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Gerichts-Satire

Chicago

All that Jazz


© Stage Entertainment
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Keine Kulissenwechsel, keine prunkvolle Ausstattung – das neue Stage-Vorzeigeprojekt "Chicago" im Palladium-Theater Stuttgart bietet wenig für Liebhaber voluminöser Produktion. Und genau das macht den Kander/Ebb-Klassiker zum besonderen Erlebnis. Denn es lenkt den Blick auf das Wesentliche: Musik, Stimmen, Tanz und Story.

(Text: Dominic Konrad)

Premiere:06.11.2014
Rezensierte Vorstellung:05.11.2014
Dernière:17.09.2015


Zweieinhalb Stunden Musical aus dem Frauenknast und kein einziges Mal sind Gitter, Sträflingskleidung oder Holzpritschen zu sehen. Stattdessen herrscht auf der Bühne und den Akteuren ein Hauch von schwarzem Nichts. Wenn überhaupt, dann ist die 14-köpfige Bigband das Bühnenbild, denn sie sitzt präsent auf der Bühne und zeigt damit, worum es Regisseur Walter Bobbie geht: eine Geschichte mit Musik zu erzählen.

Kander und Ebbs Musical "Chicago", das die Stage Entertainment nun nach Stuttgart gebracht hat, ist für das niederländische Theaterunternehmen eine ungewöhnliche Wahl. Standen in den vergangenen Jahren Stücke mit großer Kulisse und spektakulären Bühneneffekten im Fokus und wurden dem Musicalfan im Karussell-Verfahren immer wieder die gleichen Inszenierungen vorgesetzt, so ist das neue Projekt in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahme.

© Stage Entertainment
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Mit "Chicago" holt die Stage Entertainment einen Klassiker nach Deutschland, der in der originalen Revival-Inszenierung von Walter Bobbie bereits seit 18 Jahren erfolgreich am Broadway läuft. Bobbie setzt gekonnt auf Understatement. Im Zentrum seiner Bühne stehen die Darsteller: Sänger und Tänzer, die ausschließlich mit Gesang und Bewegungen ihren knappen schwarzen Spitzenkleidern und durchsichtigen Hemdchen, ihren Melonenhüten und Netzstrümpfen Farbe einhauchen. Auch in Stuttgart bleibt diese Reduzierung auf das Essentielle unter der Führung von Associate Director Tania Nardini ungebrochen brillant.

Einen großen Anteil an der elektrisierenden Stimmung des Stücks haben die Choreographien von Ann Reinking, die der New Yorker Associate Choreographer Gregory Butler ebenso atemberaubend auf die Stuttgarter Bühne gebracht hat. Jede Handbewegung, jeder Schritt und Kick dieses tänzerisch wie gesanglich großartigen Ensembles knistert vor Spannung und Erotik.

© Stage Entertainment
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Ein gutes Händchen bewiesen die Macher auch bei der Besetzung der Hauptrollen: Carien Keizer (Roxie Hart), Nigel Casey (Billy Flynn) und Lana Gordon (Velma Kelly) sind starke Einzelperformer, harmonieren aber auch ausgezeichnet im Zusammenspiel.

Carien Keizer weiß mit ihrer samtigen, leicht rauchigen Stimme als ruhmsüchtige Mörderin Roxie auf ganzer Linie zu überzeugen. Schauspielerisch legt Keizer die Rolle berechnender an als etwa Renée Zellweger in der vielgelobten Filmfassung von 2003. Ihre Roxie ist weniger naiv und weiß durchaus, wie sie ihren Vorteil aus dem Medienrummel ziehen kann. Durch ihr differenziertes Spiel schafft es Keizer, die Rolle besonders facettenreich zu gestalten. Auch komödiantisch beweist sich die Niederländerin: Großartig ist ihre Bauchrednerpuppen-Einlage mit Nigel Casey bei "Beide griffen nach dem Colt".

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Casey spielt den Staranwalt Billy Flynn mit einer lustvollen Mischung aus Charme, Verschlagenheit und Schmierigkeit. Nicht nur optisch erinnert er dabei immer wieder an einen aalglatten Christoph Waltz. Auch gesanglich gelingt Casey eine durch und durch stimmige Leistung. Die bekannte Nummer "Hokuspokus" entfaltet in Caseys Version einen ganz besonderen Charme.

Dass Lana Gordon eine herausragende Soulstimme hat, konnte das deutsche Publikum bereits in "Tarzan" und "Sister Act" feststellen. Es verwundert also nicht, dass sie auch in "Chicago" auf ganzer Linie überzeugt. Ihr "All der Jazz" ist die perfekte Eröffnungsnummer: Kraftvoll und spielerisch dominant erstreitet sich Gordon als Velma die Aufmerksamkeit des Publikums. Schauspielerisch zeigt sich die US-Amerikanerin sehr fähig, wenngleich einige Gags des Skripts ihrem starken Akzent zum Opfer fallen.


Auch in den Nebenrollen hat die Stage Entertainment bei dieser Produktion sehr gute Darsteller verpflichtet: Isabel Dörflers Mamma Morton erinnert vielleicht ein bisschen zu stark an ihre Mrs van Hopper aus "Rebecca", ist aber dennoch sehr sehens- und hörenswert. Martin Schäffner verblüfft als Klatschreporterin Mary Sunshine mit atemberaubendem Falsettgesang. Besondere Sympathie weckt zudem Volker Metzger als unbeholfener, gehörnter Ehemann Amos Hart. Mit zurückgenommener Gestik und lethargischer Mimik kann er voll überzeugen. Sein Solo "Mister Zellophan" wird einer der Höhepunkte des zweiten Akts.

Großer Star dieser Produktion – und das freut den Kritiker, der seit Jahren gegen die sinkenden Personenzahlen in den Orchestergräben der Stage-Produktionen anschreibt – ist die 14-köpfige Bigband unter der Leitung von Klaus Wilhelm. Die jazzig-schleifende Musik von John Kander kommt durch das nahezu perfekt abgemischte Zusammenspiel von Blech- und Holzbläsern sowie Zupfer, Streichern und Perkussion perfekt zur Geltung. Die letzte Verbeugung des Abends gebührt daher – zu Recht – den Musikern.

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Ob das Publikum bereit ist, sich auf die reduzierte Optik von "Chicago" einzulassen, und dafür die Stage-üblichen Preise zu bezahlen, bleibt eine spannende Frage. Verdient hat es diese Produktion auf alle Fälle, denn selten sieht man Darsteller, Tanz und Musik in einem so runden Zusammenspiel wie derzeit im Palladium-Theater. Chapeau!

(Text: Dominic Konrad)






Kreativteam

MusikJohn Kander
Buch und TexteFred Ebb
BuchBob Fosse
ÜbersetzungErika Gesell
Helmut Baumann
Neuübersetzung LiedtexteKevin Schroeder
Musikalische LeitungKlaus Wilhelm
Original-RegieWalter Bobbie
Regie StuttgartTania Nardini
Original-ChoreografieAnn Reinking
Choreografie StuttgartGregory Butler
BühneJohn Lee Beatty
KostümeWilliam Ivery Long
LichtKen Billington


Besetzung

Roxie HartCarien Keizer,
(Giulia Vazzoler)
(Ellen Wawrzyniak)

Velma KellyLana Gordon,
(Marcella Adema)
(Rachel Colley)
(Ellen Wawrzyniak)

Billy FlynnNigel Casey,
(Livio Cecini)
(Philipp Hägeli)

Mama MortonIsabel Dörfler,
(Rachel Colley)
(Julieta Anahi Frias)

Amos HartVolker Metzger,
(Danilo Brunetti)
(Livio Cecini)

Mary SunshineMartin Schäffner,
(Victor Petersen)

EnsembleMarcella Adema
Natalie Bennyworth
Alan Byland
Rachel Colley
Connor Collins
Alex Frei
Julieta Anahi Frias
Zoe Leone Gappy
Philipp Hägeli
Fleur Jagt
Ross McDermott
Sean McFadden
Bryan Mottram
SwingsBianca Benjamin
Danilo Brunetti
Rhys George
Timo Muller
Dorit Oitzinger
Guilia Vazzoler
Ellen Wawrzyniak


Frühere Besetzungen? Hier klicken



Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Stage Entertainment
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


8 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


30719
Es gab schon bessere Besetzungen...

09.03.2015 - Habe die Show am 27.02 im Stuttgarter Palladium gesehen.
Ich kenne die Show von früher und muss sagen, dass die Stuttgarter Aufführung doch etwas sehr brav daher kommt.
Auf der Bühne werden viele verschiedene Akzente gesprochen, was manchmal etwas stört.

Eine tolle Leistung bringt vor allem die Band, unter der Leitung von Klaus Wilhelm. Aus dem Ensemble fallen besonders Pasquale Aleardi ( Billy Flynn ), M. Schäffner ( Mary Sunshine ) und Isabel Dörfler ( Mama Morton ) positiv auf.
Gerade die Leading Ladies sind hier leider die Schwachpunkte des Abends. Lana Gordon als Velma Kelly ist eine fantastische Darstellerin und unglaublich sexy in ihren Bewegungen, jedoch steht die deutsche Sprache ihr manchmal im Wege, was vor allem beim Zellblock Tango kein Vergnügen ist. Die größte Enttäuschung des Abends ist aber Carmen Keizer als Roxie Hart. Sie ist einfach langweilig, kann keine stimmlichen oder tänzerischen Akzente setzen und ihr "Roxi", eigentlich ein Highlight der Show verkommt zu einem Showstopper, den man gerne streichen möchte.

Alles in Allem ist es schön endlich mal wieder ein Stück auf deutschen Großproduktions Bühnen zusehen, wo die Bühne keine Rolle spielt, sondern die Musik und ihre Künstler.
Es gab besser Besetzungen in der Vergangenheit, aber ein Besuch lohnt sich.

KristinP (75 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


30682
Hokuspokus und schöner Schein...

18.02.2015 - Wer sich die Originalinszenierung ansieht bekommt Entertainment pur. Ein tolles Orchester, ein starkes Ensemble und teils gute Hauptdarsteller sorgen für knapp 2,5 unterhaltsame Stunden.

Dank eines um 50% reduzierten Preises habe ich mich hinreißen lassen die Stuttgarter Show zu besuchen. Dafür war es OK.

Philipp Hägeli gab einen galanten und stimmlich starken Anwalt. Auch Volker Metzger als Amos konnte in den wenigen Auftritten berühren. Isabel Dörfler war eine nette Mamma Morton mit großer Geste und Stimme. Alle diese Darsteller waren sehr gut zu verstehen.

Das Ensemble singt und tanzt gut.

Carien Keitzer fand ich sehr angenehm. Warme, weiche Stimme und tänzerisch sehr gut. Leider hat mir dies bei Lana Gordon gefehlt. Neben einer sehr schlechten Phonetik hat mir ihre Stimme nur selten zugesagt. Auch war ihr Tanz selten synchron.

Wie schon oft erwähnt stimmt bei der Show das Preis-Leistungsverhältnis in keiner Weise. Aber sicher leuchtet das auch den Produzenten bald ein.

mrmusical (70 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


30670
Super Musical. Aber die Stage hat falsch geplant.

06.02.2015 - Sieht man das Musical ohne Vergleich zu den Stücken, die bislang in Stuttgart liefen, dann ist CHICAGO was Anspruch, Tanz und Darsteller angeht sicher auf sehr hohem Niveau. Die Stuttgarter Inszenierung punktet vor allem beim Orchester und den guten Darstellern.
Abstriche gibt's allerdings was die Verständlichkeit einzelner Akteure angeht.

So. Wenn man nun aber chicago mit dem vergleicht was bislang in Stgt war, dann gibts folgendes zu kritisieren:
Schlichtes Bühnenbild!
Jede Karte ~ 30 Euro zu teuer!

Chicago ist echt sehenswert aber die stage zockt hier gewaltig bei den Preisen ab. Kein Wunder, dass NIE ausverkauft ist. Sondern höchstens die Hälfte im Saal belegt ist.

MichelD (27 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


30663
Abolut nicht zu empfehlen im Theater als auch auf CD

29.01.2015 - Hallo Stage Entertainment,
ich habe mir Chicago in Stuttgart angesehen und Frage mich ernsthaft: Welche Sprache sprechen denn die Hauptdarstellerinen?
Also deutsch war es nicht was da gesungen wurde. Nun habe ich mir die CD gekauft und wollte mir das ganze nochmals anhören. Aber ich muss sagen auch dort ist kaum etwas zu verstehen genau wie im Theater. Wenn ich in ein deutsches Theater gehe möchte ich doch wenigstens auch etwas verstehen. Ich glaube wenn ich die CD auf japanisch gekauft hätte, hätte ich genau soviel verstanden wie auf der deutschen CD der SE. So kann man Besucher auch abschrecken !
Ich habe Chicago sowohl in Wien als auch mehrmals in München gesehen, dort konnte man die Darsteller gut und deutlich verstehen und der Preis war nur ein Bruchteil von den heutigen Eintrittspreisen der SE.
Fazit:
Theaterbesuch zu teuer und absolut nicht weiterzuempfhelen.
CD am Besten gleich einstampfen und die CD von Wien anhören !

BSVS26 (erste Bewertung)


30606
Tolle Inszenierung mit Besetzungsmängeln und zu teuer verkauft

30.11.2014 - Ich war gestern in der Nachmittagsvorstellung von Chicago und muss sagen, dass mir das Stück, die Musik und die Inszenierung/Choreo sehr gut gefallen haben, aber das ist bei Kander/Ebb/Fosse durchaus zu erwarten gewesen. Ich hatte bis auf Ellen Wawrzyniak die komplette First-Cast. Phonetisch war Lana Gordon ein ziemliche Enttäuschung. Ich verstand leider nur die Hälfte von dem Gesagten und Gesungenen auf der Bühne. Wenn es ans Tanzen und Singen ging, war es komplett aus. Sie wirkte zu konzentriert bloß keinen Fehler zu machen, dass sie sehr hölzern wirkte. Als Velma war sie leider falsch besetzt. Isabel Dörfler war als Mama Morton eine Wucht, Volker Metzger als Amos eine Überraschung. Er machte aus "Mister Zellophan" wohl einen der Höhepunkte des Abends. Nigel Casey spielt sehr gut und rollendeckend. Ihm nimmt man den schmierigen, arroganten und erfolgsbessenen Staranwalt sehr gut ab. Ellen Wawrzyniak spielte sehr gut, mit etwas Luft nach oben. Als Leading Lady jedoch leider zu blass.
Insgesamt herrscht in der Cast phonetisch sehr viel Nachholbedarf. Dass fast jeder zweite im Cast nicht Muttersprachler ist, merkt man sofort und ist bei diesem Stück sehr störend. Deshalb und wegen Lana Gordon ein Stern weniger.
Die Band spielte sehr gut und war eines der Highlights des Abends. Toll den Leuten beim Musizieren zuzusehen. Da bleibt man gern auch noch nach dem (sehr kurzen) Schlussapplaus sitzen und hört die Rausschmeißmusik gern noch sitzend.
Den zweite Stern ziehe ich aber für die völlig überzogene Preispolitik der Stage ab. Für sowas Preise bis zu 140 € zu verlangen ist schon arg dreist und zu überteuert.

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


30581
Für das Gebotene VÖLLIG überteuert!

08.11.2014 - Bislang habe ich in den beiden Stuttgartern Musicaltheatern seit der Premiere von Miss Saigon ALLE Musicals gesehen. Ich war sehr überrascht, dass nun ausgerechnet Chicago - ein Musical, welches viel eher in ein Stadttheater als in ein großes Ensuite-Haus gehört - gezeigt wird. Aber selbstredend habe ich auch dieses Musical gleich mal besucht.

Die Geschichte ansich ist nicht schlecht. Sicher kein großes Gefühlsdrama, aber die Handlung ist kurzweilig und mit viel Humor weiß sie einfach zu gefallen. Auch die Musik muss ich lobend erwähnen. Fast jeder Song ist ausgezeichnet und so mancher Ohrwurm lässt sich hier finden. Alles in allem ein Gute-Laune-Musical, aber nicht so überdreht wie viele Jukebox-Musicals.

Das Bühnenbild ist extrem spartanisch gehalten. Es gibt auf der Bühne einen "Kasten", in welchem die Band sitzt und spielt. Der steht auch fest da und bewegt sich nicht. Außerdem zwei einklappbare Leitern links und rechts am Bühnenrand und kleine Requisiten wie Stühle. Das war es auch schon. Keine Szenenbilder, keine Kulissen und Effekte. Theater in seiner reinsten Form.

Zur Besetzung:

Nigel Casey als Billy Flynn spielt seine Rolle
sehr ordentlich. Gesang und Schauspiel überzeugen.

Isabel Dörfler als Mama Morton hat mich sehr begeistert. War ich doch bislang kräftige Damen in dieser Rolle gewohnt und das Bild damit erst einmal ungewohnt, hat sie mich aber sehr schnell überzeugt. Tolle Stimme und Spiel, super!

Volker Metzger als Amos Hart war wirklich ausgezeichnet. Mit "Mister Zellophan" hatte er DIE Nummer des Abends und nahm allen anderen die Schau. Er ging wirklich in seiner Rolle auf, toller Darsteller!

Victor Petersen als Mary Sunshine war das zweite Highlight des Abends. Er hatte seine Stimme und sein Spiel derart gut im Griff, dass es offensichtlich kaum jemandem auffiel, dass es sich um einen Mann handelt. Bei der "Demaskierung" gab es unglaublich viele erstaunte Gesichter im Publikum. Gratulation für diese Leistung.

Und nun wären wir auch schon bei den beiden Hauptdarstellerinnen des Abends, den beiden Leading Ladies: Lana Gordon als Velma Kelly und Carien Keizer als Roxie Hart. Ich mache es kurz: Eine große Enttäuschung!

BEIDE Darstellerinnen waren schauspielerisch okay und gesangliches Mittelmaß. Das ist für diese beiden Rollen auf gar keinen Fall akzeptabel. Wie konnte man die beiden nur als Hauptdarstellerinnen casten? Einfach unfassbar. Am ärgerlichsten war jedoch, dass BEIDE in weiten Teilen kaum zu verstehen waren. Würde ich das Stück und die Texte nicht kennen, hätte ich ihren Rollen nicht folgen können. Alles in allem ein absolutes NO GO!

Fazit: Ein gutes Musical für ein STADT-Theater zu den üblichen Preisen bis 50 €. Dort gehört es hin und würde ich es mir gerne immer wieder ansehen. Aber bei Preisen bis zu 159 € pro Karte (!) fehlen mir einfach die Worte. Wie kann man für dieses billigst inszinierte Stück die gleichen Preise verlangen wir für Wicked oder Tarzan? Dies ist eine bodenlose Unverschämtheit, weil Menschen ins Theater gehen, die die Qualität der bisherigen Stuttgarter Musicals kannten und auf ähnliches hoffen. Dieser Schuss wird sicher nach hinten losgehen!

Dass man zu diesen horrenden und maßlos überteuerten Preisen auch noch derart schlechte Hauptdarstellerinnen geboten bekommt, ist nur noch der Gipfel der Unverschämtheit. Liebe Stage Entertainment, mit diesem Stadttheater-Musical zum 3-4fachen des üblichen Preises werdet ihr hoffentlich die verdienten Reaktionen erhalten. Aber 60000 verkaufte Karten (rein rechnerisch gerade einmal ein Monat volles Haus, danach komplett leerstehend) sprechen ja eine klare Sprache. Schade!


30580
Ein tolles Musical

07.11.2014 - Ich war gestern auf der Premiere und bin begeistert. Ich kannte nur den Song "All that Jazz" und wusste das es kein richtiges Bühnenbild geben wird, deshalb hatte ich keine grossen Erwartungen. Der erste Akt hat mir etwas besser gefallen als der zweite. Carien Keizer gefiel mir von den Darstellern am besten. Aber alle anderen waren auch großartig. Ob dieses Musical in Stuttgart ein Hit wird bezweifle ich aber. Es ist zu sehr "BROADWAY" für Deutschland. Gönnen würde ich es ihnen aber

J_F_K (18 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


30579
Wechselbad der Gefühle

07.11.2014 - Ich kann mich der sehr positiven Kritik hoier nicht ganz anschließen. ich war bei der medienpremiere und schließe mich den Komplimenten an Klaus Wilhelm und die Musik voll an, keine FRage. Beim Ensemble mache ich aber deutliche Abstriche. Lana Gordon ist so konzentriert darauf, keine Fehler bei den deutschen Sprech- und Gesangstexten zu machen, dass sie sehr hölzern wirkt, niemals natürlich. Carien Keizer macht das besser, aber auch bei ihr stört der holländische Unterton irgendwann. Nigel Casey ist für seine Rolle definitiv zu alt, er wirkt rollenbedingt überheblich, überzieht das aber ins unangenehm arrogante. Gut gefallen haben mir Isabel Dörfler und Volker metzger, auch wenn er nicht an den legendären "Amos" von Leon van Leewenberg in Düsseldorf heran kommt.
Überhaupt: Im Vergleich zur 2001er Inszenierung im Capitol Theater kommt diese "neue" Inszenierung deutlich schlechter weg. An die Kombination Anna Montanaro und Ann mandrella kommen die beiden Stuttgarter Damen niemals heran. Weiteres Problem: Es ist EXAKT die gleiche Inszenierung wie damals, was zugegebenermaßen an den Lizenzgebern liegt. Aber wenn man selbst die Choreografie für Amos bei "Mr. Zellophan" in 13 Jahren nicht mal auffrischt, sorry, das geht eigentlich nicht. Für jemand, der das Stück noch nie gesehen hat, ist es sicher unterhaltsam, wer es aber schon mal gesehen hat, der wird nicht nur nichts Neues entdecken, sondern im Quervergleich enttäuscht sein. Auch wenn die Choreos sehr schön anzusehen sind und sich das Ensemble sein bestes gibt. Wenn man sieht, dass die Tickets in der Premiumklasse bis zu 158 Euro kosten, dann ist das für dieses Musical sicherlich viel zu hoch, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt nicht. Aber die Schwaben haben´s ja....

NordlichtHB (32 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


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Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Tolle Musik, fesselnde Choreografien und ein grandioses Ensemble – Chicago in Stuttgart ist ein Erlebnis!

05.11.2014

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