilt. Die Geschichte um den schüchternen Endfünfziger Lothar (Boris Freytag), der sich Hals über Kopf in eine Ehe mit der wesentlich jüngeren, alleinerziehenden Mutter Sonja (Regine Gisbertz) stürzt, kommt irgendwie nie in Fahrt. Die Regiearbeit wirkt wie die lieblose Aneinanderreihung von sketchartigen, klischeestrotzenden Mann-Frau-Begegnungen. Lothar und Sonja bleiben kontur- und farblos, während Freytag und Gisbertz zumindest bei einzelnen Nebenfiguren, die sie ebenfalls spielen, ihr komödiantisches Können aufblitzen lassen. Gisbertz‘ Heiratskandidatinnen inklusive Conchita-Wurst-Double im Eheinstitut und Freytags tatteriger Elektroinstallateur reißen den Abend dann immerhin ab und an aus seiner Lethargie. Beide Darsteller agieren engagiert-routiniert, singen mit kleinen, aber zu vernachlässigenden Problemen bei den tiefen Tönen. Leider lässt in den Gesangspassagen die Textverständlichkeit oft zu wünschen übrig, sodass Kreislers bissige Textattacken beim Zuschauer nicht immer ankommen. So wird nicht wirklich schlüssig klar, was „Du sollst nicht lieben“ überhaupt vermitteln will und warum der Zuschauer sich vielleicht gemäß dieses provokanten Titels verhalten sollte.


Musikalisch stechen zwei Kreisler-Chansons (das unverwüstliche Taubenvergiften-Lied und „Wenn die Mädchen nackt sind“) aus der Partitur hervor, die ansonsten aus neubetexteten Werken der Klassik, wie dem Blumenwalzer, dem Säbeltanz oder Beethovens Fünfter bestehen. Dazu werden opulente Orchester-Playbacks eingespielt, auch einige von den auf der Bühne agierenden Darstellern eingesungene Passagen erklingen aus der Konserve, zum Beispiel bei der Umgruppierung der Bühnenbild-Würfel. Ein weiteres Fragezeichen, das diese Aufführung beim Zuschauer hinterlässt.

(Text: kw)



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Kreativteam

InszenierungAnke Rauthmann
Musikalische LeitungMatthias Binner
BühneRobert Pflanz
KostümeClaudia Möbius


Besetzung

SonjaRegine Gisbertz
LotharBoris Freytag




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Jörn Hartmann
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(kw)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Dröge inszenierte Mann-Frau-Sketch-Folge, in der bekannte Klassikmelodien kabarettistich betextet werden. Da mögen sich Regine Gisbertz und Boris Freytag noch so mühen: der Zuschauer ist überfordert. Daumen hoch für Robert Pflanz' Bühne!

16.01.2015

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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