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Monolog

Licht

Leben auf der Schattenseite


Nach dem Vorbild von Hannelore Kohls Schicksal. Der Monolog von Dea Loher wurde für die hier erstmals aufgeführte musikalische Fassung (Musik: Wolfgang Böhmer) um einen dreiköpfigen Chor erweitert.

(Text: rj)

Premiere:19.08.2004
Letzte bekannte Aufführung:08.10.2004


Text: Dea Loher, Musik: Wolfgang Böhmer, Inszenierung: Boris von Poser, Musikalische Leitung: Olaf Taube/Franz Bauer, Choreographie: Annette Reckendorf, Ausstattung: Thimo Plath
Mit: Veronika Nickel (Hannelore Kohl), Regina Gebhardt, Kathrin Unger, Cornelia Wosnitza (Schatten)
Zur Spielzeit 2001/2002 übernahmen Ulrich Khuon (als Intendant) und Andreas Kriegenburg (als Oberspielleiter) das Thalia Theater in Hamburg, und so kamen die nächsten Stückaufträge nach ihrer gemeinsamen fruchtbaren Hannoveraner Zeit für Dea Loher aus Hamburg: Auf Der dritte Sektor (2001) folgte die lose Folge von sieben Kurzdramen Magazin des Glücks (2001/2002), die eines nach dem anderen mit einem sechswöchigen Abstand geschrieben und auf die Thalia-Dependance in der Gaußstraße gebracht wurden. Licht heißt das erste Stück dieser Folge. Es erzählt vom Verlöschen des Lebens einer Frau im Schatten ihres omnipräsenten Mannes in der Form eines einfühlsamen inneren Monologs. Aus dem einsamen Gedankenstrom der vom Schicksal einer zerstörerischen Lichtallergie verfolgten Frau erwächst Zwiesprache – Reibung mit selbst geschaffenen Verhaltensvorgaben, Rollenbestimmungen. Selbsteinschätzungen, geäußert vom „Schatten“ ihrer selbst, gleichsam in einer vom Kreisen der Welt abgekapselten Begegnung mit der Innen- und der vorgestellten Außenwelt. Dabei übernehmen in der musikalischen Fassung von Wolfgang Böhmer drei Figuren diese „Schattenseite“ und bilden somit gleichsam einen antiken Chor. Vier Frauenstimmen zeichnen, begleitet von Vibraphon und Schlagwerk, ein eindrückliches, in schwebenden Klangräumen kommuniziertes Psychogramm der Frau, deren zunehmend zurückgezogenes Leben im selbst gewählten Tod mündete. „Es ist immer schön, nicht im Wege zu sein“ – mit dieser Aussage ist eine Haltung „täglich hingerichteter“ (Loher) Angepasstheit markiert, die – neben ihrer Krankheit - jene Frau auszeichnete, welche für dieses Stück Modell stand.
Dea Loher hat mit dem Schicksal Hannelore Kohls ein Material gewählt, das wohl zwar aktuell bezogen war, das aber viel mehr einer tragischen Konstellation nachspürt und philosophisch eine Sonderform von Distanznahme und Weltflucht untersucht als tagespolitisch eingreifen will. Und so handelt es sich weder um ein biographisches noch um ein vordergründig politisches Theaterstück.
Erstmals transponiert nun die NEUKÖLLNER OPER einen Theatertext Dea Lohers ins Musikalische und entwirft und inszeniert ihn als Musiktheater: Mit Licht ist die ganze Weite emotionaler Vielfalt erfasst, in leisen Tönen, sensiblen Nuancen und in Worten gefasst. In seiner musikalischen Diktion ist der Text wie geschaffen für Musik, und mit dem Komponisten Wolfgang Böhmer und dem Regisseur Boris von Poser hat die NEUKÖLLNER OPER ein überzeugendes Team für diese intime Studie gefunden. Annette Reckendorf wird eine Choreographie der Schatten entwickeln, Thimo Plath fasst den Raum auf gleichsam als Schutzraum vor der eindringenden Öffentlichkeit und andererseits klaustrophobisch beengendem Gefängnis.

(Text: Theater)




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